Ein­füh­rung: Aikido

Aikido ist eine tra­di­tio­nelle Kunst der Selbst­ver­tei­di­gung, die dem Schü­ler einen Weg der kör­per­li­chen und geis­ti­gen Ent­wick­lung auf­zeigt. Auf die­sem Weg kann der Übende ler­nen, in Har­mo­nie mit sich selbst und sei­ner Umwelt zu leben.

Aikido-Schule Bodo Rödel - Trainingsbeginn

Geschichte und Begrün­der Aikido ist eine tra­di­tio­nelle Kunst der Selbst­ver­tei­di­gung, die von dem Japa­ner Mori­hei Ues­hiba (1883 – 1969) ent­wi­ckelt wurde. Mori­hei Ues­hiba, geb. am 14.12.1883 in Tanabe/Japan, begann sich bereits mit 10 Jah­ren für "Budo" – die klas­si­schen japa­ni­schen Kampf­künste – zu inter­es­sie­ren. Zunächst lernte er ver­schie­dene For­men des "Jujutsu" (Ju = weich / jutsu = Tech­nik). Den größ­ten Ein­fluss auf das spä­tere Aikido hatte dabei das "Daito Ryu Jujutsu" von Sokaku Takeda. Par­al­lel dazu stu­dierte er den Umgang mit ver­schie­de­nen Waf­fen, ins­be­sonde Lanze, Stock und Schwert – "Ken-Jutsu" (Ken = Schwert). 1910 sie­delte Ues­hiba auf die Insel Hok­kaido um, auf der er sich als Land­wirt betä­tigte. Hier lernte er auch 1915 Sokaku Takeda ken­nen. 1919 erkrankte Ues­hi­bas Vater, so dass er Hok­kaido ver­las­sen musste. Auf dem Rück­weg zu sei­nem Vater lernte er den Begrün­der einer neuen Reli­gion bzw. Sekte, mit dem Namen "Omo­to­kyo" ken­nen – Wanisa­b­uro Degu­chi – die im fol­gen­den einen star­ken Ein­fluss auf das Den­ken Ues­hi­bas aus­übte. 1919 zog er mit sei­ner Fami­lie nach Ayabe. Dort unter­rich­tete er Jujutsu und lernte von Wanisa­b­uro Degu­chi. Schließ­lich ver­wen­dete Ues­hiba 1925 dann zum ers­ten Mal die Bezeich­nung "AIKIDO" für seine Kampf­kunst (Ai = Har­mo­nie oder Liebe / Ki = geis­tige Kraft / Do = phi­lo­so­phi­scher Weg).

1927 ging Ues­hiba nach Tokyo. Nach­dem hier Aikido viele Schü­ler anzog und immer bekann­ter wurde, sie­delte sich Ues­hiba wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges in Iwama an, um sich wie­der ganz auf "Budo" und Land­wirt­schaft zu kon­zen­trie­ren.
In den 50er und 60er Jah­ren über­ließ es Mori­hei Ues­hiba haupt­säch­lich sei­nen Schü­lern und sei­nem Sohn Kiss­ho­maru Ues­hiba, Aikido in der Welt zu ver­brei­ten. O-Sensei Mori­hei Ues­hiba starb am 26.4.1969.

Methode bzw. Idee und Erklä­rung der Wir­kung Das Üben von effek­ti­ven Selbst­ver­tei­di­gungs­tech­ni­ken ist im Aikido das Mit­tel, dem Schü­ler einen Weg der kör­per­li­chen und geis­ti­gen Ent­wick­lung auf­zu­zei­gen. Auf ihm kann er ler­nen, in Har­mo­nie mit sich selbst und sei­ner Umwelt zu leben.

