Reiki und Bach-Blüten

Viele Reiki-Praktizierende wen­den Reiki in Kom­bi­na­tion mit Bach­blü­ten an oder nut­zen neben Reiki vor allem auch die Bach-Blüten-Essenzen zur Hei­lung von sich selbst und ande­ren. Anita Bind-Klinger beschreibt die Bach-Blüten-Essenzen von Edward Bach und fasst Gemein­sam­kei­ten der bei­den Heil­wei­sen zusam­men.

Gibt es nicht wun­der­volle Geschenke an die Men­schen durch einen Men­schen?!
Da gab es Mikao Usui, der Ende des 19. Jahr­hun­derts das Geschenk von Reiki wei­ter­gab – uni­ver­selle Lebens­en­er­gie als natür­li­che Heil­weise des Hand­auf­le­gens, an die "Ver­bin­dung mit der Quelle" erin­nernd, berüh­ren und berührt wer­den, tiefe Zusam­men­hänge "begrei­fen" und vie­les mehr.

Es gab Edward Bach, der uns in den drei­ßi­ger Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts durch die Bach-Blüten-Essenzen zutiefst wert­volle "Brü­cken zu unse­rem Inne­ren" schenkte. Seine "Happy Fel­lows" nannte er Blü­ten, die die Seele hei­len.

Da war Vicky Wall mit far­bi­gen Aura-Soma-Essenzen aus der pracht­vol­len "Apo­theke des Lich­tes"; da wirkte Samuel Hah­ne­mann und for­mu­lierte die viel ältere Idee der Homöo­pa­thie auf´s Neue, da erkannte Ilse Mid­den­dorf unser von Geburt an ver­trau­tes Atmen als eine zutiefst heil­same Methode. Und noch viele Men­schen wären auf­zu­zäh­len, die sich jeweils einem Aspekt des Heil­wer­dens wid­me­ten und dadurch doch den Men­schen in sei­ner Gesamt­heit erreich­ten.

Alle diese erwähn­ten Heil­wei­sen gehö­ren zu den Reso­nanz­the­ra­pien – im Gegen­satz zu den Ein­griffs­the­ra­pien, die uns durch die schul­me­di­zi­ni­schen Metho­den bekannt sind. Nur allzu oft ret­ten Skal­pell oder che­mi­sche Medi­ka­mente in Not­si­tua­tion das nackte Leben. Letzt­end­lich brin­gen danach akti­vierte Selbst­hei­lungs­kräfte die Homöostase – also das innere har­mo­ni­sche Gleich­ge­wicht aller Vor­gänge in Kör­per und Geist – wie­der in Gang.

Heil­same Kom­mu­ni­ka­tion Bei den Reso­nanz­the­ra­pien spielt die Reso­nanz, der Wider­hall aus dem Indi­vi­duum als Ant­wort auf den lebens­kraft­för­dern­den Reiz, den wesent­li­chen Part. Reso­nanz bedeu­tet jene heil­same Kom­mu­ni­ka­tion, jenes Mit­schwin­gen aller Anteile in ein gesun­des Mit­ein­an­der. Reso­nanz­me­tho­den und Ein­griffs­ver­fah­ren begeg­nen uns im täg­li­chen Leben auf die ver­schie­denste Weise. Neh­men wir einen Musi­ker, der seine Gitarre stim­men will – er wird weder etwas Stoff­li­ches hin­zu­fü­gen noch etwas Stoff­li­ches weg­neh­men. Allein durch die Ver­än­de­rung der Span­nung der Sai­ten wird er sein Musik­in­stru­ment stim­men, solange, bis er mit sei­ner hören­den Wahr­neh­mung ein­ver­stan­den und mit ihr im Ein­klang ist. Viel­leicht braucht er auch gele­gent­lich eine neue Saite, weil die alte riss, oder eine Repa­ra­tur am Holz­kor­pus (= Ein­griffsprin­zip). Bevor er der Gitarre aber eine Melo­die ent­lockt, wird er sie stim­men (= Reso­nanz­prin­zip). Geschieht das im über­tra­ge­nen Sinne nicht auch in unse­rem Leben?

