Die sys­te­mi­sche Fami­li­en­auf­stel­lung nach Bert Hel­lin­ger

Die Fami­li­en­auf­stel­lung erklärt Hel­lin­ger als phä­no­me­no­lo­gi­sche, lösungs­ori­en­tierte Behand­lung. Er for­mu­lierte die von ihm beob­ach­te­ten Gesetz­mä­ßig­kei­ten unse­res Zusam­men­le­bens als soge­nannte 'Ord­nun­gen der Liebe'. Sie wer­den in einer Fami­li­en­auf­stel­lung sicht­bar dadurch, dass der rechte Platz einer Per­son in ihrem System gefun­den wer­den kann.

Die Fami­li­en­auf­stel­lung erklärt Hel­lin­ger als phä­no­me­no­lo­gi­sche, lösungs­ori­en­tierte Behand­lung. Um begrei­fen zu kön­nen wie dies gemeint ist, ist es mei­nes Erach­tens wich­tig, die Grund­pfei­ler unse­res Zusam­men­le­bens nach den Erfah­run­gen Bert Hel­lin­gers zu ken­nen. Er nennt diese Basis die "Ord­nun­gen der Liebe". Ich werde mich bemü­hen, Ihnen einen Ein­blick in die­ses Regel­werk zu geben, der kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit beinhal­tet.
Diese Gesetze mögen im ers­ten Augen­blick sehr zwang­haft, dog­ma­tisch und ein­en­gend wir­ken und stie­ßen auch bei mir anfangs auf hart­nä­ckige Wider­stände. Wie kann jemand all­ge­mein­gül­tige Grund­sätze des Zusam­men­le­bens ver­fas­sen, die für jedes Indi­vi­duum eines gan­zen Kul­tur­krei­ses wahr­haf­tig sein sol­len? Er sagt hierzu schlicht und ein­fach, wie so oft, "es sind Phä­no­mene", die er im Laufe sei­ner Arbeit erken­nen durfte und die er immer wie­der bestä­tigt sieht. Sie wer­den in einer Fami­li­en­auf­stel­lung sicht­bar dadurch, dass der rechte Platz einer Per­son in ihrem System gefun­den wer­den kann. Dar­aus ergibt sich unter ande­rem eine Rang­folge in einer Fami­lie. Sollte jedoch ein System ande­ren Grund­sät­zen unter­wor­fen sein als denen, die er als "Ord­nun­gen der Liebe" dekla­riert hat, erkenne er auch dies an, doch es sei ihm noch nicht so oft unter­ge­kom­men.

Die Ord­nun­gen der Liebe:

  1. Die Rang­folge Die Posi­tion des Ober­haup­tes der Fami­lie, die­je­nige, die Ver­ant­wor­tung für Schutz und Sicher­heit trägt, hat der Mann inne. Die Frau, an zwei­ter Stelle, hat die Auf­gabe der inne­ren Orga­ni­sa­tion der Gemein­schaft. Sie muss dem Mann fol­gen, wird in seine Sippe hin­ein­ge­nom­men. Als Gegen­leis­tung dafür dient der Mann der Frau, denn der Mann wird erst zum Manne durch den Dienst an der Frau und die Frau wird zur Frau dadurch, dass sie dem Mann folgt und ihn somit als ihren Mann aner­kennt. Diese Bin­dung zwi­schen Mann und Frau stellt die Grund­lage einer jeden Fami­lie dar. Natür­lich sieht sie nicht immer so ideal aus, das ist die Pro­blem­stel­lung.
    Sehen wir uns das Innen­le­ben der an einem System betei­lig­ten Per­so­nen an: Der Mann besitzt einen akti­ven männ­li­chen Teil und einen pas­si­ven (ruhen­den) weib­li­chen. Bei der Frau ist es umge­kehrt. Tre­ten die bei­den in Bezie­hung mit­ein­an­der, gibt der Mann aus sei­nem akti­ven männ­li­chen Teil und die Frau nimmt mit ihrem ruhen­den männ­li­chen Part. Was die Frau zu geben hat, kommt aus ihrem akti­ven weib­li­chen Anteil und sie schenkt es dem ruhen­den weib­li­chen des Man­nes. Hel­lin­ger behaup­tet, es sei nicht die Auf­gabe von Mann und Frau, den jeweils gegen­ge­schlecht­li­chen Anteil in sich zu ent­de­cken, er wird ihr/ihm durch das andere Geschlecht geschenkt.
