Altern ist eine Frage des Bewusst­seins

Mit­hilfe Ihrer geis­ti­gen Ein­stel­lung kön­nen Sie ein Leben lang jung blei­ben – davon ist der berühmte Ayurveda-Spezialist Dee­pak Cho­pra über­zeugt: 'Ihr Bewusst­sein bestimmt dar­über, ob und wie Sie altern.'

Glücks­emp­fin­den und
Erfüllt­sein hän­gen stark von unse­rer geis­ti­gen Ein­s­tel–
lung ab

Dr. med. Dee­pak Cho­pra, Ayurveda-Experte und Grün­der der "Ame­ri­can Asso­cia­tion of Ayur­ve­dic Medi­cine", ist der Frage auf den Grund gegan­gen, warum wir altern. Wel­che Gesetz­mä­ßig­kei­ten befä­hi­gen einige Men­schen, bis ins hohe Alter fit und dyna­misch zu blei­ben, wäh­rend andere Men­schen offen­sicht­lich stark altern? Er fand her­aus, dass wann immer jemand stark altert, sein Lebens­stil meist Auf­schluss über die Ursa­chen dafür gibt.
Nach offi­zi­el­len Schät­zun­gen sind etwa ein Drit­tel bis die Hälfte aller Fälle von vor­zei­ti­ger Alte­rung bzw. Seni­li­tät auf fol­gende Ursa­chen zurück­zu­füh­ren: Fal­sche Ernäh­rung, Neben­wir­kun­gen von Medi­ka­men­ten, Rau­chen, Alko­hol­miss­brauch, Was­ser­man­gel, Depres­sion sowie Man­gel an kör­per­li­cher Bewe­gung.
Alle diese Fak­to­ren haben laut Cho­pra ihren Ursprung im Bewusst­sein und gehen ent­we­der auf Nach­läs­sig­keit oder auf Gewohn­heit zurück. Dr. Cho­pras Schluss­fol­ge­rung: "Altern ist pri­mär eine Frage des Bewusst­seins." Kon­kret bedeu­tet dies: Die Inhalte unse­res Bewusst­seins, d.h. unsere Gedan­ken, Wahr­neh­mun­gen, Glau­bens­sätze – also all das, was wir den­ken – bestim­men unsere mate­ri­elle Welt, d.h. sie beein­flus­sen auch unsere kör­per­li­che Ver­fas­sung. Dem­nach "erschaf­fen" wir unsere Kör­per selbst, so wie wir auch bestimmte Erfah­run­gen anzie­hen (und andere eben nicht).

Das Bewusst­sein öff­nen Cho­pra ruft uns auf, unsere alten Denk­sche­mata durch neue Annah­men zu erset­zen. Diese neuen, für man­che viel­leicht revo­lu­tio­när anmu­ten­den Annah­men lau­ten:
- "Unsere Kör­per beste­hen ihrem eigent­li­chen Wesen nach aus Ener­gie und Infor­ma­tion, nicht aus fes­ter Mate­rie."
- "Kör­per und Geist bil­den eine Ein­heit."
- "Die natür­li­chen Lebens­vor­gänge des Kör­pers sind ein Ergeb­nis des Bewusst­seins. Vor­stel­lun­gen, Gedan­ken und Gefühle erzeu­gen die bio­che­mi­schen Reak­tio­nen, die das Leben in jeder Zelle auf­recht­er­hal­ten. Eine alternde Zelle ist das End­pro­dukt eines Bewusst­seins, das ver­ges­sen hat, wie es neu blei­ben kann."
- "Unsere Wahr­neh­mung ist nur schein­bar unwill­kür­lich; tat­säch­lich ist sie erlernt. Wenn wir unsere Wahr­neh­mung ändern, wan­delt sich auch die Erfah­rung unse­res Kör­pers und unse­rer Welt."
- "Wir sind keine Opfer von Alte­rung, Krank­heit und Tod. Diese Dinge gehö­ren nur zur 'Büh­nen­de­ko­ra­tion' und betref­fen nicht unse­ren inne­ren Wesens­kern, der über jeg­li­che Art von Wan­del erha­ben ist."

