Das soll­ten Sie wis­sen über Milch, Getreide & Ko(chen)

Eine ganze Reihe unse­rer gän­gi­gen Lebens­mit­tel ent­hält Stoffe, die wir nor­ma­ler­weise nicht frei­wil­lig zu uns neh­men wür­den. Vie­les Kochen ver­dirbt nicht nur den Brei, son­dern erzeugt auch eine Menge uner­wünsch­ter Neben­pro­dukte.

Früchte sind für den
Men­schen ein opti­ma­les
Lebens­mit­tel

Wei­zen und Milch gehö­ren zu den in der west­li­chen Welt am häu­figs­ten ver­zehr­ten Nah­rungs­mit­teln. Sie ent­hal­ten jedoch einige für den Men­schen äußerst schäd­li­che Sub­stan­zen, unter ande­rem die soge­nann­ten opi­oi­den Pep­tide. Diese Mole­küle ähneln in ihrer Struk­tur den als kör­per­ei­gene Rausch­mit­tel bekann­ten Endor­phi­nen und beein­flus­sen daher die Endorphin-Rezeptoren (Emp­fän­ger­sta­tio­nen) im Gehirn. Sie bewir­ken nicht nur Darm­träg­heit, Apa­thie und Schläf­rig­keit, son­dern auch phy­si­sche Abhän­gig­keit. Abhän­gig wird der Kör­per dadurch, dass er seine eigene Endor­phin­pro­duk­tion redu­ziert, wenn seine Rezep­to­ren durch die frem­den Mole­küle besetzt wer­den. Infol­ge­des­sen beginnt er die Nah­rungs­mit­tel, die ihm die opi­oi­den Pep­tide lie­fern, zu brau­chen und rea­giert mit Ent­zugs­er­schei­nun­gen, wenn sie ihm vor­ent­hal­ten wer­den. In Anbe­tracht die­ser Tat­sa­che sollte man sich über­le­gen, ob man diese Nah­rungs­mit­tel wei­ter auf dem täg­li­chen Spei­se­plan belas­sen möchte. Als Alter­na­ti­ven für Milch bie­ten sich kleine Men­gen Reis­milch, Hafer­milch oder ver­dünnte Sahne an, nicht jedoch Soja­milch. Soja ent­hält Enzym– und Wachs­tums­hem­mer sowie große Men­gen an Phy­tat, einem Mole­kül, dass die Eisen– und Zink­ab­sorp­tion ver­hin­dert und die Pro­tein­ver­füg­bar­keit im Kör­per her­ab­setzt. Schauen Sie sich nach glu­ten­freiem Brot um oder nach Brot, das keine Wei­zen­an­teile ent­hält. Nach Aus­sage der Ernäh­rungs­ex­per­tin Wai Gen­riiu ist es rat­sam, mor­gens aus­schließ­lich fri­sches Obst zu essen, um zu ver­hin­dern, dass die "Junk"-(Endorphin-)Rezeptoren schon mit der ers­ten Mahl­zeit akti­viert wer­den. Ansons­ten sei die Lust auf Milch, Wei­zen oder andere stark bear­bei­tete Nah­rungs­mit­tel für den Rest des Tages vor­pro­gram­miert. Gute kalt­ge­presste Öle wie Oli­ven– oder Leinöl stel­len, wenn sie zu den Früch­ten gemixt wer­den, Lang­zeit­en­er­gie zur Ver­fü­gung und sta­bi­li­sie­ren den Blut­zu­cker­spie­gel.

