Die Instinc­to­the­ra­pie – Gesund essen mit Genuss

Bei der Instink­ti­ven Roh­kost nach Guy-Claude Bur­ger, dem Begrün­der die­ser Ernäh­rungs­form, gilt der Grund­satz, dass alle für den Men­schen zuträg­li­chen Lebens­mit­tel geges­sen wer­den kön­nen. Wich­tig ist, dass man beim Essen auf seine Kör­per­si­gnale ach­tet, d.h. der Kör­per signa­li­siert, wann der Bedarf an einer Speise gedeckt ist.

Bei der Instink­ti­ven Roh­kost unter­schei­det Guy-Claude Bur­ger, der Begrün­der die­ser Ernäh­rungs­form, ver­schie­dene Arten von Lebens­mit­teln, die man u.U. nicht bei der glei­chen Mahl­zeit ver­zeh­ren sollte. Es sind im wesent­li­chen vier Pro­dukt­grup­pen:

a. Obst
b. "Zucker"
c. "Pro­te­ine"
d. Ess­bare Wild­kräu­ter und Gemüse

Zum Obst wer­den alle ein­hei­mi­schen und exo­ti­schen Sor­ten gezählt. Man sollte dar­auf ach­ten, dass es sich mög­lichst um nicht hoch­ge­züch­tete Arten han­delt, da die "instink­tive Sperre" mit die­sen kaum funk­tio­niert. Die Sperre funk­tio­niert so, dass der Kör­per durch die Alliäs­the­sie (Emp­fin­dungs­än­de­rung) signa­li­siert, wann der Bedarf an einer Speise gedeckt ist. Bei hoch­ge­züch­te­ten Sor­ten fällt es dem Kör­per schwe­rer, diese Sperre zu erken­nen, weil sie so mani­pu­liert wur­den, dass sie auch ohne tat­säch­li­chen Bedarf des Kör­pers noch schme­cken. Neh­men wir hin­ge­gen ursprüng­li­che Sor­ten zu uns, so ist es manch­mal unmög­lich wei­ter­zu­es­sen, wenn der Kör­per genug von den Inhalts­stof­fen auf­ge­nom­men hat.

Wir essen das Obst vor­nehm­lich zum Mit­tags­es­sen (ab 12 Uhr), nach­dem wir alle zur Ver­fü­gung ste­hen­den Sor­ten durch­ge­ro­chen haben. Wir wäh­len immer die am bes­ten rie­chende Sorte für uns aus. Das kann von Tag zu Tag stark vari­ie­ren. Von die­ser Sorte neh­men wir solange zu uns, bis die beschrie­bene Sperre ein­tritt. Danach kann man u.U. schon zufrie­den – d.h. gesät­tigt – sein. Wenn das nicht der Fall ist, rie­chen wir wie­der alle Sor­ten durch und ver­fah­ren genauso. Über drei Sor­ten sollte man nicht hin­aus­ge­hen, da das meis­tens zu einer Über­las­tung des Orga­nis­mus führt. Es ist sehr ange­nehm, wenn man mit nur einer Sorte voll­auf zufrie­den ist. Mit exo­ti­schen Früch­ten von Orkos, einem Lebens­mit­tel­ver­sand ers­ter Güte, erreicht man das u.U. häu­fi­ger, da dort meist wil­dere Sor­ten zur Ver­fü­gung ste­hen als ander­wei­tig erhält­lich.
Ist man nach dem Obs­tes­sen noch nicht zufrie­den, so kann man noch die "Zucker" durch­rie­chen. Es ist sehr wich­tig, dass jedes Essen voll­auf befrie­digt. Dann ist die Gewähr gege­ben, dass man nicht zwi­schen­durch Bedarf hat.

So neh­men wir bei der Instinc­to­the­ra­pie nur zwei Mahl­zei­ten ein, und das Mit­tag­es­sen ist die erste. Am Mor­gen las­sen wir den Kör­per in Ruhe und unter­stüt­zen die heil­sa­men Ent­gif­tungs­pro­zesse, die der Kos­mos jeden Tag ein­lei­tet, durch Was­ser­trin­ken und Kassie-Lutschen. Bei der Cas­sia fis­tula han­delt es sich um eine tro­pi­sche Hül­sen­frucht, die uns auf wun­der­bare Weise von alten Gif­ten aus Darm, Blut, ja sogar aus den Zel­len und Orga­nen befreit.
Das Fas­ten am Mor­gen macht uns meist schon nach eini­gen Tagen nichts mehr aus, weil bei die­ser Art des Essens das lei­dige "Hun­ger­ge­fühl", das nur ein Zei­chen von schlech­ter Ent­gif­tung ist, ent­fällt. Fas­ten ist bekannt­lich gut für das Gehirn, denn es befreit das Den­ken und ver­leiht uns bes­sere Kon­zen­tra­ti­ons­kraft.

