Psy­cho­lo­gi­sche Astro­lo­gie

Die psy­cho­lo­gi­sche Astro­lo­gie bie­tet über den Weg der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Geburts­horo­skop eine ent­schei­dende Chance für den Men­schen, sich sei­ner ursprüng­li­chen Anla­gen und damit sei­ner pri­mä­ren Natur bewusst zu wer­den. Wer Anla­gen aus­bil­det und ein­setzt, bringt die Ener­gien in freien Fluss, was die Vor­aus­set­zung für kör­per­li­che, see­li­sche und geis­tige Gesund­heit ist.

<Einst fand ein Mann bei einem Gang durch den Wald einen jun­gen Adler. Er nahm ihn mit nach Hause auf sei­nen Hüh­ner­hof, wo der Adler bald lernte, Hüh­ner­fut­ter zu fres­sen und sich wie ein Huhn zu ver­hal­ten.
Eines Tages kam ein Zoo­loge des Wegs und fragte den Eigen­tü­mer, warum er einen Adler, den König aller Vögel, zu einem Leben auf dem Hüh­ner­hof zwinge.
"Da ich ihm Hüh­ner­fut­ter gebe und ihn gelehrt habe, ein Huhn zu sein, hat er nie das Flie­gen gelernt", ant­wor­tete der Eigen­tü­mer. "Er ver­hält sich genau wie ein Huhn, also ist er kein Adler mehr".
"Den­noch", sagte der Zoo­loge, "hat er das Herz eines Adlers und kann sicher das Flie­gen ler­nen."
Nach­dem sie die Sache bere­det hat­ten, kamen die bei­den Män­ner über­ein zu ergrün­den, ob das mög­lich sei. Behut­sam nahm der Zoo­loge den Adler in die Arme und sagte: "Du gehörst den Lüf­ten und nicht der Erde. Breite deine Flü­gel aus und fliege."
Doch der Adler war ver­wirrt; er wusste nicht, wer er war, und als er sah, wie die Hüh­ner ihre Kör­ner pick­ten, sprang er hinab, um wie­der zu ihnen zu gehö­ren.
Unver­zagt nahm der Zoo­loge den Adler am nächs­ten Tag mit auf das Dach des Hau­ses und drängte ihn wie­der: "Du bist ein Adler. Breite deine Flü­gel aus und fliege."
Doch der Adler fürch­tete sich vor sei­nem unbe­kann­ten Selbst und der Welt und sprang wie­der hin­un­ter zu dem Hüh­ner­fut­ter. Am drit­ten Tag machte sich der Zoo­loge früh auf und nahm den Adler aus dem Hüh­ner­hof mit auf einen hohen Berg. Dort hielt er den König der Vögel hoch in die Luft und ermun­terte ihn wie­der: "Du bist ein Adler. Du gehörst ebenso den Lüf­ten wie der Erde. Breite jetzt deine Flü­gel aus und fliege."
Der Adler schaute sich um, sah zurück zum Hüh­ner­hof und hin­auf zum Him­mel. Noch immer flog er nicht. Da hielt ihn der Zoo­loge direkt gegen die Sonne, und da geschah es, dass der Adler zu zit­tern begann und lang­sam seine Flü­gel aus­brei­tete. End­lich schwang er sich mit einem tri­um­phie­ren­den Schrei hin­auf gen Him­mel.>

Es mag sein, dass der Adler immer noch mit Heim­weh an die Hüh­ner denkt; es mag sogar sein, dass er hin und wie­der den Hüh­ner­hof besucht. Doch soweit irgend jemand weiß, ist er nie zurück­ge­kehrt und hat das Leben eines Huhns wie­der­auf­ge­nom­men. Er war ein Adler, obwohl er wie ein Huhn gehal­ten und gezähmt wor­den war.
Mit die­sem Adler ist auch jede Anlage eines Men­schen ver­gleich­bar. Jede Anlage könnte sich in die Lüfte der Frei­heit schwin­gen, wenn man ihr die Chance dazu geben, wenn man sie erlö­sen, wenn sie ent­zau­bern würde.