    An drit­ter Stelle in der Rang­folge der Fami­lie ran­giert das Kind. Es ist immer das Kleine und die Eltern sind immer die Gro­ßen. Es kann nur neh­men, nichts ver­gel­ten oder aus­glei­chen, son­dern nur anneh­men und dan­ken. Die Eltern kön­nen dem Kind nur geben und kei­nen Anspruch gel­tend machen. Sie geben immer alles, alles was sie sind und haben. Sie kön­nen weder etwas zurück­be­hal­ten, noch etwas dazu tun. Das Kind muss alles neh­men und nimmt auch immer alles, auch wenn es uns manch­mal so vor­kommt, als hät­ten wir bestimmte Dinge abge­lehnt, doch wir kön­nen uns nicht wirk­lich ver­wei­gern, wir haben höchs­tens die Mög­lich­keit, genom­men zu haben, ohne es zu wür­di­gen und zu ach­ten und ohne uns dafür bedankt zu haben. Der Vater gibt dem Kind aus sei­nem akti­ven männ­li­chen Teil und die Mut­ter gibt ihm aus ihrem akti­ven weib­li­chen. Dadurch hat auch das Kind die Anteile bei­der Geschlech­ter.
  2. Die Ent­wick­lung des Kin­des Anfangs steht ein Kind, egal ob Junge oder Mäd­chen, immer im Bann­kreis der Mut­ter. Der weib­li­che Teil des Kin­des über­flu­tet den männ­li­chen. Der Junge ist zum Jüng­ling gewor­den, er hat viele Frauen, die er jedoch nicht ach­ten kann. Ebenso bekommt er wenig Ach­tung von Män­nern wie von Frauen. Er muss sich von sei­ner ers­ten Liebe, der Mut­ter, tren­nen.
    Um zum Mann zu wer­den, muss er der Ver­su­chung wider­ste­hen, selbst eine Frau zu sein. Er wech­selt vom Bann­kreis der Mut­ter in den des Vaters. Dies ist ein tie­fer Ver­zicht, der frü­her durch die Initia­tion gekenn­zeich­net und gefei­ert wurde. Von sei­nem Vater lernt er, die Frauen zu ach­ten und zu ehren und mit ihnen Mit­ge­fühl zu haben.
    Das Mäd­chen wech­selt in den Bann­kreis des Vaters, weil sie das andere, das männ­li­che fas­zi­niert und anzieht. So wird ihr männ­li­cher Teil über­groß und ver­drängt den weib­li­chen. Sie ist zur Gelieb­ten gewor­den, fin­det jedoch wenig Aner­ken­nung, weder bei Män­nern, noch bei Frauen. Um zur Frau zu wer­den, muss sie ihre erste Liebe, den Vater, ver­las­sen. Auch sie ver­zich­tet auf die Mög­lich­keit, selbst zum Mann zu wer­den. Im Bann­kreis der Mut­ter lernt sie die Män­ner zu ach­ten und zu ehren und mit ihnen Mit­ge­fühl emp­fin­den zu kön­nen.
    So wie die Kin­der von ihren Eltern neh­men, nah­men diese von ihren Eltern. Der Aus­gleich für das Geben der Eltern ist das Geben der Kin­der an ihre Kin­der. Möchte ein Kind keine eigene Fami­lie haben, ist dies ein Ver­zicht, der gewür­digt wer­den muss. Der Ver­zicht auf das eigene Glück wiegt genauso schwer wie die Wei­ter­gabe.
  3. Das Geben und Neh­men Bekomme ich etwas von einem Men­schen, so stehe ich immer in sei­ner Schuld, ich habe eine Ver­pflich­tung. Die Mög­lich­keit, die Gabe abzu­leh­nen ist zwar exis­tent, doch der andere wird trotz­dem einen Anspruch haben, sich in Unschuld befin­den. Ist die Bin­dung zwi­schen mir und dem ande­ren Liebe, so werde ich ihm immer etwas mehr zurück­ge­ben, als er mir zuvor gab, um so die Bezie­hung auf­recht zu erhal­ten. Nun steht er in mei­ner Schuld und darf mir wie­derum Gutes tun. Das Stre­ben nach Aus­gleich und der stän­dige Ver­lust des Gleich­ge­wichts lässt die Ver­bin­dung leben­dig blei­ben. Sich nach unun­ter­bro­che­ner Unschuld zu seh­nen been­det die Bezie­hung jedoch, denn ich treibe dadurch den Part­ner immer wei­ter in die Schuld. Der Wunsch nach ewi­gem Aus­gleich führt eben­falls zur Tren­nung, da die Inter­ak­tion zwi­schen den Part­nern unter­bun­den wird. Diese Bezie­hung besteht nur unter der Vor­aus­set­zung, dass beide Part­ner eben­bür­tig sind, das heißt, ein Kind schei­det als Part­ner aus.