Keine Medi­zin der Welt ersetzt unsere Hände Das Usui-System der natür­li­chen Hei­lung ist für mich im Ver­gleich zu ande­ren Heil­wei­sen sozu­sa­gen "die Urmut­ter der Hei­lung". Die Ein­fach­heit, mit der Reiki ohne gro­ßes Drum­herum ange­wen­det wer­den kann, sucht ihres­glei­chen. Unsere ein­mal ein­ge­weih­ten Hände haben wir immer dabei, wo wir auch sind. Keine Medi­zin der Welt ersetzt unsere Hände! Reiki ist eine Heil­kunst für sich allein und kann ohne Bach-Blüten, Aura-Soma-Essenzen, ohne Edel­steine oder sons­ti­ges ange­wen­det wer­den. Wenn ver­schie­dene sanfte Heil­wei­sen die ein­zel­nen Spek­tral­far­ben dar­stel­len, dann ist Reiki das weiße Licht in sei­ner Gesamt­heit. Den­noch kommt es bei mir selbst oder in Behand­lung von Pati­en­ten vor, dass "ein Farb­strahl aus dem gesam­ten Licht­spek­trum" beson­dere Auf­merk­sam­keit hat, und ich wende Reiki mit Bach-Blüten oder einem Edel­stein oder etwas ande­rem an. Manch­mal gestal­tet der Lebens­pro­zess selbst Situa­tio­nen, wo es ein­fach passt.

Wir alle, davon bin ich zutiefst über­zeugt, ken­nen das All­heil­mit­tel, das uns gesund wer­den lässt und jede indi­vi­du­elle Gesund­heit erhält. "Die reine Liebe ist das höchste Arz­nei­mit­tel", so sprach schon Para­cel­sus. Liebe ist das, was uns heil macht. Weil es unser dring­lichs­ter Wunsch ist, geliebt zu wer­den, wir das aber sel­ten so klar aus­drü­cken, wer­den wir in den ver­schie­dens­ten Varia­tio­nen krank. Wider­stände gegen die reine Liebe ver­ur­sacht Schmer­zen. Das Mys­te­rium der Hei­lung liegt allein in der Liebe begrün­det. Jede Form von Hilfs­mit­tel – ob Bach-Blüten, Edel­steine, ebenso wie "Berüh­run­gen" und homöo­pa­thi­sche Arz­neien -, jede Form von The­ra­pie ist nur ein Mit­tel oder Werk­zeug, des­sen sich die Behand­ler bedie­nen, um Liebe ein­zu­schleu­sen. Jede hei­lende The­ra­pie hat mit Liebe zu tun, auch mit der Angst vor Liebe. Wirk­lich zu lie­ben und geliebt zu wer­den ist das größte Aben­teuer des Lebens.

Blü­ten, die die Seele hei­len Edward Bach, "Vater und Mut­ter der Bach-Blütentherapie", drückte es tref­fend aus: "Alles wahre Wis­sen kommt allein aus unse­rem Inne­ren, in der stil­len Kom­mu­ni­ka­tion mit der Seele." Es gibt Pha­sen in uns, da geschieht diese heil­same Kom­mu­ni­ka­tion mit der Seele ohne wil­lent­li­che Anstren­gun­gen, über heil­same Impulse in uns, über Intui­tion. Dann wie­der gibt es Pha­sen, in denen wir "abge­rutscht" sind, nicht mehr direkt spü­ren, was uns wirk­lich gut tut, Gren­zen über­schrit­ten haben und wir "krank" sind. Wenn wir erst ein­mal aus der Har­mo­nie in die Krank­heit gerutscht sind, mag es wie ein Wen­de­punkt oder eine Umkehr mit einer bewuss­ten Hin­wen­dung zum Höhe­ren Selbst sein, die uns wie­der gesun­den lässt. Die kraft­volls­ten Hei­ler befin­den sich in dir selbst! Edward Bach beschrieb das sehr ein­drück­lich in sei­ner Schrift "Heile dich selbst". Diese innere Umkehr ist ein Schlüs­sel zur Hei­lung. Schmer­zen, Unwohl­sein, bestimmte Lebens­ein­stel­lun­gen kön­nen Her­aus­for­de­run­gen zur Inte­gra­tion sein, nicht zum Kampf. Inte­gra­tion heißt Ver­ei­ni­gung, Ver­voll­stän­di­gung. Manch­mal wer­den wir auf­ge­for­dert und dadurch geför­dert, noch ver­steckte Fähig­kei­ten in uns zu wecken.