Ent­zau­bert ist eine Anlage dann, wenn sie nicht mehr fremd­be­stimmt ist, wenn sie nicht mehr ein­ge­spannt ist, den Rol­lennor­men zu die­nen. Ent­zau­bert bedeu­tet daher, eine Anlage, die vom alten Ideal in ihrer natür­li­chen Ent­wick­lung gehemmt wurde, zu befreien und die Aus­bil­dung ihrer spe­zi­fi­schen Eigen­art als neues (natür­li­ches) Ideal zu set­zen.
Es gibt zwei ver­zau­berte For­men: Die Hem­mung und die Kom­pen­sa­tion.
Um zu illus­trie­ren, was unter Hem­mung und Kom­pen­sa­tion zu ver­ste­hen ist, möchte ich an die Geschichte von Demo­s­t­he­nes erin­nern, der frü­her stot­terte und seine Hem­mung im Spre­chen so kom­pen­sierte, dass er zum größ­ten grie­chi­schen Red­ner avan­cierte.
Nun hat es zunächst den Anschein, als ob die Kom­pen­sa­tion einer Hem­mung das Opti­male sei.
Bei nähe­rer Betrach­tung der Pro­ble­ma­tik fällt jedoch auf, dass der Kom­pen­sa­tor nicht zur Ruhe kommt. Er muss immer wie­der kom­pen­sie­ren, so als ob die Hem­mung heute immer noch vor­han­den wäre und so als ob er immer wie­der sei­nen Eltern und der Umwelt zei­gen müsste, dass er nicht mehr gehemmt ist.
Wer in der Phase der Kom­pen­sa­tion ver­harrt, ist Sisy­phus ver­gleich­bar, der in der Unter­welt einen Fels berg­auf wäl­zen musste; jener rollte jedoch stets kurz vor dem Gip­fel zurück. Ähn­lich wie Sisy­phus muss der Kom­pen­sa­tor immer wie­der kom­pen­sie­ren und erschöpft sich schließ­lich im Akt der Kom­pen­sa­tion. Er wird immer wie­der auf seine durch die Rol­lennorm ver­ur­sachte Hem­mung zurück­ge­wor­fen. Er lebt in der Ver­gan­gen­heit und nicht im Jetzt, er ver­harrt in der ver­zau­ber­ten Form, seine Anlage bleibt geknech­tet.
Die Situa­tion lässt sich auch anhand der Ent­wick­lungs­pha­sen des Schmet­ter­lings ver­deut­li­chen: Im tote­n­ähn­li­chen Sta­dium der Puppe kann der "Pup­pen­man­tel" noch nicht gesprengt wer­den, und die Puppe kann sich noch nicht als ein Schmet­ter­ling ver­wirk­li­chen. Im Pup­pen­sta­dium befin­det sich sowohl eine Anlage, die gehemmt ist, als auch eine Anlage, die ursprüng­lich gehemmt war, aber nun in der Kom­pen­sa­tion erlebt wird. Durch die Gegen­über­stel­lung Gehemmter-Kompensator sol­len die Men­schen nicht in zwei Kate­go­rien ein­ge­teilt wer­den, son­dern das Spe­zi­fi­sche der jewei­li­gen Erleb­nis­form soll so her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den, denn jede der Anla­gen eines Men­schen kann sich auf einer ande­ren Ent­wick­lungs­stufe befin­den; ja mehr noch, jede Anlage kann von der Hem­mung in die Kom­pen­sa­tion und umge­kehrt umschla­gen und hat die Fähig­keit, sich zu ent­pup­pen und sich in einen "Schmet­ter­ling" zu ver­wan­deln. Sel­ten gibt es jedoch jeman­den, des­sen Anla­gen alle nur gehemmt sind oder nur in der Kom­pen­sa­tion erlebt wer­den, genauso sel­ten ist bei allen die End­form, der Schmet­ter­ling, anzu­tref­fen. In die­sem Zusam­men­hang ist die Frage nach Gut und Böse nicht von Bedeu­tung, denn jede Anlage kann erlöst wer­den, kann so wer­den, wie sie von Natur aus vor­ge­se­hen war. Hier bie­tet die psy­cho­lo­gi­sche Astro­lo­gie durch die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Horo­skop eine ent­schei­dende Chance für die Men­schen, sich ihrer ursprüng­li­chen Anla­gen und damit ihrer pri­mä­ren Natur bewusst zu wer­den. Das Horo­skop ist die sym­bo­li­sche Auf­zeich­nung der Stär­ken und Schwä­chen eines Men­schen und zeigt auf, wel­ches Poten­tial indi­vi­du­ell ent­wi­ckelt wer­den kann.
Wer Anla­gen aus­bil­det und ein­setzt, bringt die Ener­gien in freien Fluss, was die Vor­aus­set­zung für kör­per­li­che, see­li­sche und geis­tige Gesund­heit ist.

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