Die "Zucker" umfas­sen alle Tro­cken­früchte (unter 40 Grad getrock­net!) und natur­be­las­sene Honige (im Glas und in der Wabe). Sie wer­den im Bedarfs­fall alle durch­ge­ro­chen, ein bes­tes Pro­dukt wird von allen aus­ge­wählt und davon solange geges­sen, wie es "himm­lisch" schmeckt, d.h. sein typi­sches Bou­quet behält. Nicht ange­bracht wäre es, die "Zucker" so zu essen, wie man frü­her Süßig­kei­ten genom­men hat: aus Gewohn­heit, als Nach­tisch, um sich zu beru­hi­gen oder zu beloh­nen …

Es han­delt sich um hoch­wirk­same Lebens­mit­tel, die man eben nur dann essen sollte, wenn der Kör­per sie wirk­lich braucht. Dann kön­nen sie alle lebens­wich­ti­gen Stoffe, die sie neben dem Zucker in natür­li­cher Aus­ge­wo­gen­heit ent­hal­ten, wohl­tu­end wir­ken las­sen. Dadurch, dass sie so kon­zen­triert sind, und das Was­ser fehlt, sollte man sie nach den o.g. Regeln essen und nicht nur ein­fach so zwi­schen­durch.
Danach sollte das Mit­tag­es­sen zufrie­den­stel­lend been­det wer­den kön­nen.
Ist das nicht der Fall, so könn­ten ver­schie­dene Gründe vor­lie­gen:
1. Man hat u.U. zu lange nur hoch­ge­züch­tete Obst­sor­ten zur Ver­fü­gung gehabt. Über einen län­ge­ren Zeit­raum ist reine Roh­kost dann kaum mög­lich.
2. Man hätte u.U. zuerst Wild­kräu­ter und dichte Gemüse zu sich neh­men sol­len. Mit dich­ten Gemü­sen sind alle Gemüse gemeint, die nicht so hoch was­ser­hal­tig sind wie z.B. Tomate, Gurke und Paprika. Wenn der Kör­per durch über­mä­ßige Ent­gif­tung geschwächt ist, wür­den die was­ser­hal­ti­gen Gemüse diese Pro­zesse noch ver­stär­ken. Die dich­ten Gemüse und vor­nehm­lich die Wild­kräu­ter jedoch beru­hi­gen, ohne die Ent­gif­tung zu behin­dern. Beson­ders bei Leu­ten, die sehr stark bei der Roh­kost frie­ren bzw. zu viel abneh­men, wären sol­che Maß­nah­men auch schon beim Mit­tag­es­sen ange­sagt. Ich emp­fehle für sol­che Men­schen schon vor dem mit­täg­li­chen Obst Wild­kräu­ter und dichte Gemüse. Ja, hier sollte das Obst vor­über­ge­hend wie ein Nach­tisch fürs Gemüse gese­hen wer­den, bis sich die Ent­gif­tung auf einem zuträg­li­chen Niveau ein­ge­schwun­gen hat. Sie darf nicht zu stark wer­den, weil die frei­ge­setz­ten eige­nen Kör­per­gifte uns selbst sonst schä­di­gen wür­den. Viele Roh­köst­ler machen am Anfang den Feh­ler, zu viel und zu oft Obst – dazu hoch­ge­züch­te­tes – zu essen. Sie wer­den nicht mehr zufrie­den, magern ab, frie­ren und sind dau­ernd Ver­su­chun­gen durch die Koch­kost aus­ge­setzt.
3. Es könnte auch der Fall sein, dass die Gruppe der "Pro­te­ine" nicht im Gleich­ge­wicht ist.

Mit "Pro­te­inen" sind alle dich­ten Lebens­mit­tel gemeint, die die sog. Grund­sät­ti­gung bewir­ken. Auch sie soll­ten alle in Roh­kost­qua­li­tät zur Ver­fü­gung ste­hen, was im Han­del übli­cher­weise nicht der Fall ist. (Selbst im Bio­han­del muss man damit rech­nen, dass die Nüsse z.B. bei über 40 Grad getrock­net wer­den!)
Zu den "Pro­te­inen" zäh­len :
alle Ölfrüchte und Samen,
Algen, Pilze und Oli­ven,
Johan­nis­brot und alle ande­ren Hül­sen­früchte,
Avo­ca­dos und Safus,
Pol­len und Kokos­nüsse,
alle Keim­ge­treide außer Wei­zen,
Durian,
Eier,
Fisch und andere Mee­res­früchte,
Fleisch und Inne­reien sowie gege­be­nen­falls auch Insek­ten.
Wir sehen, wieso die "Pro­te­ine" in Anfüh­rungs­zei­chen ste­hen :
Es han­delt sich nicht nur um Lebens­mit­tel, die stark pro­te­in­hal­tig sind, son­dern es könn­ten auch sol­che mit viel Fett oder dich­tem Koh­le­hy­drat­ge­halt sein.