Erwarte des­halb auf die­sen Sei­ten keine Rezepte gegen etwas, son­dern Hilfe für etwas. Auch hier ist Umkehr etwas sehr Heil­sa­mes. Bach-Blüten soll­ten zum Bei­spiel nicht gegen Trau­rig­keit gesucht wer­den, son­dern zur Inte­gra­tion, denn trau­rige Emp­fin­dun­gen gehö­ren zu uns wie der Regen zum Wet­ter. Die Kunst liegt darin, sol­che Emp­fin­dun­gen wie Ängste, Man­gel an Selbst­ver­trauen und Trau­rig­keit nicht zu näh­ren, son­dern sie in gesun­dem Rah­men als einen Anteil von sich zu inte­grie­ren – ebenso wie Anteile von Mut, Ver­trauen und Lebens­freude. Die Blü­ten hel­fen, den Kon­takt zur Seele wie­der her­zu­stel­len, und wir­ken auf das Gemüt und unsere Ver­hal­tens­wei­sen. Ohne Bewer­tung und Ver­ur­tei­lung. Dies lehrt mich vor allem Reiki immer wie­der auf´s Neue: Ohne zu bewer­ten, ohne zu beur­tei­len die uni­ver­selle Liebe wei­ter­zu­lei­ten. Ein­fach so. Reiki war und ist für mich eine wahre Schule von Inte­gra­tion. Frei von mei­nen per­sön­li­chen Wün­schen, frei von Vor­stel­lun­gen, was für den ande­ren heil­sam sein könnte, fließt Reiki in mich – und auch durch mich zu ande­ren. Es geschehe das Best­mög­li­che, das jetzt gesche­hen kann. Mei­nen Augen ist es nicht immer gege­ben, das zu erken­nen, was das Best­mög­li­che für einen ande­ren ist.

Ein­fach­heit als Schlüs­sel Mikao Usui und Edward Bachs Geschenke an die Mensch­heit haben vie­les gemein­sam. Da ist zum einen die Ein­fach­heit! Sie braucht nicht mehr Worte. Mikao Usui gab uns ers­tens die Behand­lungs­prak­tik des Hand­auf­le­gens und zwei­tens die Lebens­re­geln als eine Art Anlei­tung, uns auch geis­tig mit die­sen Lebens­the­men aus­ein­an­der­zu­set­zen. Gerade das letzte Prin­zip – "Sei dank­bar für alles Leben­dige" – bil­det eine Brü­cke zur Pflan­zen­welt, in der Edward Bach seine media­len Fähig­kei­ten erlebte.

In ähn­li­cher Weise stellte Edward Bach ers­tens die Blü­ten zusam­men, so dass wir poten­zierte Essen­zen zum Ein­neh­men oder Ein­rei­ben haben (mate­ri­elle Form), und zwei­tens ver­machte er uns seine Wahr­neh­mun­gen über die spi­ri­tu­el­len The­men jener Pflan­zen (geis­tige Form). Wir kön­nen uns, ebenso wie mit den Lebens­prin­zi­pien, men­tal über unsere Gedan­ken, Ideen und Impulse aus­ein­an­der­set­zen. Ein Bei­spiel: Ich kann Agri­mony – die Ehr­lich­keits­blüte – als eine ver­dünnte Essenz ein­neh­men oder/und mich medi­ta­tiv mit dem Bild der gel­ben, offe­nen Blüte befas­sen oder/und mich mit der Ehr­lich­keit zu mir selbst aus­ein­an­der­set­zen, damit, ob ich womög­lich hin­ter einer fröh­li­chen Fas­sade meine Sor­gen und Ängste ver­berge.

