Ein­füh­rung: Roh­kost

Die Roh­kost kann als eine extreme Vari­ante der Voll­wert­er­näh­rung bezeich­net wer­den: Die gesamte Nah­rung oder zumin­dest der Groß­teil der Nah­rungs­mit­tel soll natur­be­las­sen und roh ver­zehrt wer­den. Durch Ver­zicht auf Erhit­zen blei­ben die in den natür­li­chen Lebens­mit­teln ent­hal­te­nen Vit­amine und Mikro­nähr­stoffe voll­stän­dig erhal­ten.

Die Roh­kost kann als eine extreme Vari­ante der Voll­wert­er­näh­rung bezeich­net wer­den: Die gesamte Nah­rung oder zumin­dest der Groß­teil der Nah­rungs­mit­tel soll natur­be­las­sen und roh ver­zehrt wer­den. Durch Ver­zicht auf Erhit­zen blei­ben die in den natür­li­chen Lebens­mit­teln ent­hal­te­nen Vit­amine und Mikro­nähr­stoffe voll­stän­dig erhal­ten. Die Ver­tre­ter der Roh­kost­the­ra­pie sind der Ansicht, dass das, was die Natur seit Mil­lio­nen von Jah­ren an natür­li­cher Nah­rung bie­tet, nicht falsch sein kann und den Men­schen nicht krank machen kann. Ziel­set­zun­gen der Ernäh­rung mit­tels Roh­kost sind dem­ent­spre­chend opti­male Sta­bi­li­sa­tion der Gesund­heit, eine gute Gesund­heits­pro­phy­laxe durch das Besei­ti­gen von Krank­heits­ur­sa­chen und das Hei­len bereits ein­ge­tre­te­ner Erkran­kun­gen.

Geschichte/Begründer Es exis­tie­ren eine Reihe von Rohkost-Varianten, für die hier bei­spiel­haft einige ihrer Ver­tre­ter genannt sein sol­len: Bei­spiele für die soge­nannte lakto-ovo-vegetabile Roh­kost, die auch den Ver­zehr von Milch­pro­duk­ten und Eiern mit ein­schließt, sind die Roh­kost nach Her­bert Shel­ton, Johann Georg Schnit­zer (Inten­siv­kost) und Deva­nando Otfried Weise. Bei­spiele für vegane Roh­kost, die neben Fleisch und Fisch auch auf Milch­pro­dukte und Eier ver­zich­tet, sind die Kräuter-Rohkost nach Chry­s­ost­o­mos (Franz Konz), die gemischte Obst-Gemüse-Rohkost nach Nor­man Wal­ker, Har­vey und Mari­lyn Dia­mond, Chris­tian Opitz, Arnold Ehret und die vor­wie­gende Obstroh­kost nach Hel­mut Wand­ma­ker. Ver­tre­ter der Roh­kost mit Fleisch­ver­zehr sind zum Bei­spiel Les­lie und Susan­nah Ken­ton und Are Waer­land. Hinzu kommt die Instink­to­the­ra­pie nach Guy-Claude Bur­ger und Michael Lukas Möl­ler. Gemein­sam ist allen Vari­an­ten, dass ein hoher Anteil uner­hitz­ter Lebens­mit­tel ange­strebt wird.

Methode bzw. Idee und Erklä­rung der Wir­kung Die Roh­kost wird von ihren Prot­ago­nis­ten emp­foh­len, weil der Mensch für dena­tu­rierte Nah­rung nicht geschaf­fen sei. Als dena­tu­riert gel­ten erhitzte Lebens­mit­tel sowie alle in irgend­ei­ner Weise bear­bei­tete oder ver­än­derte Lebens­mit­tel. Roh­kost unter­stützt ihren Befür­wor­tern zufolge Ent­gif­tungs­pro­zesse und den Abbau von Schla­cken im Kör­per und ver­sorgt den Orga­nis­mus opti­mal mit allen erfor­der­li­chen Nähr– und Vital­stof­fen. Eine aus­schließ­lich auf Roh­kost basie­rende Ernäh­rung führt dem­nach zu bes­ten gesund­heit­li­chen und kör­per­li­chen Ver­fas­sun­gen.

