Die Heil­kraft des Atems

Atem­ar­beit basiert auf der Ein­sicht der Ein­heit von Kör­per, Geist und Seele. Der Atem kann als Bin­de­glied die­ser drei Seins­for­men betrach­tet wer­den. Indem Kör­per, Geist und Seele wie­der mehr und mehr in ihre ursprüng­li­che Ein­heit zurück­kom­men, fin­det der Mensch im tiefs­ten Sinne wie­der zu sich selbst.

Atem ver­bin­det Kör­per, Seele und Geist Atem­ar­beit basiert auf der Ein­sicht der Ein­heit von Kör­per, Geist und Seele. Diese drei Aspekte wer­den in her­kömm­li­chen Wis­sen­schaf­ten als drei ver­schie­dene Dinge betrach­tet, die in unter­schied­li­chen Berufs­grup­pen spe­zi­fi­ziert, unter­sucht und aus­ge­wer­tet wer­den. Das ein­zige mir bekannte Ver­bin­dungs­glied zwi­schen die­sen drei Seins­for­men ist der Atem.

Wir benut­zen in unse­rer Arbeit den soge­nann­ten zuge­las­se­nen Atem (der deut­lich wird, wenn körperlich-seelische Blo­cka­den gelöst sind; er ent­spricht dem unbe­wuss­ten Atem, den man mit Bewusst­sein durch­dringt), um uns in unse­rem körperlich-seelischen Sein zu erfah­ren. Dabei wird das soge­nannte Innere Auge akti­viert, das man in der Gegend des Thalamus/Hypothalamus loka­li­sie­ren mag, mit dem man kör­per­li­che Stär­ken und Schwä­chen bis hin zu Krank­heit untrüg­lich erken­nen lernt. Das Bewusst­sein dringt ins Unbe­wusste ein, der Geist somit in die Mate­rie, um von dort Bot­schaf­ten zu erhal­ten, die im Gespräch auf der bewuss­ten Ebene wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den. So gese­hen ist un-sere Form der Atem­ar­beit eine tie­fen­psy­cho­lo­gisch fun­dierte Methode und unterschei-det sich als sol­che deut­lich von der Hyp­nose, die ja ins Unbe­wusste ein­greift, um dort bestimmte Bot­schaf­ten ein­zu­brin­gen.

Indem Kör­per und Geist dabei wie­der mehr und mehr in ihre ursprüng­li­che Ein­heit zurück­kom­men, fin­det der Mensch im tiefs­ten Sinne wie­der zu sich selbst. Was bedeu­tet das für die Gesund­heit? Aus­ge­hend von der Annahme, dass jede Zelle des Kör­pers von sich aus genau weiß, was "rich­tig" ist, wird durch die Bewusst­wer­dung des kör­per­li­chen Seins bzw. das Zusam­men­füh­ren von Kör­per und Geist die­ses Wis­sen akti­viert und so Gesund­heit "von selbst" her­bei­ge­führt. (Der Begriff des Selbst knüpft an die Lehre von C.G. Jung, wird aber auch in bud­dhis­ti­schen Tra­di­tio­nen benutzt im Sinne vom (gött­li­chen) All-Einen.) Zu ver­mu­ten ist, dass selbst wenn man­che Zel­len aus wel­chen Grün­den auch immer die eine oder andere Infor­ma­tion ver­lo­ren haben, dies aus Schich­ten des so genann­ten Kol­lek­ti­ven Unbe­wuss­ten aus­ge­tauscht wer­den kann. Meine Erfah­rung aus der Atem­ar­beit ist, dass man oft wie in einem Film zuschauen kann, wie die innere Ord­nung bzw. Gesund­heit und die damit ver­bun­dene Vita­li­tät wie­der her­ge­stellt wird, was oft in Bruch­tei­len von Sekun­den geschieht. Bis der Kör­per des Patien-ten/Schülers jedoch diese Methode erlernt hat, kön­nen je nach geistig-seelischem Ent-wicklungsstand meh­rere Wochen bis Monate ver­ge­hen. Doch ist der dann erzielte Erkennt­nis– und Hei­lungs­pro­zess von immer wie­der höchst erstaun­li­chem, tief­grei­fen­dem und dau­er­haf­tem Erfolg. Die­ser Erfolg besteht vor allem darin, dass der Schüler/Patient gelernt hat, mit sich selbst in Kon­takt zu sein, folg­lich nicht mehr gegen sich selbst arbei­tet, was frü­her auf der unbe­wuss­ten Ebene zu körperlich-geistigen Fehl­hal­tun­gen oder gar zu Krank­heit geführt hat.

