Heil­kräu­ter­tees

Heil­kräu­ter­tees wir­ken wohl­tu­end und unter­stüt­zen unsere Gesund­heit in viel­fäl­ti­ger Weise. Susanne Kinne stellt die Rezepte aus­ge­wähl­ter Heil­kräu­ter­tees vor.

Bei allen Tees gilt fol­gen­des zu beach­ten:

  • getrock­nete Kräu­ter müs­sen mit kal­tem Was­ser ange­setzt wer­den
  • fri­sche Kräu­ter müs­sen mit kochen­dem Was­ser über­brüht wer­den
  • alle Gewürze sowie die getrock­ne­ten Kräu­ter müs­sen kurz vor der Zube­rei­tung im Mör­ser zer­rie­ben oder mit einem fla­chen Mes­ser ange­drückt wer­den
  • fri­sche Kräu­ter wer­den in der Hand zuvor gequetscht (Öff­nung der Poren)

Rezepte

1) Kakao­s­cha­len­tee – WOHL­FÜHL­TEE

1/2 L Was­ser, 2 El Kakao­s­cha­len, Zimt­stange, Vanil­le­stange, zer­sto­ße­nen Kar­da­mom, Honig
kalt auf­set­zen, Gewürze nach 10 Min. Koch­zeit hin­zu­ge­ben, dann wei­tere 10 Min. kochen

  • Kakao­s­cha­len:
    gut für Bauch­spei­chel­drüse, heil­kräf­ti­gend für Ner­ven­sys­tem und Nie­ren (Theobroma), gut zur Ent­wöh­nung von Kaf­fee (nur leicht anre­gend).
  • Kar­da­mom: aus Indien. Beru­higt, sorgt für Klar­heit. Geschmacks­ver­bes­sernd, macht vie­les ver­träg­li­cher.
    Bei Magen­be­schwer­den, Ner­vo­si­tät (bei Kin­dern z.B. im Fen­chel­tee).
    Wirkt anre­gend auf Herz und Kreis­lauf – Vor­sicht bei hohem Blut­druck! Macht Kaffe ver­träg­li­cher.
  • Vanille:
    wirkt besänf­ti­gend und aus­glei­chend bei Ängs­ten und Kum­mer
  • Zimt:
    gut für Kreis­lauf, Kno­chen­ge­webe, Atmung, Ver­dau­ung, Ner­ven­sys­tem;
    ner­ven­stär­kend, har­mo­ni­sie­rend

2) Acker­schach­tel­halm­tee – GESUND­BRUN­NEN­TEE

4 Zweige Schach­tel­halm, 1 L Was­ser, 3 Schei­ben Ing­wer, 10 Kap­seln gemah­le­nen Kar­da­mom, Pfef­fer, Honig
kalt auf­set­zen, nach 20 Min. Koch­zeit Gewürze dazu, dann wei­tere 10 Min. kochen

  • siehe auch Ayur­veda, India­ner, Hil­de­gard von Bin­gen, Para­cel­sus, Kneipp …
  • Acker­schach­tel­halm:
    för­dert Ver­trauen, inne­res Gleich­ge­wicht – "Bäume der Urzeit" -, bei Voll­mond beson­ders heil­kräf­tig, ent­gif­tend bei abneh­men­dem Mond.
    Blut­rei­ni­gend, durch Kie­sel­säure gut für Bin­de­ge­webe, harn­trei­bend (gut für die Blase), bei Hus­ten, Nie­ren– und Bla­sen­er­kran­kun­gen
    Gut für Haut, Haare, Fin­ger­nä­gel
  • Ing­wer: trock­net Schleim­häute aus – gut bei Schnup­fen. Uni­ver­selle Medi­zin: gut für Herz, Kopf, Ver­dau­ungs­trakt, Rheuma, Magen.
    Gegen Rei­se­kran­keit, Schwan­ger­schafts­übel­keit
    Ver­stärkt Wir­kung von Heil­kräu­tern.
  • Kar­da­mom: aus Indien. Beru­higt, sorgt für Klar­heit. Geschmacks­ver­bes­sernd, macht vie­les ver­träg­li­cher.
    Bei Magen­be­schwer­den, Ner­vo­si­tät (bei Kin­dern z.B. im Fen­chel­tee).
    Wirkt anre­gend auf Herz und Kreis­lauf – Vor­sicht bei hohem Blut­druck!
    Macht Kaffe ver­träg­li­cher.
  • Pfef­fer: aus Ame­rika. Lt. Ayur­veda ent­hält er gespei­cherte Son­nen­en­er­gie.
    Wär­mend, ener­ge­ti­sie­rend. Durch­blu­tend, nimmt Gefühl der inne­ren Kälte.

