Astro­lo­gi­sches Coa­ching – Krank­heit ver­ste­hen als Pro­zess der Gesund­wer­dung

Wenn wir unsere Krank­hei­ten ange­hen – egal ob mit klassisch-medizinischen, alter­na­ti­ven oder psy­cho­lo­gi­schen Ver­fah­ren – mit dem Ziel 'ich will meine Krank­heit los wer­den', dürf­ten wir auf dem bes­ten Weg sein, sie zu behal­ten. Wenn wir sie aber in die Arme neh­men und zu füh­len begin­nen, was über aktu­elle astro­lo­gi­sche Kon­stel­la­tio­nen gerade zur Spra­che drängt, geben wir einem Pro­zess in uns Raum, der uns zu der für uns rich­ti­gen Lösung hin­füh­ren wird.

Es ist spät am Abend. Mein Fax-Gerät tickert und ich erhalte den Brief einer Kli­en­tin. Sie bit­tet mich um einen Ter­min, um mit mir zu klä­ren, ob in ihrem Horo­skop gesund­heit­li­che Pro­bleme "zu sehen" seien. Sie hatte sich end­lich ent­schie­den, eine Aus­bil­dung im Bereich Foto­gra­fie zu begin­nen, zwei­felt nun aber daran, ob sie sich diese zumu­ten darf (die Aus­bil­dung ist mit häu­fi­gem und vie­lem Ste­hen ver­bun­den). Sie lei­det seit eini­gen Wochen unter hef­ti­gen Rücken­be­schwer­den, die sich zuneh­mend ver­stär­ken. Einer ihrer Ärzte erwägt sogar eine Ope­ra­tion, die meine Kli­en­tin natür­lich gerne ver­mei­den würde.

Astro­lo­gie und Gesund­heit. Im Rah­men mei­ner astro­lo­gi­schen Bera­tun­gen werde ich häu­fig gefragt, wie es denn "gesund­heit­lich aus­sehe". Dabei wird viel­fach ver­mu­tet, dass es "Krank­heits­kon­stel­la­tio­nen" im Horo­skop gäbe und/oder Hin­weise dar­auf, ob ein Mensch in der nächs­ten Zeit gesund bleibt oder nicht. Wir kön­nen auf­grund des Horo­skops jedoch nie sagen, ob oder dass ein Mensch eine bestimmte Krank­heit bekom­men wird. Wir kön­nen auch keine Aus­sa­gen über den Ver­lauf einer schon beste­hen­den Erkran­kung machen. Krank­hei­ten kön­nen aber sehr wohl – müs­sen aber nicht! – im Zusam­men­hang mit anste­hen­den Ent­wick­lungs­pro­zes­sen auf­tre­ten.

Es gibt für mich nun kein bes­se­res Instru­ment, aktu­elle Ent­wick­lungs­pro­zesse bei einem Men­schen zu erken­nen, als astro­lo­gi­sche Pro­gno­se­tech­ni­ken. Ein Blick in das Horo­skop mei­ner Kli­en­tin zeigt mir dann auch, dass ihre Saturn-Sonne-Konjunktion im 6. Haus gerade durch einen Pluto-Transit akti­viert wird.

Die Sonne-Saturn-Konjunktion war häu­fig schon Thema unse­rer gemein­sa­men Gesprä­che: ihre Nei­gung, sich unter Druck zu set­zen, stets bereit zu sein, die Erwar­tun­gen ande­rer zu erfül­len, alles per­fekt machen zu wol­len und zu wenig auf das zu ach­ten, was ihr selbst Freude macht. Mei­ner Kli­en­tin war dabei bewusst, dass diese Ten­den­zen im Zusam­men­hang mit einem stren­gen, for­dern­den Vater ste­hen.

Wird diese Nei­gung, sich unter Leis­tungs­druck zu set­zen, um den Erwar­tun­gen ande­rer zu ent­spre­chen, nicht auf­ge­löst, kön­nen nach Jah­ren schließ­lich Pro­bleme am Her­zen oder Rücken auf­tre­ten.

Der Pluto-Transit auf die Sonne-Saturn-Konstellation bringt nun Unge­lös­tes an die Ober­flä­che, um einem neuen Selbst­aus­druck Platz zu schaf­fen. Er ver­langt die Kon­fron­ta­tion mit noch beste­hen­der Selbst­ver­leug­nung, mit der Nei­gung, für andere funk­tio­nie­ren zu wol­len und per­fek­tio­nis­ti­schen Leis­tungs­idea­len.

Nichts wäre ein­fa­cher für mich, als mei­ner Kli­en­tin dies alles zu erläu­tern. Wenn jedoch eine hand­feste Krise bei einem Men­schen auf­taucht, sind astro­lo­gi­sche Bera­tun­gen, die sich rein auf die Schil­de­rung und die Inter­pre­ta­tion der­zeit aktu­el­ler Kon­stel­la­tio­nen beschrän­ken, häu­fig nur "men­ta­les Fut­ter", das eine Situa­tion zwar erklärt (was in eini­gen Fäl­len durch­aus hilf­reich sein kann), aber kei­nes­wegs Grund­le­gen­des im Leben des Betref­fen­den ändern muss.

