Ethik als Erfolgs­re­zept:
Die Gol­dene Regel

Zehn prak­ti­sche Grund­sätze, mit denen wir bes­ser, erfolg­rei­cher und erfüll­ter leben kön­nen

Sicher­heit, Fami­lie und Freunde, sinn­volle Arbeit, mate­ri­el­ler Wohl­stand, Liebe, Selbst­ver­wirk­li­chung – was gehört sonst noch zum Erfolg? Und in wel­cher Rei­hen­folge zäh­len wir die Werte und Güter auf? Je nach Stand­punkt und Selbst­ver­ständ­nis des ein­zel­nen Men­schen oder Vol­kes vari­iert die Defi­ni­tion von Erfolg – vor allem im Hin­blick auf die Gewich­tung von mate­ri­el­len Gütern und geis­ti­gen Zie­len. Doch im wesent­li­chen dreht sich das mensch­li­che Glücks– und Erfolgs­stre­ben in allen Kul­tu­ren um die­sel­ben Kon­stan­ten, und ent­spre­chend ähn­lich fal­len die Maxi­men, Lebens­weis­hei­ten und Anstands­re­geln der ver­schie­de­nen Völ­ker aus.
Auch die moder­nen Lebenshilfe-, Erziehungs-, Partnerschafts-, Kar­riere– und Selbstmanagement-Ratgeber, so unter­schied­lich ihre The­men und Metho­den erschei­nen mögen, las­sen sich auf ein und das­selbe Erfolgs­prin­zip redu­zie­ren. Wir kön­nen in allen Berei­chen unse­res Lebens Erfolg und Erfül­lung fin­den, indem wir uns nach die­ser einen grund­le­gen­den, all­ge­mein­gül­ti­gen Regel rich­ten. Es ist die Gol­dene Regel, die da lau­tet:

"Behandle andere so, wie du selbst von ihnen behan­delt wer­den willst."

Diese Regel mag ein­fach erschei­nen, aber sie ist in der Reich­weite ihrer psy­chos­pi­ri­tu­el­len Aus­wir­kun­gen kei­nes­wegs zu unter­schät­zen. Denn sie setzt wahr­lich uner­mess­li­che posi­tive Ener­gien in uns selbst wie bei unse­ren Mit­men­schen frei, sie spricht unser Poten­zial an Stärke und Güte an und for­dert uns her­aus, über uns selbst mit unse­ren klein­li­chen selbst­be­zo­ge­nen Inter­es­sen hin­aus­zu­wach­sen. Kurzum, die Gol­dene Regel ist auf Dauer ein Sprung­brett zu per­sön­li­chem Wachs­tum, Wohl­stand, Selbst­er­kennt­nis und Selbst­ver­wirk­li­chung.

