Viniyoga – Altes Wis­sen für eine moderne Zeit

Der Ansatz des Viniyoga hat in den letz­ten zehn Jah­ren in Deutsch­land und ganz Europa zuneh­mend an Bedeu­tung gewon­nen und ist inte­gra­ti­ver Bestand­teil vie­ler Yoga-Schulen gewor­den. Viniyoga zeich­net sich durch ein kla­res und kon­zep­tio­nel­les Ver­ständ­nis der Übun­gen im Yoga aus.

Der Yoga Indi­ens stellt für viele Men­schen auf der gan­zen Welt ein begehr­tes Mit­tel zur Erhal­tung der kör­per­li­chen und geis­ti­gen Gesund­heit dar. Die Zahl der ver­schie­de­nen Schu­len und Tra­di­tio­nen, in denen Yoga auch im Wes­ten geübt wird, ist groß.
Der Ansatz des Viniyoga hat in den letz­ten zehn Jah­ren in Deutsch­land und ganz Europa zuneh­mend an Bedeu­tung gewon­nen und ist inte­gra­ti­ver Bestand­teil vie­ler Yoga-Schulen gewor­den. Viniyoga zeich­net sich durch ein kla­res und kon­zep­tio­nel­les Ver­ständ­nis der Übun­gen im Yoga aus. Er basiert auf pro­fun­den Kennt­nis­sen über die Funk­ti­ons­wei­sen von Kör­per, Atem und Geist und einer gro­ßen Nähe zu dem klas­si­schen Yoga­t­ext von Patan­jali. Die­ser 2.000 Jahre alte Text ist auch heute noch sehr hilf­reich, wenn es um das tiefe Ver­ste­hen mensch­li­cher Pro­bleme geht.

Krish­na­mar­charya, Vater des Viniyoga Die Tra­di­tion des Viniyoga, so wie wir sie heute erfah­ren, geht zurück auf T. Krish­na­mar­charya, der 1888 in Süd­in­dien gebo­ren wurde. Schon als Kind wurde er von sei­nem Vater mit Yoga ver­traut gemacht und lernte bei ihm Sans­krit, die alte indi­sche Wur­zelspra­che. Er stu­dierte Logik, Gram­ma­tik, Sans­krit und die ver­schie­de­nen Phi­lo­so­phi­schen Sys­teme Indi­ens, zu denen auch der Yoga gehört. Er lebte fast acht Jahre bei dem Yogi R. Brah­macha­ria im Hima­laya, wo er seine Erfah­run­gen mit Yoga ver­tiefte und absol­vierte das Stu­dium der tra­di­tio­nel­len indi­schen Heil­kunst Ayur­veda.
Krish­na­mar­charyas Rat und Weis­heit als Hei­ler, Gelehr­ter und Yogal­eh­rer waren weit über die Gren­zen Indi­ens hin­aus gefragt. Zu sei­nen Schü­lern zähl­ten bekannte Yogal­eh­rer wie Indra Devi, B.K.S. Iyen­gar und Gerd Blitz. Der von ihm 1976 gegrün­dete Krish­na­mar­charya Yoga Man­diram in Madras wird heute von sei­nem Sohn T.K.V. Desi­kachar gelei­tet. Der Man­diram ist eine Insti­tu­tion, die sowohl im Bereich der Anwen­dung von Yoga für Kranke als auch in der Aus­bil­dung ein­hei­mi­scher und west­li­cher Schü­le­rIn­nen die Tra­di­tion des Viniyoga wei­ter­führt. Krish­na­mar­chaya starb 1989 im Alter von 101 Jah­ren.

Viniyoga, eine beson­dere und wirk­same Anwen­dung von Yoga Der Begriff Viniyoga bezeich­net nicht eine beson­dere Yoga-Art, son­dern die beson­dere Anwen­dung von Yoga. Krish­na­mar­charya hat keine neue Yoga-Tradition erfun­den, son­dern dem Aspekt der beson­de­ren Anwen­dung von Yoga in den alten Tex­ten Beach­tung geschenkt und sie in die Pra­xis umge­setzt. So sind nicht alle Übun­gen aus dem Yoga für alle Men­schen auf glei­che Weise anwend­bar und müs­sen ent­spre­chend der Ziel­set­zung, der Wün­sche und Mög­lich­kei­ten der jewei­li­gen Per­son immer wie­der neu ange­passt wer­den. Ihr Aus­gangs­punkt, ihr Lebens­kon­text, ihr Alter und Gesund­heits­zu­stand sowie die Lebens­ein­stel­lung müs­sen Beach­tung fin­den. Yoga will Leid redu­zie­ren und posi­tive Ver­än­de­run­gen schaf­fen. Die rich­ti­gen und wirk­sa­men Mit­tel für eine Per­son oder eine Gruppe zu fin­den, ist die Auf­gabe von Yogal­eh­rern, die in die­ser Tra­di­tion unter­rich­ten. Je indi­vi­du­el­ler Yoga ange­wandt wer­den kann, desto bes­ser kann er seine Wir­kung ent­fal­ten.

Viniyoga im Unter­richt So ver­schie­den der Yogaun­ter­richt im Viniyoga auch gestal­tet sein mag, die Tei­leh­me­rIn­nen wer­den ihn immer an glei­chen Merk­ma­len erken­nen kön­nen:

  • indi­vi­du­elle Beglei­tung (auch im Grup­pen­un­ter­richt)
  • schritt­weise auf­ge­bau­ter, begründ­ba­rer Unter­richt
  • dyna­mi­sche Übungs­weise in Ver­bin­dung mit der Atmung
  • ein bewusst geführ­ter Atem
  • Schmerz gilt als Warn­si­gnal und wird in den Übun­gen immer ver­mie­den

Diese Kenn­zei­chen gel­ten sowohl für den Grup­pen– als auch für den Ein­zel­un­ter­richt. Im letz­te­ren ist die indi­vi­du­elle Beglei­tung durch den/die Yogal­eh­re­rIn natür­lich noch bedeut­sa­mer. In bei­den Unter­richts­for­men kann Yoga seine Wir­kun­gen erst dann tief ent­fal­ten, wenn die Pra­xis der üben­den Per­son ange­mes­sen ist und sie sich mit ihr inten­siv ver­bin­den kann.

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