Son­mudo – Ein­füh­rung in den zen-buddhistischen Weg einer außer­ge­wöhn­li­chen Kunst

Die korea­ni­sche Kampf­kunst Son­mudo unter­schei­det sich sehr stark von ande­ren Kampf­sport­ar­ten wie Tae­kwondo oder Hap­kido; die ver­schie­de­nen Kampf­for­men wer­den sehr lang­sam aus­ge­führt, was große Balance und Kon­trolle ver­langt. Das hohe Niveau von Son­mudo beweist sich in die­sen lang­sa­men Bewe­gun­gen, wie wir sie im Wes­ten inzwi­schen von Tai Chi und Qi Gong ken­nen.

Geschichte Bewaff­nete Mön­che mach­ten lange Geschichte in Korea, beson­ders im Wider­stand gegen die Japa­ner. Eine krie­ge­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung im Jahr 1592 hat die kämp­fen­den Mön­che Koreas bekannt gemacht: Tau­sende Mön­che opfer­ten sich, um ihr Land vor den frem­den Ein­dring­lin­gen zu ret­ten!
Der groß­ar­tige Mönch Yang-Ik gab Son­mudo, wie es heute unter­rich­tet wird, seine Form. Er gab sein Wis­sen an einige wenige Schü­ler wei­ter, die Basis einer neuen Gene­ra­tion von Meis­tern. Diese kleine, schlecht struk­tu­rierte und wenig orga­ni­sierte Gemein­schaft ist noch lange im Schat­ten geblie­ben, bis sein Schü­ler, der Mönch und Groß­meis­ter Jeok-un mit sei­nen Meis­tern den Inter­na­tio­na­len Ver­band für Son­mudo grün­dete. So sind dem bis dahin gehei­men Wis­sen über Kampf und Gesund­heit auch für eine brei­tere Öffent­lich­keit die Tore geöff­net wor­den.

Kör­per und Geist: Die Kampf­kunst und die Gesund­heit Son­mudo (Son = Zen, Mudo = Kampf­kunst) unter­schei­det sich sehr stark von ande­ren korea­ni­schen Kampf­sport­ar­ten wie Tae­kwondo oder Hap­kido: Es gibt weder Plat­ten noch Zie­gel zu zer­schla­gen, noch Schreie. Der größte Unter­schied liegt darin, dass im Ein­zel­trai­ning die ver­schie­de­nen Kampf­for­men sehr lang­sam aus­ge­führt wer­den, was große Balance und Kon­trolle ver­langt. Die jun­gen Mön­che spe­zia­li­sie­ren sich gerne auf die spek­ta­ku­lä­ren Kick-Bewegungen, die so reprä­sen­ta­tiv für den korea­ni­schen Kampf­sport sind. Das hohe Niveau von Son­mudo beweist sich in den lang­sa­men Bewe­gun­gen, wie wir sie im Wes­ten inzwi­schen von Tai Chi und Qi Gong ken­nen.

Beson­ders ist die Trai­nings­me­thode: Sie besteht aus Ent­span­nungs­übun­gen (Stret­ching und beru­hi­gen­dem Yoga), Medi­ta­tion und inten­sive Atem­übun­gen (Chakra-Atmung), Ki Kung und dyna­mi­schem Kampf­sport.
Der tiefe gesund­heit­li­che Nut­zen bringt es mit sich, dass die meis­ten Sonmudo-Schüler älter sind als der durch­schnitt­li­che Kampf­sport­schü­ler. Viele haben schon Erfah­run­gen mit ande­ren Sti­len oder mit der Chi­ne­si­schen Medi­zin. Der hohen Wert des Sti­les wurde sogar vom Shaolin-Tempel aner­kannt. Es besteht reger Aus­tausch zwi­schen bei­den Schu­len und als Ergeb­nis: Son­mudo ist die ein­zige korea­ni­sche Kampf­kunst, die von Shao­lin aner­kannt wird!


"Der Weg der Mön­che ist ein Weg des Aus­gleichs von Extre­men.
Kör­per­li­cher und geis­ti­ger Aus­gleich bedeu­tet Lebens­freude."


Auto­rin: Gudrun G. Graf

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