Geo­man­tie

Der Begriff der Geo­man­tie exis­tierte schon in der Antike. Aller­dings ver­stand man dar­un­ter – ent­spre­chend der wört­li­chen Über­set­zung 'Erd­weis­sa­gung' – etwas ganz ande­res als heute. Geo­man­tie könn­ten wir heute defi­nie­ren als 'die Kunst, die Zei­chen der Erde zu deu­ten'

Der his­to­ri­sche Begriff der Geo­man­tie Der Begriff der Geo­man­tie (von spät­grie­chisch "gaia" oder "gê" = Erde, "màn­teia" = Divina­tion, Weis­sa­gung, Man­tik – von "mai­nest­hai" = außer sich sein, ver­zückt sein) exis­tierte schon in der Antike. Aller­dings ver­stand man dar­un­ter – ent­spre­chend der wört­li­chen Über­set­zung "Erd­weis­sa­gung" – etwas ganz ande­res als heute.
Im Mit­tel­al­ter gehörte die Geo­man­tie zu den vier gro­ßen, den Ele­men­ten zuge­ord­ne­ten Ora­kel­tech­ni­ken, wie sie von Agrippa von Net­tes­heim beschrie­ben wur­den: Pyro­man­tie (Feuer), Aero­man­tie (Luft), Hydro­man­tie (Was­ser) und Geo­man­tie (Erde).
Genauer wird die Geo­man­tie bei Agrippa wie folgt defi­niert: "Die Geo­man­tie deu­tet aus den Bewe­gun­gen, den Geräu­schen, dem Anschwel­len, Zit­tern, den Ris­sen, Aus­düns­tun­gen, Öff­nun­gen und den übri­gen der­ar­ti­gen Erschei­nun­gen bei der Erde die Zukunft."
Auch die Punk­tier­kunst, aus dem ara­bi­schen Kul­tur­raum über­nom­men, wurde als Geo­man­tie bezeich­net. Dabei wur­den die in einem Tran­ce­zu­stand durch ein Medium in den Sand gezeich­ne­ten Punkte und Linien gedeu­tet.

Der "moderne" Begriff der Geo­man­tie Mit dem Bekannt­wer­den des chi­ne­si­schen Feng Shui in Europa Ende des 19. Jahr­hun­derts wurde der Begriff Geo­man­tie erst­mals in einem ande­ren Sinn ver­wen­det.
Die Anfänge des­sen, was wir heute unter Geo­man­tie ver­ste­hen, ent­wi­ckel­ten sich vor allem aus der Erfor­schung der Ley-Lines in Eng­land. Der bekann­teste Pio­nier auf die­sem Gebiet war Alfred Wat­kins (1885–1935). Die unzäh­li­gen, in Eng­land erhal­ten geblie­be­nen prä­his­to­ri­schen Monu­mente reg­ten die Men­schen immer wie­der zu For­schun­gen an. Vor allem in den 60er und 70er Jah­ren erwachte im Gefolge der Hip­pie­be­we­gung ein neues Inter­esse für die unsicht­ba­ren und mys­ti­schen Aspekte des Lebens, das auch der Ent­wick­lung eines neuen Ver­ständ­nis­ses des Begrif­fes der Geo­man­tie seine Impulse gab. For­scher wie Nigel Pen­nick, Paul Devereux und andere waren die Leit­fi­gu­ren einer brei­ten, in Eng­land "Earth Mys­te­ries" genann­ten Bewe­gung, die bis heute fort­be­steht. Nigel Pen­nick defi­nierte auch erst­mals den Begriff der Geo­man­tie, so wie wir ihn heute ver­ste­hen.
In Deutsch­land wur­den geo­man­ti­sche For­schun­gen in den 30er Jah­ren vor allem von den Natio­nal­so­zia­lis­ten betrie­ben. Dadurch geriet die Geo­man­tie in Ver­ruf und es dau­erte bis 1976, als Wer­ner Pie­per, inspi­riert durch die eng­li­sche Bewe­gung, das Thema wie­der auf­griff. Er über­setzte ver­schie­dene Texte eng­li­scher Auto­ren erst­mals und ver­öf­fent­lichte sie in sei­nem Ver­lag "Die grüne Kraft".
Noch bis in die 80er Jahre des letz­ten Jahr­hun­derts war der Begriff "Geo­man­tie" aber eher unge­bräuch­lich, kaum jemand konnte sich dar­un­ter etwas vor­stel­len. Doch wie­der ein­mal spielte die Welle des chi­ne­si­schen Feng Shui, die Anfang der 90er Jahre über Europa und Ame­rika hin­weg­schwappte, eine Art Kata­ly­sa­tor­rolle für die Geo­man­tie und machte das Thema in brei­te­ren Schich­ten der Bevöl­ke­rung bekannt. 1994 star­tete die erste deut­sche Aus­bil­dung in Geo­man­tie unter der Lei­tung von Hans-Jörg Mül­ler und Ste­fan Brönnle, 1995 wurde in Bam­berg die "Hagia Chora-Schule für Geo­man­tie" gegrün­det. Inzwi­schen gibt es meh­rere Schu­len, viele Aus­bil­dungs– und Semi­nar­an­bie­ter und eine große Anzahl von Bera­tern auf die­sem Gebiet.