Rück­kehr zur Mensch­lich­keit
Indem wir die Gol­dene Regel zum Leit­fa­den für unser Han­deln machen, ent­wi­ckeln wir gleich­zei­tig bestimmte Eigen­schaf­ten: Ein­füh­lung in die Bedürf­nisse und Gefühle ande­rer Men­schen wie in die eige­nen, Respekt und Liebe für andere wie sich selbst, Ehr­lich­keit, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und mora­li­sche Stand­haf­tig­keit, Hilfs­be­reit­schaft und Groß­zü­gig­keit, sowie die Bereit­schaft, bei allen Unter­neh­mun­gen sein Bes­tes zu geben. Und je stär­ker wir diese Eigen­schaf­ten ent­fal­ten, desto befrie­di­gen­der und erfül­len­der wer­den die Bezie­hun­gen zu unse­ren Mit­men­schen – ob es sich um den Part­ner, die Fami­lie, die Vor­ge­setz­ten, Kol­le­gen oder um Geschäfts­kun­den han­delt. Wärme und Mensch­lich­keit tun ein­fach allen gut.
Har­mo­ni­sche zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen sind ein Kenn­zei­chen, ja die tra­gende Grund­lage von wah­rem Erfolg – selbst im Geschäfts­le­ben kommt man mit ihnen wei­ter. Viele Geschäfts­leute und Mana­ger befürch­ten, auf der Stre­cke zu blei­ben, wenn sie nicht stets und mit allen Mit­teln auf den eige­nen Vor­teil bedacht sind. Lang­fris­tig zah­len sich aber Anstand und Fair­ness im Umgang mit Kun­den und Mit­be­wer­bern auf dem Markt aus, auch wenn dies bedeu­tet, kurz­fris­tig auf das eine oder andere Geschäft zu ver­zich­ten. Durch sie gewinnt man nicht nur die Aner­ken­nung, Zuwen­dung und Unter­stüt­zung durch andere, son­dern sie tra­gen dazu bei, dass man sich selbst mit einem Gefühl von Respekt und Zufrie­den­heit im Spie­gel anschauen kann.
Für Patrick Jor­dan, den inter­na­tio­nal bekann­ten Desi­gner und Mar­ke­ting­be­ra­ter, sind Mensch­lich­keit und ethi­sches Ver­hal­ten, wie es die Gol­dene Regel ver­langt, nicht etwa Hin­der­nis, son­dern Vor­aus­set­zung für den wirt­schaft­li­chen und pri­va­ten Erfolg. Er machte sich in den 90er Jah­ren einen Namen mit dem Design von Gebrauchs­ge­gen­stän­den und Möbeln, die nicht nur funk­tio­nal durch­dacht und sinn­voll waren, son­dern auch wohl­tu­end und har­mo­ni­sie­rend auf den Benut­zer wirk­ten. Auch als gefrag­ter Mana­ger und Vor­stand ver­schie­de­ner Fir­men in Europa und den USA bewährte er sich mit sei­nem Füh­rungs­stil der Anstän­dig­keit und Soli­da­ri­tät.
"Wenn wir den Bedürf­nis­sen ande­rer in unse­ren Gedan­ken und Taten Prio­ri­tät ein­räu­men, wer­den wir reich belohnt und kön­nen ein glück­li­ches, erfüll­tes Leben füh­ren", schreibt Jor­dan in sei­nem neu­es­ten Buch "Erfolg durch Mensch­lich­keit" (Aris­ton). In dem schma­len, aber bemer­kens­wer­ten Bänd­chen stellt der Brite zehn Grund­sätze für ein har­mo­ni­sches Mit­ein­an­der vor, mit denen die zeit­er­probte Gol­dene Regel in ihren ver­schie­de­nen Aspek­ten ein­ge­übt und umge­setzt wird:

1. Begeg­nen Sie ande­ren mit Wärme.
Jeder Mensch möchte geliebt und respek­tiert wer­den – Sie ebenso wie der Fremde oder ich. Wenn wir warm­her­zig und lie­be­voll auf andere zuge­hen, zei­gen wir nicht nur, dass wir sie und ihre Bedürf­nisse wahr­neh­men, son­dern wir tra­gen mit die­ser Ermu­ti­gung und Stär­kung zu ihrem Wohl­be­fin­den bei. Wenn wir uns lie­be­voll für andere inter­es­sie­ren und an ihrem Leben teil­neh­men, in guten wie in schlech­ten Zei­ten, zei­gen wir ihnen, dass wir sie schät­zen und respek­tie­ren. Her­zens­wärme ist für den Auf­bau tie­fer Bezie­hun­gen uner­läss­lich. Und für Kin­der ist diese mensch­li­che Wärme gera­dezu lebens­wich­tig: Posi­tive, mit­füh­lende Rück­mel­dun­gen hel­fen ihnen, sich selbst und ihre Stär­ken zu sehen und ein gesun­des Selbst­be­wusst­sein auf­zu­bauen.

2. Hel­fen Sie ande­ren.
Jeder Mensch ist irgend­wann ein­mal auf die Hilfe ande­rer ange­wie­sen. Wenn wir ande­ren hel­fen, machen wir sinn­vol­len Gebrauch von unse­ren Fähig­kei­ten und Res­sour­cen. Selbst kleine Ges­ten kön­nen für andere sehr viel bedeu­ten. Sie wer­den uns anders betrach­ten, und außer­dem füh­len wir uns selbst dank der mensch­li­chen Soli­da­ri­tät ein­fach bes­ser. Pri­vate und beruf­li­che Bezie­hun­gen wer­den mit Hilfs­be­reit­schaft erfolg­rei­cher. Denn nicht zuletzt wirkt hier das Prin­zip der Gegen­sei­tig­keit: Hel­fen wir ande­ren, so wer­den sie uns ihre Hilfe nicht aus­schla­gen, wenn wir sie brau­chen.

