Rebirt­hing – Wie­der­ge­bo­ren­wer­den

Rebirt­hing nannte Leo­nard Orr seine Atem­tech­nik, die er durch Zufall im Selbst­ex­pe­ri­ment in den 60er und 70er Jah­ren in Kali­for­nien ent­deckt hat. Aber auch lange vor ihm schon prak­ti­zier­ten india­ni­sche Medi­zin­leute diese Atem­tech­nik, um in Kon­takt mit den 'Spi­rits' zu kom­men.

So nannte Leo­nard Orr seine Atem­tech­nik, die er durch Zufall im Selbst­ex­pe­ri­ment in den 60er und 70er Jah­ren in Kali­for­nien ent­deckt hat. Aber auch lange vor ihm schon prak­ti­zier­ten india­ni­sche Medi­zin­leute diese Atem­tech­nik, um in Kon­takt mit den "Spi­rits" zu kom­men. Für Orr war die über­wäl­ti­gendste Erfah­rung mit die­ser Atmung, dass er sich so leben­dig an seine eigene Geburt erin­nern konnte, als würde sie jetzt gesche­hen, wo er bei voll ent­fal­te­tem und wachem Bewusst­sein war (des­halb: "Rebirt­hing"). Und mehr noch: Indem er bei die­sem Atem­rhyth­mus blieb, gelang es ihm, die nega­ti­ven Erfah­run­gen der rea­len Geburt zu trans­for­mie­ren, zu hei­len und zu kor­ri­gie­ren. Er war "neu gebo­ren". Und er erlebte im Anschluss an diese Erfah­rung eine tief­grei­fende, anhal­tende Ver­än­de­rung sei­nes Lebens­ge­fühls zu mehr Glück, Zufrie­den­heit und Dank­bar­keit.

Wor­auf beruht nun diese Atem­tech­nik? Die Rebirthing-Atmung ist "run­der" Atem, ein Atem ohne Pau­sen, mit dem Ziel, ein unun­ter­bro­che­nes Strö­men der vom Atem getra­ge­nen Ener­gie im Kör­per zu errei­chen. Wenn dies gelingt, sind wir wie­der "zu Hause", im Mut­ter­leib, wo wir eben­falls von einem unun­ter­bro­che­nen Strom an Ener­gie ver­sorgt wur­den, beglei­tet vom rhyth­mi­schen Schwin­gen des müt­ter­li­chen Herz­schlags. In die­sem Zustand ist die Seele noch ver­bun­den mit dem kos­mi­schen Rhyth­mus, noch wis­send um die tie­fere Wahr­heit und Rich­tig­keit alles leben­di­gen Gesche­hens. Die Seele bringt das Wis­sen um die "rich­tige" Geburt, das "rich­tige" Leben, mit in den Mut­ter­leib, so wie auch jedes Tier genau weiß, wie die Grund­tat­sa­chen des Lebens – Zeu­gung, Schwan­ger­schaft und Geburt, Leben und Tod – "rich­tig" ablau­fen. Auf dem "Rück­weg" zu die­ser Urer­fah­rung von Ein­heit begeg­nen wir jedoch, wenn wir die Rebirthing-Atmung anwen­den, den Schat­ten: den Trau­mata, die wäh­rend der Schwan­ger­schaft, der Geburt und im Ver­lauf unse­res wei­te­ren Lebens uns von die­sem "run­den" Atem (gleich­be­deu­tend mit dem pul­sie­ren­den Flie­ßen des Lebens im Ein­klang mit dem kos­mi­schen Gesetz – Rhyth­mus und Kreis) abge­bracht haben. Die Fol­gen waren Schmerz, Angst, Ver­span­nung, Anhal­ten des Atems, Bewusst­seins­ver­lust und Ver­drän­gung.
Das Ver­drängte ist jedoch nicht weg, es bestimmt von nun an aus dem Unter­grund unser Ver­hal­ten. Es bil­det sozu­sa­gen Fil­ter für unsere Wahr­neh­mung, Ras­ter, an denen wir in Zukunft alle wei­te­ren Erfah­run­gen mes­sen und ein­ord­nen. Das nennt man dann in der Psy­cho­lo­gie Wie­der­ho­lungs­zwang, oder Glau­bens­sätze, die unse­ren Bezug zur "Rea­li­tät" oft unser Leben lang regeln wie die Wei­chen eines kom­pli­zier­ten Schie­nen­sys­tems: Unser Lebens­zug fährt dann uner­bitt­lich immer wie­der auf die­selbe Schiene, solange, bis wir die Wei­chen neu stel­len kön­nen.

In der Rebirthing-Sitzung wer­den die Wei­chen neu gestellt: Wir gehen den Weg zurück auf der Suche nach der falsch gestell­ten Wei­che, doch dies­mal sind wir nicht allein und unver­stan­den, wenn die Schat­ten auf­tau­chen, vor denen wir als Babys oder Klein­kin­der in die Bewusst­lo­sig­keit geflo­hen sind. Nun haben wir jeman­den neben uns, der uns beglei­tet, der uns hilft, unser Bewusst­sein fest dabei zu hal­ten, der uns ermun­tert, wei­ter den run­den, bewusstsein­stra­gen­den Atem durch­zu­hal­ten, und damit noch ein­mal, dies­mal mit vol­lem Bewusst­sein durch die Ein­sam­keit, den Schmerz, die Angst hin­durch­zu­ge­hen, zurück zu unse­rem ursprüng­li­chen Wis­sen um den Sinn und die Ein­heit. Da geschieht die Hei­lung: Unser Erle­ben von damals wird nun gese­hen mit dem Blick aufs Ganze, von einer höhe­ren Warte aus wächst nun Ver­ste­hen für alle Betei­lig­ten, das Erleb­nis kann ein­ge­ord­net wer­den in einen sinn­vol­len Zusam­men­hang. Die­ses sich Zurück­er­in­nern geschieht über die Erin­ne­rung des Kör­pers, über Eng­stel­len und Blo­cka­den, die mit dem trau­ma­ti­sie­ren­den Erleb­nis ein­her gehen: dort, wo der Atem­fluss gebremst wurde, wo der Ener­gie­fluss im Kör­per ein­ge­fro­ren wurde, da drängt nun der runde Atem, zieht und schiebt, und schmerzt solange, bis die Ener­gie durch­kommt, die Erin­ne­rung mit hoch­spült und somit befreit. Dann, irgend­wann kommt es zur soge­nann­ten "Atem­be­frei­ung", einem eksta­ti­schen Zustand, ähn­lich einer medi­ta­ti­ven Bewusst­seins­er­wei­te­rung. Auf die­ser Ebene haben wir (wie­der) Zugang zu kos­mi­scher Weis­heit.

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