Geo­man­tie heute Geo­man­tie könn­ten wir heute defi­nie­ren als "Die Kunst, die Zei­chen der Erde zu deu­ten" oder die "Deu­tung von Erde und Land­schaft und ihrer sicht­ba­ren wie unsicht­ba­ren Struk­tu­ren in ihrem Bezug zu Kos­mos und Mensch" (Marco Bischof in Hagia Chora Nr.10, "Was ist Geo­man­tie?").
Die heu­tige Geo­man­tie ist jedoch (noch?) kein ein­heit­li­ches fest umris­se­nes Gebiet. Es gibt dazu wahr­schein­lich fast so viele ver­schie­dene Mei­nun­gen wie Geo­man­ten. Die "Hagia Chora – Zeit­schrift für Geo­man­tie" hat in den Aus­ga­ben 10 und 11 eine lesens­werte Stand­ort­be­stim­mung der Geo­man­tie initi­iert, indem sie ver­schie­dene Geo­man­ten, aber auch Künst­ler, Phi­lo­so­phen und Wis­sen­schaft­ler zu die­sem Thema zu Wort kom­men lässt.

Oft­mals wird der Ein­druck erweckt, die Geo­man­tie sei eine alte Über­lie­fe­rung und Tra­di­tion. Dies trifft auch sicher­lich für Teil­be­rei­che der Geo­man­tie, wie zum Bei­spiel die Radiäs­the­sie zu. Doch sehen wir uns in Europa heute der Tat­sa­che gegen­über, dass das meiste alte geo­man­ti­sche Wis­sen, sofern es exis­tiert hat, ver­lo­ren gegan­gen ist. Anders als in China, gibt es in Europa keine unge­bro­chene, voll­stän­dige geo­man­ti­sche Tra­di­tion. Dass es ein geo­man­ti­sches Wis­sen auch hier gege­ben haben muss, sehen wir ande­rer­seits an vie­len prä­his­to­ri­schen und his­to­ri­schen Bau­wer­ken und kul­ti­schen Anla­gen sowie an Bruch­stü­cken einer Über­lie­fe­rung, die unter ande­rem im Volks­glau­ben und in den mit­tel­al­ter­li­chen Bau­hüt­ten­ge­heim­nis­sen mehr oder weni­ger ver­formt über­lebt haben.
Für die heu­ti­gen Geo­man­ten folgt dar­aus, dass wir eigent­lich gerade dabei sind, eine neue Geo­man­tie zu erschaf­fen. Dabei schlie­ßen wir Teile eines älte­ren Welt­ver­ständ­nis­ses in unsere Betrach­tun­gen mit ein und ver­schmel­zen sie mit moder­nen Erkennt­nis­sen zu einer neuen Syn­these. Wir ver­wen­den über­lie­ferte Tech­ni­ken, sofern sie erhal­ten geblie­ben sind, aber auch moderne phy­si­ka­li­sche Mess­tech­ni­ken, und wir ver­su­chen das Wis­sen und die Erfah­run­gen ver­gan­ge­ner Kul­tu­ren aus ihren Bau­wer­ken und Kult­plät­zen zu rekon­stru­ie­ren und zu nut­zen, soweit es für unsere heu­ti­gen Bedürf­nisse noch rele­vant erscheint.

