India­ni­sches Heil­wis­sen als Ergän­zung moder­ner Medi­zin

Das Wis­sen der Medi­zin­män­ner, Scha­ma­nen und Maya-Heiler (H?men) kom­bi­niert die Hei­lung von Kör­per, Geist und Seele. Denn nach ihrer Auf­fas­sung liegt die Ursa­che für viele Erkran­kun­gen auf der see­li­schen Ebene. Ein Ansatz, den auch die moderne Medi­zin und Psy­cho­lo­gie aner­ken­nen muss.

Krank­heit und Hei­lung
Ähn­lich wie in öst­li­chen Heil­tra­di­tio­nen ver­ste­hen die India­ner die Exis­tenz jedes Lebe­we­sens als Ein­heit von Geist, Seele und Kör­per. Bestim­mend für die mensch­li­che Exis­tenz ist für sie die Har­mo­nie von Seele und Geist. Ihnen wird eine wesent­lich stär­kere ursäch­li­che Funk­tion zuge­wie­sen als der Phy­sis. Der Kör­per ist nur das Instru­ment, das die geis­ti­gen und see­li­schen Ursa­chen sicht­bar macht. Selbst äußere Ein­wir­kun­gen wie Ver­bren­nun­gen, Kno­chen­brü­che, Schnitte oder Ver­gif­tun­gen füh­ren die Heil­kun­di­gen letzt­lich auf eine Unacht­sam­keit der nicht-körperlichen Ebene zurück. India­ni­sche Hei­ler wei­sen moderne Medi­zi­ner gern dar­auf hin, dass bei­spiels­weise ein Gal­len– oder Nie­ren­stein ebenso wie ein Magen­ge­schwür nur die sicht­bare Aus­wir­kung der Dis­har­mo­nie zwi­schen Geist, Seele und Kör­per sei. Darin liege die Ursa­che für die Erkran­kung, die vor­ran­gig zu behan­deln sei. Immer­hin hat sich diese Erkennt­nis bei eini­gen Medi­zi­nern inzwi­schen zumin­dest bei Erkran­kun­gen wie Magen­ge­schwü­ren durch­ge­setzt.
Auch wenn sich immer wie­der Medi­zin­leute ver­schie­dens­ter Stämme bereit erklä­ren, ihr Wis­sen an die Washi­chus (Lakota-Begriff für die Wei­ßen) wei­ter­zu­ge­ben, bleibt das Wich­tigste nach wie vor uner­gründ­lich. Ein india­ni­scher Hei­ler kann allein durch den inten­si­ven Kon­takt mit einem Pati­en­ten ? also durch das, was in der west­li­chen Medi­zin nahezu über­haupt nicht mehr statt­fin­det ? schon über­aus genaue Dia­gno­sen stel­len. Es konnte wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen wer­den, dass schon bei der ers­ten Ritual­be­hand­lung, bei der zwi­schen Hei­ler und Pati­ent kein Wort gewech­selt wird, die Behand­lung in eine posi­tive Rich­tung gelenkt wird, sich Blut­druck und Urinwerte bei­spiels­weise sen­ken oder nor­ma­li­sie­ren. Die Medi­zin­män­ner füh­ren das all­ge­mein dar­auf zurück, dass India­ner schon von Natur aus ein ande­res ? offe­ne­res ? Ver­hält­nis zu Kör­per und Seele hät­ten. Des­halb seien sie sich ihrer see­li­schen Potenz bewuss­ter, als es die Wei­ßen seien.

