Yoga-Therapie

Im Yoga fin­det eine Inte­gra­tion von Kör­per, Geist und Atmung statt – ein Weg der inne­ren Samm­lung, der der Selbst­er­kennt­nis dient. Yoga ist eine Metho­dik zur Wie­der­her­stel­lung der wah­ren Wesensi­den­ti­tät, die sich sehr gut mit ver­schie­de­nen Lehren/Ansätzen und Inhal­ten ver­bin­den kann.

Yoga in der Arbeit mit Pati­en­ten und Kli­en­ten Im Yoga fin­den wir eine außer­or­dent­li­che Viel­schich­tig­keit, Hete­ro­ge­ni­tät und Varia­bi­li­tät in den Inhal­ten. An und für sich gibt es keine Zufälle. Wir fin­den eine Sys­te­ma­tik in der Pra­xis im Sinne von Ord­nung, Schrit­ten, Stu­fen und Klar­heit in den Zie­len. Yoga beinhal­tet auch Tole­ranz in den Inhal­ten, und in jeder Situa­tion kann man Halt machen. Yoga ist ein siche­rer Weg, und all dies ist der Grund und die Vor­aus­set­zung dafür, dass Yoga noch heute so außer­or­dent­lich leben­dig ist. Yoga ist eine Metho­dik zur Wie­der­her­stel­lung der wah­ren Wesensi­den­ti­tät, die sich sehr gut mit ver­schie­de­nen Lehren/Ansätzen und Inhal­ten ver­bin­den kann.

Im Yoga fin­det eine Inte­gra­tion von Kör­per, Geist und Atmung statt – ein Weg der inne­ren Samm­lung, der der Selbst­er­kennt­nis dient. Durch die Yoga­wege haben wir die Mög­lich­keit, alle Facet­ten von uns zu erken­nen und zu schu­len – unse­ren Bedürf­nis­sen und Absich­ten ent­spre­chend, z.B. wie folgt:

Yoga im All­tag ist ein wirk­sa­mes Instru­men­ta­rium, um die Schwie­rig­kei­ten des Lebens zu ver­ste­hen und zu beste­hen: im Beruf, in der Fami­lie. Wie lebe ich mein Leben in Acht­sam­keit, Mit­ge­fühl, Fülle und Gleich­ge­wicht? Wie kann ich die Fähig­keit zur kon­struk­ti­ven Pro­blem­be­wäl­ti­gung erhö­hen? Wie kann ich mich selbst und andere kla­rer erken­nen? Durch Bewusst­wer­dung, d.h. wenn die Sinne kla­rer wer­den, wenn der Geist fokus­siert zur Ruhe kommt, ver­än­dert sich die Wahr­neh­mung von uns selbst und von der Umwelt im Sinne von TAT TVAM ASI.

Yoga für Gesundheit/Wellness ist ein aktu­el­ler Ansatz zur Gesund­heits­för­de­rung und Gesund­heits­er­hal­tung.

Im Yoga für Hei­lung geht es darum, Kran­ken in dem Pro­zess der Hei­lung ganz­heit­li­che Ansätze zu bie­ten.

Dar­über hin­aus ist Yoga ein Bewusst­wer­dungs­pro­zess zur höhe­ren Ent­wick­lung.


Was ist nun Yoga-Therapie?
Yoga-Therapie ist ein ganz­heit­li­cher Ansatz für Gesund­heit, der sich auf ein tie­fes und fun­dier­tes Ver­ständ­nis und Erfah­rung von Yoga und Hei­lung grün­det. Die The­ra­pie wird sowohl in Ein­zel­sit­zun­gen als auch in Klein­grup­pen­un­ter­richt ange­bo­ten und ist in den All­tag inte­grier­bar als Lebensstil-(Lifestyle)Schulung. Es ist eine Schu­lung des gan­zen Men­schen und bie­tet eine Unter­stüt­zung für die phy­sio­lo­gi­schen Kör­per­sys­teme und eine Erfor­schung, wie sie durch Gedan­ken und Emo­tio­nen beein­flusst wer­den. Yoga-Therapie ermög­licht ein Ver­ste­hen psy­cho­so­ma­ti­scher Zusam­men­hänge und dient der Stress­be­wäl­ti­gung, Rei­ni­gung und Stär­kung. Ver­schie­dene Facet­ten von Yoga, Ayur­veda und Natur­heil­kunde tra­gen dazu bei, die Kör­per­sys­teme wie­der in ein Gleich­ge­wicht zu brin­gen. Es ist eine prak­ti­sche und infor­ma­tive The­ra­pie, die die yogat­he­ra­peu­ti­schen Ansätze deut­lich und umsetz­bar macht.