Die opi­oi­den Pep­tide sind aber nur ein Aspekt, den wir bei unse­ren der­zei­ti­gen Ess­ge­wohn­hei­ten berück­sich­ti­gen soll­ten. Übli­cher­weise wird ein Groß­teil unse­rer Nah­rungs­mit­tel bei der Zube­rei­tung erhitzt. Bei die­sem Pro­zess ent­steht eine ganze Band­breite von neuen Sub­stan­zen. Einige von ihnen bil­den die Gruppe der Beta-Carboline. Je prote­in­rei­cher Nah­rungs­mit­tel sind, desto mehr Beta-Carboline ent­ste­hen in Folge des Erhit­zens. Aus die­sem Grund ent­hal­ten Fleisch, Fisch, Soja und Ei etc., wenn sie gekocht wur­den, die meis­ten Beta-Carboline. Der Kör­per pro­du­ziert seine eige­nen Beta-Carboline, die viel­fäl­tige Funk­tio­nen in unse­rem Kör­per über­neh­men, wie z.B. die Steue­rung von Neu­ro­trans­mit­tern – che­mi­schen Boten­stof­fen – und Hor­mo­nen. Die durch die Nah­rung auf­ge­nom­me­nen Beta-Carboline stö­ren nun das sen­si­ble Gleich­ge­wicht unse­res Gehirns, das auf einer deli­ka­ten Balance zwi­schen anre­gen­den und hem­men­den Signa­len beruht.



Oli­venöl und rohes
Eigelb – Ener­gie­spen­der
und Gehirn­nah­rung
Man­che von ihnen bin­den sich ähn­lich wie das bekannte Beru­hi­gungs­mit­tel Valium an die GABA-Rezeptoren und ver­stär­ken die hem­mende Wir­kung des Neu­ro­trans­mit­ters GABA. Valium wirkt im Kör­per schmerz­stil­lend, hyp­no­tisch, unter­drückt die Atmung und sti­mu­liert den Appe­tit, ruft aber auch para­doxe Reak­tio­nen und Neben­wir­kun­gen her­vor. Außer­dem ist seit län­ge­rer Zeit bekannt, dass Valium bei län­ge­rem Gebrauch zu Depres­sio­nen und phy­si­scher Abhän­gig­keit füh­ren kann. Andere Beta-Carboline hin­ge­gen ver­stär­ken die Aus­schüt­tung von Ace­tyl­cho­lin, einem Neu­ro­trans­mit­ter, der für die Reiz­über­tra­gung im Ner­ven­sys­tem und unsere kogni­ti­ven Fähig­kei­ten ver­ant­wort­lich ist, und die Aus­schüt­tung von Glut­amat. Die Folge davon ist ein Ansturm von freien Radi­ka­len, wodurch lokale Schä­den am Gehirn ent­ste­hen. Auf der ande­ren Seite zieht eine sol­che Dau­er­sti­mu­lie­rung eine früh­zei­tige Erschöp­fung und Aus­lau­gung der kör­per­li­chen Neu­ro­trans­mit­ter­res­sour­cen und die zum Teil irre­ver­si­ble Zer­stö­rung der dazu­ge­hö­ri­gen Rezep­to­ren nach sich. Krank­hei­ten, die auf einem Defi­zit an Neu­ro­trans­mit­tern beru­hen, sind z.B. die Par­kin­son­sche Krank­heit und die Alz­hei­mer­sche Krank­heit.
In unse­rem Essen mischen sich die ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten, oft wer­den zum Bei­spiel einem müde machen­den Nah­rungs­mit­tel auf­put­schende Gewürze wie Ros­ma­rin zuge­setzt, oder wir trin­ken nach den Eier­nu­deln in Gor­gon­zo­lasoße einen Espresso. Wenn man beginnt, auf­merk­sam auf die Reak­tio­nen sei­nes Kör­pers zu ach­ten, wird man leicht sel­ber fest­stel­len, in wel­chem Umfang das Essen unsere kör­per­li­che und emo­tio­nale Befind­lich­keit beein­flusst.
Grund­sätz­lich emp­fielt es sich, den indi­vi­du­el­len Ernäh­rungs­plan mit einer gro­ßen Anzahl unbe­ar­bei­te­ter Nah­rungs­mit­tel zu ergän­zen. Früchte sind in der Regel leich­ter ver­dau­lich als Gemüse; rohe Nüsse sor­gen ähn­lich wie die Öle für Lang­zeit­en­er­gie, und fri­sches rohes Eigelb von Bio(!)-Eiern lie­fert z.B. Vit­amin B12 und Vit­amin D.

