Fra­gen zu Feng Shui

Im Feng Shui geht es in ers­ter Linie darum, das direkte Umfeld des Bewoh­ners so zu gestal­ten, dass er sich wohl fühlt; denn wer sich wohl fühlt, lebt glück­li­cher, leis­tungs­fä­hi­ger und gesün­der.
Dominik F. Rollé

1. Wor­auf kommt es im Feng Shui eigent­lich an?
Im Feng Shui geht es in ers­ter Linie darum, das direkte Umfeld des Bewoh­ners so zu gestal­ten, dass er sich wohl fühlt; denn wer sich wohl fühlt, lebt glück­li­cher, leis­tungs­fä­hi­ger und gesün­der. Um dies zu errei­chen gibt es eine Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten und Metho­den. Je nach vor­lie­gen­dem Pro­blem wird die­je­nige Methode ein­ge­setzt, die am direk­tes­ten einen Erfolg ver­spricht und die sich an der zu betrach­ten­den Woh­nung auch tat­säch­lich prak­tisch umset­zen lässt.
Was bei uns im Wes­ten aber häu­fig ver­ges­sen wird, ist die Tat­sa­che, dass Har­mo­nie nicht nur durch die Umstel­lung der Möbel bewirkt wird. Feng Shui geht tie­fer als nur bis zu unse­rem mate­ri­el­len Umfeld; Feng Shui ist im Grunde genom­men ein Lebens­stil, der dar­auf bedacht ist, den eige­nen Lebens­wan­del mit den Geset­zen der Natur in Ein­klang zu brin­gen. Das heisst, es reicht oft nicht, Yin und Yang in der Ein­rich­tung aus­zu­glei­chen, es muss zum Bei­spiel auch im Zeit­plan des All­tags ein­ge­bracht wer­den: Yin und Yang in Aus­gleich zu brin­gen bedeu­tet hier, die akti­ven Pha­sen mit Ruhe­pau­sen abzu­wech­seln. Dass dies heute nicht immer ein­fach ist, wis­sen wir alle selbst.
Für mich ist der Kern von Feng Shui, mein eige­nes Leben jeden Tag etwas bes­ser in Aus­gleich zu brin­gen. Und natür­lich hilft mir dabei ein inspi­rie­ren­des Umfeld, das Har­mo­nie aus­strahlt.

2. Wie wich­tig sind die Him­mels­rich­tun­gen? Die acht Him­mels­rich­tun­gen sind für die per­sön­li­che Ent­fal­tung ganz wesent­lich. Ich benutze dazu gerne den Ver­gleich mit dem Essen: die Him­mels­rich­tun­gen sind die acht Grund­nah­rungs­mit­tel. Wenn sie im rich­ti­gen Ver­hält­nis "ein­ge­nom­men" wer­den, kann eigent­lich fast nichts mehr schief­ge­hen. Jeder Mensch und jede Woh­nung hat aber ein mehr oder weni­ger gros­ses Ungleich­ge­wicht, das sich im eige­nen Schick­sal abzeich­net. Die acht Him­mels­rich­tun­gen sind im Feng Shui ein wun­der­ba­res Mit­tel, um das Leben bewusst zu ver­än­dern. Im Innen­raum einer Woh­nung heisst dies, dass man gewis­ser­mas­sen die acht ener­ge­ti­schen "Grund­nah­rungs­mit­tel" neu zusam­men­stellt. Um auf die Frage zurück­zu­kom­men: ich erachte die acht Him­mels­rich­tun­gen in jeder Feng Shui-Beratung als sehr wich­tig.

3. Wie wich­tig ist die Über­tra­gung des eige­nen Horo­skops auf die Wohn­räume? Neben dem Tod ist der Zeit­punkt der Geburt ver­mut­lich der größte Schock, den wir im Leben je erle­ben wer­den. Dadurch wird eine ganz bestimmte Zeit­qua­li­tät in alle Zel­len unse­res Kör­pers ein­pro­gram­miert. Mit die­sem Pro­gramm zie­hen wir dann wäh­rend unse­res Lebens das eigene Geschick an. Für den, dem es durch seine spi­ri­tu­elle Ent­wick­lung gelingt, den Geburts­schock aus den Zel­len zu lösen, ver­liert das Geburts­horo­skop völ­lig an Bedeu­tung. Bis zu die­sem Zeit­punkt fin­den wir jedoch in jedem Zim­mer ein räum­li­ches Abbild der Geburts­schwin­gung. Und das eröff­net völ­lig inter­es­sante Per­spek­ti­ven: es ist damit näm­lich mög­lich, in den eige­nen vier Wän­den nicht nur sein eige­nes Geschick zu erken­nen, son­dern auch daran zu arbei­ten. Dies ist ein sehr span­nen­der Aspekt von Feng Shui, der durch­aus the­ra­peu­ti­sche Ansätze auf­weist.