Bodo Rödel und Christian Tissier

Anwen­dungs­be­rei­che Aikido wen­det sich grund­sätz­lich an alle Men­schen und wird aus unter­schied­li­chen Inter­es­sen her­aus geübt. Die Frage, warum jemand Aikido übt, ist dem­nach immer nur bezo­gen auf den Ein­zel­nen zu beant­wor­ten, z.B. kann es ein Inter­esse geben, eine Selbst­ver­tei­di­gung zu erler­nen, sich "sport­lich" zu betä­ti­gen oder einer Kunst nach­zu­ge­hen, die sowohl Kör­per als auch Geist anspricht. Gründe, Aikido zu üben, gibt es ver­mut­lich so viele, wie es Aikido-Übende gibt – in die­sem Sinne gibt es also kei­nen spe­zi­el­len Anwen­dungs­be­reich.

Durch­füh­rung Das Erler­nen von ent­spann­ten und natür­li­chen Bewe­gun­gen spielt eine her­aus­ra­gende Rolle. Die Aikido-Techniken sol­len in ihrer idea­len Form die Mög­lich­keit eröff­nen, den Harmonie-Gedanken gerade auch in Selbst­ver­tei­di­gungs­si­tua­tio­nen durch zu hal­ten. Vor­aus­set­zung dafür ist die Per­fek­tion der Bewe­gung und dar­aus resul­tie­rende Selbst­si­cher­heit. Die Aikido-Techniken wer­den mit Part­ner­übun­gen erlernt. Obwohl es kei­nen Wett­kampf gibt, fol­gen sie der Logik von angrei­fen und ver­tei­di­gen.

Aikido wird tra­di­tio­nel­ler­weise in einem "Dojo" geübt. "Dojo" ist japa­nisch und bedeu­tet über­setzt ein­fach "Fecht­halle". Das Dojo ist ein tra­di­tio­nel­ler Trai­nings­raum für Kampf­künste. Die Atmo­sphäre in einem Dojo sollte geprägt sein von Auf­merk­sam­keit und gegen­sei­ti­gem Respekt.

Bodo Rödel und Christian Tissier - Übung

Risi­ken und Kri­tik Die Aikido-Bewegungen bean­spru­chen den gesam­ten Bewe­gungs­ap­pa­rat des Men­schen und för­dern Auf­merk­sam­keit und Kon­zen­tra­tion. Gleich­zei­tig dient Aikido dem Stress­ab­bau und der Psy­cho­hy­giene. Damit erfüllt Aikido die Ansprü­che des moder­nen Brei­ten­sports. Im moder­nen Aikido wur­den schäd­li­che (lei­der oft "tra­di­tio­nelle") Auf­wärm­übun­gen aus dem Unter­richt ent­fernt. Wie bei jedem ande­ren Sport kann es natür­lich auch im Aikido zu Über­be­las­tun­gen oder klei­ne­ren Ver­let­zun­gen kom­men – im Ver­gleich zu ande­ren Kampf­küns­ten ist aber das Ver­let­zungs­ri­siko im Aikido eher gering. Dabei ist beson­ders zu beach­ten, dass im Aikido jeder auf sei­nem indi­vi­du­el­len Niveau üben kann, d.h. im Aikido gibt es weder Gewichts­klas­sen, noch Alters­be­schrän­kun­gen.

Empfehlung/Eignung Grund­sätz­lich ist Aikido für jeden geeig­net, der bereit ist, Neues zu ler­nen und sich auf Unbe­kann­tes ein­zu­las­sen. Sport­lich­keit ist dem­nach keine Vor­aus­set­zung, genauso wenig wie ein bestimm­tes Alter, eine bestimmte Stärke oder das Geschlecht. Im Aikido üben gerade des­we­gen auch beson­ders viele Frauen, da nicht phy­si­sche Stärke, son­dern Effi­zi­enz durch Tech­nik im Mit­tel­punkt steht. Da Aikido rela­tiv kom­plexe Bewe­gungs­ab­läufe beinhal­tet und (Lern-)Disziplin ver­langt, ist es im Ver­gleich zu ande­ren Sport­ar­ten für Kin­der weni­ger geeig­net. Aikido-Unterricht für Kin­der ist also mehr als Hin­füh­rung zum Aikido und nicht als Erler­nen von Aikido zu ver­ste­hen.

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