Bach-Blüten wir­ken an den Schalt­stel­len unse­rer Per­sön­lich­keit In der Bach-Blütentherapie zeigt sich eine uralte, auf Erfah­rung und Inspi­ra­tion beru­hende Heil­tra­di­tion. Es han­delt sich um fein­stoff­lich poten­zierte Essen­zen aus Blü­ten, Sträu­chern und Bäu­men, die direkt und aus­schließ­lich auf die Psy­che von Men­schen, Tie­ren und Pflan­zen wir­ken. Eine Beson­der­heit ist die "Blüten"-Essenz Rock Water, es ist das Was­ser einer Heil­quelle.
Sonst sind es Pflan­zen höhe­rer Ord­nung – es sind keine Gift­pflan­zen, keine Nah­rungs­pflan­zen und keine Unkräu­ter dar­un­ter. Edward Bach suchte und fand ein Heil­mit­tel für jeder­mann, das keine Unver­träg­lich­kei­ten, keine Über­do­sie­run­gen und Neben­wir­kun­gen zeigt. Die Blü­ten­es­sen­zen wir­ken an den Schalt­stel­len unse­rer Per­sön­lich­keit. Die For­schung der Neuro-Immuno-Psychologie stimmt zu, dass vom lim­bi­schen System im Gehirn, dem Grenz­ge­biet zwi­schen Groß­hirn­rinde und dem Hirn­stamm, unser gesam­tes emo­tio­na­les Han­deln (ob bewusst oder unbe­wusst) aus­geht – und genau dar­auf wir­ken die Bach­blü­ten.

Edward Bach lehrte, dass in Anwe­sen­heit der rich­ti­gen Blü­ten­es­senz die Krank­heit nicht mehr Macht habe als die Dun­kel­heit in einem Raum, des­sen Fens­ter dem Son­nen­licht weit geöff­net wür­den. In des Men­schen Seele sind alle Poten­ziale, Auf­ga­ben und Lösun­gen gespei­chert. Ähn­lich der "Blau­pause unse­res Seins". Bach-Blüten füh­ren uns wie­der auf den licht­vol­len Weg, falls wir davon abge­kom­men sein soll­ten. Die geis­ti­gen Trans­for­ma­ti­ons­kräfte der Pflan­zen­we­sen und beson­ders der Blü­ten unter­stüt­zen uns bei inne­ren Kor­rek­tur­ar­bei­ten der Gemüts­zu­stände. Edward Bach nannte Krank­hei­ten und Sym­ptome weder Grau­sam­kei­ten noch Stra­fen, son­dern ein­zig und allein ein Kor­rek­tiv der Seele. Krank­hei­ten wol­len uns hel­fen, die Absich­ten der Seele zu erken­nen und befol­gen zu ler­nen. Diese Qua­li­tät, Sym­ptome als Kor­rek­tive der Seele anzu­se­hen, ist etwas ganz Wesent­li­ches in mei­ner Sicht– und Arbeits­weise in mei­ner Pra­xis gewor­den – gleich, ob ich mit Reiki alleine, mit Homöo­pa­thie oder einer Kom­bi­na­tion von Heil­küns­ten behandle.

Was der Mensch nicht ver­daut, wird ihm zum Gift Es ist sehr inter­es­sant und auf­schluss­reich, Edward Bachs per­sön­li­che Geschichte anzu­schauen, deren Schil­de­rung jedoch den Rah­men die­ses Arti­kels über­stei­gen würde. Er war ein for­schen­der Inter­nist, der selbst harte Schick­sals­schläge und eine sehr schwere Krank­heit durch­lebte, die für ihn zur "Ein­wei­hungs­krank­heit" wurde. In sei­nem tie­fen Wunsch, für die Mensch­heit die Frage nach Hei­lung zu beant­wor­ten (eine wei­tere Par­al­lele zu Mikao Usui) fand er neue Kräfte – und in der Folge den Weg zu den Blü­ten­es­sen­zen.
Edward Bachs erste Arbei­ten wur­zel­ten sehr tief im Darm­ge­sche­hen, d.h. in der Ver­dau­ung des Men­schen. Ihn beein­druckte der Satz des Arz­tes Cha­kara aus dem 1. Jahr­hun­dert: "Was nicht ver­daut wird – auch an see­li­schen Ein­drü­cken – wird zum Gift." Wenn Emo­tio­nen, Sach­zwänge und ähn­li­ches nicht ver­daut wer­den, kön­nen sie in unse­rem Kör­per und in der Psy­che vie­les ver­an­las­sen. So gese­hen sind die Blü­ten­es­sen­zen "Nah­rung für hung­rige und suchende Men­schen­see­len".