    Genauso funk­tio­niert es im Nega­ti­ven. Werde ich von einer Per­son ver­letzt, ist ein Ungleich­ge­wicht ent­stan­den. Möchte ich sie nicht "zurück­ver­let­zen", also wei­ter in Unschuld blei­ben, erhalte ich das Ungleich­ge­wicht. Ich habe den Anspruch an die andere Per­son, sie möge mir nun etwas Gutes tun, doch das führt nicht zur ver­lo­ren­ge­gan­ge­nen Har­mo­nie. So wie ich im posi­ti­ven Aus­gleich etwas mehr zurück­gebe, gebe ich im nega­ti­ven etwas weni­ger. Nehme ich mein Recht auf meine kleine Rache nicht wahr, treibe ich mein Gegen­über immer mehr in die Schuld hin­ein, was dazu führt, das es sich über kurz oder lang so unwohl in der Bezie­hung füh­len wird, dass der Wunsch nach Tren­nung auf­keimt. Auch kann kein drit­ter mir die Auf­gabe abneh­men, meine kleine Rache zu bege­hen. Das Ungleich­ge­wicht zwi­schen mir und dem ande­ren würde beste­hen blei­ben.
  4. Die Ver­stri­ckung Ver­stri­ckung nennt Hel­lin­ger das Anneh­men eines frem­den Schick­sals, eines Schick­sals einer Per­son, die aus dem System aus­ge­klam­mert wurde. Ihr wurde Unrecht getan, indem ihr das Recht auf Zuge­hö­rig­keit in der Gruppe ver­wehrt wurde. Jeder im System hat das glei­che Recht dazu­zu­ge­hö­ren und es kann ihm auch nicht aber­kannt wer­den. Geschieht dies trotz­dem, wird eines der schwächs­ten Mit­glie­der der Fami­lie, meist ein Kind, sich die­sem Schick­sal anneh­men, um so für Gerech­tig­keit des aus­ge­klam­mer­ten Vor­fah­ren zu sor­gen. Das Thema von ihm ist in der Sippe nicht abge­schlos­sen wor­den und muss über das Kind noch ein­mal bear­bei­tet wer­den. Das Kind merkt nichts davon, dass die Last, die es trägt, nicht seine ist. In der Fami­li­en­auf­stel­lung bekommt es die Mög­lich­keit, diese Last wie­der zurück­zu­ge­ben an den­je­ni­gen, dem sie gehört. Dadurch rückt jeder wie­der an sei­nen Platz, die aus­ge­klam­merte Per­son bekommt einen Fleck in unse­ren Her­zen und ist nun wie­der Teil des Sys­tems, sie kann ihre Last jetzt wie­der selbst über­neh­men. Das Kind steht wie­der auf sei­nem Platz, kann sich wie­der sei­ner eige­nen Last zuwen­den, die jedoch sicher nicht so schwer wiegt, wie die Last des Erwach­se­nen. An sei­ner Stelle kann es nun wie­der die Kräfte von Vater und Mut­ter emp­fan­gen und gestärkt durchs Leben gehen. Um sich dem frem­den Schick­sal anzu­neh­men, muss das Kind nichts über die aus­ge­klam­merte Per­son wis­sen, die Über­tra­gung fin­det über das kol­lek­tive Feld statt, über das Sip­pen­ge­wis­sen.
  5. Das Gewis­sen Das indi­vi­du­elle Gewis­sen ist für uns spür­bar, es ver­rät uns, in wel­chen Bezie­hun­gen wir uns in Unschuld oder Schuld befin­den, also ob jemand an uns Ansprü­che stellt, wir eine Ver­pflich­tung ihm gegen­über haben oder umge­kehrt.
    Das Sip­pen­ge­wis­sen spü­ren wir dage­gen nicht. Es ver­bin­det alle Per­so­nen eines Sys­tems mit­ein­an­der. Über diese Ver­knüp­fung kön­nen wir die Kraft unse­rer Vor­fah­ren emp­fan­gen und sind auch dazu in der Lage, noch nach­träg­lich Per­so­nen auf­zu­neh­men, die zuvor aus­ge­klam­mert waren.
  6. Die Fami­li­en­auf­stel­lung Die­ses kol­lek­tive Feld macht sich die Fami­li­en­auf­stel­lung zunutze. Ich kann mich über sie für Gaben mei­ner Vor­fa­mi­lie bedan­ken und kann sie wür­di­gen und ach­ten, um so die­ses Geschenk für mich erleb­bar zu machen. Zum Bei­spiel kann das Kind, das für seine Mut­ter die Rolle der Frau in der Fami­lie über­nom­men hat, sie nun wie­der an ihre Mut­ter zurück­ge­ben, auch, wenn diese bereits gestor­ben ist, denn alle Mit­glie­der eines Sys­tems, seien sie tot, ver­schol­len, oder was auch immer, sind im Sip­pen­ge­wis­sen ent­hal­ten. Mit Hilfe von Lösungs­sät­zen wird die Situa­tion wie­der berich­tigt.
