Der Kli­ma­wan­del und seine Fol­gen – Eine Bestands­auf­nahme

Stürme, Über­schwem­mun­gen, Wald­brände, Hit­ze­wel­len und schmel­zende Glet­scher: die Kata­stro­phen­mel­dun­gen schei­nen sich in den letz­ten Jah­ren zu häu­fen. Anzei­chen der glo­ba­len Erwär­mung oder droht uns die nächste Eis­zeit? Nicht nur Wis­sen­schaft­ler und Jour­na­lis­ten äußern sich zu die­sem The­men­kom­plex, immer öfter ent­de­cken auch Roman­au­to­ren und Fil­me­ma­cher die Chance, ihr Publi­kum für den Kli­ma­wan­del und seine Fol­gen zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Stürme, Über­schwem­mun­gen, Wald­brände, Hit­ze­wel­len und schmel­zende Glet­scher: die Kata­stro­phen­mel­dun­gen schei­nen sich in den letz­ten Jah­ren zu häu­fen. Anzei­chen der glo­ba­len Erwär­mung oder droht uns die nächste Eis­zeit? Nicht nur Wis­sen­schaft­ler und Jour­na­lis­ten äußern sich zu die­sem The­men­kom­plex, immer öfter ent­de­cken auch Roman­au­to­ren und Fil­me­ma­cher die Chance, ihr Publi­kum für den Kli­ma­wan­del und seine Fol­gen zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Nach wochen­lan­gem Dau­er­re­gen wird Man­hat­tan von einer meter­ho­hen Flut­welle über­spült. Aus Regen wird Schnee, und der Big Apple erstarrt inner­halb kür­zes­ter Zeit zur unwirt­li­chen Eis­wüste. Ein Schick­sal, das die ame­ri­ka­ni­sche Metro­pole mit der gesam­ten nörd­li­chen Hemi­sphäre teilt. So malt sich Regis­seur Roland Emme­rich in sei­nem Film "The Day After Tomor­row" die nächste Eis­zeit aus. Inspi­riert wurde er durch das Buch "Sturm­war­nung" der ame­ri­ka­ni­schen Jour­na­lis­ten Art Bell und Whit­ley Strie­ber. Darin beschrei­ben die bei­den, wie sich ein Ver­sie­gen des wär­men­den Golf­stroms auf die glo­bale Wet­ter­lage aus­wir­ken kann.
Der Spa­nier Ponce de Leon ent­deckte 1513 die warme Mee­res­strö­mung, die am Golf von Mexiko ent­springt und von dort die US-Ostküste hin­auf­fließt, um dar­auf den Atlan­tik zu über­que­ren, wo sie sich ver­zweigt. Ein "Ast" fließt als nord­at­lan­ti­scher Strom hin­auf bis Nor­we­gen. Das warme Was­ser sorgt für ein gemä­ßig­tes Klima. Um einen Tem­pe­ra­tur­ab­fall her­vor­zu­ru­fen, muss der Golf­strom nicht ver­sie­gen; eine Ver­än­de­rung in sei­nem Ver­lauf hätte schon einen ähn­li­chen Effekt.