India­ni­sche Psy­cho­the­ra­pie
Eine Erfah­rung, die auch der deutsch­stäm­mige Psych­ia­ter Carl A. Ham­mer­schlag machte. Als jun­ger Arzt zog es ihn nach Ari­zona, um den India­nern sein medi­zi­ni­sches Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben. Doch sein mis­sio­na­ri­scher Eifer wurde schnell gebremst, denn die India­ner waren ihm gegen­über ver­schlos­sen und abwei­send. "Sogar die Pati­en­ten, die mich am meis­ten benö­tig­ten, schie­nen mit den Schul­tern zu zucken, wenn ich erklärte, was getan wer­den konnte, um sie zu hei­len", erin­nert sich Ham­mer­schlag in sei­ner Auto­bio­gra­fie "Der tan­zende Hei­ler". Erst lang­sam däm­merte ihm, dem stu­dier­ten Medi­zi­ner, dass er von sei­nen Pati­en­ten eine Menge ler­nen konnte, um als Psych­ia­ter noch effek­ti­ver arbei­ten zu kön­nen. Ham­mer­schlag musste eine neue Per­spek­tive zulas­sen und "Herz und Mund in Ein­klang" brin­gen.
Das bedeu­tete auch, sei­ner Intui­tion zu ver­trauen und zu erken­nen, dass seine Pati­en­ten Rituale als Unter­stüt­zung des Hei­lungs­pro­zes­ses ver­ste­hen. Auch Träume spie­len eine wich­tige Rolle, bei­spiels­weise um mit nega­ti­ven Gefüh­len und Ereig­nis­sen umge­hen zu kön­nen. So gab ihm der Vater einer sei­ner Pati­en­tin­nen, die mit Alb­träu­men und Selbst­zwei­feln kämpfte, fol­gende Erklä­rung: Ihr Dilemma, als des­sen Ursa­che er die Kräfte der Dun­kel­heit ansah, sei ver­gleich­bar mit einer aus­här­ten­den Gelee­masse. Diese Kräfte dürfe sie nicht igno­rie­ren, sonst würde sie inner­lich ver­här­ten. Viel­mehr solle sie ihnen gegen­über tre­ten, sie erobern und ver­trei­ben. Des­halb riet er sei­ner Toch­ter, ein Dampf­bad mit Sal­bei und ande­ren rei­ni­gen­den Kräu­tern zu neh­men und die Bot­schaf­ten ihrer Träume zu nut­zen, um den dunk­len Ein­flüs­sen begeg­nen zu kön­nen. Dr. Ham­mer­schlag war schwer beein­druckt. Für ihn war der Ver­gleich mit dem ver­här­ten­den Gelee "die beste Defi­ni­tion einer Neu­rose". Sein Schluss aus die­sem Erleb­nis: "Die Pati­en­ten brau­chen kei­nen Wis­sen­schaft­ler, der Anwei­sun­gen aus dem Labor­hand­buch aus­führt. Sie wol­len an ihrer Gesund­heit und an ihrem Tod teil­ha­ben." Des­halb sei die Ver­bin­dung und Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Hei­ler und Pati­ent die Vor­aus­set­zung für eine Gene­sung.

Ver­lo­rene See­len
Medi­zin­män­ner arbei­ten mit Gebe­ten und Gesän­gen, sie räu­chern und trom­meln. Sie sind die Pflan­zen­kun­di­gen. Wenn es jedoch um die Seele geht, dann kon­sul­tie­ren India­ner gern einen Scha­ma­nen, als Mitt­ler zwi­schen den Wel­ten. Nicht jeder Medi­zin­mann ist ein Scha­mane, auch wenn es hin und wie­der diese Kom­bi­na­tion gibt. Der Scha­mane arbei­tet mit Träu­men, Geist­füh­rern wie Kraft­tie­ren und Visi­ons­rei­sen.
Eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben eines Scha­ma­nen ist die so genannte See­len­rück­ho­lung. Die India­ner sind davon über­zeugt, dass sich ein Teil der Seele abspal­ten kann, um sich etwa vor einem Trauma zu schüt­zen. Sozu­sa­gen als Über­le­bens­re­flex nach einem schwe­ren Unfall, einem Miss­brauch oder nach einer Ope­ra­tion. Nach dem Trauma kann der abge­spal­tene Teil wie­der in die Seele zurück­keh­ren, um sie mit neuer Ener­gie zu ver­sor­gen. Die Scha­ma­nen ken­nen außer­dem den See­len­raub oder das frei­wil­lige Her­ge­ben von See­len­tei­len aus Liebe.