Säfte aus der Fla­sche
wur­den in der Regel
erhitzt. Des­halb: lie­ber
sel­ber pres­sen


Sanf­ter Umstieg Die Ernäh­rungs­for­sche­rin Wai Gen­riiu emp­fiehlt neben den genann­ten Nah­rungs­mit­teln auch eine kleine Menge soge­nann­ten "Munch Foods" ("Mampf-Essen") zu essen. Dabei han­delt es sich um Nah­rung, die als eher nicht emp­feh­lens­wert ein­zu­stu­fen ist, aber den­noch ver­gleichs­weise wenig schäd­li­che Sub­stan­zen ent­hält. "Munch Food" soll in ers­ter Linie das Ver­lan­gen, den emo­tio­na­len Aspekt des Essens befrie­di­gen und so dabei hel­fen, die von Gen­riiu emp­foh­lene Diät auf­recht zu erhal­ten. In die Kate­go­rie "Mampf-Essen" fal­len Milch– und Wei­zen­pro­dukte aller Art sowie sämt­li­che erhitzte Nah­rungs­mit­tel. Aus die­ser Kate­go­rie soll­ten immer die­je­ni­gen Nah­rungs­mit­tel gewählt wer­den, die den gerings­ten Pro­t­e­in­ge­halt und dafür aber den höchs­ten Fett– und/oder Zucker­ge­halt besit­zen. Diese Emp­feh­lung wider­spricht vie­len Aus­sa­gen, die wir sonst von Ernäh­rungs­ex­per­ten zu hören gewohnt sind. Dass Fett dick macht, ist nicht nur umstrit­ten, son­dern auch viel­fach wider­legt wor­den. Ganz im Gegen­teil, wenn wir unse­rem Kör­per den ste­ti­gen Fluss der Fett­säu­ren und Glu­kose im Blut vor­ent­hal­ten, signa­li­sie­ren wir ihm Nähr­stoff­knapp­heit. Das ani­miert den Kör­per dazu, Ener­gie zu spa­ren und Fett zu kon­ser­vie­ren. Sind hin­ge­gen zu jedem Zeit­punkt aus­rei­chend Fett und Glu­cose ver­füg­bar, besteht keine Not­wen­dig­keit mehr, Fett zu spei­chern, und der Kör­per wird auto­ma­tisch in Rich­tung Ide­al­ge­wicht steu­ern. Es kommt aller­dings auf die Qua­li­tät der Fette an. Die bei der Erhit­zung und Hydro­ge­nie­rung (Här­tung) von Fet­ten ent­ste­hen­den Trans-Fettsäuren mit ihrer gera­den Mole­kül­struk­tur soll­ten nach Mög­lich­keit ver­mie­den wer­den. Der Kör­per ver­wen­det sie wie die ursprüng­li­chen Fett­säu­ren und baut sie über­all in seine Struk­tu­ren ein, dort stö­ren sie die Syn­these lebens­wich­ti­ger Mole­küle und för­dern lang­fris­tig dege­ne­ra­tive Pro­zesse. Vor allen Din­gen koro­nale Herz­krank­hei­ten wer­den mit dem über­mä­ßi­gen Ver­zehr von Trans-Fettsäuren in Ver­bin­dung gebracht. Grö­ßere Men­gen die­ser Trans-Fettsäuren fin­den sich unter ande­rem in Pom­mes Fri­tes, Mar­ga­rine, Fleisch, Milch­pro­duk­ten und vie­len Back­wa­ren.