Droht uns wirk­lich die nächste Eis­zeit?
Kli­ma­for­scher sagen ja – aber nicht in den nächs­ten zehn, zwan­zig oder hun­dert Jah­ren. Tat­säch­lich erga­ben 3 km tiefe Boh­run­gen im Per­ma­frost der Ant­ark­tis, dass es offen­bar erst in rund 15.000 Jah­ren soweit sein soll. Was nicht heißt, dass die glo­bale Erd­er­wär­mung die­sen Pro­zess nicht beschleu­ni­gen kann und wird. Um zu die­sem Ergeb­nis zu gelan­gen, ver­glich ein euro­päi­sches For­scher­team die cha­rak­te­ris­ti­schen Kli­ma­ver­än­de­run­gen mit heu­ti­gen Daten glo­ba­ler Umwelt­be­din­gun­gen.
Die Wis­sen­schaft­ler holen für ihre Unter­su­chun­gen so genannte Eis­kerne von bis zu 3 km Länge und 10 cm Durch­mes­ser aus dem gefro­re­nen Boden des Süd­pols. Die­ses Eis besteht aus zusam­men­ge­press­ten Schnee­flo­cken, die in denn letz­ten Jahr­tau­sen­den gefal­len sind und dabei Luft­par­ti­kel auf­ge­nom­men haben. Aus den Schnee­flo­cken wird schließ­lich Eis, das Luft und Schwe­be­stoffe in klei­nen Bläs­chen kon­ser­viert. Aus der jewei­li­gen Zusam­men­set­zung im Eis las­sen sich schließ­lich Rück­schlüsse auf kli­ma­ti­sche Bedin­gun­gen zie­hen, wie bei­spiels­weise diese: In den letz­ten 740.000 Jah­ren hat die Erde acht Eis­zei­ten erlebt. In den zurück­lie­gen­den 400.000 Jah­ren waren die wär­me­ren Perio­den zwi­schen den Eis­zei­ten durch Tem­pe­ra­tu­ren gekenn­zeich­net, die den heu­ti­gen sehr nahe kom­men.
In einem nächs­ten Schritt wol­len die Wis­sen­schaft­ler aus den im Eis kon­ser­vier­ten Bläs­chen außer­dem Rück­schlüsse auf die Ver­än­de­run­gen in der Zusam­men­set­zung der Erd­at­mo­sphäre zie­hen. So hof­fen sie, Vor­her­sa­gen auf künf­tige Kli­ma­wand­lun­gen machen zu kön­nen.

Eher Back­ofen als Kühl­schrank
Also Ent­war­nung? Kein plötz­li­cher Käl­te­ein­bruch à la Hol­ly­wood? Der bri­ti­sche Umwelt-Journalist Mark Lynas hat zu Roland Emme­richs Vision und zur Schwarz­ma­le­rei sei­ner ame­ri­ka­ni­schen Kol­le­gen Bell und Strie­ber eines Super­sturms als Aus­lö­ser für diese glo­bale Kata­stro­phe eine klare Mei­nung: "Alles Non­sens! Wir soll­ten uns viel mehr Gedan­ken um eine glo­bale Erwär­mung machen."
Für sein Buch "High Tide", das iro­ni­scher­weise in Deutsch­land den glei­chen Titel ("Sturm­war­nung") wie die Ver­öf­fent­li­chung von Bell und Strie­ber trägt, reiste Lynas an glo­bale Brenn­punkte, um sich mit eige­nen Augen von den Aus­wir­kun­gen des Treib­haus­ef­fek­tes zu über­zeu­gen, und musste zu sei­nem Schre­cken fest­stel­len, dass sie sich bereits exis­tenz­be­dro­hend für die Inuit in Alaska und die Bewoh­ner der Pazi­fi­schen Insel­gruppe Tuvalu aus­wir­ken.
"Ganze Inseln ver­sin­ken im Meer", ärgert sich Mark Lynas. "Durch das Abschmel­zen der Pol­kap­pen steigt der Mee­res­spie­gel an. Erst ein­mal nicht viel, aber mit der Zeit wird es für die Bewoh­ner von Tuvalu lebens­be­droh­lich." Mit eige­nen Augen konnte sich der enga­gierte Brite davon über­zeu­gen, wie sich das Meer­was­ser durch das Grund­was­ser nach oben drückt und damit die Fel­der, auf denen die Insu­la­ner ihr Haupt­nah­rungs­mit­tel, die Palaka-Pflanze, anbauen, durch den hohen Salz­ge­halt unfrucht­bar macht. Regel­mä­ßig unter­spült die Flut die Dei­che und über­flu­tet die Sied­lun­gen.