Grund­la­gen der Geo­man­tie Die Welt­sicht unse­rer frü­hen Vor­fah­ren beinhal­tete die Idee, dass alles in der Natur belebt ist und von Geist durch­drun­gen. Es war mög­lich, mit all die­sem Leben zu kom­mu­ni­zie­ren: mit Stei­nen, Bäu­men und ande­ren Pflan­zen, Tie­ren und Orten. Sicht­ba­res und Unsicht­ba­res, mate­ri­elle und geis­tige Ebe­nen der Rea­li­tät stan­den gleich­be­rech­tigt neben­ein­an­der. Diese Phi­lo­so­phie ist auch heute eine der maß­geb­li­chen Grund­la­gen der Geo­man­tie. Wie schon in der schö­nen Defi­ni­tion von Marco Bischof zum Aus­druck kommt, betrach­ten wir in der Geo­man­tie sowohl die sicht­ba­ren als auch die unsicht­ba­ren, ener­ge­ti­schen oder geis­ti­gen Ebe­nen eines Ortes und ihre Wir­kung auf das Leben.

Geo­man­ti­sche Pra­xis In der prak­ti­schen geo­man­ti­schen Arbeit las­sen sich vier grund­le­gende Betrach­tun­gen her­aus­kris­tal­li­sie­ren, die sich aller­dings sel­ten so ein­deu­tig von­ein­an­der tren­nen las­sen, wie sie hier dar­ge­stellt sind:

1. Erken­nen was da ist Was ist mate­ri­ell, ener­ge­tisch oder geis­tig an einem Ort vor­han­den, wel­che spe­zi­el­len Qua­li­tä­ten hat ein Ort, ein Gebäude, eine Land­schaft etc.?

2. Aus­wir­kun­gen auf das Leben Wie wir­ken sich die Qua­li­tä­ten eines Ortes auf den ver­schie­de­nen Seins­ebe­nen – mate­ri­ell, ener­ge­tisch, geis­tig – aus? Wie wirkt der Ort auf Men­schen, auf andere Lebe­we­sen, auf ein­zelne, meh­rere, sub­jek­tiv, objek­tiv, lokal begrenzt oder für ein grö­ße­res Gebiet?

3. Über­ein­stim­mung Was kön­nen oder soll­ten wir tun oder nicht tun, um an einem bestimm­ten Ort in Über­ein­stim­mung mit den gege­be­nen Qua­li­tä­ten zu sein, um har­mo­nisch mit ihm zu koope­rie­ren? Diese Betrach­tung umfasst unter ande­rem: Bebau­ung mög­lich, ja oder nein, wenn ja – wel­che Teil­be­rei­che sol­len bebaut wer­den bezie­hungs­weise frei blei­ben, Art und Stil der Bebau­ung, wel­chen Zie­len ist der Ort för­der­lich, was muss getan (oder unter­las­sen) wer­den, so dass Lebens­for­men, die den Ort nut­zen, in größt­mög­li­cher Har­mo­nie zusam­men­wir­ken kön­nen etc.?

4. Ver­än­de­rung Wol­len, kön­nen, müs­sen, dür­fen wir etwas ver­än­dern, ver­stär­ken oder abschwä­chen, um auf allen Ebe­nen und für alle Wesen Posi­ti­ves zu bewir­ken, und wie kön­nen wir es umset­zen?

Tech­ni­ken und Hilfs­mit­tel der geo­man­ti­schen Arbeit Im Grunde beruht die Geo­man­tie auf Kom­mu­ni­ka­tion und Wahr­neh­mung. Alle wei­te­ren Tech­ni­ken sind mehr oder weni­ger Hilfs­mit­tel – um bes­ser kom­mu­ni­zie­ren oder wahr­neh­men zu kön­nen.

Kom­mu­ni­ka­tion Kom­mu­ni­ka­tion ist in dem hier ver­wen­de­ten Sinne mehr als der Aus­tausch von Wor­ten zwi­schen Men­schen. Kom­mu­ni­ka­tion kann auch ohne Worte statt­fin­den, über Bil­der, Kon­zepte und Gedan­ken, über Geruch, Geschmack und andere sinn­li­che Wahr­neh­mun­gen. All dies beinhal­tet einen Aus­tausch oder Fluss von Infor­ma­tio­nen. Kom­mu­ni­ka­tion kann mit Pflan­zen, Bäu­men, Tie­ren, Stei­nen, Orten, Maschi­nen oder ande­ren Objek­ten statt­fin­den. Man­chem mag die Vor­stel­lung, mit all die­sen Din­gen kom­mu­ni­zie­ren zu kön­nen, selt­sam erschei­nen, doch ist die Reduk­tion der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit auf den zwi­schen­mensch­li­chen Bereich eine ent­wick­lungs­ge­schicht­lich rela­tiv junge Ange­le­gen­heit und im Prin­zip auf unsere tech­ni­sierte Welt beschränkt. Alle natür­lich leben­den Völ­ker haben sich diese Fähig­keit bis heute erhal­ten.
Kom­mu­ni­ka­tion dient dazu, Infor­ma­tio­nen zu gewin­nen und hat als Ziel das Ver­ste­hen: ver­ste­hen, was beim ande­ren – was auch immer es sei – vor sich geht. In die­sem Sinne ist die Idee, mit der Umge­bung kom­mu­ni­zie­ren zu kön­nen, eine wich­tige Grund­vor­aus­set­zung der geo­man­ti­schen Arbeit.

