Blutegel-Behandlung

Allein das Wort Blut­egel weckt in vie­len Men­schen Ekel­ge­fühle, dabei haben das diese klei­nen Tier­chen über­haupt nicht ver­dient – meint der Heil­prak­ti­ker Michael Spran­ger. Ent­hält doch der Spei­chel der Blut­egel einen Cock­tail an Wirk­stof­fen, des­sen medi­zi­ni­scher Nut­zen längst bewie­sen ist.

Allein das Wort Blut­egel weckt in vie­len Men­schen Ekel­ge­fühle, dabei haben das diese klei­nen Tier­chen über­haupt nicht ver­dient – ent­hält doch der Spei­chel der Blut­egel einen Cock­tail an Wirk­stof­fen, des­sen medi­zi­ni­scher Nut­zen längst bewie­sen ist.
Ähn­lich dem Schröp­fen waren Blut­egel bereits bei den Ärz­ten der Antike bekannt und beliebt und hat­ten bis in die Neu­zeit ihren Platz unter den Heil­me­tho­den.
Im 19. Jahr­hun­dert sprach man sogar von "Vam­pi­ris­mus", da die Blut­egel – vor allem in Frank­reich – bei jeder nur erdenk­li­chen Krank­heit in Mas­sen ver­wen­det wur­den (pro Behand­lung bis zu 80 Stück!). Dadurch wur­den die Blut­egel nahezu aus­ge­rot­tet.
Mit Auf­kom­men der Hygie­nelehre schie­nen die Blut­egel jedoch plötz­lich nicht mehr zeit­ge­mäß. Zu Unrecht, wie man heute weiß, da der Blut­egel die Stelle, an der er beißt, mit Inhalts­stof­fen sei­nes Spei­chels des­in­fi­ziert!
Die heut­zu­tage ein­ge­setz­ten Blut­egel kom­men aus Zucht­be­trie­ben. Dadurch ist ein ein­wand­freier Zustand der Egel gewähr­leis­tet und einer Aus­rot­tung der Art vor­ge­beugt.
Was viele nicht wis­sen ist, dass Blut­egel in der plas­ti­schen und rekon­struk­ti­ven Chir­ur­gie ein­ge­setzt wer­den. Wie­der­her­ge­stellte Kör­per­teile wer­den wesent­lich schnel­ler durch­blu­tet und eine volle Funk­ti­ons­tüch­tig­keit ist dadurch wahr­schein­li­cher.
Haupt­wirk­stoff der Blut­egel ist Hiru­din, es hemmt die Blut­ge­rin­nung, wirkt diure­tisch (was­ser­trei­bend) und anti­bio­tisch. Andere Wirk­stoffe des Egels wir­ken hyper­ä­mi­sie­rend (durch­blu­tungs­för­dernd). Ein anäs­the­sie­ren­der (betäu­ben­der) Wirk­stoff sorgt dafür, dass das Sau­gen nicht schmerz­haft ist; der Pati­ent emp­fin­det ledig­lich einen leich­ten Schmerz, wäh­rend der Blut­egel anbeißt.

Durch­füh­rung Pro Behand­lung wer­den 4–6 Blut­egel ange­setzt. Dies erfor­dert eine gewisse Erfah­rung, da die Egel sehr sen­si­bel sind und nur anbei­ßen, wenn die äuße­ren Umstände stim­men. So darf z.B. die zu behan­delnde Stelle nicht mit Seife oder Alko­hol gerei­nigt wer­den. Nach ca. 20 bis 60 Minu­ten fal­len die Blut­egel von alleine ab, und es kommt zu einer Nach­blu­tung, die bis zu 24 Stun­den anhal­ten kann. Durch das lang­same Nach­blu­ten ist eine Blut­egel­be­hand­lung zugleich eine sanfte Form des Ader­las­ses.
Nach der Behand­lung ruht der Pati­ent aus, anschlie­ßend wird die Wunde mit einem leich­ten Druck­ver­band ver­sorgt, um die Nach­blu­tung nicht ganz zu stop­pen.
Da ein Blut­egel das gesaugte Blut 5–18 Monate ver­daut, aber bereits nach zwei Mona­ten fähig ist, wie­der zu sau­gen, ist es gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, die Egel nach der Behand­lung zu töten, um einer Infek­ti­ons­ge­fahr vor­zu­beu­gen.
Übri­gens kann ein Blut­egel in der Natur bis zu zwan­zig Jahre alt wer­den. Dort ernährt er sich z.B. von Frö­schen.

<?xml:namespace pre­fix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Indi­ka­tio­nen:

  • Venöse Erkran­kun­gen

  • Gür­tel­rose

  • Knie­ge­len­kar­throse

  • Mit­tel­ohr­ent­zün­dung

  • Tin­ni­tus

  • Neben­höh­len­ent­zün­dung

  • Erkran­kun­gen der Gal­len­blase

  • Post­trau­ma­ti­sche Ödeme

  • Hämor­rhoi­den

  • Und vie­les mehr

Kon­tra­in­di­ka­tio­nen:

  • Blu­ter­krank­heit
  • Dia­be­tes
  • Ein­nahme von Mar­cu­mar
  • Arte­ri­elle Ver­schluss­krank­heit (AVK)
Enveda.de hat für Lieferung, Warenqualität und Kundenservice die Note "Sehr gut" (4.86 von 5.00) durch 20 Trusted Shops-Bewertungen erhalten.