4. Ich (Frau) habe im Nord­wes­ten, so wie es Lil­lian Too emp­fiehlt, einen Berg­kris­tall und Liebespaar-Bilder plat­ziert. Nun sind drei Monate ver­gan­gen, aber ich bin immer noch allein. Was kann ich tun? Vor jeder Feng Shui-Korrektur ist es wich­tig, sich selbst zu fra­gen, was der innere Grund für das Pro­blem ist. Fra­gen Sie sich doch in einer ruhi­gen Stunde, was Ihnen Angst macht, sich auf einen Part­ner ein­zu­las­sen. Anschlie­ßend schauen Sie sich an, was sich in Ihrem Leben ver­än­dert, wenn nun tat­säch­lich jemand auf­taucht. Wie fühlt sich das an? Wie offen kön­nen Sie sich dar­auf ein­las­sen?
Wenn Sie sich das Thema einer Part­ner­schaft auf diese Weise ver­in­ner­licht haben, kön­nen Sie auch die Ver­än­de­run­gen in der Woh­nung ange­hen. Vor­her hat dies mei­ner Ansicht nach wenig Sinn.
Betrach­ten Sie nun, wie sich der Süd­wes­ten Ihrer Woh­nung für Sie ganz per­sön­lich anfühlt. Sie sagen, dass dort eine rela­tiv nüch­terne Atmo­sphäre herrscht. Der SW hilft Ihnen per­sön­lich, Ihre weib­li­che Seite zu ent­wi­ckeln. Ver­su­chen Sie also Weich­heit und auch eine Atmo­sphäre der Roman­tik dort­hin zu zau­bern. Es darf sogar etwas Kitsch haben, wenn Sie es mögen. Und was sich sehr gut aus­wir­ken kann, ist sanf­tes Licht und fri­sche Blu­men. Lilian Too schwört ja auf Pfingst­ro­sen oder Pfir­sich­blü­ten, es geht aber auch mit jeder Blume, die Ihnen wirk­lich gut gefällt. Hal­ten Sie sich täg­lich mehr­mals in die­ser neu gestal­te­ten Zone auf, Ihr Ziel im Bewusst­sein hal­tend, den Part­ner zu tref­fen, der wirk­lich zu Ihnen passt. Um dies zu unter­stüt­zen, rei­ni­gen Sie noch ein­mal den auf­ge­stell­ten Kris­tall im Nord­wes­ten, der zur Weich­heit im SW einen guten Gegen­pol dar­stellt.

5. Hilft der Brun­nen in mei­ner Finanz­zone gegen mei­nen chro­ni­schen Geld­man­gel? Ich bin im Feu­er­jahr gebo­ren. Wenn das Was­ser frisch und bewegt ist, wird diese Ecke in Ihrer Woh­nung belebt. Natür­lich kann Sie dies dazu inspi­rie­ren, im Leben den Segen – und damit auch den finan­zi­el­len – stär­ker wahr­zu­neh­men. Die wich­ti­gere Frage ist aber: Sind Sie auch wirk­lich bereit, den Segen offen anzu­neh­men? Geld­man­gel hat meist damit zu tun, sich selbst nicht für wert zu befin­den, oft auch in Ver­bin­dung mit alten Schuld­ge­füh­len. Wenn Sie das 3-Türen-Bagua kon­se­quent ein­set­zen wol­len, kön­nen Sie sich die Fami­li­en­ecke ein­mal genauer betrach­ten und alte Unge­reimt­hei­ten mit Ihren Eltern und Ange­hö­ri­gen klä­ren. Das kann mit­un­ter auch ein län­ge­rer Pro­zess sein, der hier in der Kürze nicht zu Ende bespro­chen wer­den kann. Wich­tig ist zu ver­ste­hen, dass ein Berei­ni­gen der eige­nen Ver­gan­gen­heit in den meis­ten Fäl­len die Geld­sor­gen auto­ma­tisch regelt.

6. Ich bin im Erd­jahr gebo­ren. Kann ich mein Zim­mer mit viel Holz aus­klei­den? Grund­sätz­lich kön­nen Sie alles! Wich­tig ist doch, was Ihnen wirk­lich gefällt und Ihnen gut tut. Las­sen Sie sich also nicht von der chi­ne­si­schen Astro­lo­gie ver­un­si­chern. Meine Erfah­rung ist, dass ein emp­find­sa­mer Mensch, der mit sei­ner intui­ti­ven Seite gut in Ver­bin­dung steht, ohne­hin die für ihn beste Ein­rich­tung völ­lig rich­tig her­aus spürt. Und um Sie etwas zu bestär­ken: das Ele­ment des Jah­res ist noch lange nicht alles, was für Sie im Leben ent­schei­dend ist. Das voll­stän­dige chi­ne­si­sche Horo­skop betrach­tet die Bezie­hung zwi­schen acht Ele­men­ten in ihrem Geburts-Charts. Dies lässt sich aber nicht in Kürze erklä­ren.

