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Psychotherapie
Jeder Mensch tut gut daran, seine Seele zu pflegen und sich um sie zu kümmern, ob nun größere Probleme vorliegen (Angstzustände, Zwänge, Depressionen, o.ä.), das Lebensgefühl eingeschränkt ist (z.B. mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheit) oder 'nur' Unwohlsein (wie etwa Unausgeglichenheit, fehlende Lebensfreude, Empfindung von Sinnlosigkeit) besteht. Psychotherapie ist das Pflegen oder Heilen der Seele.
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Das Wort Psyche kommt aus dem griechischen und heißt Atem bzw. Seele. Therapie leitet sich von therapeúein ab und lässt sich übersetzen mit dienen, pflegen, heilen. Psychotherapie ist also das Pflegen oder Heilen der Seele. Für wen ist Psychotherapie? Es ist die Meinung weit verbreitet, dass derjenige (männliche Schreibweise wegen der besseren Lesbarkeit), der zur Psychotherapie geht, eine starke geistige Störung haben muss. Dem ist aber nicht so. Jeder Mensch tut gut daran, seine Seele zu pflegen und sich um sie zu kümmern, ob nun größere Probleme vorliegen (Angstzustände, Zwänge, Depressionen, o.ä.), das Lebensgefühl eingeschränkt ist (z.B. mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheit, Antriebsschwäche, Mangel an Gefühlen) oder "nur" Unwohlsein (wie etwa Unausgeglichenheit, fehlende Lebensfreude, Empfindung von Sinnlosigkeit) besteht. Psychosomatik Es setzt sich mehr und mehr die Ansicht durch, dass die Seele (Psyche) auf den Körper (Soma) direkt einwirkt. Der Körper ist also Ausdrucksmittel des Geistes. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, die neue Möglichkeiten der Heilarbeit eröffnet. Jedes körperliche Krankheitszeichen, jedes Unwohlsein, jedes Leiden hat seinen Ursprung in der Seele. Der betroffene Körperteil und die Art der Erkrankung geben Auskunft über deren Ursache. Selbst Unfälle, wenn sie auch willkürlich erscheinen, geben uns wertvolle Hinweise über uns selbst und sind gute Gelegenheiten zu lernen. Psychotherapie wozu? Wir alle sind mit Mustern oder Strukturen behaftet, die unsere freie Entscheidungsfähigkeit und Lebendigkeit einschränken. Meist haben wir diese im Baby- bzw. Kleinkindalter erworben. Wir wurden von unserem Umfeld geprägt. Bei schmerzhaften und verletzenden Erfahrungen mussten wir Möglichkeiten finden, wie wir die gegebenen Situationen überstehen konnten. Meist geschieht dies dadurch, dass Verhaltensweisen entwickelt werden, die die Konflikte verhindern, oder die Ereignisse werden verdrängt, d.h. vergessen, da wir als Kind keine andere Chance hatten mit ihnen umzugehen. Beide Wege sind Schutzmechanismen und waren in dieser Situation (über-)lebenswichtig. Was geschieht in den Sitzungen? In der psychotherapeutischen Sitzung werden die Probleme besprochen (was schon sehr erleichternd sein kann, aber alleine nicht ausreicht). Durch Anwendung verschiedener Methoden, je nach Gegebenheit, werden die vergessenen (verdrängten) Seeleninhalte wieder bewusst. Dadurch lösen sich diese alten Muster auf, die Gefühle werden erlöst (was das wichtigste ist), Zusammenhänge erkannt, festgehaltene Energie wird freigesetzt und es können ganz neue Verhaltens- und Lebensmöglichkeiten gefunden werden. Dauer Es versteht sich, dass sich Strukturen, die über Jahrzehnte entstanden sind, nicht von heute auf morgen auflösen lassen. Wer wirklich etwas in seinem Leben verändern möchte, muss sich für eine konsequente Arbeit an sich selber entscheiden. Sie wird Monate oder Jahre brauchen, da die Heilung nur Schritt für Schritt zu erreichen ist. Ein forciertes Vorgehen ist nicht möglich, da die Veränderungen Zeit brauchen. |