Nicht nur in der Yoga-Tradition/Ayurveda, son­dern auch in der hip­po­kra­ti­schen Tra­di­tion ist der Grund­satz ver­tre­ten, dass kranke Men­schen behan­delt wer­den, nicht die Krank­heit. Das ist die Natur der patho­ge­nen Ein­flüsse, die die Krank­heit und ihren Ver­lauf zusam­men mit der Kon­sti­tu­tion, das heißt unse­rer typi­schen Regu­la­ti­ons­form, und auch unse­ren indi­vi­du­el­len Reak­ti­ons­mus­tern bestim­men. Diese Kom­po­nen­ten sind teils ver­erbt und teils erwor­ben. Das heißt von unse­rem jet­zi­gen Wis­sens­stand aus gese­hen, dass es sich hier um fest­ste­hende und beein­fluss­bare Nei­gun­gen han­delt. Der gesamte Mensch in sei­ner Umwelt mit all sei­nen Facet­ten ist in Betracht zu zie­hen, wenn wir einen Hei­lungs­ver­lauf beglei­ten. Es sind diese varia­blen Aspekte, die in der Selbst­hei­lung wich­tig und in der Yoga-Therapie und in der Psy­cho­n­eu­ro­im­muno­lo­gie (PNI) von gro­ßer Bedeu­tung sind. In den USA nimmt jeder vierte Pati­ent kom­ple­men­täre Metho­den der Natur­heil­kunde, des Yoga und der Yoga-Therapie par­al­lel zur ärzt­li­chen Behand­lung in Anspruch. In Deutsch­land ist diese Zahl für Natur­heil­kunde noch grö­ßer, und Yoga wird schät­zungs­weise von ca. 2 – 3 Mil­lio­nen Men­schen als gesund­heits– und fit­ness­för­dern­des Pro­gramm prak­ti­ziert. Nur ein klei­ner Pro­zent­satz wen­det Yoga für inne­res Wachs­tum und Selbst­er­kennt­nis an, da dies eine andere Form der Beglei­tung und ein ernst­haf­tes Ein­las­sen auf den eige­nen Pro­zess for­dert.

Yoga-Therapie ist ein ganz neuer Zweig der Gesund­heits­för­de­rung in Deutsch­land, die ihren Platz in der Heil­kunde hier wie auch in den Staa­ten fin­det und in der Salu­to­ge­nese und in der Selbst­ver­ant­wor­tung des Pati­en­ten eine wich­tige Rolle hat. Die neue Gesund­heits­for­schung, die aus der Sozi­al­me­di­zin, der psy­cho­so­ma­ti­schen Medi­zin sowie aus der humanistischen/transpersonalen Psy­cho­lo­gie kommt, spricht von die­sem Begriff Salu­to­ge­nese. Hier wer­den zusätz­lich zu gene­ti­schen und patho­lo­gi­schen Krank­heits­fak­to­ren auch Lebens­stil, soziale Bezie­hun­gen, see­li­sche Gesund­heit u.a. mit ein­be­zo­gen. Dies ist ein Kon­zept, das in der Natur­heil­kunde und im Yoga/Ayurveda kei­nes­wegs neu ist. Wie in der hip­po­kra­ti­schen Tra­di­tion steht in die­ser außer­eu­ro­päi­schen Heil­tra­di­tion der Yoga-Therapie auch das Kon­zept der Selbst­hei­lung des Orga­nis­mus im Vor­der­grund. Das Kon­zept der Lebens­en­er­gie spielt hier eben­falls eine große Rolle. In der Yoga-Therapie fin­det eine Inte­gra­tion von Heil­kunde, Erkennt­nis­theo­rie und Phi­lo­so­phie statt, die auch in dem immer mehr wahr­nehm­ba­ren wich­ti­gen Para­dig­ma­wech­sel der der­zei­ti­gen soge­nann­ten wis­sen­schaft­li­chen Metho­den erkenn­bar ist. Wir wer­den hier Zeuge einer soma­to­psy­cho­so­zia­len Ganz­heit­lich­keit, einer Ände­rung und eines Über­gan­ges in der Gedan­ken– und Hand­lungs­welt der Medi­zin von einer krank­heits­zen­trier­ten zu einer gesund­heits­ori­en­tier­ten Betrach­tungs­weise. Damit weht ein neuer Wind in der west­li­chen Medi­zin­wis­sen­schaft, und das ist sehr wich­tig, da es auf die Fak­to­ren auf­merk­sam macht, die Gesund­heit schaf­fen und erhal­ten.