Die ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­gin San­dra Inger­man hat ? basie­rend auf Michael Har­ners Idee des Core-Shamanism (Kern-Schamanismus) 1985 die See­len­rück­ho­lung für ihre Pra­xis auf­ge­grif­fen. Dabei kon­zen­triert sie sich aus­schließ­lich auf den eigent­li­chen Pro­zess der Rück­füh­rung. Dazu begibt sie sich gemein­sam mit ihren Kli­en­ten auf eine geis­tige Reise. Ihre Geist­füh­rer, bei­spiels­weise Kraft­tiere, hel­fen ihr, die ver­lo­re­nen See­len­stü­cke wie­der zu fin­den und ihrem Besit­zer zurück­zu­brin­gen. Der Schwei­zer Psy­cho­loge Carlo Zum­stein arbei­tet mit die­ser Methode, um depres­si­ven Men­schen hel­fen zu kön­nen. (Siehe hierzu Visio­nen 02/2001)

Inipi ? die Schwitz­hüt­ten– Zere­mo­nie
Bei vie­len nord­ame­ri­ka­ni­schen Stäm­men wurde die von den Lakota Inipi genannte Schwitzhütten-Zeremonie nicht nur zur geis­ti­gen Rei­ni­gung ein­ge­setzt. Ver­gleich­bar mit der fin­ni­schen Sauna half das starke Schwit­zen in Kom­bi­na­tion mit äthe­ri­schen Dämp­fen, die durch die Ver­wen­dung bestimm­ter Kräu­ter her­vor­ge­ru­fen wur­den, bei­spiels­weise bei Ent­zün­dun­gen des Rachen­raums und der Schleim­häute, es diente zur Vor­beu­gung gegen vie­ler­lei Infekte, zur poren­tie­fen Rei­ni­gung der Haut oder lin­derte Gelenk– und Glie­der­schmer­zen. Die Inipi-Zeremonie war fes­ten Regeln unter­wor­fen. So ging in der Regel eine Zeit des Fas­tens der Schwitzhütten-Sitzung vor­aus. Fas­ten und Schwit­zen waren nicht sel­ten auch die Vor­be­rei­tung einer wei­te­ren Behand­lung.
Inipi wird heute auch immer öfter außer­halb der Reser­vate in den USA und Europa ange­bo­ten (siehe Info­kas­ten). Der kali­for­ni­sche Stamm der Yokias bekämpfte Rheu­ma­schübe erfolg­reich durch Fich­ten­zweige, die auf heiße Asche auf­ge­schich­tet wur­den, um dar­auf einen fest in Decken ein­ge­wi­ckel­ten Kran­ken für meh­rere Stun­den zu bet­ten. Die Asche befand sich ihrer­seits auf hei­ßen Stei­nen, die regel­mä­ßig mit einer Mischung aus Fich­ten­na­delöl und ver­schie­de­nen Har­zen über­gos­sen wurde. Die so auf­stei­gen­den Dämpfe konnte der Kranke durch die Decken auf­neh­men und ein­at­men.
