Der Cra­ni­o­sa­crale Rhyth­mus

Die Craniosacral-Behandlung ist eine sanfte, manu­elle Form der Kör­per­ar­beit. Sie kann in ihrer Viel­falt und Effek­ti­vi­tät als für sich ste­hende Behand­lung ange­wen­det oder mit ande­ren kom­bi­niert wer­den. Der Craniosacral-Rhythmus ist schon beim Fötus vor­han­den. Wenn wir unse­ren Kör­per ver­las­sen, ist sein Pul­sie­ren am längs­ten spür­bar, län­ger als Atem– und Herz­rhyth­mus.

Die Craniosacral-Behandlung ist eine sanfte, manu­elle Form der Kör­per­ar­beit. Sie kann in ihrer Viel­falt und Effek­ti­vi­tät als für sich ste­hende Behand­lung ange­wen­det oder mit ande­ren kom­bi­niert wer­den. Der Craniosacral-Rhythmus ist schon beim Fötus vor­han­den. Wenn wir unse­ren Kör­per ver­las­sen, ist sein Pul­sie­ren am längs­ten spür­bar, län­ger als Atem– und Herz­rhyth­mus.
Behan­delt wird am gan­zen Kör­per, mit Schwer­punkt Schä­del (Cra­nium), Wir­bel­säule und Kreuz­bein (Sacrum), daher die Bezeich­nung Cra­ni­o­sa­cral. Die Anwen­dung erfolgt durch sehr sanfte Berüh­rung. In der Regel ent­spricht diese einem leich­ten Druck von einem bis drei Gramm. Das Cra­ni­o­sa­crale System umfasst äußer­lich die erwähn­ten knö­cher­nen Struk­tu­ren und inner­lich unsere Hirn– und Rücken­mark­häute mit ihrer Flüs­sig­keit (Liquor cere­bro­s­pina­lis). Der freie, unein­ge­schränkte Fluss des Liquors und die Bewe­gung der knö­cher­nen Teile des Cra­ni­o­sa­cra­len Sys­tems regu­liert zahl­rei­che lebens­wich­tige Kör­per­funk­tio­nen. Das Mem­bran­sys­tem der Hirn– und Rücken­mark­häute ist maß­ge­bend für Ent­wick­lung, Wachs­tum und Funk­ti­ons­fä­hig­keit des Gehirns und des Rücken­marks.
Die Liquor­flüs­sig­keit schützt unser Hirn und Rücken­mark, etwa bei einem Auf­prall oder bei Ver­let­zun­gen. Zudem nährt sie das Gehirn, das Rücken­mark und die ent­lang der Wir­bel­säule aus­tre­ten­den Ner­ven­en­den. Die Volu­men­schwan­kung der Hirn­flüs­sig­keit bewegt die Schä­del­kno­chen und bewirkt den Craniosacral-Rhythmus, der mit sechs bis zwölf Zyklen pro Minute durch den gan­zen Kör­per pul­siert.
Durch die Behand­lung wer­den Ein­schrän­kun­gen und Blo­cka­den im Cra­ni­o­sa­cra­len System auf­ge­ho­ben. Das zen­trale Ner­ven­sys­tem des Kör­pers wird unter­stützt, Selbst­re­gu­la­tion, Selbst­hei­lungs­kräfte und unsere Immun­stärke wer­den geför­dert. Auch schafft die sub­tile Unter­stüt­zung der natür­li­chen Bewe­gung der Schä­del­kno­chen gleich­zei­tig mehr Platz im Gehirn. Von die­ser Wei­tung an ihren Ein­tritts­stel­len pro­fi­tie­ren die Hirn­ar­te­rien; die Hirn­ner­ven und –venen pro­fi­tie­ren davon an ihren zahl­rei­chen Aus­tritts­stel­len.
Die Cra­ni­o­sa­crale Behand­lung setzt an zen­tra­len Stel­len des Kör­pers (u.a. am Liquor­druck­sys­tem des Zen­tral­ner­ven­sys­tems) an und ver­hilft die­sem zu mehr Balance und Inte­gra­tion. Dadurch weist diese Kör­per­ar­beit ein gro­ßes Anwen­dungs­spek­trum auf. Sie ist wich­tig für Rege­ne­ra­tion und Gesund­er­hal­tung und wirk­sam bei der The­ra­pie von Beschwer­den und Krank­hei­ten.