Diese Annah­men grün­den auf Ent­de­ckun­gen, die die Quan­ten­phy­sik vor fast einem Jahr­hun­dert gemacht hat. Sie erkannte, dass die über­kom­mene Anschau­ung der phy­si­ka­li­schen Welt falsch war. Kurz gesagt: Keine zwei Men­schen leben in genau der­sel­ben Welt. Jede Sicht­weise der Welt erzeugt ihre eigene Welt. In Wirk­lich­keit gibt es keine objek­tive, vom Betrach­ter unab­hän­gige Welt.
Mit ande­ren Wor­ten: Das Altern fin­det im Geist statt. Wenn wir uns stän­dig Gedan­ken über Alter, Krank­heit und Tod machen und eine nega­tive Ein­stel­lung zum Älter­wer­den haben, dann wird das auch unser kör­per­li­ches Befin­den beein­flus­sen. Der Alte­rungs­pro­zess ist somit erlernt bzw. durch unsere geis­tige Ein­stel­lung vor­pro­gram­miert.

Das Glücks­emp­fin­den ver­stär­ken Doch was kön­nen wir tun, um unser Bewusst­sein zu öff­nen? Ein glück­li­cher Lebens­ver­lauf hängt immer vom Indi­vi­duum, von der Ein­zel­per­sön­lich­keit ab. Ein Mensch, der mit sei­nem Leben zufrie­den ist, hat laut Dee­pak Cho­pra Freude an sei­nen täg­li­chen Akti­vi­tä­ten, betrach­tet sein Leben als bedeu­tungs­voll, hat ein posi­ti­ves Selbst­bild und Selbst­wert­ge­fühl und ist opti­mis­tisch.
Men­schen, die posi­tiv altern, so fan­den For­scher her­aus, sind dadurch gekenn­zeich­net, dass sie wäh­rend ihres gan­zen Erwach­se­nen­le­bens in drei wich­ti­gen Berei­chen "am Ball blei­ben": im Hin­blick auf kör­per­li­che Tätig­keit, geis­tige und intel­lek­tu­elle Akti­vi­tät sowie auf gesell­schaft­li­che Bezie­hun­gen. Vor allem aber kann man dem Alter auf sinn­volle Weise ent­ge­gen­wir­ken – ganz ohne che­mi­sche Stoffe und deren mög­li­che Neben­wir­kun­gen – indem man seine innere Intel­li­genz erhöht, sein Glücks­emp­fin­den und sein Erfüllt­sein ver­stärkt. Die Ver­ant­wor­tung für die Ver­än­de­rung des Bewusst­seins liegt bei jedem ein­zel­nen.


Anhang:
Eine Zeit­reise ins eigene Innere Den Beweis, dass der Alte­rungs­pro­zess durch eine Stei­ge­rung der Bewusst­heit auf­ge­hal­ten oder sogar umge­kehrt wer­den kann, lie­ferte 1979 ein Expe­ri­ment, das die Psy­cho­lo­gin Ellen Lan­ger und ihre Kol­le­gen von der Har­vard Uni­ver­sity durch­führ­ten. Die Ver­suchs­per­so­nen waren eine Gruppe Män­ner im Alter von 75 Jah­ren oder älter. Sie wur­den ein­ge­la­den, gemein­sam eine Woche in einem Feri­en­heim auf dem Land zu ver­brin­gen. Ein­zige Bedin­gung war, dass sie keine Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten, Bücher oder Fami­li­en­fo­tos mit­brin­gen durf­ten, die aus der Zeit nach 1959 stamm­ten.
Die Män­ner wur­den auf­ge­for­dert, sich so zu ver­hal­ten, als wäre es das Jahr 1959. Alle Gesprä­che muss­ten sich auf Ereig­nisse und Men­schen die­ses Jah­res bezie­hen. Das Feri­en­heim war so her­ge­rich­tet wor­den, dass es den Lebens­stil von vor 20 Jah­ren wie­der­gab. Alles in die­ser Woche auf dem Land war so aus­ge­rich­tet, dass jeder Teil­neh­mer sich so fühlte und so ver­hielt wie mit Mitte 50.