    Z.B.: "Mut­ter, ich habe lange deine Last für dich getra­gen, doch nun ist es genug, ich habe es aus Liebe getan und nun gebe ich sie dir wie­der zurück."
    Mut­ter: "Ich danke dir, dass du mir solange meine Last abge­nom­men hast, doch nun kann ich sie wie­der alleine neh­men."
    Ein ande­res Pro­blem kann sein, dass ein Kind einen Eltern­teil ablehnt und so starke Bin­dun­gen auf­recht­er­hält, die eigent­lich gelo­ckert sein könn­ten. Dies kann z.B. dadurch ver­ur­sacht wer­den, dass die Mut­ter ihren Mann vor den Kin­dern schlecht macht ("Du bist schon wie dein Vater!"). Das Kind lehnt den Vater vehe­ment ab, eine sehr sta­bile Bin­dung, denn Ver­bin­dun­gen wer­den nicht nur durch Liebe, son­dern auch durch Hass geschaf­fen. Dem Kind bleibt hier fast keine andere Wahl, als gerade die Eigen­schaf­ten zu ent­wi­ckeln, die es so lei­den­schaft­lich von sich weist. Um mit dem Vater wie­der ins Reine zu kom­men, kann es ihn in einer Fami­li­en­auf­stel­lung inte­grie­ren:
    Lösungs­sätze: Kind: "Mut­ter ich mute dir zu, auch Vater zu lie­ben, die Liebe, die ich für dich emp­finde, wird dadurch nicht weni­ger!"
    Mut­ter: "Du hast mei­nen Segen!"
    Kind: "Vater, ich komme auch von dir und wir sind uns sehr ähn­lich, doch erlaube mir, es ein biss­chen anders zu machen!"
    Vater: "Du hast mei­nen Segen!"
  7. Der Vor­gang der Fami­li­en­auf­stel­lung Der Kli­ent schil­dert anfangs sein Pro­blem vor der Gruppe. Dazu stellt der Auf­stel­ler meist noch ein paar klä­rende Fra­gen, bevor er den Pati­en­ten bit­tet, Stell­ver­tre­ter aus dem Publi­kum zu benen­nen. Als ers­tes wählt er immer eine Per­son für sich selbst aus, dann in der Rang­folge des Sys­tems den Vater, die Mut­ter, den/die Erst­ge­bo­rene. Der Mensch, der eine Lösung sucht, stellt sich hin­ter sei­nen Stell­ver­tre­ter, legt die Hände auf seine Schul­tern und führt die Per­son an eine Stelle des Rau­mes, die er für sich als rich­tig emp­fin­det. So macht er es der Reihe nach mit allen aus dem System. Anschlie­ßend sucht er sich wie­der einen Platz im Publi­kum, um beob­ach­ten zu kön­nen, was dann geschieht. Der Auf­stel­ler erkun­digt sich nun nach dem Befin­den einer jeden Per­son im System. Sie füh­len jetzt wie die rea­len Fami­li­en­mit­glie­der, die Anzie­hun­gen und Abnei­gun­gen unter­ein­an­der, die Ängste, die Wut, die Liebe. Dadurch kann der Auf­stel­ler das System so umstel­len, dass sich auf Dauer alle Per­so­nen wie­der wohl füh­len kön­nen. Jeder steht nun an sei­nem rich­ti­gen Platz. Auch die Lösungs­sätze, die vom Fami­li­en­auf­stel­ler emp­foh­len wer­den, kön­nen von den Stell­ver­tre­tern erfühlt wer­den, ob sie stim­men oder nicht. Hat man die Lösung gefun­den, so ist sie fast immer hei­ter.

Eine Ein­schrän­kung gibt es noch. Ein Kind kann sich nur um die eige­nen Pro­bleme küm­mern, nicht um die der Vor­fah­ren. Warum eine Per­son aus­ge­klam­mert wurde oder wes­halb sich die Eltern nicht mehr ver­ste­hen, bleibt meist im Dun­keln und ist auch nicht rele­vant für das Kind.
Ers­tens, weil es nicht rück­wärts in der Rang­folge agie­ren kann und zwei­tens, weil eine lösungs­ori­en­tierte Vor­ge­hens­weise keine aus­ufernde Pro­blem­ana­lyse beinhal­ten kann. Die Eltern haben ihre Bin­dung als Eltern­paar für das Kind immer inne, egal ob sie eine Lie­bes­be­zie­hung mit­ein­an­der pfle­gen oder nicht. Das Kind kann von ihnen alles bekom­men, was es braucht, um ein erfüll­tes Leben zu füh­ren. Das Pro­blem der Eltern kann und muss nur bei ihnen blei­ben und nur sie allein kön­nen es bear­bei­ten.

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