Ein­füh­rung: Fußreflexzonen-Therapie

Die Fußreflexzonen-Therapie darf nicht mit der 'Fuß­mas­sage' ver­wech­selt wer­den, weil nicht mani­pu­la­tiv im wei­chen Gewebe gear­bei­tet wird wie bei einer Mas­sage. Viel­mehr ist Reflex­zo­nen­ar­beit eine Druck­tech­nik, die an ganz bestimm­ten Reflex­punk­ten am Fuß ansetzt. Dabei wird die Annahme zugrunde gelegt, dass die Reflex­be­rei­che am Fuß Ent­spre­chun­gen in allen Kör­per­tei­len haben.

Geschichte Genau weiß man nicht, wann und wo die Reflex­zo­nen­the­ra­pie ent­stan­den ist. Über 5.000 Jahre alte his­to­ri­sche Belege gibt es sowohl aus China als auch aus der ägyp­ti­schen und baby­lo­ni­schen Kul­tur. Auch die India­ner Nord-Amerikas üben seit Gene­ra­tio­nen bis heute die Kunst des Drü­ckens von Reflex­zo­nen am Fuß aus. Man kann also davon aus­ge­hen, dass die the­ra­peu­ti­sche Fuß­be­hand­lung in vie­len Kul­tu­ren der Geschichte prak­ti­ziert wurde.

Für Europa gibt es Zeug­nisse aus dem 14. Jahr­hun­dert, die bele­gen, dass die Druck­the­ra­pie in Mit­tel­eu­ropa gut bekannt war; sie wurde von der ein­fa­chen Bevöl­ke­rung und von Heil­kun­di­gen der Ober­schicht ange­wandt.

Begrün­der Neu­ro­lo­gi­sche Stu­dien von Sir Henry Head am Ende des 19. Jahr­hun­derts lei­te­ten die wis­sen­schaft­li­che Erfor­schung der Zonen am mensch­li­chen Kör­per ein. Head ent­deckte Zonen auf der Haut, die über­emp­find­lich gegen Druck waren, wenn ein inne­res Organ erkrankt war. Stets gab es eine Ner­ven­ver­bin­dung die­ses Organs mit der ent­spre­chen­den Haut­re­gion.

Der ame­ri­ka­ni­sche Arzt Dr. Wil­liam Fitz­ge­rald griff den Gedan­ken der Zonen­the­ra­pie auf und nahm sogar klei­nere Ope­ra­tio­nen vor, wobei er eine Betäu­bung nur durch Druck auf Fin­ger und Fin­ger­kup­pen erzielte. Seine Arbeit wurde von Dr. Rily ver­fei­nert und schließ­lich von des­sen Assis­ten­tin Eunice Ing­ham (1879–1974) wei­ter ent­wi­ckelt, indem sie den Füßen beson­dere Auf­merk­sam­keit wid­mete. Eunice Ing­ham bereiste 30 Jahre lang ganz Ame­rika und lehrte ihr Ver­fah­ren Tau­sen­den von Men­schen. Sie ent­wi­ckelte am Fuß eine ana­to­mi­sche Land­karte des gan­zen Kör­pers und erzielte mit ihren Behand­lun­gen erstaun­li­che Erfolge (Vgl. Inge Dou­gans, Suzanne Ellis: "Die Kunst der Reflex­zo­nen­the­ra­pie" (ver­grif­fen).

Welt­weit hat die ursprüng­li­che "Fuß­land­karte" inzwi­schen wich­tige Ergän­zun­gen erfah­ren. In Deutsch­land hat Hanne Mar­quardt die Reflex­zo­nen­the­ra­pie am Fuß medi­zi­ni­schen Fach­krei­sen nahe­ge­bracht, indem sie ein pra­xis­be­zo­ge­nes Unter­richts­mo­dell erar­bei­tete (Vgl. Hanne Mar­quardt: "Prak­ti­sches Lehr­buch der Reflex­zo­nen­the­ra­pie am Fuß"). Ihre Schü­le­rin Car­men Mager hat mit den Jah­ren prak­ti­scher Tätig­keit einen eige­nen und erwei­ter­ten For­schungs­an­satz für die Behand­lung ent­wi­ckelt und die Reflex­zo­nen­ar­beit um die Lym­ph­be­hand­lung am Fuß erwei­tert, so dass selbst ursprüng­lich nicht für die Behand­lung geeig­nete Krank­heits­bil­der von die­ser modi­fi­zier­ten Form der Fuß­re­flex­zo­nen­the­ra­pie pro­fi­tie­ren.

Methode bzw. Idee und Erklä­rung der Wir­kung In der Reflex­zo­nen­the­ra­pie wird weder sym­pto­ma­tisch eine Krank­heit oder ein Organ behan­delt, son­dern der ganze Mensch, mit dem Ziel, einen Zustand des Gleich­ge­wichts und der Har­mo­nie wie­der­her­zu­stel­len. Der wich­tigste Schritt dort­hin ist der Abbau von Anspan­nun­gen.

Die Fußreflexzonen-Therapie darf nicht mit der "Fuß­mas­sage" ver­wech­selt wer­den, weil nicht mani­pu­la­tiv im wei­chen Gewebe gear­bei­tet wird wie bei einer Mas­sage. Viel­mehr ist Reflex­zo­nen­ar­beit eine Druck­tech­nik, die an ganz bestimm­ten Reflex­punk­ten am Fuß ansetzt. Dabei wird die Annahme zugrunde gelegt, dass die Reflex­be­rei­che am Fuß Ent­spre­chun­gen in allen Kör­per­tei­len haben. Da der Fuß eine Spie­ge­lung der Kör­pers ist, zei­gen sich dort alle Organe, Drü­sen und sons­ti­gen Kör­per­teile in ähn­li­cher Anord­nung.

