Ein­füh­rung: Ayur­ve­di­sche Ernäh­rung

Ayur­veda heißt über­setzt 'Wis­sen vom Leben'. Es ist weit mehr als eine bloße Ernäh­rungs­lehre, näm­lich eine Lebens­phi­lo­so­phie, die den Men­schen ganz­heit­lich betrach­tet und ihm hel­fen will, in Har­mo­nie mit sich selbst und sei­ner Umwelt zu leben. Ein umfas­sen­der Teil­be­reich der ayur­ve­di­schen Lehre wid­met sich der Ernäh­rung, wobei die Ernäh­rungs­emp­feh­lun­gen sehr indi­vi­du­ell auf den jewei­li­gen Stoff­wech­sel und die Kon­sti­tu­tion des Rat­su­chen­den abge­stimmt aus­ge­ar­bei­tet wer­den.

Ayur­veda heißt über­setzt "Wis­sen vom Leben". Es ist weit mehr als eine bloße Ernäh­rungs­lehre, näm­lich eine Lebens­phi­lo­so­phie, die den Men­schen ganz­heit­lich betrach­tet und ihm hel­fen will, in Har­mo­nie mit sich selbst und sei­ner Umwelt zu leben. Ayur­veda defi­niert das Leben als Ein­heit von Kör­per, Sin­nen, Geist und Seele. Gesund­heit bedeu­tet nach dem Ayur­veda, dass sich die Kör­per­funk­tio­nen (Stoff­wech­sel, Ver­dau­ung, Gewebe und Aus­schei­dun­gen) im Gleich­ge­wicht befin­den und mit einer fried­vol­len see­li­schen und geis­ti­gen Ver­fas­sung ver­bun­den sind. Krank­heit dage­gen ist Aus­druck eines Ungleich­ge­wichts. Grund­sätz­lich zeich­net sich der Ayur­veda durch ein ganz­heit­li­ches Kon­zept aus, in dem ver­schie­dene The­ra­pie­me­tho­den (Ernäh­rung, Ent­schla­cken, Yoga, Mas­sage, Ölan­wen­dun­gen u.a.) zusam­men­flie­ßen. Ein umfas­sen­der Teil­be­reich der ayur­ve­di­schen Lehre wid­met sich der Ernäh­rung, wobei die Ernäh­rungs­emp­feh­lun­gen sehr indi­vi­du­ell auf den jewei­li­gen Stoff­wech­sel und die Kon­sti­tu­tion des Rat­su­chen­den abge­stimmt aus­ge­ar­bei­tet wer­den.

Geschichte/Begründer Ayur­veda ist ein aus Indien stam­men­des tra­di­tio­nel­les medi­zi­ni­sches System und wird seit über 5.000 Jah­ren prak­ti­ziert. Erste Abhand­lun­gen des Ayur­veda fin­den sich in den Veden, den ältes­ten klas­si­schen Schrif­ten der Welt. Das Wis­sen des Ayur­veda wurde aber auch in münd­li­cher Über­lie­fe­rung von Gene­ra­tion zu Gene­ra­tion wei­ter­ge­ge­ben. Vom Ayur­veda beein­flusst wurde auch die alte grie­chi­sche Heil­kunde, die alte ägyp­ti­sche Medi­zin und die tra­di­tio­nelle chi­ne­si­sche Medi­zin. Noch heute wird ein Groß­teil der Bevöl­ke­rung Indi­ens mit ayur­ve­di­schen Metho­den behan­delt.

