Mikrowelle? - Abschalten!

Michaela Himmel

'Ein Blutbild wie ein Leukämiekranker' hat laut Christian Opitz ein Mikrowellen-Gourmet in den ersten Minuten nach seinem Mahl. Was ist dran an der möglichen Gesundheitsgefährdung durch die 'Schnell-Koche'?


Was praktisch und bequem
ist, ist nicht immer auch
gesund

Mikrowellengeräte sind allgegenwärtig, in den meisten Restaurants und Großküchen nach Meinung ihrer Betreiber nicht mehr wegzudenken. Auch die Lebensmittelindustrie setzt diese Art der Wärmebehandlung seit den 60er Jahren ein. 1998 verfügte bereits jeder zweite Haushalt über ein Mikrowellengerät, Tendenz steigend. Was auf den ersten Blick zeitsparend und praktisch wirkt, könnte möglicherweise unsere Gesundheit gefährden. Mikrowellenherde fördern nicht nur den allgemeinen Trend zu Fast Food, Fertiggerichten und Designernahrung, die in ihnen zubereitete Nahrung könnte auch der Gesundheit schaden.
In einem Bericht des Instituts für Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamts (BGA) von 1980 werden folgende signifikante Wirkungen von Mikrowellen festgestellt:

? Aktivitätsänderungen von Enzymen und Beeinflussung enzymatischer Prozesse
? Beeinflussung von Schilddrüse und Nebenniere und ihren Hormonen
? Auswirkung auf die Zusammensetzung bzw. Funktion von Blutbestandteilen
? Beeinflussung des Zellwachstums und Chromosomenveränderungen
? Trübung der Augenlinsen
? Beeinflussung der Konzentration bzw. Funktion von Blutbestandteilen und Hormonen im Gehirn
(So berichtet in: Lotz, K.-E.: Sind Mikrowellenherde Gefahrenherde? Ulmer, Tuningen 1990.)

Demnach greifen Mikrowellen in zentrale Steuerungsmechanismen des Organismus ein. Darüber hinaus werden aber auch Lebensmittel durch Mikrowellenbestrahlung verändert. Russische Forschungen haben ergeben, dass durch Mikrowellenstrahlen verschiedene Nahrungsbestandteile wie Eiweiße oder Glukoside widernatürlich zerfallen. Die Vitalenergie der getesteten Nahrungsmittel nahm um 60 bis 90 Prozent ab. In Milch und Getreide entstanden neue, Krebs erregende Verbindungen, in anderen pflanzlichen Lebensmitteln vermehrt freie Radikale. Die chemischen Veränderungen in der Nahrung riefen bei den Testpersonen Verdauungsbeschwerden, Funktionsstörungen im Lymphsystem und eine Zunahme der Krebszellen im Blutserum hervor. Dieser Zusammenhang wurde durch Tierversuche in den USA im Jahr 1973 bestätigt. In der ehemaligen UdSSR wurde der Gebrauch von Mikrowellenherden 1976 gesetzlich verboten. (Vgl. Schrot & Korn: "Mikrowellengeräte im Zwielicht", Heft Nr. 10, 1999.)
Die These von der Gesundheitsgefährdung durch Mikrowellen wird kontrovers diskutiert. Einer Vielzahl von kritischen Forschungsarbeiten, die eine Skepsis gegenüber Mikrowellenherden begründen, steht die Meinung der orthodoxen Wissenschaft gegenüber, die Untersuchungen seien methodisch unzulänglich und nicht repräsentativ. Gerätehersteller und Zulieferer halten Mikrowellenherde und -geräte für unbedenklich. Tatsache ist, dass Mikrowellen nicht nur in vielen Privathaushalten, Restaurants und in der Industrie zum Einsatz kommen, sondern dass wir durch den flächendeckenden Ausbau des Mobilfunknetzes im Prinzip ständig und überall der Mikrowellenstrahlung ausgesetzt sind.

Literaturempfehlungen:

Blanc, B.H., Hertel, H.U.:
Hände weg vom Mikrowellenherd!, in: raum & zeit spezial Nr. 6, 1992.

Brodeur, P.:
Mikrowellen - die verheimlichte Gefahr, Augustus-Verlag, Augsburg 1989.

L.I. Dehne, D. Früh, R. Matthes, G. Naumann:
Mikrowellengeräte im Haushalt ? Eine Verbraucherinformation, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Berlin 1997. [In dieser Broschüre wird die Nutzung von Mikrowellengeräten als gesundheitlich unbedenklich dargestellt. - Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.]

Journal of Natural Science: Sind Mikrowellenherde Gefahrenherde?, Sonderdruck aus Nr.2/1998, zu beziehen über: Weltfundament für Naturwissenschaften, Postfach 632, CH-3000 Bern 31, Tel.: 0041-33-4381158, Fax: 0041-33-4374816.

Kühne, A.:
Mikrowellen ? Hinweise auf Gesundheitsgefährdungen, Institut für Mensch und Natur, Verden/Aller 1996.

Krautstein, H.:
Mikrowellengeräte im Zwielicht, in: Schrot & Korn Nr. 10/1999.


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