Atem­be­hand­lung zur geziel­te­ren Arbeit am Ener­gie­kör­per Damit das Bewusst­sein leich­ter in einer bestimm­ten Region des Kör­pers ver­wei­len kann, in der Ver­än­de­run­gen bewirkt wer­den sol­len, arbei­ten wir mit den Hän­den. Diese wer­den durch die Ent­wick­lung des Spür­be­wusst­seins so sen­si­tiv, dass sie die Atem­welle an jeder belie­bi­gen Stelle des Kör­pers wahr­neh­men und durch win­zige Mani­pu­la­tio­nen im unbe­wuss­ten Atem ent­spre­chende Kor­rek­tu­ren vor­neh­men kön­nen.

Die Arbeit mit der Stimme – Stimm­bil­dung durch Tönen Lernt der Schüler/Patient durch sanfte kör­per­li­che Übun­gen im oben beschrie­be­nen Pro­zess, sich selbst wahr­zu­neh­men, so erkennt er im zwei­ten Schritt, dass der Atem in diese bewuss­ten Leib­räume wie­der vol­ler ein­drin­gen kann (sehr geschätzt von Sän­gern, Schau­spie­lern, Musi­kern, Red­nern usw.), wodurch – wie wir oben gese­hen haben – die pure Lebens­en­er­gie ver­mehrt zuge­führt wird. Die­ses fin­det in Tiefe und Inten­si­tät seine Erwei­te­rung durch das soge­nannte Tönen: Man lässt den Ausa­tem in einem bestimm­ten Tonus über die Stimm­bän­der strei­fen. Hier­durch wird der Vor­gang des Ausa­tems we-sentlich ver­län­gert, so dass die Kör­per­zel­len ent­spre­chend mehr Zeit haben, sich von ver­brauch­tem Sau­er­stoff, an den die Schlack­stoffe ja gebun­den sind, zu ent­lee­ren. Das hier­durch ent­stan­dene zel­lu­läre Vakuum lässt den fol­gen­den Eina­tem wesent­lich kräfti-ger und vol­ler wer­den. Wir kön­nen sicher die dop­pelte Menge Sau­er­stoff auf­neh­men, der natür­lich sämt­li­che Lebens­pro­zesse in uns för­dert. Ein Grund, warum wir uns durch die Stimm­ar­beit ent­spre­chend vita­ler füh­len.

Jeder Ton, jeder Vokal, jeder Kon­so­nant bewirkt in unse­rem Gewebe einen ganz bestimm­ten Tonus und bringt uns in seine ihm eigene Schwin­gung. So kann man ganz gezielt kör­per­li­che und auch see­li­sche Berei­che ins Schwin­gen brin­gen, was zu einem sehr fei­nen inne­ren Vibrie­ren führt. Stark rei­ni­gend von der fein­stoff­li­chen auf die mate­ri­elle Ebene wir­kend. Aber auch z.B. Gebur­ten wer­den durch Tönen als wesent­lich ange­neh­mer, schmerz– und kom­pli­ka­ti­ons­freier erlebt.

Wel­che Rolle spielt Prana in die­sem Zusam­men­hang? Prana, wir ken­nen die­sen Begriff aus fern­öst­li­chen Phi­lo­so­phien, z.B. dem Yoga, bedeu­tet nichts ande­res als Lebens­en­er­gie. Man­che nen­nen sie gött­lich. Diese Lebens­en­er­gie ist in allem ent­hal­ten: in Pflan­zen, Tie­ren, der Luft, dem gan­zen Kos­mos. Trä­ger die­ses Prana ist der Atem. Wenn wir uns in unse­rem Inne­ren unse­rer selbst bewusst wer­den, erwei­tern sich unsere kör­per­li­chen Innen­räume, und der Atem kann wie­der frei und un-gehindert flie­ßen, mit­samt sei­nem Prana, mit­samt sei­ner (gött­li­chen) Lebens­en­er­gie. Kön­nen sie sich vor­stel­len wie ein Organ rea­giert, wenn es genü­gend Raum für sein Dasein hat, es wie­der rich­tig beat­met wird und somit ein Viel­fa­ches von jener Ener­gie erhält, die sein Leben bewirkt? Es ist der Unter­schied zwi­schen einem ein­ge­eng­ten, bedrück­ten Leben auf Spar­flamme und einem erfüll­ten, rei­chen Leben vol­ler Ener­gie und Lebens­freude – für ein Organ, für alle Organe, für Teile des Orga­nis­mus, für den gesam-ten Men­schen. Keine Frage, dass sich die Art und Weise des Daseins auch auf unser Umfeld unmit­tel­bar aus­wirkt: auf Fami­lie, Freunde, Arbeits­welt …

Atem­ar­beit schult Wahr­neh­mung, Intui­tion und Gefühl Atem­the­ra­peu­ten wer­den oft gebe­ten oder gar gedrängt, sich dem gesund­heit­li­chen oder dem psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Sek­tor zuzu­ord­nen, manch­mal sogar gefragt: "Oder seid ihr eine phi­lo­so­phi­sche Grup­pie­rung?"