Wahr­neh­mung Wahr­neh­mung kann mit oder ohne äußere Hilfs­mit­tel statt­fin­den. Äußere Wahr­neh­mungs­hilfs­mit­tel wären zum Bei­spiel Ruten oder Pen­del, die in der Radiäs­the­sie Ver­wen­dung fin­den. Inso­fern ist die Radiäs­the­sie ein Teil­be­reich der Geo­man­tie, eine geo­man­ti­sche Tech­nik zur Ver­bes­se­rung und Prä­zi­sie­rung der Wahr­neh­mung, deren Anwen­dungs­spek­trum heute aller­dings weit über die reine geo­man­ti­sche Arbeit hin­aus­reicht.
Wahr­neh­mung ohne äußere Hilfs­mit­tel bedient sich der "nor­ma­len" mate­ri­el­len Sinne: hören, sehen, rie­chen, schme­cken, füh­len, um die gewohnte mate­ri­elle Wirk­lich­keit zu erfas­sen. Dar­über hin­aus set­zen wir unsere "über­sinn­li­chen" Fähig­kei­ten ein, um auch die ande­ren Ebe­nen der Rea­li­tät aus­zu­lo­ten. Diese wer­den auch manch­mal als die "hel­len" Sinne bezeich­net, also hell­se­hen, hell­rie­chen, hell­hö­ren, hell­füh­len, hell­schme­cken.
Dies ist nicht allein beson­ders über­sinn­lich Begab­ten vor­be­hal­ten. Die Erfah­rung zeigt: fast jeder kann mit etwas Übung höhere Stu­fen der Wahr­neh­mung errei­chen. Oft braucht es nur ein wenig mehr Acht­sam­keit. Im All­tag selek­tiere man seine Wahr­neh­mun­gen ent­spre­chend den momen­ta­nen Not­wen­dig­kei­ten. Wür­den wir stän­dig alles wahr­neh­men, was wir theo­re­tisch wahr­neh­men könn­ten, wären wir nicht über­le­bens­fä­hig. So fil­tert man nur das aus, was für die momen­tane Auf­gabe not­wen­dig ist. Rich­tet man aber seine Auf­merk­sam­keit anders aus, zum Bei­spiel auf die sub­ti­le­ren Ein­flüsse der Umge­bung, nimmt man plötz­lich viel mehr und ande­res wahr als gewohnt.

Die Phä­no­me­ne­welt Der Geo­mant sieht die äußere Wirk­lich­keit eines Ortes als Abbild sei­nes ener­ge­ti­schen und geis­ti­gen Zustan­des. Dies ist in den bekann­ten Wor­ten des Her­mes Tris­me­gis­tos: "Wie oben so unten, und wie unten so oben" aus­ge­drückt oder in denen eines chi­ne­si­schen Wei­sen: "Was wirk­lich im Inne­ren ist, das mani­fes­tiert sich unwei­ger­lich im Äuße­ren". Eine geis­tige Idee fin­det ihre Mani­fes­ta­tion in der Mate­rie und genauso ist es mög­lich, von der Mate­rie Rück­schlüsse auf das Geis­tige zu zie­hen. Dies gilt auch für Dinge, die gesche­hen, wäh­rend man sich an einem Ort auf­hält. Geo­man­tisch betrach­tet sind sie Phä­no­mene des­sen, was an einem Ort im Unsicht­ba­ren vor­han­den ist. Phä­no­mene sind die Ant­wort auf die inne­ren Fra­gen, die man stellt, um sich einen Ort zu erschlie­ßen.

