Die Geschichte des TAI­JI­QUAN im Über­blick

Das Prak­ti­zie­ren des Tai Chi ist heute sehr popu­lär gewor­den und wird immer mehr zu einer der welt­weit ver­brei­tets­ten Übun­gen für die Erhal­tung der Gesund­heit. Der Arti­kel bie­tet einen Über­blick über die Ursprünge und his­to­ri­sche Ent­wick­lung des Tai Chi.

Eine der tra­di­tio­nel­len Legen­den besa­gen, dass Taiji von dem legen­dä­ren CHANG SAN FENG, einem Wudang-Taoisten, im 12. Jahr­hun­dert begrün­det wurde, nach­dem er den Kampf einer Schlange mit einem Kra­nich beob­ach­tet hatte. Andere Quel­len berich­ten über Chang San Feng, dass er immer sehr unor­dent­lich geklei­det war und des­halb auch Chang La Ta (schlam­pi­ger Chang) genannt wurde. Er trug aus­schließ­lich Mönchs­ge­wän­der und war groß und kräf­tig, ent­we­der ver­speiste er Unmen­gen von Nah­rungs­mit­teln oder nahm einige Monate über­haupt nichts zu sich. Immer wenn er bei den Leu­ten schon fast in Ver­ges­sen­heit gera­ten war, kehrte er zurück, um sich unter sie zu mischen und Spaß mit ihnen zu haben.
Es wird gesagt, dass er irgend­wann mit sei­nen Schü­lern in die Wudang Berge ver­schwun­den ist. Als 1392 der erste Kai­ser der Ming Dynas­tie von ihm hörte, schickte er Leute in die Berge, um nach ihm suchen zu las­sen, doch Chang San Feng wurde nie gefun­den.

Die nächste große Per­sön­lich­keit der Taiji-Legende nach Chang San Feng war CHEN WANG TING, das Ober­haupt der 9. Gene­ra­tion des Chen-Familienklans in der Pro­vinz Honan. Chen Wang Ting war Gene­ral in der Armee der Ming Dynas­tie. Nach der mili­tä­ri­schen Nie­der­lage der Ming Dynas­tie 1644 gegen die Man­dschu­ren, zog sich Chen nach Chen­jia­gou (Hei­mat­dorf der Chen-Familie) zurück und benutzte sein mili­tä­ri­sches Trai­ning um Mit­glie­der sei­nes Clans in bestimm­ten Kampf­an­wen­dun­gen zu unter­wei­sen. Die Anwen­dun­gen basier­ten auf dem Rot-Faust-Stil des nah­ge­le­ge­nen Shaolin-Tempels, kom­bi­niert mit den Box-Techniken des berühm­ten Gene­rals Chi Ji Guang.

Es wird wei­ter berich­tet, dass ein rei­sen­der Tao­ist mit dem Namen CHUAN FA Chen­jia­gou besuchte und dem Chen-Clan bei­brachte, wie man tao­is­ti­sche Prin­zi­pien in die Kampf­tech­ni­ken des Chen-Boxens mit­ein­be­zie­hen konnte. Durch diese Fusion ent­stand der eigent­li­che Ursprung des TAI­JI­QUAN. Es gilt heute als unum­strit­ten, dass alle wei­te­ren Tai Chi-Formen und Stile aus die­sem ursprüng­li­chen Chen-Stil Taiji ent­stan­den sind.

Bis zu Beginn des letz­ten Jahr­hun­derts war Taiji eine geheim­ge­hal­tene Kunst, die nur an enge Fami­li­en­mit­glie­der oder an die bes­ten Schü­ler wei­ter­ge­ge­ben wurde. Mit der Zunahme von Feu­er­waf­fen, nahm die Bedeu­tung von Mar­tial Arts(-Kampfkünsten) rapide ab.
Einige alte Meis­ter merk­ten, dass ihre Künste an Bedeu­tung ver­lo­ren und fin­gen an, nicht mehr nur in klei­nen Krei­sen, son­dern offen – für die All­ge­mein­heit – zu unter­rich­ten.

Heute ist das Prak­ti­zie­ren des Taiji sehr popu­lär gewor­den und wird immer mehr zu einer der welt­weit ver­brei­tets­ten Übun­gen für die Erhal­tung der Gesund­heit.

Wel­che Form oder wel­chen Stil des Taiji man auch immer aus­üben mag, der erste Schritt ist, die soge­nann­ten äuße­ren Bewe­gun­gen oder die Form zu ler­nen. Danach geht es um die Meis­te­rung und Per­fek­tio­nie­rung des Taiji, was die Ein­be­zie­hung von Ener­gie in jeden Schritt und jede Posi­tion bedeu­tet. Die­sen Pro­zess nennt man Nei Gong (Innere Arbeit).
Nei Gong ist der Vor­gang, der Taiji ein­zig­ar­tig macht, und der es von ande­ren äuße­ren For­men der Mar­tial Arts unter­schei­det.
Das Nei Gong des Taiji nicht zu ler­nen, ist wie den Blick in die Aus­ter aus­zu­las­sen, in der sich eine wun­der­schöne Perle befin­det.

Enveda.de hat für Lieferung, Warenqualität und Kundenservice die Note "Sehr gut" (4.85 von 5.00) durch 19 Trusted Shops-Bewertungen erhalten.