Die Signa­tu­ren­lehre Wäh­rend sei­ner lan­gen, aus­ge­dehn­ten Spa­zier­gänge durch die Natur von Wales nahm Edward Bach wahr, wo und wie man­che Pflan­zen wuch­sen. Ob sie allein stan­den, in vol­lem Licht oder ver­deckt, ob sie ganze Land­schaf­ten über­wu­cher­ten, wie sich ihre indi­vi­du­elle Art zeigte. Er war davon über­zeugt, wie übri­gens auch andere Erben gro­ßer Heil­tra­di­tio­nen, dass die Natur, der Schöp­fer, die uni­ver­selle Weis­heit, wie immer man es nen­nen will, den Pflan­zen, Stei­nen, allem Geschaf­fe­nen Zei­chen ein­ge­prägt hat, die dem suchen­den Hei­ler einen Fin­ger­zeig geben (= Signa­tu­ren­lehre). So fand Edward Bach eine erste Serie von zwölf soge­nann­ten Hei­ler­blü­ten und stellte mit­tels der Son­nen­po­ten­zie­rung die ers­ten Essen­zen her (Anhang 1). Er emp­fand die Erde als den Boden, der die Pflanze trägt und sie erhält; die Luft sei es, die nährt; die Sonne oder das Feuer befä­hige sie, ihre Kraft zu über­tra­gen, und das Was­ser nimmt ihre wohl­tä­ti­gen Heil­kräfte auf und spei­chert sie.
In der Fol­ge­zeit fand Edward Bach dann für hart­nä­ckige Fälle und resi­gnie­rende Men­schen sie­ben soge­nannte Hel­fer­kräfte, die in gro­ßen, geschlos­se­nen Stän­den wach­sen und ganze Land­schaf­ten prä­gen (Anhang 2).

Wei­tere Essen­zen Alle Natur­völ­ker, vor allem die Drui­den und Kel­ten, wuss­ten um die Geheim­nisse der Baum­kräfte. Einen Baum umgibt eine Atmo­sphäre spe­zi­fi­scher Kräfte. Bäume sind ein Sym­bol von tie­fer Ver­wur­ze­lung im Irdi­schen und ragen mit ihrer zum Him­mel empor­stre­ben­den Baum­krone ins Ätherisch-Geistige. Edward Bach beschrieb ins­ge­samt vier­zehn Baum­kräfte (Anhang 3).
In einer Phase, in der er ohne kri­ti­schen Intel­lekt den Durch­sa­gen der Pflanzen-Devas ver­traute und ein­fach das ver­mit­telte, was die Pflan­zen see­lisch aus­strahl­ten, ohne es mit sei­nen Wunsch-Gedanken zu ver­fär­ben, beschrieb Edward Bach zudem die fünf soge­nann­ten Krö­nungs­blü­ten (Anhang 4).

Das "rich­tige" Mit­tel Wenn man sich die The­men der ein­zel­nen Bach-Blüten anschaut, fin­den wir – wie so oft in einem gro­ßen Ange­bot – diese und jene und auch noch wei­tere, die wir mei­nen zu brau­chen. Dann wählt unser Ver­stand oder gar unsere Angst. So kam es dazu, dass man­che The­ra­peu­ten Mischun­gen aus bis zu zehn Mit­teln her­stell­ten. Ich gebe zu beden­ken, dass wir Men­schen nur allzu oft an den Gren­zen von Über­for­de­rung und Über­rei­zung ste­hen. Am effek­tivs­ten ist es aus mei­ner Sicht, eine Blü­ten­es­senz, höchs­tens zwei zusam­men­zu­stel­len (bei­spiels­weise eine Heiler-Blüte und zusätz­lich ein Helfer-Blüte oder eine der Baum­kräfte) und diese Mischung dann für eine bestimmte Zeit ein­zu­neh­men.