Idee und Erklä­rung der Wir­kung Im Ayur­veda gilt Nah­rung als Medi­zin. Die Anhän­ger der ayur­ve­di­schen Lehre ver­tre­ten die Ansicht, dass sich durch die rich­ti­gen Spei­sen viele Beschwer­den bes­sern oder sogar ganz behe­ben las­sen. Vor­aus­set­zung dafür ist, dass sich die Men­schen ihrer indi­vi­du­el­len Kon­sti­tu­tion ent­spre­chend ernäh­ren. Der Mensch wird als Mikro­kos­mos betrach­tet, der in einem Makro­kos­mos oder Uni­ver­sum lebt. Alle Ele­mente, die im Mikro­kos­mos vor­kom­men, exis­tie­ren auch im Makro­kos­mos. Dem­zu­folge besteht der Mensch aus den fünf Ele­men­ten Erde, Was­ser, Feuer, Luft und Raum/Äther. Auch die Nah­rung setzt sich aus den fünf Ele­men­ten (Bhu­tas) zusam­men; sie garan­tie­ren den Bestand die­ser Ele­mente im Kör­per und fül­len sie immer wie­der auf. Auf die­sen fünf Ele­men­ten basie­ren auch die drei Doshas (Vata ? das Beweg­li­che, Pitta ? der Stoff­wech­sel, Kapha ? das Sub­stan­zi­elle, z.B. Gewebe), die eine Schlüs­sel­rolle im Ayur­veda spie­len. Bei den drei Doshas han­delt es sich um ener­ge­ti­sche Grund­prin­zi­pien, die die Wech­sel­be­zie­hung des Men­schen mit sei­ner Ernäh­rung und der gesam­ten Umwelt erklä­ren und die mit­ein­an­der im Aus­tausch ste­hen. Jeder Mensch hat von Geburt an alle drei Doshas zur Ver­fü­gung, jedoch in unter­schied­lich star­ker Aus­prä­gung. Die Per­sön­lich­keit des Vata-Typs ist durch Luft und Äther geprägt. Sein Kör­per­bau ist leicht und seh­nig, er han­delt und denkt schnell, ist spon­tan und phan­ta­sie­voll. Die Per­sön­lich­keit des Pitta-Typs ist durch Feuer und Was­ser bestimmt. Er hat einen aus­ge­wo­ge­nen, mus­ku­lö­sen Kör­per­bau, liebt Wett­kampf­sport­ar­ten und Her­aus­for­de­run­gen. Der dritte Kon­sti­tu­ti­ons­typ ist der Kapha-Typ, der durch Erde und Was­ser domi­niert wird. Er ist von kräf­ti­ger und gedrun­ge­ner Sta­tur und neigt zu Über­ge­wicht, ist eher bedäch­tig und schläft gern und viel. Die meis­ten Men­schen sind "Mischun­gen" die­ser drei Grund­ty­pen mit oft­mals einem vor­herr­schen­den Dosha.

Um nun die "rich­tige" Ernäh­rung nach dem Ayur­veda bestim­men zu kön­nen, ist das Wis­sen um den eige­nen Kon­sti­tu­ti­ons­typ ent­schei­dend. Die­ser kann durch einen Kon­sti­tu­ti­ons­test, bei dem bestimmte Merk­male und Eigen­schaf­ten abge­fragt wer­den, ermit­telt wer­den. Durch die indi­vi­du­ell auf den jewei­li­gen Kon­sti­tu­ti­ons­typ abge­stimmte Ernäh­rung kön­nen die Doshas aus­ba­lan­ciert bzw. das opti­male indi­vi­du­elle Gleich­ge­wicht der Doshas wie­der­her­ge­stellt und auf­recht­er­hal­ten wer­den.