Angren­zende Wis­sens­ge­biete der Geo­man­tie "Geo­man­tie ist ein Gebiet, das in höchs­tem Maße inter­dis­zi­pli­när ange­legt sein muss und sich syn­the­tisch des Wis­sens und der Werk­zeuge einer gan­zen Reihe von Dis­zi­pli­nen, sowohl geis­tes– wie natur­wis­sen­schaft­li­cher Rich­tung bedie­nen muss." (Marco Bischof, Hagia Chora 10, Was ist Geo­man­tie?)
Die moder­nen Natur­wis­sen­schaf­ten, als Beschrei­bung des Lebens und der Natur auf einer vor­wie­gend struk­tu­rel­len, mate­ri­el­len Ebene, geben auch immer wie­der für die geo­man­ti­sche Arbeit inter­es­sante Hin­weise. Geht man davon aus, dass Geist und Mate­rie untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den sind und man vom mate­ri­el­len Erschei­nungs­bild ande­rer­seits auch wie­der Rück­schlüsse auf geis­tige Qua­li­tä­ten zie­hen kann, wird offen­sicht­lich, dass es not­wen­dig ist, natur­wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nisse in die geo­man­ti­sche Arbeit mit ein­zu­be­zie­hen. Mit Hilfe natur­wis­sen­schaft­li­chen Wis­sens erschlie­ßen sich oft­mals tie­fere Zusam­men­hänge und kon­krete Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten.
Wich­tig ist auch "intui­tive" Wahr­neh­mun­gen zu struk­tu­rie­ren und auf ein soli­des Fun­da­ment zu stel­len. Damit gelingt häu­fig eine Objek­ti­vie­rung von unter Umstän­den sub­jek­ti­ver Emp­fin­dun­gen und Wahr­neh­mun­gen, Sub­jek­ti­ves kann leich­ter von objek­ti­ven Gege­ben­hei­ten unter­schie­den wer­den.
Nimmt man einen Ort zum Bei­spiel als ener­gie­spen­dend, kör­per­lich vita­li­sie­rend und krea­ti­vi­täts­stei­gernd wahr und fin­det spä­ter her­aus, dass der Unter­grund aus Gra­nit­ge­stein besteht, zeigt sich in der Geo­lo­gie des Ortes eine inter­es­sante, "objek­tive" Bestä­ti­gung der eige­nen Erfah­rung.

Fol­gende Natur– und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten ergän­zen die geo­man­ti­sche Arbeit:
Bio­lo­gie Wis­sen von Pflan­zen und Tie­ren, ihren bevor­zug­ten Stand­or­ten, ihrer Funk­tion im Öko­sys­tem, ihrer Wir­kung auf und Bedeu­tung für andere Lebe­we­sen.
Geo­lo­gie Beschaf­fen­heit des Unter­grunds, Cha­rak­te­ris­ti­ken der Gesteine. Unter­schied­li­che Gesteine kor­re­spon­die­ren mit grund­le­gen­den ener­ge­ti­schen Qua­li­tä­ten eines Ortes.
Wich­tig zur Ein­schät­zung radiäs­the­ti­scher Mes­sun­gen von geo­lo­gi­schen Reiz– oder Stör­zo­nen.
Medi­zin Ver­ständ­nis kör­per­li­cher Funk­tio­nen und Abläufe und damit ein bes­se­res Ver­ständ­nis der (kör­per­li­chen) Aus­wir­kun­gen geo­man­ti­scher Gege­ben­hei­ten.
Che­mie Bio­che­mie und Kör­per­che­mie zum Ver­ständ­nis der Vor­gänge im Köper, außer­dem als Teil der Geo­lo­gie, der Gesteins­zu­sam­men­set­zun­gen und ihrer Wir­kung.
Phy­sik Schwin­gungs­lehre und Hoch­fre­quenz­tech­nik sind die Grund­la­gen der moder­nen Radiäs­the­sie.
Geschichte/Archäologie Zeit­ge­schichte, Kul­tur– und Reli­gi­ons­ge­schichte. Wie wurde ein Ort bis­her genutzt und wel­che Bedeu­tung hatte er für die Men­schen ver­gan­ge­ner Zei­ten.
Mytho­lo­gie Ein wesent­li­ches Hilfs­mit­tel, um die Qua­li­tä­ten von Orten zu erfas­sen und zu beschrei­ben. Die unsicht­ba­ren Qua­li­tä­ten eines Ortes fin­den sich immer in den Moti­ven von Mythen und Sagen, die dort leben­dig sind.
Phi­lo­so­phie Die Beschäf­ti­gung mit Geo­man­tie führt meis­tens schnell zu den grund­sätz­li­chen phi­lo­so­phi­schen Fra­gen, wie zum Bei­spiel nach der Bezie­hung von Geist und Mate­rie, dem Zusam­men­wir­ken ver­schie­de­ner Lebens­for­men und ver­schie­de­ner Ebe­nen des Seins und letzt­lich der Her­kunft und dem Sinn des mensch­li­chen wie auch ande­ren Lebens auf die­sem Pla­ne­ten. Um geo­man­ti­sche Arbeit über­haupt leis­ten zu kön­nen, ist bereits eine andere Auf­fas­sung vom Leben not­wen­dig als die moderne, tech­no­kra­ti­sche, ein­sei­tig mate­ria­lis­ti­sche Welt­an­schau­ung des wis­sen­schaft­li­chen Main­stream.