7. Bei mir fehlt die Zone für hilf­rei­che Men­schen, trotz­dem hel­fen mir viele. Wie kön­nen Sie sich das erklä­ren? Ers­tens freut es mich für Sie und es zeigt, dass das viel zitierte 3-Türen-Bagua nur ein klei­ner Teil von Feng Shui ist. Ver­mut­lich haben Sie aber einen star­ken Nord­wes­ten und andere Struk­tu­ren in Ihrem Wohn­raum, die einen Aus­gleich schaf­fen. Wenn wir aber noch ein­mal zurück zum 3-Türen-Bagua kom­men, gibt es etwas, wor­auf Sie ach­ten soll­ten: Geben Sie acht, nicht unbe­merkt einem Mus­ter zu ver­fal­len, das Sie immer dazu ver­lei­tet, Ihren Freun­den, Kun­den und Ver­wand­ten stets mehr geben zu wol­len, als Sie von Ihnen anzu­neh­men bereit sind. Ein sol­cher Grund­riss kann näm­lich die Tücke auf­wei­sen, dass Sie sich sehr schnell in der Schuld der ande­ren glau­ben. Oder mit ande­ren Wor­ten: ler­nen Sie mit offe­nem Her­zen, Rat­schläge, Geschenke und Aner­ken­nun­gen anzu­neh­men.

8. Soll man mit dem Kopf nach Nor­den oder Osten schla­fen? Nach Nor­den zu schla­fen gilt all­ge­mein als sehr unter­stüt­zend, weil damit der Erd­ma­gne­tis­mus die magne­ti­sche Ladung der Zel­len am bes­ten auf­lädt. Nicht in jedem Haus macht dies jedoch Sinn. Wenn die Aus­rich­tung nach Nor­den nicht ange­bracht ist, kann in Rich­tung Osten aus­ge­wi­chen wer­den. Hier wird der Kör­per durch die Erd­ro­ta­tion über Nacht auf­ge­la­den. Dies sind die Ent­schei­dungs­kri­te­rien gemäss Radiäs­the­sie.
Wenn es mög­lich ist, finde ich es jedoch wich­tig, in eine der per­sön­lich güns­ti­gen Rich­tun­gen zu lie­gen. Je nach Geschlecht und Geburts­jahr gibt es 4 unter­stüt­zende und 4 her­aus­for­dernde Rich­tun­gen. Nähe­res dazu erfah­ren Sie in jedem bes­se­ren Feng Shui-Buch über die Kompass-Schule. Wenn jemand in eine ungüns­tige Rich­tung schla­fen muss, gibt es aus­ser­dem immer noch Mög­lich­kei­ten, den schwä­chen­den Ein­fluss aus­zu­glei­chen.

9. In mei­ner gan­zen Woh­nung sind Stör­zo­nen. Muss ich zügeln? Betrach­ten Sie das Pro­blem erst ein­mal von einer andern Seite: wenn Sie eine Woh­nung mit lau­ter Stör­zo­nen aus­ge­wählt haben, wol­len Sie dar­aus etwas ler­nen. Eine Stö­rung kann gewis­ser­ma­ßen als eine Art Wecker ange­schaut wer­den, der Sie unmiss­ver­ständ­lich dar­auf auf­merk­sam machen will, dass Sie Ihrem Leben eine andere Rich­tung geben müs­sen. Jede Stö­rung ist letzt­lich dazu da, ange­mes­sen dar­auf zu rea­gie­ren und die nöti­gen Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Wenn Sie durch einen Flucht­im­puls nun Ihre Woh­nung ver­las­sen, wer­den Sie mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit eine andere mit ähn­li­chen Stör­zo­nen anzie­hen. Am bes­ten akzep­tie­ren Sie die Stör­zo­nen als unbe­queme Lehr­meis­ter: so kön­nen Was­ser­adern Sie zum Bei­spiel dar­auf hin­wei­sen, dass Sie die Gefühls­ebene mehr inte­grie­ren soll­ten. Wenn Ihnen dies gelingt, kann die­selbe Was­ser­ader anschlie­ßend zu einer Quelle der Inspi­ra­tion wer­den.
Abge­se­hen davon soll­ten Sie aber zusam­men mit einem guten Ruten­gän­ger den bes­ten Platz zum Schla­fen aus­su­chen, damit Ihre Gesund­heit nicht gefähr­det wird.

10. Soll man das Klang­spiel bei der Bal­kon­tür drau­ßen oder drin­nen auf­hän­gen? Wenn Sie den Ener­gie­ver­lust durch die Fens­ter­tür brem­sen möch­ten, dann hän­gen Sie es drin­nen auf; also dort, wo Sie die Ener­gie zurück­hal­ten möch­ten. Wenn Sie hin­ge­gen den Bal­kon als Fehl­be­reich ins Bewusst­sein rufen und die­sen damit kom­pen­sie­ren möch­ten, dann hängt es drau­ßen rich­tig.

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