Die schönste und tiefste Wahl der "rich­ti­gen" Blüte tref­fen wir, wenn wir uns von der inne­ren Füh­rung lei­ten las­sen, zum Bei­spiel im Anschluss an eine Reiki-Behandlung, wenn wir in Kon­takt mit uns selbst sind; wenn wir uns aus die­sem Gefühl her­aus füh­ren las­sen, z.B. mit der Fra­ge­stel­lung: Wel­che Blü­ten­es­senz stärkt mich jetzt in mei­nen nächs­ten Schrit­ten? Wel­che Essenz unter­stützt mei­nen Hei­lungs­pro­zess? Wel­che mei­ner Qua­li­tä­ten ist jetzt gefragt und sollte akti­viert wer­den? Im Prin­zip gibt es keine "fal­schen" Blü­ten­es­sen­zen.

Es soll­ten keine Indi­ka­ti­ons­lis­ten oder Rezepte erwar­tet wer­den – diese füh­ren doch nur weg von der per­sön­li­chen Intui­tion. Die eigene Gemüts­ver­fas­sung kann ein Hin­weis sein. Zum Bei­spiel bei Unzu­frie­den­heit – man kann am bes­ten bei sich selbst erkun­den, ob die Unzu­frie­den­heit grund­sätz­lich mit einem selbst zu tun hat oder ob sie aus kon­kre­ten Miss­er­fol­gen resul­tiert; oder ob sie in der Into­le­ranz grün­det, weil sich andere nicht so ver­hal­ten, wie man es für "rich­tig" hält. Ein wei­te­res Bei­spiel: Bei Kin­dern mit Lern­schwie­rig­kei­ten haben sich bestimmte Bach­blü­ten bewährt. Eltern müs­sen den­noch beob­ach­ten, ob es ihren Kin­dern an Kon­zen­tra­tion man­gelt, ob der Grund die Angst vor Miss­er­folg ist oder ob sich das Kind nur allzu leicht von Klei­nig­kei­ten ablen­ken lässt.

So, wie wir einen inne­ren Rei­ni­gungs­akt wäh­rend einer Heil­fas­ten­kur wun­der­bar mit Reiki beglei­ten kön­nen, so kann die Reinigungs-Blüte Crab Apple unter­stüt­zend dazu bei­tra­gen, sich "innerlich"-seelisch und "äußerlich"-körperlich von Bal­last zu befreien. In Wand­lungs– und Über­gangs­zei­ten wie z.B. der Puber­tät, der Midlife-Crisis oder im Kli­mak­te­rium haben sich – in Kom­bi­na­tion mit Reiki – Bach-Blüten wie Wal­nut, Elm oder auch Larch bewährt. Wal­nut kann die Ver­un­si­che­rung und Wan­kel­mü­tig­keit min­dern, die oft in Pha­sen des inne­ren Neu­be­ginns oder bei ein­schnei­den­den Ver­än­de­run­gen auf­taucht. Elm stärkt die Psy­che, wenn man sich vor­über­ge­hend sei­ner neuen Auf­gabe oder neuen Ver­ant­wor­tun­gen nicht gewach­sen fühlt. Und Larch, eine der ganz groß­ar­ti­gen Bach-Blüten, stärkt und stärkt und stärkt immer wie­der das Selbst­ver­trauen, so wie ein Engel, der nicht müde wird, einen zu ermun­tern und einem zuzu­ru­fen: "Du schaffst das! Ver­traue dir! Ich glaube an dich!"

Die Anwen­dung Der Gebrauch der Blü­ten­es­sen­zen ist wirk­lich ein­fach. Aus der Urtink­tur einer Essenz, der soge­nann­ten "Stock-Bottle", die es mitt­ler­weile in allen Apo­the­ken ein­zeln oder als gan­zen Satz zu kau­fen gibt, stellt man eine Ver­dün­nung her, die man ein­nimmt (zwei– bis drei­mal am Tag drei Trop­fen je nach Bedarf) oder bei klei­nen Kin­dern auch ein­rei­ben kann. Eine wei­tere Anwen­dungs­mög­lich­keit: einen Trop­fen der Urtink­tur auf ein Glas Was­ser, gut umrüh­ren und mehr­mals am Tag einen Schluck davon trin­ken; diese Methode emp­fehle ich eher bei aku­ten Pro­zes­sen. Ein Trop­fen der Urtink­tur kann auch auf das sechste Ener­gie­zen­trum zwi­schen den Augen­brauen ein­ge­rie­ben wer­den, oder auf ein ande­res Ener­gie­zen­trum, zum Bei­spiel auf das Herz. Wei­tere Ein­rei­be­stel­len sind Schlä­fen und Ellen­beu­gen – oder auch, bei Kin­dern, auf Stirn, Herz– oder Nabel­re­gion. In der Anwen­dung für Tiere kann man Trop­fen ins Trink­was­ser geben, für Pflan­zen ins Gieß­was­ser oder zum Besprü­hen in den Zer­stäu­ber.