Durch­füh­rung Roh­kos­ter­näh­rung muss nicht rein pflanz­lich sein, denn je nach Vari­ante ist der Ver­zehr von Eiern, Fleisch und Fisch in jeweils rohem Zustand mög­lich. Der große Vor­teil der Roh­kost ist, dass eine auf­wen­dige Zube­rei­tung der Lebens­mit­tel ent­fällt. Jedoch soll­ten alle Pro­dukte von guter Qua­li­tät sein, also in jedem Fall aus öko­lo­gi­schen Quel­len stam­men und mög­lichst frisch ver­zehrt wer­den. Je nach Vari­ante der Roh­kost sol­len 100 Pro­zent oder bis zu 80 Pro­zent der Nah­rung durch Roh­kost abge­deckt sein. Bei der Instink­to­the­ra­pie nach Guy-Claude Bur­ger han­delt es sich um eine instink­tive Form der Ernäh­rung, bei der täg­lich eine Aus­wahl von min­des­tens je fünf ver­schie­de­nen Sor­ten Obst, Gemüse, pro­tein– oder fett­hal­ti­ger Pro­dukte und Süßig­kei­ten (Dat­teln, Honige und Tro­cken­früchte) zur Ver­fü­gung ste­hen sollte. Auch Wild­kräu­ter gehö­ren zum Spei­se­plan.

Risiken/Kritik Nicht alle Lebens­mit­tel eig­nen sich für die Roh­kost. Einige Nah­rungs­mit­tel sind in nicht erhitz­tem Zustand unge­nieß­bar oder ber­gen in rohem Zustand Risi­ken für die Gesund­heit (Eier z.B. kön­nen durch Sal­mo­nel­len ver­seucht sein, Fleisch durch Toxo­plas­men). Kri­ti­ker wen­den zudem ein, dass eine reine Roh­kos­ter­näh­rung zu Man­gel­er­schei­nun­gen füh­ren könne. Auch sind für die rich­tige Durch­füh­rung der Roh­kos­ter­näh­rung je nach Vari­ante eine Viel­zahl von Regeln zu beach­ten; Abwei­chun­gen kön­nen den ange­streb­ten Erfolg ver­rin­gern oder zunichte machen. Zudem beinhal­tet der radi­kale Umstieg auf Roh­kost auch eine soziale Kom­po­nente: Sich aus­schließ­lich von Roh­kost zu ernäh­ren bedeu­tet eine starke Abkehr von den übli­chen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten; ein Restau­rant­be­such z.B. schei­det bei rei­ner Roh­kos­ter­näh­rung aus.

Empfehlung/Eignung Es exis­tie­ren wider­strei­tende Mei­nun­gen dar­über, ob eine reine Roh­kos­ter­näh­rung auf Dauer ande­ren Ernäh­rungs­for­men vor­zu­zie­hen sei. Kri­ti­ker leh­nen eine reine Roh­kos­ter­näh­rung, auch in der Form der Instink­ter­näh­rung, auf­grund der ange­führ­ten Risi­ken ab. Befür­wor­ter der Roh­kost beto­nen immer wie­der die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen die­ser Ernäh­rung auf Gesund­heit und Wohl­be­fin­den. Als beleg­bar gilt der hohe Gehalt der Roh­kost an Vitamin-, Mine­ral– und Faser­stof­fen sowie die posi­ti­ven Wir­kun­gen die­ser Ernäh­rung auf Zähne, Zahn­fleisch, Darm­flora und Darm­funk­tion. Die natür­li­che Ent­gif­tung des Kör­pers werde unter­stützt und Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten vor­ge­beugt. Ein Vor­teil sei auch, dass der Kör­per wesent­lich weni­ger Ver­dau­ungs­ar­beit leis­ten müsse. Da die Vital­stoff­dichte unse­rer Lebens­mit­tel erheb­lich abge­nom­men hat, scheint zumin­dest ein erhöh­ter Anteil von Roh­kost in der täg­li­chen Ernäh­rung sinn­voll zu sein.

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