Zahner­kran­kun­gen waren beson­ders bei den noma­di­sie­ren­den Stäm­men nahezu unbe­kannt. Das ist nicht nur auf die täg­li­che Rei­ni­gung durch Pflan­zen­fa­sern und das Spü­len mit Kräu­ter­ex­tra­ken zurück­zu­füh­ren. Laut Heinz J. Stam­mel, dem Autor des umfang­reichs­ten und fun­dier­tes­ten deutsch­spra­chi­gen Buches über india­ni­sche Medi­zin (siehe Kas­ten), war ein wei­te­rer Grund dafür das regel­mä­ßige Kau­gum­mikauen. Die­ses Kau­gummi wurde aus Schleim­stof­fen ver­schie­de­ner Pflan­zen (dar­un­ter Zucker­kie­fer, Amber­baum, Schilf­rohr und Becher­pflanze) gewon­nen, deren gum­mi­ar­tige Kon­sis­tenz sich nur durch lan­ges Kauen im Spei­chel auf­löste. Neben der des­in­fi­zie­ren­den Wir­kung brachte der natür­li­che Bubb­le­gum auch noch einen fri­schen Geschmack.
Ein wei­te­rer Grund für die gesun­den Zähne war die Ernäh­rung. Roh­kost stand beson­ders oft auf dem Spei­se­plan. Übri­gens schwö­ren bis heute india­ni­sche Medi­zin­män­ner und Hei­le­rin­nen, dass die Wir­kung natür­li­cher Vit­amine nicht durch ein noch so gut prä­pa­rier­tes künst­li­ches Pro­dukt zu erset­zen sei. Wis­sen­schaft­ler konn­ten Anfang der 70er Jahre am "Human Dimen­sion Insti­tute" in Buffalo/New York zwar nach­wei­sen, dass sich natür­li­che Ascor­bin­säure (Vit­amin C) in ihrem bio­che­mi­schen Auf­bau (der laut Stam­mel einer "stark vibrie­ren­den von Strah­len­krän­zen umge­be­nen Orange" ähnelte) von einem syn­the­ti­schen Prä­pa­rat mit glei­cher Vit­amin C-Menge ("eine fla­che, zwei­di­men­sio­nale Kreis­struk­tur ohne Kraft­li­nien", Stam­mel) unter­schied. Warum die natür­li­che Ascor­bin­säure anders wirkt als die künst­li­che konn­ten sie bis heute aller­dings nicht nach­wei­sen.
Der Mus­ko­gee Medi­zin­mann Bear Heart macht im Gespräch deut­lich, dass ent­ge­gen gän­gi­ger Mei­nung die Hei­ler der India­ner keine "Alles­kön­ner" waren und sind. "Unter den Medi­zin­leu­ten gibt es Hei­ler mit dem Wis­sen ver­gleich­bar mit dem eines All­ge­mein­me­di­zi­ners, der bestimmte Krank­hei­ten nicht behan­deln kann. Des­halb schickt er sei­nen Pati­en­ten zu einem Spe­zia­lis­ten." Der kann heute auch durch­aus ein Schul­me­di­zi­ner sein. Die Behand­lung durch einen Medi­zin­mann läuft dann par­al­lel zur Unter­stüt­zung des Gene­sungs­pro­zes­ses.

Hei­len nach Maya-Art
Die Maya wer­den oft als Volk aus der Ver­gan­gen­heit ver­stan­den. Doch das ist falsch. Die Nach­kom­men der berühm­ten Bau­meis­ter Mit­tel­ame­ri­kas leben noch heute in Mexiko, Gua­te­mala, Belize, Hon­du­ras und El Sal­va­dor. Auch ein Groß­teil ihrer 28 Dia­lekte haben sich bis heute erhal­ten, ebenso wie einige ihrer alten Tra­di­tio­nen und ihr Heil­wis­sen. Rosita Arvigo hat über 30 Jahre lang bei den Maya gelebt und ihre Heil­kunst erlernt. "Für das Wis­sen der Maya ist in der moder­nen Zivi­li­sa­tion genü­gend Platz", ist Rosita über­zeugt und fügt hinzu: "Seit den 60er Jah­ren erobern sich Men­schen des Wes­tens die öst­li­chen Heil­tra­di­tio­nen. Es wäre gewiss klug, den Blick auch ein­mal nach Süden (von Europa aus gese­hen nach Süd­wes­ten; Anm.d.Red.) zu wen­den und die alte Weis­heit der Maya in den Wis­sens­schatz der Welt auf­zu­neh­men."