Tau­ende Glet­scher
1980 foto­gra­fierte Mark Lynas Glet­scher in den Ber­gen Perus. 20 Jahre spä­ter machte er von den glei­chen Stel­len erneut Bil­der und war ent­setzt. Nur zu deut­lich zeigte sich, wie die Glet­scher all­mäh­lich ver­schwin­den. Ein Phä­no­men mit glo­ba­len Aus­ma­ßen, das mitt­ler­weile alle Hoch­ge­birgs­züge betrifft. Für den Rück­gang der Eis­de­cke machen Wis­sen­schaft­ler aus­blei­bende Schnee­fälle im Win­ter ebenso wie zu heiße Som­mer und ganz­jäh­rige starke Nie­der­schläge ver­ant­wort­lich.
Wie sehr die Alpen bereits bedroht sind, zeigt eine Aus­stel­lung der "Gesell­schaft für öko­lo­gi­sche For­schung" im Alpi­nen Museum auf der Münch­ner Pra­ter­in­sel, die ähn­lich wie Mark Lynas die Ver­än­de­run­gen über Jahre hin­weg in Bil­dern doku­men­tiert hat.

Land unter im Süd­see­pa­ra­dies
"Tuvalu könnte sich als eins der kurz­le­bigs­ten Län­der der Geschichte erwei­sen", unkt Lynas. Wie Recht er damit hat, bewies ihm ein Besuch auf der Insel Tepuka Svi­li­vili, deren Vege­ta­tion den Kampf gegen das Salz­was­ser ver­lo­ren hat. Übrig geblie­ben ist eine unfrucht­bare und unbe­wohn­bare Ödnis, die nach und nach im Ozean ver­sinkt. "Die Leute von Tuvalu den­ken ernst­haft über eine Umsied­lung nach", berich­tet Lynas. "Das bedeu­tet, sie müs­sen nicht nur ihre Hei­mat ver­las­sen, son­dern geben auch ein gro­ßes Stück ihrer Kul­tur auf."
Ein Besuch bei den Inuit in Alaska kon­fron­tierte den Jour­na­lis­ten aus Oxford mit wei­te­ren Kata­stro­phen. Wie in vie­len Berg­re­gio­nen ist auch in Alaska der so genannte Per­ma­frost dafür ver­ant­wort­lich, dass der Boden und Hänge immer sta­bil blei­ben. Taut jedoch die­ser Per­ma­frost, rut­schen ganze Berg­flan­ken ab oder – wie in Fair­banks und Umge­bung – gibt der Boden nach. Die Häu­ser sen­ken sich ab und wer­den unbe­wohn­bar. Der tau­ende Boden wird außer­dem was­ser­durch­läs­sig, ganze Seen lau­fen auf diese Weise leer und "ver­schwin­den" ein­fach. Mit den Seen gehen auch die Fisch­be­stände zurück.
Die Schä­den durch den Kli­ma­wan­del sind in Alaska über­deut­lich, doch die Poli­ti­ker tun sich schwer, gegen die dro­hende Kata­stro­phe anzu­steu­ern. "Die Öl-Industrie ist nicht nur enorm ein­fluss­reich, sie bringt auch viele Arbeits­plätze. Eine heikle Situa­tion für die Poli­ti­ker, die nur zu genau wis­sen, wie abhän­gig die Wirt­schaft in die­ser Region von der Erd­öl­för­de­rung ist", gibt Mark Lynas zu beden­ken.

Was kön­nen wir tun?
"Jeder kann etwas tun", appel­liert Lynas. "Wir kön­nen schon in den eige­nen vier Wän­den Ener­gie spa­ren, und wir kön­nen uns für alter­na­tive Ener­gie­quel­len ent­schei­den. Außer­dem kann jeder in sei­ner Gemeinde und den Poli­ti­kern Druck machen. Je mehr Leute den Mund auf machen, desto mehr lässt sich errei­chen!"


Alter­na­tive Ener­gien – eine unter­schätzte Per­spek­tive

Wave Dra­gon – Mee­res­wel­len pro­du­zie­ren Strom
1987 hatte der däni­sche Inge­nieur Erik Friis-Madsen eine geniale Idee: Warum nicht die Wel­len­kraft nut­zen, um Tur­bi­nen anzu­trei­ben und so Strom zu erzeu­gen? Mitte der 90er Jahre hat sich eine inter­na­tio­nale For­scher­gruppe (dar­un­ter Fach­leute aus Skan­di­na­vien, Deutsch­land, Groß­bri­tan­nien, Irland und Öster­reich) zusam­men­ge­fun­den. 2003 wird ein ers­ter Pro­to­typ im däni­schen Fjord Nis­sum Bred­ning ver­an­kert. Drei Jahre lang soll die kleine Ver­sion erprobt wer­den. 2006 könnte dann die erste große Anlage instal­liert wer­den, die um sie­ben Mega­watt pro­du­zie­ren und damit rund das Vier­fa­che einer Wind­kraft­an­lage lie­fern kann.