Wie aber hof­fent­lich aus dem Vor­her­ge­sag­ten deut­lich wurde, ist Atem ein Bin­de­glied von Kör­per, Seele und Geist und tan­giert somit alle drei Berei­che bzw. führt sie (wie­der) zusam­men. Jeder die­ser Wis­sen­schafts­be­rei­che führte im Laufe der Ent­wick­lung zu immer tie­fe­rer Spe­zia­li­sie­rung und damit Sepa­rie­rung von ande­ren For­men, Aus­drü­cken des Seins. Dabei wurde die ursprüng­li­che Ein­heit­lich­keit, die allem Sein zugrunde liegt, aus dem Auge ver­lo­ren.

So wie ein Indi­vi­duum Zugang fin­det zu die­sem All-Einen, fin­det es durch diese schöp­fe­ri­sche Urkraft Zugang zu allem ande­ren Leben schlecht­hin. Ob Mensch, Tier oder Pflanze, das "eigent­lich Mensch­li­che" wohnt jedem Lebe­we­sen inne. Sie alle sind durch noch wenig erforschte Fäden mit­ein­an­der ver­knüpft, durch die eine unmit­tel­bare Kom­mu­ni­ka­tion auf der Ebene der Emo­tio­nen, Instinkte und der Intui­tion erfolgt. Diese Form der Kom­mu­ni­ka­tion ist in der Regel unbe­wusst, funk­tio­niert aber wesent­lich schnel­ler, weil sie nicht unbe­dingt über das Sprach­zen­trum läuft. Es fin­den sich hier unge­ahnte Res­sour­cen der Kraft, die noch kaum genutzt wer­den.

In der Atem­ar­beit wer­den genau diese Fähig­kei­ten ent­wi­ckelt. Man lernt z.B. instink­tiv das Rich­tige zu ver­an­las­sen bzw. zu tun. Eine sehr geschätzte Fähig­keit, wenn schnel­les Han­deln gefragt ist oder wenn das intel­lek­tu­elle Abwä­gen zu kei­ner Lösung führt. Vor allem in hei­len­den Beru­fen spielt die Intui­tion eine sehr wesent­li­che Rolle, z.B. wenn es darum geht, zu ent­schei­den, wel­ches von den 2.400 homöo­pa­thi­schen Mit­teln bei einem Pati­en­ten zum Ein­satz kom­men soll. Berei­chert wer­den diese klas­sisch "weib­li­chen" Eigen­schaf­ten (weib­lich im Sinne des chi­ne­si­schen Yin) durch das mit­tels Samm­lung und Atem ent­stan­dene Bewusst­sein, das nun­mehr in die Gesamt-Persönlichkeit inte­griert wer­den kann. Umge­kehrt erfährt das Bewusst­sein einen enor­men Zuwachs durch die Kraft, Vita­li­tät, Inspi­ra­tion und Krea­ti­vi­tät der unbe­wusst schlum­mern­den Kräfte. So führt die Atem­ar­beit als ver­bin­den­des Ele­ment den Men­schen wie­der in seine ursprüng­li­che Ein­heit, die Ein­heit mit sich selbst und zugleich mit allem Leben schlecht­hin.

Atem­schu­lung – für wen? Künst­le­risch Die Ein­heit von Kör­per und Geist bewirkt auto­ma­tisch die ersehnte Büh­nen­prä­senz, das Publi­kum fühlt sich nicht vom Büh­nen­ge­sche­hen abge­schnit­ten, weil es ja auf der rein mensch­li­chen Ebene ange­spro­chen ist. Der Kör­per des Schau­spie­lers ist geer­det, er wirkt natür­lich und geschmei­dig. Der Atem durch­strömt den gan­zen Kör­per bis hin­un­ter in den Becken­bo­den. Ein ener­ge­tisch "offe­ner Kör­per" ist ein her­vor­ra­gen­der Reso­nanz­raum, aus dem her­aus die Stimme kraft­voll, warm und durch­drin­gend erklingt. Auch lange Text­pas­sa­gen kön­nen mühe­los gespro­chen wer­den.