3. Seien Sie freund­lich zu ande­ren.
Wenn Men­schen zu uns freund­lich sind, füh­len wir uns gut, und umge­kehrt auch: Wir tei­len auf diese Weise mit, dass wir den ande­ren so akzep­tie­ren, wie er ist. Freund­lich­keit trägt zum Wohl­ge­fühl aller bei. Freund­lich­keit ver­bin­det, bringt die Men­schen ein­an­der näher. Im Beruf, vor allem im Umgang mit Kun­den und im Dienst­leis­tungs­sek­tor, sind Freund­lich­keit und Auf­merk­sam­keit ein wich­ti­ger Erfolgs­fak­tor: Sie machen einen nach­hal­ti­gen posi­ti­ven Ein­druck, und der Kunde kommt gerne wie­der. Außer­dem sind Men­schen, die freund­lich auf andere zuge­hen, nicht so leicht ein­sam – das Ken­nen­ler­nen und die Pflege von Freund­schaf­ten bei gemein­sa­men Akti­vi­tä­ten fal­len nicht schwer.

4. Neh­men Sie Rück­sicht auf die Bedürf­nisse ande­rer.
Jeder hat seine ganz beson­de­ren, indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse, und des­halb kön­nen Sie nicht davon aus­ge­hen, dass alle das­selbe mögen wie Sie. Um der Gol­de­nen Regel nach­zu­kom­men und die jewei­li­gen Bedürf­nisse der Mit­men­schen zu beach­ten, ist es not­wen­dig, dass wir uns in sie hin­ein­ver­set­zen. Erst durch sol­che Ein­füh­lung (Empa­thie) kön­nen wir ihre Inter­es­sen erken­nen und nach­voll­zie­hen – die wich­tigste Vor­aus­set­zung für ange­mes­se­nes Ver­hal­ten in allen beruf­li­chen und pri­va­ten Situa­tio­nen.
Nicht nur im Umgang mit Geschäfts­kun­den, son­dern auch im Gespräch mit Fami­lie und Freun­den ist die Wahr­neh­mung der aktu­el­len Bedürf­nisse des ande­ren wich­tig: Nicht immer ist ein guter Rat oder die Lösung eines Pro­blems ange­bracht; in man­chen Situa­tio­nen braucht der andere eigent­lich Zuwen­dung, emo­tio­nale Unter­stüt­zung und Ver­ständ­nis, und da hel­fen wir am bes­ten, indem wir mit­füh­lend zuhö­ren.

5. Behan­deln Sie andere Men­schen mit Respekt.
Respekt ist ein mensch­li­ches Grund­be­dürf­nis ebenso wie Essen und Unter­kunft. Wir alle wol­len mit unse­ren Ansich­ten, Wün­schen und Bedürf­nis­sen ernst genom­men wer­den. Indem wir uns für andere und ihre Leis­tun­gen inter­es­sie­ren und sie mit Respekt behan­deln, erken­nen wir ihre Würde als Men­schen an. Die­ser Grund­satz bedeu­tet auch, dass wir unse­rem Gegen­über zuhö­ren und seine Argu­mente in Erwä­gung zie­hen, auch wenn wir nicht mit sei­ner Mei­nung oder Lebens­weise ein­ver­stan­den sind. Respekt­lo­sig­keit in der Fami­lie, zwi­schen Ehe­part­nern oder zwi­schen Eltern und Kin­dern ist ein häu­fi­ger Grund für Strei­te­reien und chro­ni­sche Kon­flikte.

6. Ver­hal­ten Sie sich fair zu ande­ren.
Vor­ur­teile, Dis­kri­mi­nie­rung und unge­rechte Bevor­zu­gung schaf­fen Span­nun­gen und Hass zwi­schen unter­schied­li­chen Grup­pie­run­gen und dür­fen, wenn wir eine har­mo­ni­sche Fami­lien– oder Betriebs­atmo­sphäre auf­recht­er­hal­ten wol­len, nicht gedul­det wer­den. Fair­ness heißt, bei allen, mit denen wir in Kon­takt ste­hen, die glei­chen Maß­stäbe und Regeln anzu­wen­den – ob in der Firma oder in der Fami­lie. Und: Glaub­wür­dig sind wir nur dann, wenn wir die­sel­ben Maß­stäbe an uns selbst anle­gen. Schein­hei­lig­keit und Dop­pel­mo­ral unter­gra­ben den Zusam­men­halt und die Ein­satz­be­reit­schaft in jeder Gruppe, ob beruf­lich oder pri­vat. Aber wenn wir uns fair und gerad­li­nig ver­hal­ten, kön­nen die Men­schen Ver­trauen zu uns fas­sen und Respekt für uns emp­fin­den.