Durch­füh­rung Unab­hän­gig von den indi­vi­du­el­len Kon­sti­tu­ti­ons­ty­pen gilt nach dem Ayur­veda, dass die Nah­rung aus­ge­wo­gen und voll­wer­tig sein und dem Prin­zip "Essen in Har­mo­nie mit dem Kos­mos" ent­spre­chend alle Bau­steine des Lebens ent­hal­ten sollte. Durch die in der Nah­rung ent­hal­te­nen ver­schie­de­nen Eigen­schaf­ten (Gunas) ? schwer und leicht, tro­cken und ölig, heiß und kalt ? fin­det eine Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen der Nah­rung und den Doshas des Men­schen statt. Die Haupt­in­for­ma­tion liegt jedoch in den sechs grund­sätz­li­chen Geschmacks­rich­tun­gen (Rasas) aller Lebens­mit­tel: süß, sauer, sal­zig, bit­ter, scharf und herb. Jedes Nah­rungs­mit­tel hat sein eige­nes Geschmacks­pro­fil. Aus Sicht des Ayur­veda sollte eine aus­ge­wo­gene Ernäh­rung bei jeder Mahl­zeit alle sechs Rasas beinhal­ten. Der Geschmack kann beim Aus­ba­lan­cie­ren eines gestör­ten Doshas sehr hilf­reich sein, d.h. jedes Dosha wird durch einen bestimm­ten Geschmack zurück ins Gleich­ge­wicht gebracht. Sämt­li­che Nah­rungs­mit­tel und Gewürze sind im Ayur­veda über ihre Geschmacks­qua­li­tä­ten in ihrer ener­ge­ti­schen Wir­kung auf das Tri-Dosha-System des Men­schen abge­stimmt. Dar­über hin­aus schreibt der Ayur­veda dem Ver­dau­ungs­feuer (Agni) sehr große Bedeu­tung zu. Von ihm hän­gen Lebens­dauer, Aus­strah­lung, Gesund­heit und Ener­gie des Men­schen ab. Je hoch­wer­ti­ger die Nah­rung ist und je genauer sie auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse abge­stimmt ist, desto bes­ser brennt das Ver­dau­ungs­feuer und desto gesün­der lebt der Mensch. Der Ayur­veda emp­fiehlt in der Regel vege­ta­ri­sche Kost, jedoch ist dies nicht zwin­gend. Bei den tie­ri­schen Nah­rungs­mit­teln sind Fisch und Geflü­gel zu bevor­zu­gen, da diese leich­ter ver­dau­lich sind. Vor­wie­gend soll­ten fri­sche Pro­dukte aus hei­mi­schen Regio­nen ver­wen­det wer­den.

Risiken/Kritik Aus den Rei­hen der moder­nen oder west­li­chen Medi­zin wurde dem Ayur­veda vor­ge­wor­fen, es habe ver­säumt, sich dem natur­wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­stand der heu­ti­gen Medi­zin anzu­pas­sen. Die Beto­nung der Gesund­heits­vor­sorge im Ayur­veda und die Ansicht, dass Krank­heit bzw. ein Ungleich­ge­wicht durch fal­sche Ernäh­rung und Lebens­weise her­vor­ge­ru­fen wird, wird von Sei­ten der west­li­chen Schul­me­di­zin jedoch akzep­tiert.

Empfehlung/Eignung Ayur­veda bie­tet eine Ernäh­rungs­lehre, die auch los­ge­löst von der indi­schen Küche und ihren tra­di­tio­nel­len Rezep­ten leicht umzu­set­zen ist. Einer der Vor­teile der ayur­ve­di­schen Ernäh­rung ist die Indi­vi­dua­li­tät, denn sie behaup­tet nicht, dass es eine für alle Men­schen glei­cher­ma­ßen geeig­nete Ernäh­rungs­weise gäbe, son­dern sagt, dass für ver­schie­dene Men­schen mit unter­schied­li­cher Ver­dau­ungs­kraft und Kon­sti­tu­tion auch unter­schied­li­che Nah­rungs­mit­tel geeig­net sind. Es ist sicher­lich einen Ver­such wert, den eige­nen Kon­sti­tu­ti­ons­typ bestim­men zu las­sen und eine auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse abge­stimmte Ernäh­rung aus­zu­pro­bie­ren. Grund­sätz­lich ist die ayur­ve­di­sche Ernäh­rung für jeden geeig­net, der sich bewuss­ter ernäh­ren möchte.

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