3) Minz­tee – ERKÄL­TUNGS­TEE

1 El fri­sche Minze, 2 Tl Thy­mian, 1 Tl Spitz­we­ge­rich, 2 Tl Him­beer­blät­ter, gerie­be­nes Süß­holz, 1 Prise Pfef­fer, Ing­wer nach Geschmack, 2 Tas­sen kochen­des Was­ser, 5 Min. zie­hen las­sen
warm auf­set­zen, 5 Min. zie­hen las­sen. Pfef­fer erst am Schluss dazu­ge­ben.

  • Minze:
    Magen­darm­be­reich, Leber, Galle.
    Men­thol wirkt krampf­lö­send, appe­tit­an­re­gend. Äußer­lich Gefühl der Kälte – gut gegen Schmer­zen, z.B. Kopf­schmer­zen.
    Bei Erkäl­tun­gen, des­in­fi­zie­rend. Ent­span­nend, anti-depressiv.
    Bei erhöh­tem Blut­druck, Schlaf­lo­sig­keit.
    Schon im alten Ägyp­ten ver­wen­det.
    Nach Hil­de­gard von Bin­gen: bei Beschwer­den der Atem­or­gane
    Bei Über­do­sie­rung Gefahr für Nie­ren
    Name von der Göt­tin Min­the (wurde aus Eifer­sucht von Gemah­lin Plu­tos ver­wan­delt)
  • Thy­mian:
    steht seit der Zeit der Römer für Mut und Tap­fer­keit
    wirkt bei Katar­rhen und Reiz­hus­ten schleim­lö­send
    magen­stär­kend, beru­hi­gend
    bei Bla­sen– und Nie­ren­er­kran­kun­gen
    keim­tö­tend, geruchs­hem­mend
    bei Erkäl­tungs­krank­hei­ten, Neben­höh­len­ent­zün­dun­gen
    wird mit Elfen asso­zi­iert, im alten Ägyp­ten zur Ein­bal­sa­mie­rung ver­wen­det.
    Bett­la­ger Marias.
  • Spitz­we­ge­rich:
    Reiz­lin­de­rung bei Katar­rhen der Atem­wege
    Bei Schleim­haut­ent­zün­dun­gen im Mund– u. Rachen­raum
  • Him­beer­blät­ter:
    schweiß­trei­bend

4) Ros­ma­r­in­tee – POWER­TEE

2 Tl Ros­ma­rin, 1 Tl gemah­le­ner Fen­chel, 1,5 L Was­ser
Fen­chel­sa­men 10 Min. kochen, über Ros­ma­rin gie­ßen, 5 Min. zie­hen las­sen

  • Ros­ma­rin:
    stärkt das Erin­ne­rungs­ver­mö­gen, die Kon­zen­tra­tion (schon bei Stu­den­ten Grie­chen­lands)
    Gegen schlechte Träume
    Depres­sio­nen, Migräne, Erschöp­fung, gut für Leber, Ver­dau­ung, Kreis­lauf
    Der Göt­tin Aphro­dite geweiht (Göt­tin der Liebe)
    Farbe blau ent­stand, als Maria ihren blauen Man­tel über die ursprüng­lich wei­ßen Blü­ten legte
    Abwehr gegen böse Geis­ter
    Sinn­bild Liebe und Treue, ver­leiht Jugend
    Lie­bes­kraut: wer ihn berührt, ver­liebt sich
  • Fen­chel:
    gut für die Ver­dau­ung
    Schleim­lö­send, krampf­lö­send, anti­bak­te­ri­ell, milch­bil­dend.
    Grie­chi­scher Name: Mara­thon (von Sport­lern gekaut) – in der Antike als Gesund­heits­to­ni­kum
    Aphro­di­sia­kum

5) Magen­tee - FRAU­EN­POWER

1 Tl Frau­en­man­tel, 1 Tl Schaf­garbe, 1 Tl Johan­nis­kraut, 1 Tl Gän­se­fin­ger­k­raut, 1 Tl Laven­del, 1 El Zitro­nen­me­lisse, 1 L Was­ser, evtl. Honig
alle Zuta­ten heiß über­brü­hen, 10 Min. zie­hen las­sen