Bei der Wahl des "Mampf-Essens" spielt der ernäh­rungs­phy­sio­lo­gi­sche Wert eine unter­ge­ord­nete Rolle, da die essen­ti­el­len Nähr­stoffe bereits durch Früchte, Nüsse und Öle zuge­führt wer­den. Viel­mehr sollte nach Geschmack und phy­si­scher Befrie­di­gung ent­schie­den wer­den. Die Ober­grenze für die dena­tu­rier­ten Pro­te­ine liegt bei maxi­mal 15 Gramm pro Tag. Da die­ser Wert schnell erreicht ist, lohnt es sich her­aus­zu­fin­den, wor­auf Sie im Moment wirk­lich Appe­tit haben und wel­che Kom­bi­na­tion am meis­ten Ihr Ver­lan­gen stillt. Wenn Sie z.B. Mascarpone-Creme statt Quark und Sahne anstelle von Milch ver­wen­den, blei­ben Sie leicht unter­halb die­ses Richt­wer­tes und der Appe­tit wird schnel­ler befrie­digt. Kar­tof­feln ent­hal­ten weni­ger Pro­te­ine als z.B. Reis oder Nudeln, d.h. es ergibt sich ein grö­ße­rer Spiel­raum für andere Zuta­ten wie But­ter, Käse oder Scho­ko­lade zum Des­sert.


Quel­len und Stu­dien:

Eine Viel­zahl von Rat­schlä­gen und Rezep­ten, detail­lierte Nähr­stoff­ana­ly­sen der ein­zel­nen Nah­rungs­mit­tel und wei­tere Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen fin­den Sie in fol­gen­den Web­sites und Ver­öf­fent­li­chun­gen:

www.14.waisays.com
www.13.waisays.com/ADHD.htm

Opium, Opiode und opiode Pep­tide
www.vetmed.unibe.ch/studvet/download/year23/stoffwechsel/Block%20StoffwEndo%20Hormone_GI_Trakt%20Lutz%20040102.pdf

Frei­set­zung von opio­den Pep­ti­den
www.13.waisays.com/zombie.htm

Fuku­dome, S. et al, Release of opi­oid pep­ti­des, glu­ten exor­phins by the action of pan­crea­tic ela­stase. FEBS Lett. 1997 / 412 (3) / 475–479

Fuko­dome, S. et al, Opi­oid pep­ti­des deri­ved from wheat glu­ten: their iso­la­tion and cha­rac­te­riza­tion. FEBS Lett. 1992 / 296 (1) / 107–111

Ver­dau­ung von Milch­pro­te­inen und opiode Akti­vi­tät
www.13.waisays.com/zombie.htm

Tesche­ma­cher, H. et al, Che­mi­cal cha­rac­te­riza­tion and opiod activity of an exor­phin iso­la­ted from in vivo digests of casein. FEBS Lett. 1986 / 196 (2) / 223–227

Beta-Carboline und Par­kin­son
www.13.waisays.com/brainfood.htm

Mat­sub­ara, K. et al, Endo­ge­nously occur­ring beta-carboline indu­ces par­kin­so­nism in non pri­mate ani­mals: a pos­si­ble cau­sa­tive pro­to­xin in idio­pa­thic Parkinson?s Disease. J. Neu­ro­chem. 1998 / 70 (2) / 727–735

Valium, Ben­zo­dia­ze­pine
www.autismus-news.de/ANDI/Gluten.html

www.mediadesk.unizh.ch/2000/angst/Moehler_Rudolph.pdf

Neben­wir­kun­gen, para­doxe Reak­tio­nen der Ben­zo­dia­ze­pine
www.benzodiazepines.cc/deutsch/

Fette und Öle
www.goldtoporganics.com/drbudwig.htm

Enveda.de hat für Lieferung, Warenqualität und Kundenservice die Note "Sehr gut" (4.81 von 5.00) durch 22 Trusted Shops-Bewertungen erhalten.