Yoga-Therapie baut auf den Selbst­re­gu­lie­rungs­fä­hig­kei­ten und Gesund­heits­res­sour­cen eines jeden Men­schen auf, ist ein­fach ver­mit­tel­bar, neben­wir­kungs­frei und kos­ten­güns­tig – also ein reel­les Gesund­heits­an­ge­bot für Pati­en­ten und Kli­en­ten in der heu­ti­gen Zeit. In der Yoga-Therapie gibt es ver­schie­dene Her­an­ge­hens­wei­sen. Wenn der/die Kli­en­tIn z.B. Yogal­eh­re­rIn ist, kann der/die The­ra­peu­tIn mit ihm/ihr in einer von ihm gewünsch­ten Hal­tung, die oft schwer oder nicht zugäng­lich erscheint, die tie­fe­ren Gefühls– und Kör­perebe­nen in die­ser mit Hilfe des The­ra­peu­ten gehal­te­nen Stel­lung erfor­schen und durch Dia­log auf­ar­bei­ten. Wich­tig hier wie in jeder yogat­he­ra­peu­ti­schen Sit­zung ist, dass das Asana die Ein­gangs­pforte zu den Gefüh­len ist – auch durch eine har­mo­ni­sche Befrei­ung und Erwei­te­rung des Atems.

In den ein­jäh­ri­gen WEG DER MITTE-Forschungsprogrammen mit an Rheuma erkrank­ten Men­schen nimmt Yoga-Therapie eine wich­tige Rolle ein. Keine/r der Teil­neh­me­rIn­nen hatte Vor­kennt­nisse von Yoga. So war der Ansatz fokus­siert auf eine mit­un­ter nur mil­li­me­ter­weise Erwei­te­rung der Mobi­li­täts­spanne ent­spre­chend dem indi­vi­du­el­len Kör­per­zu­stand – auf dem Stuhl oder der Bett­kante sit­zend – und nicht auf die gän­gi­gen Asa­nas. Die Wahr­neh­mung der Atmung, das Ler­nen, sich zu kon­zen­trie­ren, die Aus­ein­an­der­set­zung mit neuen gesund­heits­för­dern­den Stra­te­gien (wie z.B. Yoga und Yoga-Therapie), auch bezo­gen auf die Schmerz­be­wäl­ti­gung im All­tag, sowie eine Ände­rung der Ess­ge­wohn­hei­ten brach­ten den Pati­en­ten eine beträcht­li­che Schmerz­ver­min­de­rung, einen Abbau der Medi­ka­men­ten­menge (von einer Hal­bie­rung bis zum völ­li­gen Abset­zen), mehr Lebens­qua­li­tät und Eigen­stän­dig­keit im All­tag. Durch die Erhö­hung der Beob­ach­tungs­fä­hig­keit ent­stand eine immer grö­ßere Fähig­keit, die Anfänge der Anfalls­zy­klen zu ent­de­cken und sel­ber gesund­heits­för­dernde Maß­nah­men zu ergrei­fen, bevor eine even­tu­elle Ein­nahme von Medi­ka­men­ten not­wen­dig wurde. Auf dem Weg vom Opfer einer Krank­heit, wo man meint, dem hoff­nungs­los unter­le­gen zu sein, zum krea­ti­ven eigen­stän­di­gen Umgang mit den Sym­pto­men, ent­stand große Freude und Ent­las­tung bei den Betei­lig­ten.

Das wich­tigste in der Yoga-Therapie ist die Fähig­keit der Yoga-Therapeuten, ihr Metier genau zu ken­nen und Yoga so anzu­wen­den, wie es die Situa­tion erfor­dert. Frü­her war Yoga für die eli­tär und abge­schie­den leben­den Men­schen. Er wurde über Jahr­hun­derte durch ver­schie­dene Leh­rer aus der Ver­bor­gen­heit genom­men und durch Heil­an­sätze der All­ge­mein­heit zur Ver­fü­gung gestellt. Die Wur­zeln des Yoga lie­gen in den Veden. Patanjali's Yoga­su­tras stel­len einen unent­behr­li­chen Teil des prak­tisch zu üben­den Yoga-Weges dar. In der Yoga-Therapie, die auf dem Erbe der Gesund­heits­bil­dung ruht, fin­det Hei­lung u.a. durch Kul­ti­vie­rung von Auf­merk­sam­keit statt. Die beson­dere Stärke die­ser Methode liegt darin, dass sie bei län­ge­rer Aus­übung die Ganz­heit­lich­keit des Men­schen för­dert und uns an wahre Bedürf­nisse und Wün­sche her­an­führt. Ein ural­tes Erbe – aktu­el­ler denn je.

© WEG DER MITTE gem. e.V.

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