Ihre Hei­ler nen­nen die Maya H"men (gespro­chen: Heh­män), was soviel wie Wis­sen­der bedeu­tet. Ein H"men ist Hei­ler und Pries­ter in Per­so­nal­union. Wie bei den nord­ame­ri­ka­ni­schen Stäm­men arbei­ten auch die Maya mit einem religiös-medizinischen System, das Heil­kräu­ter, spe­zi­elle Mas­sa­gen, Schröp­fen (Ven­tosa), Pinchar (ver­gleich­bar mit Aku­punk­tur in Ver­bin­dung mit Ader­lass) und Puls­dia­gnos­tik mit ein­schließt (sie ken­nen 18 ver­schie­dene Puls­ar­ten, die Auf­schluss über den Zustand des Pati­en­ten geben). Für die geis­tige Hei­lung set­zen sie wie die Medi­zin­män­ner ihrer nor­di­schen Ver­wand­ten Gebete, See­len­rück­füh­run­gen, Traum­rei­sen, Geist­füh­rer, Amu­lette, Räu­cher­werk und Mano (Hand­auf­le­gen) ein. Rosita Arvigo beschreibt in ihrem Buch "Die Maya-Hausmedizin" aus­führ­lich, wie sich die Heil­an­sätze der Maya zur Lin­de­rung von Beschwer­den aller Art oder zur Unter­stüt­zung von klas­si­schen The­ra­pien und Behand­lun­gen ein­set­zen las­sen.

Der hei­lige Trank Essiac
1922 machte die kana­di­sche Kran­ken­schwes­ter Rene Caisse eine inter­es­sante Ent­de­ckung. Sie lernte eine alte Dame ken­nen, die ihr erzählte, sie habe vor 20 Jah­ren eine Krebs­er­kran­kung besie­gen kön­nen. Dazu hätte sie 12 Monate lang zwei­mal täg­lich eine spe­zi­elle Kräu­ter­mi­schung der Ojibwa zu sich genom­men, die ihr ein alter Medi­zin­mann emp­foh­len hatte. Rene Caisse erfuhr, dass diese Essenz aus vier Kräu­tern ange­setzt wurde: Klet­ten­wur­zel, klei­nem Win­ter­sau­er­amp­fer, Rha­bar­ber­wur­zel und nord­ame­ri­ka­ni­scher Rotulme. 50 Jahre lang setzte sie das Eli­xier mit guten Erfol­gen bei aus­sicht­lo­sen Fäl­len ein, die von der Schul­me­di­zin nicht mehr behan­delt wer­den konn­ten.
1959 wurde der Leib­arzt John F. Ken­ne­dys, Dr. Charles Brusch, auf die "Essiac" genannte Mischung auf­merk­sam. Selbst ein begeis­ter­ter For­scher der Kräu­ter­heil­kunde, expe­ri­men­tierte er gemein­sam mit der inzwi­schen 70-jährigen Rene wei­ter und erwei­terte die Mischung um noch­mals vier Kräu­ter: Brun­nen­kresse, Rot­klee, Brau­nalge und Kardobe­ne­dik­ten­kraut. Diese Mischung konnte nun unter dem Namen "Flor Essence" aus­schließ­lich oral ver­ab­reicht wer­den. Vor­her wurde der kleine Wie­sen­sau­er­amp­fer inji­ziert.
Doch trotz nach­weis­ba­rer Heil­wir­kung u.a. bei Tumor­er­kran­kun­gen, Rheuma und Dia­be­tes lehnt die kana­di­sche Regie­rung bis heute "Flor Essence" als Medi­ka­ment ab. 1992 brachte dann ein kana­di­sches Unter­neh­men die Kräu­ter­mi­schung als "Heil­tee" auf den Markt. Heute wird "Flor Essence" in 55 Län­dern ver­trie­ben und kann sowohl zur Vor­beu­gung als auch zur Unter­stüt­zung von Heil­be­hand­lun­gen ein­ge­nom­men wer­den. Damit ist ein­mal mehr bewei­sen, dass sich ein Blick auf die india­ni­sche Heil­kunde durch­aus loh­nen kann.