Solar­an­la­gen – die Wärme kommt vom Dach
Nach einem so son­nen­rei­chen Som­mer wie 2003 kann sich jeder, der eine Solar­an­lage auf sei­nem Ein– oder Mehr­fa­mi­li­en­haus instal­liert hat, über genug Wärme und Ener­gie freuen, die um ein Viel­fa­ches den eige­nen Ver­brauch über­steigt. Die Instal­la­ti­ons– und War­tungs­kos­ten loh­nen sich, denn sie sind bei wei­tem nicht so hoch, wie die jähr­li­che Öl-, Gas– oder Strom­rech­nung der gro­ßen Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men. (Siehe hierzu auch Inter­view mit Franz Alt in Visio­nen 6/03)

Wind­kraft – umstrit­tene Ener­gie­ge­win­nung
Natur­freun­den sind die Wind­kraft­an­la­gen ein Dorn im Auge, denn sie sind nicht nur unat­trak­tiv (allein in Schles­wig Hol­stein ver­un­stal­ten 7.500 Anla­gen die Land­schaft), son­dern auch nicht gerade leise und sol­len so man­chen Vogel schwer irri­tie­ren. Letz­te­res sorgt für reich­lich Dis­kus­si­ons­stoff zwi­schen Tier­schüt­zern und den Betrei­ber­ge­sell­schaf­ten, die behaup­ten, Vögel kämen ganz gut mit den neuen Bedin­gun­gen zurecht. Im Gegen­satz zu Wel­len– oder Solar­an­la­gen sind Wind­rä­der extrem von der Wit­te­rung abhän­gig. Kein Wind, kein Strom. Auch so genannte Offshore-Anlagen, die vor den Küs­ten ins Meer gebaut wer­den, kön­nen nur ren­ta­bel arbei­ten, wenn ihre Flü­gel kräf­tig ange­trie­ben wer­den. Wenn es klappt, kann eine Offshore-Anlage bis zu 1200 Kilo­watt Strom pro­du­zie­ren.

Natür­li­che Erd­wärme nut­zen
Schon in fünf Kilo­me­tern Tiefe kön­nen Tem­pe­ra­tu­ren um die 250 Grad herr­schen. Ein For­scher­team will am Rhein­gra­ben bis 2006 eine Anlage errich­ten, die bis zu sechs Mega­watt Strom­leis­tung erzeu­gen kann. Dazu wird in die natür­li­chen Brü­che im hei­ßen Gestein mit Hoch­druck Was­ser gespritzt, das sich auf diese Art erwärmt. Über zwei För­der­ka­näle wird es zu einem Wär­me­tau­scher trans­por­tiert, der es in Dampf umwan­delt, der wie­derum eine Tur­bine zur Strom­er­zeu­gung antreibt.

Kli­ma­schutz fängt im Klei­nen an:
Zu einer "Aktion Kli­ma­schutz" haben sich 2002 die Deut­sche Ener­gie Agen­tur, das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rium und die Deut­sche Bahn zusam­men­ge­schlos­sen. Das Ziel: umfas­sende Infor­ma­tio­nen rund um das Thema Ener­gie­spa­ren. Auf der Home­page www.aktion-klimaschutz.desteht umfas­sen­des Info­ma­te­rial zur Ver­fü­gung, wie jeder schon im eige­nen Haus­halt Ener­gie spa­ren kann (z. B. durch Kochen nur mit Deckel auf dem Topf, Ener­gie­spar­lam­pen, Ther­mo­state für die Heiz­kör­per oder Was­ser­stopp für die Dusche), sich aber auch an Pro­jek­ten zum Kli­ma­schutz betei­li­gen kann. Ein Bro­schü­ren­pa­ket (auch für den Ein­satz in Schu­len und Kin­der­gär­ten) kann kos­ten­los bei den Exper­ten der Deut­schen Ener­gie Agen­tur ange­for­dert wer­den: Hot­line 08 00/073 67 34, Chaus­see­str. 128 a, 10115 Ber­lin.