  • Frau­en­man­tel:
    bei Unter­leibs­be­schwer­den wie Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den
    Unter­stüt­zung der Geburt
    Darm­ka­tar­rhe
    Blut­stil­lend
    Bei Augen­lei­den
    Alche­mis­ten ver­wen­de­ten die Tau­trop­fen des Frau­en­man­tels (Gold?)
  • Schafgarbe/Zitronenmelisse:
    krampf­lö­send, entzündungshemmend/krampflösend, beru­hi­gend
    Appe­tit­man­gel, Verdauungsbeschwerden/bei Ner­vo­si­tät, Schlaf­lo­sig­keit
    Bei Leber– u. Gallenleiden/schärft Auf­fas­sungs­ver­mö­gen
    Bei Menstruationsbeschwerden/Schönheitstee
    Rheuma, Zahn­schmer­zen, Blu­tun­gen, Fie­ber
  • Johan­nis­kraut:
    Anti­de­pres­si­vum
    Durch­blu­tungs­för­dernd, Regu­lie­rung der Mens­trua­tion
    Anti­bak­te­ri­ell, wund­hei­lungs­för­dernd
    Gal­len­fluss­för­dernd, harn­trei­bend
  • Gän­se­fin­ger­k­raut:
    krampf­lö­send bei schmerz­haf­ter Monats­blu­tung
    bei Magen– und Darm­er­kran­kun­gen
    Gal­len­lei­den
    beru­hi­gend
    Gegen Durch­fall
  • Laven­del:
    leich­tes Beru­hi­gungs­mit­tel
    Migräne, Erschöp­fung, ner­vöse Herz­be­schwer­den
    Krampf­lö­send, ver­dau­ungs­för­dernd
    regt Gal­len­fluss an

6) Rosen­tee – WELL­NESS­TEE

1 Tl Rosen­blü­ten, ½ Vanil­le­stange, 2 Nel­ken, 1 Tl Hage­but­ten, ½ L Was­ser, Honig nach Geschmack
Hage­but­ten mit kal­tem Was­ser über­gie­ßen, 10 Min kochen. Die rest­li­chen Zuta­ten über­gie­ßen, 5 Min. zie­hen las­sen.

  • Rosen­blü­ten:
    harn­trei­bend
  • Vanille:
    besänf­ti­gend und aus­glei­chend bei Ängs­ten und Kum­mer
  • Nel­ken:
    klä­ren den Geist
    bei Erkäl­tun­gen, Stoff­wech­sel­stö­run­gen
    Schmerz­lin­dernd, keim­tö­tend, krampf­lö­send
    Befreit Ener­gie­bah­nen des Kör­pers (Meri­diane)
    Rei­ni­gung des Lym­ph­sys­tems
    Hil­de­gard von Bin­gen und Para­cel­sus: bei nied­ri­gem Blut­druck und Gleich­ge­wichts­stö­run­gen
  • Hage­but­ten:
    Vit­amin C (10 mal mehr als eine Zitrone)
    Kal­zium, A, B1, B2
    Regt den Stoff­wech­sel an
    bei Rheuma und Gicht, zur Blut­rei­ni­gung und Ent­gif­tung
    Stär­kung der Abwehr­kräfte

7) Hage­but­ten­tee – WIN­TER­TEE

1 Tl Hage­but­ten, ½ fri­scher Apfel (klein­ge­schnit­ten), 1 Tl Rosen­blü­ten, 1 Tl zer­sto­ße­nen Anis, 1 Zimt­stange, 1 Tl zer­sto­ße­nen Fen­chel, 1 zer­sto­ßene Nelke, 1 Tl Holun­der­blät­ter, ½ L Was­ser, Honig nach Geschmack
Hage­but­ten mit kal­tem Was­ser über­gie­ßen, 10 Min. kochen. Rest­li­che Zuta­ten über­gie­ßen, 5 Min. zie­hen las­sen.

  • Hage­but­ten:
    Vit­amin C (10 mal mehr als eine Zitrone)
    Kal­zium, A, B1, B2
    Regt den Stoff­wech­sel an
    Bei Rheuma und Gicht, zur Blut­rei­ni­gung und Ent­gif­tung
    Stär­kung der Abwehr­kräfte
  • Rosen­blü­ten:
    harn­trei­bend
  • Anis:
    schleim­lö­send bei Hus­ten
    krampf­lö­send
    bei Ver­dau­ungs­be­schwer­den
    Milch­bil­dend
    Stärkt das Herz
  • Zimt:
    gut für Kreis­lauf, Kno­chen­ge­webe, Atmung, Ver­dau­ung, Ner­ven­sys­tem
    Ner­ven­stär­kend, har­mo­ni­sie­rend
  • Fen­chel:
    gut für die Ver­dau­ung
    Schleim­lö­send, krampf­lö­send, anti­bak­te­ri­ell, milch­bil­dend.
    Grie­chi­scher Name: Mara­thon (von Sport­lern gekaut) – in der Antike als Gesund­heits­to­ni­kum ver­wen­det
    Aphro­di­sia­kum
  • Nel­ken:
    klä­ren den Geist
    bei Erkäl­tun­gen, Stoff­wech­sel­stö­run­gen
    Schmerz­lin­dernd, keim­tö­tend, krampf­lö­send
    Befreit Ener­gie­bah­nen des Kör­pers (Meri­diane)
    Rei­ni­gung des Lym­ph­sys­tems
    Hil­de­gard von Bin­gen und Para­cel­sus: bei nied­ri­gem Blut­druck und Gleich­ge­wichts­stö­run­gen
  • Holun­der­blät­ter:
    schweiß­trei­bend, Stär­kung des Immun­sys­tems
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