Aus natur­wis­sen­schaft­li­cher Sicht wird das Wir­kungs­prin­zip so defi­niert: Die Reflex­zo­nen­the­ra­pie basiert auf neuro-physiologischen Wech­sel­be­zie­hun­gen (vis­ze­ro­ku­tane, kuti­vis­zer­ale Seg­men­tre­ak­tio­nen, neu­ro­hu­mo­rale Reak­tio­nen) zwi­schen Kör­per­ober­flä­che und inne­ren Orga­nen oder auch Struk­tu­ren des Bewe­gungs­ap­pa­rats. Die Methode ist klinisch-physiologisch beschreib­bar, expe­ri­men­tell aber nur zum Teil auf­ge­klärt.

Die Erfah­run­gen mit den Therapie-Ergebnissen gehen tat­säch­lich über das hin­aus, was sich mit bekann­ten ner­va­len Reflex­me­cha­nis­men erklä­ren lässt.

Das Beson­dere an dem Kon­zept von Eunice Ing­ham ist die Kom­bi­na­tion der Reflex­zo­nen­the­ra­pie mit den Kennt­nis­sen aus der Aku­punk­tur über Ener­gie­leit­bah­nen des Kör­pers. Dabei ist Aus­gangs­punkt die Annahme, dass diese Ener­gie­leit­bah­nen (Meri­diane) den Kör­per durch­zie­hen und Organe und Kör­per­teile mit­ein­an­der ver­bin­den. Die Wirk­sam­keit der Behand­lung beruht auf der Sti­mu­lie­rung und Revi­ta­li­sie­rung die­ses Ener­gie­stroms.

Anwen­dungs­be­rei­che Dank des For­scher­geis­tes und der per­sön­li­chen Über­zeu­gung vie­ler The­ra­peu­ten ist die Fußreflexzonen-Therapie im Laufe der letz­ten Jahre für alle Gebiete der Gesund­heits­ver­sor­gung bedeut­sam gewor­den.

Es gibt kaum eine Krank­heit, die sich dem ord­nen­den Ein­fluss die­ser The­ra­pie ent­zieht. Denn es wird ja die im Men­schen vor­han­dene Lebens­kraft akti­viert und nicht gegen eine Stö­rung ange­kämpft. Im seelisch-geistigen Bereich führt die Fußreflexzonen-Therapie zu mehr Ent­span­nung, Aus­ge­gli­chen­heit und Wohl­be­fin­den als wich­tige Vor­aus­set­zung für Hei­lungs­pro­zesse.

Klas­si­sche Indi­ka­tio­nen für die Fußreflexzonen-Therapie sind:

  • Statisch-muskuläre Belas­tun­gen und Fehl­for­men (Hal­tungs­schä­den, Zer­vi­kal– oder Lum­bal­syn­drom, mus­ku­läre Ver­span­nun­gen, Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen der Gelenke
  • Ver­dau­ungs­be­schwer­den (Ober­bauch­syn­drom, Blä­hun­gen, Ver­stop­fung, Hämor­rhoi­den etc.)
  • Mens­trua­ti­ons­stö­run­gen und andere funk­tio­nelle Zyklusstö­run­gen
  • Chro­ni­scher oder aku­ter Schnup­fen oder Sinu­si­tis
  • Kopf­schmer­zen ver­schie­de­ner Art und Ent­ste­hung
  • Stress­sym­pto­ma­tik (Blut­hoch­druck, Schlaf­stö­run­gen, innere Unruhe)

Durch­füh­rung In der Heil­prak­ti­ker­pra­xis fin­det die Behand­lung am lie­gen­den Pati­en­ten auf der Mas­sa­ge­bank statt. Mög­lich ist auch eine Anwen­dung im Sit­zen.

Die reine Behand­lungs­dauer ist varia­bel. Üblich sind 25 bis 30 Minu­ten, auch bis zu 50 Minu­ten. Nach der Behand­lung ist eine genü­gende Nach­ru­he­zeit wich­tig.

Da nicht sym­pto­ma­tisch behan­delt wird, ist auch der psy­chi­sche Bereich des Men­schen betrof­fen und sollte pro­zess­be­glei­tend mit einem Gespräch unter­stützt wer­den, so dass eine Gesamt­be­hand­lungs­zeit von min­des­tens einer Stunde emp­feh­lens­wert ist.

Ein Behand­lungs­zy­klus kann zwi­schen sechs bis zwölf Sit­zun­gen umfas­sen und bei Bedarf auch kür­zer oder län­ger sein. Am Anfang der The­ra­pie kann es not­wen­dig sein, zwei­mal wöchent­lich zu arbei­ten, spä­ter emp­fiehlt sich eine Sit­zung pro Woche oder län­gere Abstände, wenn dies erfor­der­lich ist.

Risiken/Kritik Bei bestimm­ten Erkran­kun­gen wie zum Bei­spiel schwe­ren Infek­tio­nen mit hohem Fie­ber oder aku­tem Krank­heits­ge­sche­hen, wo eine Ope­ra­tion nötig ist, darf die Fußreflexzonen-Therapie nicht ange­wandt wer­den.

Empfehlung/Eignung Die Fußreflex-Therapie ist für alle Men­schen geeig­net, auch für Kin­der und Babys.

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