Das Harvard-Team wollte die Zusam­men­hänge ver­än­dern, in die diese Män­ner sich ein­ge­bun­den sahen. Sie woll­ten nach­wei­sen, dass es einen direk­ten Ein­fluss auf den Alte­rungs­pro­zess hat, ob man sich jung oder alt fühlt. Die Män­ner – alle­samt im Ruhe­stand – unter­hiel­ten sich z.B. über ihre Kar­rie­ren, als wären diese noch voll im Gange. Auch wurde von ihren Frauen und Kin­dern so gespro­chen, als seien sie noch 20 Jahre jün­ger.

Wäh­rend des Expe­ri­ments nahm das Psy­cho­lo­gen­team aus­gie­bige Mes­sun­gen über das bio­lo­gi­sche Alter der Teil­neh­mer vor. Die Ergeb­nisse waren beacht­lich. Im Ver­gleich zu einer Kon­troll­gruppe, die eben­falls in einem Feri­en­heim unter­ge­bracht war, aber in der Bezugs­welt von 1979 wei­ter­lebte, ver­bes­serte sich bei der So-als-ob-Gruppe das Gedächt­nis und die manu­elle Geschick­lich­keit. Die Mit­glie­der waren akti­ver und selb­stän­di­ger. Sie ver­hiel­ten sich ins­ge­samt mehr wie 55jährige als wie 75jährige.
Am bemer­kens­wer­tes­ten aber waren Ver­än­de­run­gen im Alte­rungs­pro­zess, die bis­lang als nicht umkehr­bar gegol­ten hat­ten: z.B. wirk­ten ihre Gesich­ter deut­lich jün­ger, steife Gelenke wur­den beweg­li­cher und die Kör­per rich­te­ten sich wie­der auf, um die Hal­tung frü­he­rer Jahre ein­zu­neh­men. Hör– und Seh­ver­mö­gen nah­men zu. Auch stieg die Intel­li­genz der ins Jahr 1959 "Zurück­ge­kehr­ten" an, wohin­ge­gen die Kon­troll­gruppe deut­lich schlech­ter abschnitt.

Prof. Lan­gers Stu­die war rich­tungs­wei­send für den Nach­weis, dass sog. irre­ver­si­ble Anzei­chen des Alterns durch psy­cho­lo­gi­sche Ein­fluss­nahme umge­kehrt wer­den kön­nen. Tat­säch­lich rea­gie­ren unsere Kör­per auf eine sub­jek­tive Zeit, wie sie in Erin­ne­run­gen und Gefüh­len auf­ge­zeich­net ist. Die Män­ner mach­ten geis­tig eine Zeit­reise ins eigene Innere, und ihre Kör­per folg­ten nach. Die Ver­suchs­per­so­nen hat­ten ihre Auf­merk­sam­keit genau auf das Bezugs­feld des Jah­res 1959 gerich­tet, und ihre Kör­per voll­zo­gen die­sen Bewusst­seins­wan­del über die Zeit­grenze hin­weg nach.

Die Qua­li­tät unse­res Lebens hängt also von der Qua­li­tät unse­rer Auf­merk­sam­keit ab. Wel­cher Sache wir auch unsere Auf­merk­sam­keit wid­men – sie wird in unse­rem Leben an Bedeu­tung gewin­nen. Wir kön­nen also den Fluss der Auf­merk­sam­keit benut­zen, um Ergeb­nisse zu erzie­len. Es geht hier nicht darum, in der Ver­gan­gen­heit leben zu wol­len, son­dern um die Erkennt­nis, dass es keine Grenze für die Art von Ver­än­de­run­gen gibt, die das Bewusst­sein bewir­ken kann.

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