"Erste-Hilfe-Tropfen" Edward Bach stellte eine ein­zige Kom­bi­na­tion aus fünf Essen­zen zusam­men (Star of Beth­le­hem, Rock Rose, Impa­ti­ens, Cle­ma­tis, Cherry Plum) und nannte sie "Erste-Hilfe-Tropfen" für alle Arten von Not­fäl­len. Diese erset­zen keine medi­zi­ni­sche Behand­lung, aber sie hel­fen – genau wie Reiki in Not­si­tua­tio­nen – einen ener­ge­ti­schen Schock, in des­sen Folge sich kör­per­li­che Schä­den mani­fes­tie­ren wür­den, zu ver­hin­dern oder schnel­ler auf­zu­lö­sen. Dies kann ein Wes­pen­stich, ein Herz­an­fall, ein Unfall (auch der Schock, Zeuge von etwas gewor­den zu sein), unan­ge­nehme Nach­rich­ten oder etwas ähn­li­ches sein.

Geschenke der Hei­lung Durch die Aus­übung von Reiki kön­nen wir im wahrs­ten Sinne des Wor­tes "begrei­fen", durch die Anwen­dung der Bach-Blüten-Essenzen "erken­nen" wir Brü­cken zum inne­ren Selbst. Keine Medi­zin ersetzt die Berüh­rung durch unsere Hände im Reiki, aber unsere Hände erset­zen auch nicht die Natur in den Heil­kräf­ten der Pflan­zen.

Ich sehe die Bach-Blüten-Essenzen (in mei­ner visu­el­len Vor­stel­lung) als ein stär­ken­des Dün­ge­mit­tel für die Wur­zeln des fein­stoff­li­chen Per­sön­lich­keits­bau­mes oder auch des see­li­schen Lebens­bau­mes. Reiki ist in die­sem Bild der Atem, die Luft, die wir ein– und aus­at­men. Für unser leben­di­ges Sein brau­chen wir die Luft zum Atmen ebenso wie Mut­ter Erde.
Was geschieht wohl in uns und um uns herum, wenn sich diese zwei Geschenke der Hei­lung in uns begeg­nen?


Anhang 1:

Zwölf Heiler-Blüten
Mimu­lus: die Tapferkeits-Blüte: von der Angst vor der Welt – zum Ver­trauen in die Welt
Impa­ti­ens: die Zeit-Blüte: von der Unge­duld – zur Geduld
Cle­ma­tis: die Realitäts-Blüte: von der Rea­li­täts­flucht – zur Rea­li­täts­ge­stal­tung
Agri­mony: die Ehrlichkeits-Blüte: von der Schein­har­mo­nie – zum inne­ren Frie­den
Chi­cory: die Mütterlichkeits-Blüte: von der for­dern­den Liebe – zur gelas­se­nen Liebe
Ver­vain: die Begeisterungs-Blüte: vom Welt­ver­bes­se­rer – zum Fackel­trä­ger
Cen­taury: die Blüte des Die­nens: vom pas­si­ven Die­nen – zum akti­ven Die­nen
Cerato: die Intuitions-Blüte: von Urteils­schwä­che – zu inne­rer Gewiss­heit
Scle­ran­thus: die Balance-Blüte: von inne­rer Zer­ris­sen­heit – zum inne­ren Gleich­ge­wicht
Water Vio­let: die Kommunikations-Blüte: von der Iso­la­tion – zum Mit­ein­an­der
Gen­tian: die Glaubens-Blüte: vom Zwei­fel – zum Ver­trauen
Rock Rose: die Eskalations-Blüte: von der Panik – zum Hel­den­mut