Zum Abend­es­sen gegen 18 Uhr – zwi­schen­durch wurde nur hoch­wer­ti­ges Was­ser getrun­ken – wäh­len wir nach dem Geruch aus all die­sen o.g. "Pro­te­inen" das für uns beste aus und ver­zeh­ren es so lange, bis ein Kör­per­si­gnal uns dar­auf hin­weist, dass es genug ist. Dabei sollte man auf alles mög­li­che ach­ten, ins­be­son­dere auf Geschmacksän­de­run­gen hin zum Unan­ge­neh­men, Schmerz­haf­ten; aber auch schon ein Volu­men­ge­fühl im Magen sollte Anlass sein, mit dem Essen auf­zu­hö­ren. (Das Glei­che gilt auch beim Mit­tag­es­sen!)

Bei der Instinc­to­the­ra­pie gilt der Grund­satz, dass alle für den Men­schen zuträg­li­chen Lebens­mit­tel geges­sen wer­den kön­nen. Es ist die ein­zige Roh­kost­form, die auch das Tie­ri­sche nicht aus­schließt. Ist kein Bedarf da, muss es nicht geges­sen wer­den, aber es steht bei der Aus­wahl zur Ver­fü­gung. Ich kenne viele Roh­köst­ler, die die tie­ri­schen Lebens­mit­tel aus ihrer Palette aus mora­li­schen Grün­den aus­schlie­ßen. Besteht aber trotz­dem Bedarf, so wer­den sie mit den rein pflanz­li­chen Nah­rungs­mit­teln nicht mehr zufrie­den. Dann schme­cken selbst die bes­ten Nüsse, Avo­ca­dos, Oli­ven usw. nicht mehr, wenn z.B. Fleisch, Fisch oder Eier gebraucht wür­den. Essen sollte in die­sem Sinne nichts mit "Moral" zu tun haben. Die ganze Palette der Lebens­mit­tel ist für uns von der Natur vor­ge­se­hen mit allem, was ess­bar ist. Und wenn jeder das Tie­ri­sche nach instink­ti­ven Regeln essen würde, bräuch­ten wir keine Mas­sen­tier­hal­tung, weil es im Schnitt nur noch sel­ten not­wen­dig wäre. Guy Claude Bur­ger sagt zu die­sem Thema: "Instinc­tos essen im Schnitt weni­ger Fleisch als die Vege­ta­rier bei ihren Aus­nah­men."
Hat man dann den Bedarf an Tie­ri­schem gestillt, so ist es inter­es­sant fest­zu­stel­len, wie gut die pflanz­li­chen "Pro­te­ine" wie­der schme­cken.

Nach dem Ver­zehr die­ses einen "Pro­te­ins" soll­ten noch beim Abend­es­sen Wild­kräu­ter und Gemüse zur Aus­wahl ste­hen. Sie wer­den auch "Mono" (jedes für sich) nach­ein­an­der ver­zehrt, so wie sie gut rie­chen und schme­cken. Beson­ders am Anfang sollte man nicht unbe­dingt mit "himm­li­schen" Genüs­sen rech­nen, aber man sollte dar­auf ach­ten, qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Ware zu Hause zu haben. Man muss wis­sen, dass Gemüse vor­nehm­lich fürs Kochen gezüch­tet wur­den, d.h. danach sol­len sie noch Geschmack haben. Sie sind also oft etwas stark und herb im Geschmack beim Rohes­sen, aber mit der Zeit fin­det man mehr Genuss dabei. Die dich­ten Gemüse und Wild­kräu­ter brin­gen uns die so not­wen­di­gen Mine­ra­lien in Hülle und Fülle.
Haben wir jedoch Fleisch und ande­res Tie­ri­sches geges­sen, so soll­ten wir uns damit begnü­gen und auch die Gemüse ein­mal weg­las­sen.
Wenn am Abend keine "Pro­te­ine" ein­ge­nom­men wur­den, dürfte man auch noch etwas Obst zu sich neh­men.

Mit der Instinc­to­the­ra­pie kann man vom ers­ten Tag der Umstel­lung an voll­auf zufrie­den wer­den, wenn die Aus­wahl stimmt. Man genießt bei jedem Essen, dass der Kör­per zur Ruhe kommt. Man spricht in die­sem Fall vom "Schwei­gen der Organe", und das ist ein wun­der­ba­res Gefühl. Man hat kei­nen "Hun­ger" mehr und freut sich auf den nächs­ten Essens­ge­nuss.
Da so eini­ges zu wis­sen, zu beach­ten und zu bevor­ra­ten ist, emp­fiehlt es sich, diese Art zu essen mit Men­schen aus­zu­pro­bie­ren, die Erfah­rung damit haben und die diese Aus­wahl bie­ten kön­nen.
Mit der Instinc­to­the­ra­pie gibt es eine Methode des Essens, mit der man lang­sam aber sicher tag­täg­lich ent­gif­tet, ohne dass auf den Genuss ver­zich­ten wer­den müsste. Nein, im Gegen­teil: So genuss­voll wie hier wird sel­ten geges­sen! Nach dem Prin­zip: Das Beste ist gerade gut genug für jeden!


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