Astro­lo­gi­sches Coa­ching. Ich rufe meine Kli­en­tin zurück und schlage ihr vor, zu einem astro­lo­gi­schen Coa­ching zu mir zu kom­men. Ein astro­lo­gi­sches Coa­ching ver­bin­det astro­lo­gi­sches Wis­sen mit psy­cho­lo­gi­schen, the­ra­peu­ti­schen und men­ta­len Ver­fah­ren.

Meine Kli­en­tin kommt und ich lasse mir erzäh­len, was sie auf dem Her­zen hat. Sie schil­dert mir zunächst sehr leb­haft, was gesche­hen ist und sie scheint fast glück­lich zu sein, durch ihre Krank­heit ein­mal über sich spre­chen und sich aus­drü­cken zu dür­fen.

Ich stelle behut­sam die eine und andere Frage und achte auf Worte und Sätze, bei denen ich eine "emo­tio­nale Ladung" spüre. Ich schlage ihr schließ­lich vor, ihr zunächst keine astro­lo­gi­schen Erklä­run­gen zu geben und bitte sie um Erlaub­nis, mit ihr die Krank­heit näher anschauen zu dür­fen. Hor­chen zu dür­fen, was sie sagen möchte.

Sie wil­ligt ein und so begin­nen wir einen Pro­zess, der sie genau das füh­len lässt – mit viel Trä­nen und Wut – was im Horo­skop gerade akti­viert ist: den drang­sa­lie­ren­den Druck ihres Vaters, den sie seit Jah­ren sich selbst gegen­über aus­übt. Gleich­zei­tig fühlt sie im Solar­ple­xus eine große Bewegt­heit, sie spürt eine unbän­dige Lebens­freude und Leben­dig­keit in sich, die sich rüh­ren und zei­gen will und vor der sie doch gleich­zei­tig wie­der mit Angst zurück schreckt.

Nach ein­ein­halb Stun­den been­den wir den Pro­zess. Das Gesicht mei­ner über fünf­zig­jäh­ri­gen Kli­en­tin ist klar und ent­spannt, ich sehe in ihren Augen die Freude eines jun­gen Mäd­chens auf­blit­zen, das neu­gie­rig auf das Leben ist und das Spaß haben will, das sich aus­drü­cken und sich mit sei­ner Leb­haf­tig­keit ande­ren zumu­ten möchte. Es ist ein jun­ges Mäd­chen, das weiß, was es will und das lang­sam den Mut fasst, dies auch zu tun.

Erst jetzt gebe ich ihr einige wenige Inter­pre­ta­tio­nen zur aktu­el­len astro­lo­gi­schen Kon­stel­la­tion in ihrem Horo­skop und den damit ver­bun­de­nen Wachs­tums­mög­lich­kei­ten. Ich möchte das Erfah­rene nicht durch viele Worte an sei­ner Wir­kung hin­dern.

Ich spüre, dass hier ein ers­tes Kei­men beginnt, das viel­leicht noch wei­te­rer Unter­stüt­zung bedarf. Und so fragt mich meine Kli­en­tin auch, "wie es denn nun wei­ter­ge­hen soll". Wohl wis­send, dass sie durch ihre Sonne-Saturn-Verbindung nur zu gerne bereit ist, das zu tun, was andere ihr emp­feh­len, schlage ich ihr vor, das zu tun, was sie braucht. Sie kann wie­der­kom­men und den Pro­zess fort­set­zen, ich stehe ihr immer zur Ver­fü­gung, sie kann ihn aber auch an die­ser Stelle ste­hen las­sen und sehen, was sich ent­fal­tet.

Aus­blick. Nun wer­den einige sofort wis­sen wol­len, ob denn die Rücken­schmer­zen mei­ner Kli­en­tin ver­schwun­den seien. Dies ent­springt unse­rem west­li­chen Den­ken, das Nut­zen und Effek­ti­vi­tät sehen will.

Wenn wir unsere Krank­hei­ten ange­hen – egal ob mit klassisch-medizinischen, alter­na­ti­ven oder psy­cho­lo­gi­schen Ver­fah­ren – mit dem Ziel "ich will meine Krank­heit los wer­den", dürf­ten wir auf dem bes­ten Weg sein, sie zu behal­ten. Wenn wir sie aber in die Arme neh­men und begin­nen zu füh­len, was über aktu­elle astro­lo­gi­sche Kon­stel­la­tio­nen gerade zur Spra­che drängt, geben wir einem Pro­zess in uns Raum, der uns zu der für uns rich­ti­gen Lösung hin­füh­ren wird.

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