Was bringt uns die Geo­man­tie heute? Die Geo­man­tie bringt die Men­schen wie­der in Kom­mu­ni­ka­tion mit der Welt und ihren ver­schie­de­nen Erschei­nun­gen und Lebens­for­men. Diese Kom­mu­ni­ka­tion ist sowohl für uns wie auch für alle ande­ren Lebe­we­sen etwas sehr Wesent­li­ches.
Kom­mu­ni­ka­tion, d.h. der Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen, ist die Grund­lage von gegen­sei­ti­gem Ver­ste­hen und Erkennt­nis. Wir kön­nen damit einen Teil des Gefühls von Getrennt­sein über­win­den, das uns im Grunde unglück­lich macht und die Ursa­che vie­ler Schwie­rig­kei­ten ist. Wir kom­men wie­der in Har­mo­nie mit der Welt, die uns umgibt und machen damit den Anfang eines neuen Mit­ein­an­ders statt Gegen­ein­an­der. Wir lösen uns aus der Idee des "Mensch kon­tra Natur" der Auf­klä­rung oder des alt­tes­ta­men­ta­ri­schen "Macht euch die Erde unter­tan", denn die Phi­lo­so­phie der Geo­man­tie beruht auf dem Mit­ein­an­der und der gegen­sei­ti­gen Ergän­zung ver­schie­de­ner Lebens­for­men und Seins­ebe­nen zum Wohle aller.
Die Erfah­rung zeigt, dass wir mit die­ser Phi­lo­so­phie auf Dauer bes­ser leben. Wir sind gesün­der, glück­li­cher und sto­ßen all­ge­mein auf weni­ger Wider­stand bei unse­rem Tun, wenn wir in Kom­mu­ni­ka­tion sind und die Belange unse­rer sicht­ba­ren wie unsicht­ba­ren Umge­bung in unsere Hand­lungs­kon­zepte mit­ein­be­zie­hen.

Wo kommt Geo­man­tie heute zum Ein­satz? Die Geo­man­tie hat heute bereits wie­der ein brei­tes Anwen­dungs­spek­trum. Immer mehr Hei­ler, Künst­ler, Archi­tek­ten, Gar­ten­ar­chi­tek­ten und Land­schafts­pla­ner bezie­hen geo­man­ti­sche Tech­ni­ken in ihre Arbeit mit ein. Ärzte, Heil­prak­ti­ker und andere The­ra­peu­ten arbei­ten mit radiäs­the­ti­schen Hilfs­mit­teln. Pri­vat– und Geschäfts­leute nut­zen die Geo­man­tie zur Opti­mie­rung ihrer Wohn– und Geschäfts­räume im Hin­blick auf Gesund­heit, all­ge­mei­nes Wohl­be­fin­den, Effek­ti­vi­tät, bes­se­res Arbeits­klima, Geschäfts­er­folg etc.
Aber auch Städte und Gemein­den, Bau­trä­ger oder pri­vate Bau­her­ren­in­itia­ti­ven haben begon­nen, geo­man­ti­sches Wis­sen wie­der zu nut­zen. Dies bringt – wie die Erfah­rung inzwi­schen gezeigt hat – für die Auf­trag­ge­ber nicht nur ide­elle, son­dern meist auch ganz hand­feste finan­zi­elle Vor­teile – geo­man­tisch unter­suchte und gestal­tete Bau­ge­biete oder Objekte wer­den von Bau­her­ren und Mie­tern tat­säch­lich bevor­zugt.


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