Die Natur schlägt zurück – im Roman
Lang­sam eta­bliert sich in der Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur ein neues Genre: der Ökothril­ler. 2002 lan­dete der fran­zö­si­sche Philosophie-Professor Denis Mar­quet mit einer apo­ka­lyp­ti­schen Vision einer sich mit allen Mit­teln weh­ren­den Erde einen Über­ra­schungs­er­folg. "Der Zorn" beschreibt unse­ren Lebens­raum als einen Orga­nis­mus, der nur als Gan­zes funk­tio­nie­ren kann. Doch der Mensch hat schon zu sehr in das große Ganze ein­ge­grif­fen, da bleibt der Erde nur noch die Chance, diese unlieb­sa­men Bewoh­ner abzu­schüt­teln, "wie ein Hund seine Flöhe." Erd­be­ben, Sturm­flu­ten, eine ver­gif­tete Vege­ta­tion, Haus­tiere, die sich gegen ihre Besit­zer wen­den – plötz­lich sieht sich der Mensch mit der Tat­sa­che kon­fron­tiert, dass all sein aka­de­mi­sches Wis­sen, seine Waf­fen und Stra­te­gien nutz­los sind. Ein Scha­mane zeigt der Eth­no­lo­gin Marie wäh­rend einer Tran­ce­reise, was pas­sie­ren wird, wenn die Men­schen nicht end­lich umden­ken und sich nicht als Herr­scher über, son­dern als Teil der Erde ver­ste­hen.
Der Köl­ner Autor Frank Schät­zing hat sich für sei­nen Roman "Der Schwarm" das Meer als Schau­platz aus­ge­sucht. Denn die Tief­see ist uns frem­der als die Rück­seite des Mon­des. Aus­ge­rech­net die nied­rigste Lebens­form der Mikro­or­ga­nis­men schließt sich zu einem glo­bal agie­ren­den Orga­nis­mus zusam­men und setzt sich gegen den Feind vom Land zur Wehr. Sonst fried­li­che Wale grei­fen plötz­lich Fischer und Wha­le­wat­cher an. Muscheln zer­stö­ren die stärks­ten Schiffs­schrau­ben, gif­tige Qual­len tau­chen an Bade­strän­den auf, über Krab­ben über­tra­gene Viren ver­brei­ten sich in Win­des­eile und machen Metro­po­len wie New York zum Sperr­ge­biet. Wür­mer set­zen unter Was­ser Methan­gas frei und sor­gen dafür, dass mit dem Abrut­schen des nörd­li­chen Schelfs eine rie­sige Flut­welle Nord­eu­ropa heim­sucht. Eine Hand voll Wis­sen­schaft­ler ver­sucht der Ursa­che für all diese Erschei­nun­gen auf den Grund zu gehen und muss bald erken­nen, wie macht­los sie die­sen Mit­be­woh­nern des blauen Pla­ne­ten aus­ge­lie­fert sind. – Jah­re­lang hat Schät­zing für die­sen rund 1000 Sei­ten star­ken Ökothril­ler recher­chiert und mit jedem neuen Kapi­tel wird deut­li­cher, wie rea­lis­tisch seine Beschrei­bun­gen und wie nah wir ähn­lich kata­stro­pha­len Aus­wir­kun­gen sind, wenn wir nicht schnells­tens erken­nen, dass es aller­höchste Zeit ist, um das Ruder noch ein­mal her­um­zu­rei­ßen.


BUCH-TIPPS
Sach­bü­cher:
Mark Lynas, Sturm­war­nung – Berichte von den Brenn­punk­ten der glo­ba­len Kli­ma­ka­ta­stro­phe (Rie­mann)
John McN­eill, Blue Pla­net – die Geschichte der Umwelt im 20. Jahr­hun­dert (Cam­pus)

Bel­le­tris­tik:
Art Bell/Whitley Strie­ber, Sturm­war­nung
(Heyne)
Frank Schät­zing, Der Schwarm (Kie­pen­heuer & Witsch)
Denis Mar­quet, Der Zorn (Lübbe)

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