Anhang 2:

Sie­ben Helfer-Blüten
Gorse: die Hoffnungs-Blüte: vom Auf­ge­ben – zum Ange­hen
Oak: die Ausdauer-Blüte: vom Pflicht­kämp­fer – zum fried­vol­len Krie­ger
Hea­ther: die Identitäts-Blüte: vom bedürf­ti­gen Kind – zum ver­ständ­nis­vol­len Erwach­se­nen
Olive: die Regenerations-Blüte: von der Erschöp­fung – zur Kraft­quelle
Rock-Water: die Flexibilitäts-Blüte: vom Disziplin-Dogma – zur Acht­sam­keit
Vine: die Autoritäts-Blüte: vom Füh­ren – zum sich füh­ren las­sen
Wild Oat: die Berufungs-Blüte: vom Suchen – zum Fin­den.


Anhang 3:

14 Baum­kräfte
Cherry Plum: die Gelassenheits-Blüte: von Über­span­nung – zur Ent­span­nung
Elm: die Verantwortungs-Blüte: von der Selbst­wert­krise – zur inne­ren Zuver­sicht
Pine: die Blüte der Selbst­ak­zep­tanz: von der Selbst­ent­wer­tung – zum Selbstre­spekt
Lär­che: die Selbstvertrauens-Blüte: von der Selbst­be­gren­zung – zur Selbst­ent­fal­tung
Wil­low: die Schicksals-Blüte: vom Schick­sals­groll – zur Selbst­ver­ant­wor­tung
Aspen: die Ahnungs­blüte: von dunk­ler Vor­ah­nung – zur bewuss­ten Sen­si­bi­li­tät
Horn­beam: die Spannkraft-Blüte: von see­li­scher Schlaff­heit – zu geis­ti­ger Fri­sche
Sweet Chest­nut: die Erlösungs-Blüte: durch die Nacht – zum Licht
Beech: die Toleranz-Blüte: vom Bes­ser­wis­sen – zum bes­se­ren Ver­ste­hen
Crab Apple: die Reinigungs-Blüte: vom Ord­nungs­drang – zur inne­ren Ord­nung
Wal­nut: die Geburtshelferin-Blüte: von Beein­fluss­bar­keit – zu inne­rer Fes­tig­keit
Chest­nut Bud: die Lern-Blüte: vom Leicht­sinn – zur Erfah­rung
White Chest­nut: die Gedanken-Blüte: vom Men­talka­rus­sel – zur inne­ren Ruhe
Red Chest­nut: die Abnabelungs-Blüte: von der Sym­biose – zur Eigen­stän­dig­keit.


Anhang 4:

Fünf Krö­nungs­blü­ten
Holly: die Herzöffnungs-Blüte: von der Hart­her­zig­keit – zur Groß­her­zig­keit
Honey­suckle: die Vergangenheits-Blüte: vom Damals – zum Jetzt
Wild Rose: die Blüte der Lebens­lust: vom Sich-aufgeben – zur Hin­gabe
Star of Beth­le­hem: die Trost-Blüte: vom Schock – zur Reo­ri­en­tie­rung
Mus­tard: die Licht-Blüte: vom See­len­schmerz – zur See­len­größe.


Anhang 5:

Falls du Bach­blü­ten an dir erfah­ren willst, lass dich füh­ren
? wel­che du fin­dest
? ob du sie als Essenz kör­per­lich ein­nimmst
? ob du eine bestimmte Kör­per­stelle (oder ein Cha­kra) damit ein­reibst
? ob du deine Hände mit der Ver­dün­nung benetzt, wenn du sie beim Reiki-Geben auf­legst
? ob du dich nach einer Sequenz von Reiki-Behandlungen mit dem Thema der Blüte men­tal aus­ein­an­der­setzt
? ob du über das Bild der Blüte (wel­cher Baum, Art der Blüte, ihre Farbe, ihre Eigen­hei­ten) medi­tierst – bei­des kann "Hand in Hand gehen".

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