Pro­fes­sio­nelle Sän­ger ken­nen in der Regel ihre Kör­per­räume, die sich nicht so recht öff­nen wol­len. Für die Atem­the­ra­peu­tin ist es kein Pro­blem, dem Bewusst­sein mit eini­gen geziel­ten Hand­grif­fen auf die Sprünge zu hel­fen. Aber auch Red­ner fin­den durch den rech­ten Klang ihrer Stimme mehr Gehör. Ihre Rede wird leben­dig, wodurch die Auf­merk­sam­keit der Zuhö­rer auto­ma­tisch gefes­selt wird. 80 % der Effek­ti­vi­tät einer Rede lie­gen bekannt­lich am Wohl­klang der Stimme des Red­ners bzw. der Prä­senz sei­ner Per­son. Ver­mag er die Wis­sens­ebene sei­ner Zuhö­rer zu errei­chen oder die viel tie­fer lie­gen­den Schich­ten des "eigent­lich Mensch­li­chen"? Natür­lich wis­sen auch Red­ner den lan­gen Atem zu schät­zen.

Per­sön­lich Ob man eine atem­the­ra­peu­ti­sche Fort­bil­dung aus gesund­heit­li­chen oder künst­le­ri­schen Ambi­tio­nen ver­folgt, jeder pro­fi­tiert von der Atem– und Stimm­ar­beit, weil die per­sön­li­che Ent­wick­lung in jeder Hin­sicht geför­dert wird: see­lisch, geis­tig und kör­per­lich. Denn man lernt durch die eigene Erfah­rung mit sich selbst. Die Gesund­heit wird gestärkt, das posi­tive Lebens­ge­fühl gestei­gert, die Sinn­frage zuneh­mend geklärt.
Die Atem­ar­beit als ver­bin­den­des Ele­ment führt den Men­schen wie­der in seine ursprüng­li­che Ein­heit, die Ein­heit mit sich selbst, mit ande­ren Men­schen (Tie­ren, Pflan­zen etc…) und zugleich mit allem Leben schlecht­hin.

Medi­zi­nisch Phar­ma­zeu­ti­sche Pro­dukte sind sym­ptom­be­zo­gen, die soge­nannte Apparate-Medizin lässt das eigent­lich Mensch­li­che außer Acht, wor­un­ter viele Pati­en­ten bewusst oder unbe­wusst lei­den. Wäh­rend bewuss­tes Lei­den die Chance zu Ver­ar­bei­tung und Inte­gra­tion in sich birgt, führt unbe­wuss­tes Lei­den erneut zu kör­per­li­cher und/oder see­li­scher Krank­heit. Auch hier fin­det die Atem­the­ra­pie leicht zur Lösung. Indem der Mensch sein Lei­den in der Tiefe erkennt, löst es sich auf und "Hei­lung" geschieht auf wun­der­bare Weise, die nach klassisch-medizinischen Gesichts­punk­ten nicht immer nach­voll­zo­gen wer­den kann.

Der Bedarf ist also sicher bei Pati­en­ten zu sehen, die mit her­kömm­li­chen Metho­den keine Hei­lung fin­den konn­ten, aber sicher auch bei jenen Men­schen, die keine Mes­ser an ihrem Kör­per mögen und auch keine che­mi­sche Beein­flus­sung ihres Seins. Der Bedarf liegt bei all jenen, die durch Medi­ta­tion, durch Yoga, Tai Chi, Kör­per­psy­cho­the­ra­pien oder durch andere natur­heil­kund­li­che Hei­lungs­ver­fah­ren die Ein­heit ihres Seins erfah­ren oder erahnt haben. Die Zahl sol­cher Men­schen steigt seit eini­gen Jah­ren enorm, man­che glau­ben sogar am Beginn eines neuen Zeit­al­ters zu ste­hen, näm­lich dem Zeital-ter der Mensch­lich­keit.
Der Bedarf ist aber auch bei Men­schen aus hei­len­den Beru­fen zu sehen, die das Spek­trum ihrer Heil­me­tho­den erwei­tern oder die den Zugang zu den Quel­len ihrer Heil­kunst fin­den möch­ten. So ist die ange­bo­tene Form der Atem­the­ra­pie eine sehr gute Zusatz-ausbildung bzw. Fort­bil­dung für Heil­prak­ti­ker, Ärzte, Phy­sio­the­ra­peu­ten, Mas­seure u.ä.

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