Der Behan­delte führt die jewei­lige Sit­zung über die Bot­schaf­ten sei­nes Kör­pers, der Behan­delnde unter­stützt den Pati­en­ten ledig­lich in den Ent­span­nun­gen auf ver­schie­de­nen Ebe­nen. Es ist der »innere Arzt« des Kli­en­ten, wel­cher über Kör­per­si­gnale dem auf­merk­sa­men Behand­ler bei­steht und ihn an die Orte von Ein­schrän­kung und Ent­span­nung führt. Es ent­steht ein Raum der Stille, in dem Hei­lung für "Körper-Geist-Seele" gesche­hen kann.
Da der Cra­ni­o­sa­crale Rhyth­mus sehr sub­til pul­siert, ist Cra­ni­o­sa­crale Kör­per­ar­beit (CS-Körperarbeit) gleich­zei­tig eine Kör­per­be­wusst­seins­schule für den Kli­en­ten als auch eine Wahr­neh­mungs­schu­lung für den Behand­ler. Die CS-Körpertherapie wirkt auf vie­len ver­schie­de­nen kör­per­li­chen Ebe­nen har­mo­ni­sie­rend und selbst­re­gu­lie­rend. Emo­tio­nen, wich­tige Ein­sich­ten oder der Ver­lauf von Ener­gien im eige­nen Kör­per kön­nen deut­lich erfah­ren wer­den. Durch die breite Wir­kungs­weise wer­den oft im Ver­lauf von eini­gen Sit­zun­gen ver­schie­dene Beschwer­den auf­ge­löst oder ver­rin­gert: So wer­den zum Bei­spiel Rücken­schmer­zen erfolg­reich behan­delt, und als Neben­ef­fekt ver­schwin­den etwa Schlaf­stö­run­gen und Hyper­ak­ti­vi­tät. Die Erfah­run­gen aus der Craniosacral-Praxis zei­gen, dass diese Methode sehr effek­tiv wirkt und sich des­halb viele all­täg­li­che, noch nicht chro­ni­sche Beschwer­den in sechs bis neun Behand­lun­gen ver­rin­gern oder gar auf­lö­sen, bevor sie mög­li­cher­weise zu ernst­haf­ten gesund­heit­li­chen Pro­ble­men wer­den.
Durch die Craniosacral-Grundbehandlung wird die Bewe­gung der Schä­del­kno­chen und der Fluss der Hirn-Rückenmark-Flüssigkeit ent­schei­dend ver­bes­sert. Dem aus­ge­bil­de­ten Craniosacral-Therapeuten ste­hen wei­tere Metho­den wie spon­tane Frei­win­dungs­be­we­gun­gen (Unwin­ding), Arbeit im Mund oder Behand­lung von soge­nann­ten ener­ge­ti­schen Zys­ten zur Ver­fü­gung. Der erfah­rene Craniosacral-Therapeut ist zudem in Gesprächs­füh­rung und Pro­zess­be­glei­tung geschult, um den Pati­en­ten auch in Sit­zun­gen mit star­ken Gefüh­len zu unter­stüt­zen und neu ent­deckte Kör­per­emp­fin­dun­gen posi­tiv zu inte­grie­ren.
Behand­lun­gen mit meh­re­ren The­ra­peu­ten, soge­nannte Multiple-hands-on-Sitzungen, kön­nen sehr inten­siv sein. Sie hel­fen, tie­fer­lie­gende Trau­mata und Blo­ckie­run­gen auf­zu­lö­sen. Ich selbst kenne keine Kör­per­ar­beit, die ohne Neben­wir­kun­gen den Men­schen von Geburt an, wäh­rend sei­nes Wachs­tums und der kör­per­li­chen Wand­lungs­pha­sen bis zu sei­nem Tod so sehr unter­stützt wie die Cra­ni­o­sa­crale Behand­lung.
Aus all die­sen Grün­den ist es nahe­lie­gend, dass immer mehr Fach­per­so­nal, wie Heb­am­men, Mas­seure, Natur­ärzte, Ärzte, Zahn­arzt­hel­fe­rin­nen, Zahn­ärzte, Psy­cho­lo­gen und andere The­ra­peu­ten, mit Cra­ni­o­sa­cral (oder Tei­len davon) erfolg­reich arbei­ten. Zuneh­mend mehr Phy­sio­the­ra­peu­ten und Heil­prak­ti­ker las­sen sich in Craniosacral-Behandlung fort­bil­den. Die CS-Körperarbeit kann auch von Laien, den Ange­hö­ri­gen von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen oder chro­nisch Kran­ken, aber auch zur Selbst­er­fah­rung erlernt wer­den. Wich­tig sind fun­dierte ana­to­mi­sche Kennt­nisse, aber auch Intui­tion, Selbst­re­fle­xion und eine auf­merk­same, offene und zen­trierte Grund­hal­tung.

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