7. Seien Sie auf­rich­tig im Umgang mit ande­ren.
Auf­rich­tig zu han­deln bedeu­tet, ehr­lich und zuver­läs­sig zu sein. Indem wir die Wahr­heit sagen (die ganze Wahr­heit, und nicht bloß die halbe) und indem wir unsere Ver­spre­chen ein­hal­ten, ermög­li­chen wir es unse­ren Mit­men­schen, sich bei uns sicher zu füh­len – sie wis­sen, woran sie bei uns sind und dass sie sich auf uns ver­las­sen kön­nen. Des­halb gilt: Ob zuhause oder am Arbeits­platz, wir soll­ten nur dann Ver­spre­chen geben und Ver­pflich­tun­gen ein­ge­hen, wenn wir auch wirk­lich bereit und imstande sind, sie ein­zu­lö­sen. Zur Auf­rich­tig­keit gehört auch Kon­se­quenz. Wenn wir nicht durch­ge­hend ehr­lich sind, nicht durch­ge­hend unser Wort hal­ten, wird man uns als grund­sätz­lich nicht ver­trau­ens­wür­dig anse­hen.

8. Wir­ken Sie posi­tiv im Leben ande­rer.
Mit Opti­mis­mus haben wir es nicht nur selbst im Leben leich­ter, son­dern wir ermu­ti­gen und moti­vie­ren dank unse­rer posi­ti­ven Hal­tung und Welt­an­schau­ung auch unsere Umge­bung. Statt bei jeder Her­aus­for­de­rung nur ein Pro­blem zu sehen und kraft­los davor zu resi­gnie­ren, räu­men Opti­mis­ten mit Begeis­te­rung und posi­ti­ver Ener­gie Hin­der­nisse eins nach dem ande­ren aus dem Weg. Posi­tive Men­schen set­zen zudem die Kräfte ande­rer frei und kur­beln ihre Leis­tungs­be­reit­schaft an, um das Beste aus jeder noch so ver­fah­re­nen Situa­tion zu machen. Die beein­dru­cken­den Bio­gra­fien von erfolg­rei­chen Behin­der­ten und ehe­ma­li­gen KZ-Insassen bele­gen, wie eine beja­hende Hal­tung gegen­über einem har­ten Schick­sal den Men­schen beflü­geln kann, um über sich selbst hin­aus­zu­wach­sen und Groß­ar­ti­ges zum Wohl ande­rer bei­zu­tra­gen.

9. Erken­nen Sie die Leis­tung ande­rer an.
Kaum etwas wirkt so stark moti­vie­rend wie Dank, Lob und Aner­ken­nung für eine gute Leis­tung. Auf­rich­ti­ges Lob unter­stützt und ver­stärkt das posi­tive Ver­hal­ten ande­rer, nährt die freund­li­che Bezie­hung und schafft eine ange­nehme Atmo­sphäre zuhause wie im Betrieb. Zu häu­fig kon­zen­trie­ren wir uns kri­tisch auf das, was unsere Mit­ar­bei­ter oder Part­ner falsch machen; aber wir errei­chen gute Leis­tun­gen bei ande­ren nicht durch Kri­tik, son­dern durch lobende Fest­stel­lung, dass sie etwas gut gemacht haben. Kri­tik beschä­digt das Selbst­ver­trauen (vor allem bei Kin­dern) und löst Ableh­nung aus. Lob und Dank für das Gute, das andere tun, soll­ten daher ein fes­ter Bestand­teil unse­rer Bezie­hun­gen sein.

10. Ver­ge­ben Sie Ihren Mit­men­schen.
Ver­ge­bung ist viel­leicht die größte Her­aus­for­de­rung, die die Gol­dene Regel mit sich bringt. Wie oft kommt es vor, dass wir uns von ande­ren schlecht oder unge­recht behan­delt füh­len. Ob man uns mit Absicht oder schlicht aus Gedan­ken­lo­sig­keit Ärger ver­ur­sacht hat, ist weni­ger wich­tig, als dass wir zwi­schen dem Men­schen und sei­ner Tat unter­schei­den: Mag die Tat noch so ver­werf­lich sein, der Mensch ist aus Prin­zip unse­rer Liebe wür­dig. Wenn wir Wut, Groll oder Rache­ge­lüste fest­hal­ten, um die Ver­let­zung oder Demü­ti­gung frü­her oder spä­ter heim­zu­zah­len, wer­den wir selbst nur bit­ter, über­heb­lich und selbst­ge­recht. Zuge­ge­ben, Ver­ge­ben und Ver­söh­nen kön­nen wirk­lich schwer sein, aber ihre befrei­ende und ermäch­ti­gende Kraft erfüllt uns mit mehr Freude und Zufrie­den­heit, als wir je durch eine Rache­ak­tion gewin­nen könn­ten. Durch Ver­ge­bung öff­nen wir uns wie­der für­ein­an­der und kön­nen erneut in Bezie­hung zuein­an­der tre­ten.