India­ni­sche Heil­pflan­zen
673 india­ni­sche Heil­kräu­ter hat die Schul­me­di­zin inzwi­schen aner­kannt und erfolg­reich ein­ge­setzt. Die Native Ame­ri­cans unter­schei­den aus­ge­hend von den jewei­li­gen Eigen­schaf­ten weib­li­che und männ­li­che Pflan­zen, die außer­dem in warme und kalte Kräu­ter unter­teilt wer­den.
Sal­bei wird auf­grund sei­nes gera­den hohen Wuch­ses mit dem männ­li­chen Prin­zip asso­zi­iert, wäh­rend das bieg­same Süß­gras für das Weib­li­che steht. Beide Kräu­ter wer­den bei Rei­ni­gungs­ze­re­mo­nien ein­ge­setzt. Zu den kal­ten Pflan­zen zäh­len bei­spiels­weise Kür­bis, Melone oder Aloe Vera, da sie küh­lend und ent­zün­dungs­hem­mend wir­ken. Warme Pflan­zen wie Chili oder Cayenne­pfef­fer regen die Durch­blu­tung an und wir­ken wär­mend.
Bei einem Son­nen­stich wird zunächst eine wär­mende Brühe aus Ros­ma­rin und Chi­li­scho­ten ver­ab­reicht, um für kurze Zeit die Tem­pe­ra­tur zu erhö­hen. Danach wer­den was­ser­hal­tige kalte Pflan­zen wie Kür­bis, Melone oder Gurke gege­ben, um das Fie­ber lang­sam zu sen­ken.
Für die India­ner sind Pflan­zen ihre Brü­der und Schwes­tern, die mit Respekt behan­delt und die nicht ver­schwen­det wer­den sol­len.

India­ni­sche Heil­kräu­ter,
die auch hier­zu­lande erhält­lich sind
Ame­ri­ka­ni­scher Gin­seng – Regt die Durch­blu­tung und den Zell­stoff­wech­sel an, sta­bi­li­siert das Ner­ven­sys­tem, senkt den Blut­zu­cker­ge­halt, bewirkt außer­dem eine Ver­zö­ge­rung des Vit­amin C-Abbaus im Blut
Aloe – Wirkt abfüh­rend, gegen Blä­hun­gen und Hus­ten, äußer­lich ange­wen­det gegen Haut­rei­zun­gen, Ver­bren­nun­gen, tro­ckene Haut oder rheu­ma­ti­sche Erkran­kun­gen
Echin­acea – Heilt Wun­den, Abszesse, Ver­bren­nun­gen und Insek­ten­sti­che, wirkt rei­ni­gend auf Blut, Leber und Nie­ren, stärkt das Immun­sys­tem
Cayenne – För­dert die Durch­blu­tung, stärkt das Herz und unter­stützt die Ver­dau­ung. Eine Prise Cayenne in die Schuhe gestreut, hilft gegen kalte Füße.
Kamille – Wirkt beru­hi­gend, lin­dert Magen­be­schwer­den, rei­nigt und beru­higt die Atem­wege bei grip­pa­len Infek­ten
Löwen­zahn – Hilft bei Ver­stop­fung und wirkt harn­trei­bend
Mais Tee aus Mais­blät­tern oder –grif­feln wirkt bei Ver­stop­fung und Durch­fall, bei Nie­ren– und Bla­sen­lei­den, wirkt außer­dem blut­druck­sen­kend und kräf­ti­gend auf das Herz
Nepata Cata­ria (Kat­zen­minze) – Wirkt beru­hi­gend und Schlaf för­dernd.

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