Erscheint die Gol­dene Regel zunächst ein­fach, so zei­gen diese zehn Grund­sätze, dass es nicht immer leicht sein wird, sich daran zu hal­ten. Vor allem nicht am Anfang, wenn wir unser Ver­sa­gen fest­stel­len und am Wert der Übung zu zwei­feln begin­nen. In der Tat bedarf es einer grund­le­gen­den Trans­for­ma­tion des Bewusst­seins, einer Auf­he­bung von spi­ri­tu­el­ler Blind­heit und Ego­is­mus, um wahr­haf­tig im Ein­klang mit der Gol­de­nen Regel zu leben. Und diese Trans­for­ma­tion kann nur durch eine authen­ti­sche spi­ri­tu­elle Pra­xis wie z.B. Medi­ta­tion, Zen oder mys­ti­sche Kon­tem­pla­tion in Ver­bin­dung mit dem Bemü­hen um einen ethi­schen Lebens­stil erreicht wer­den.
Wahre Mensch­lich­keit ist das Ziel, ein hohes Ziel, und sie wird nicht an einem Tag erreicht. Dafür haben wir aber ein gan­zes Leben lang Tag für Tag Zeit und Gele­gen­heit. Machen wir schon heute das Beste dar­aus.

von Inge Hass­wani

Das Buch:
Patrick W. Jor­dan, Erfolg durch Mensch­lich­keit. Die gol­dene Regel für Beruf und Pri­vat­le­ben. (Ariston/Hugendubel, 2004)

Uni­ver­sell und zeit­los gül­tig
Heute so aktu­ell wie eh und je: die Gol­dene Regel hat seit Jahr­tau­sen­den nichts von ihrer Gül­tig­keit ein­ge­büßt.
Egal wel­cher Glau­bens­welt oder Kul­tur ein Mensch ange­hört, die Gol­dene Regel gilt uni­ver­sell, denn sie schärft uns ein, dass alle Men­schen gleich­wer­tig sind und ihnen allen die­selbe Würde, der­selbe Rang zukommt. Hier einige der bekann­tes­ten Fas­sun­gen der Gol­de­nen Regel:
  • Was du nicht willst, das man dir tu?, das füg? auch kei­nem andern zu. (Deut­sches Sprich­wort)? Gleich­gül­tig gegen­über den welt­li­chen Din­gen sollte der Mensch wan­deln und alle Geschöpfe in der Welt behan­deln, wie er sel­ber behan­delt wer­den möchte. (Ward­ha­mana, Grün­der des Jai­nis­mus, gest. 477 v.u.Z.)
  • Was du dir selbst nicht wünschst, das tue auch ande­ren Men­schen nicht an. (Kon­fu­zius, 551–479 v.u.Z.)? Was dir selbst ver­hasst ist, das mute auch einem ande­ren nicht zu! (Altes Tes­ta­ment, Tobias 4,15 – ca. 5. Jh. v.u.Z.)
  • Du sollst dei­nen Nächs­ten lie­ben wie dich selbst; ich bin der Herr. (Altes Tes­ta­ment, 3. Mose 19,18)
  • Alles nun was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das sollt auch ihr ihnen tun; denn das ist das Gesetz und die Pro­phe­ten. (Jesus, in Mt 7,12, auch Lk 6,31)
  • Tue nicht ande­ren, was du selbst nicht erdul­den möch­test. (Rabbi Hil­lel, gest. 10 u.Z.)
  • Kei­ner von euch ist ein Gläu­bi­ger, solange er nicht sei­nem Bru­der wünscht, was er sich sel­ber wünscht. (Hadith des Pro­phe­ten Muham­med, a.s.s., 570–632 u.Z.)
  • Der kate­go­ri­sche Impe­ra­tiv ist also nur ein ein­zi­ger, und zwar die­ser: Handle nur nach der­je­ni­gen Maxime, durch die du zugleich wol­len kannst, dass sie all­ge­mei­nes Gesetz werde. (Imma­nuel Kant, 1724–1804)

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