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Gesundheitsförderung mit NLP
NLP versteht sich zunächst einmal als ein neutrales Modell, das zum Ziel hat, Kommunikationsstrukturen des Menschen mit sich selbst und mit anderen zu erforschen. Die zentrale Frage des NLP ist eine WIE-FRAGE: Wie genau funktioniert Kommunikation im System Mensch, wie gehen wir mit uns selber um, wie kommunizieren wir mit anderen?
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Was ist NLP und wie kam das NLP zum Thema Gesundheit? NLP versteht sich erst einmal als ein neutrales Modell, das zum Ziel hat, Kommunikationsstrukturen des Menschen mit sich selbst und mit anderen zu erforschen. Die zentrale Frage des NLP ist eine WIE-FRAGE: Wie genau funktioniert Kommunikation im System Mensch, wie gehen wir mit uns selber um, wie kommunizieren wir mit anderen? Was führt dabei zu Erfolg und guten Ergebnissen? Was ist eher hinderlich? Die Konzentration im NLP liegt auf der Frage: Wie schaffen es Menschen, gut und erfolgreich zu sein?
Gesunde Menschen haben unbewusst gute Strategien für Gesundheit entwickelt, von denen wir alle lernen können. Für gesunde Menschen ist zum Beispiel Gesundheit nicht einfach die Abwesenheit von Krankheit. Dies ist auch der Ansatz der sogenannten Salutogenese, die gesundheitsförderliche Faktoren untersucht, anstatt sich mit der "Bekämpfung" von Krankheit zu beschäftigen. Vieles passiert dabei hauptsächlich in unserem Kopf, d.h. auf der Ebene unserer Überzeugungen und unserer Art, die Welt zu sehen und zu bewerten. Eine wichtige Frage, die wir im NLP oft stellen, lautet: Habe ich überhaupt die Erlaubnis, gesund zu sein? Wir handeln oft gegen uns selbst wider besseren Wissens. Wir rauchen, trinken, ernähren uns nicht wirklich gut, schlafen zu wenig oder bewegen uns zu wenig, etc. Wir tun das zumeist, weil wir irgend etwas davon haben, meist einen Lustgewinn, manchmal sind es auch nur einfach alte liebgewonnene Gewohnheiten. Was auch immer der Grund sein mag, der Effekt ist, dass wir mit diesem Verhalten eine Art Gleichgewicht geschaffen haben, das der Körper gewohnt ist. Und dieses Gleichgewicht, auch Homöostase genannt, ist ein Grundgesetz, das für alle Systeme gilt. Homöostase ist an sich nicht gut oder schlecht. Es ist einfach ein Zustand, den wir und unser Körper mögen, weil wir uns da eingerichtet haben und uns gut fühlen. Dieses Gleichgewicht zu verändern, um es in ein besseres, gesünderes Gleichgewicht zu bringen, ist eine echte Herausforderung.
NLP erforscht und hinterfragt unsere mentalen Modelle zum Thema Gesundheit. (Im Englischen gibt es den wunderbaren Begriff "mind". Der Begriff umfasst sowohl unser Gehirn, als auch unseren Geist und unser Nicht-Bewusstsein. In der deutschen Sprache haben wir nicht wirklich einen guten äquivalenten Begriff. Mentale Modelle möchte ich deshalb synonym verwenden.) Beispiel: Angenommen Sie haben Rückenbeschwerden und einen wunderbaren Physiotherapeuten, der ganzheitlich arbeitet. Sie fühlen sich wohl aufgehoben und das Symptom ist nach einer angemessenen Behandlungszeit behoben. Nach einem halben Jahr merken Sie, dass die Symptome wieder da sind. Kann sein, dass Sie an Ihren Lebensumständen rein gar nichts verändert haben und es eher natürlich ist, dass die gleichen Symptome sich wieder melden. Vielleicht gibt es aber auch eine Art von Sabotageprogramm oder einen Gedankenvirus, die Sie davon abhalten, dass sich wirklich etwas ändert. Das sind Gedanken und Fragen, die einen NLP-Therapeuten leiten, natürlich nur, wenn der Klient bereit ist, sich diesen Fragen zu stellen. Viele Gewohnheiten und sogenannte Laster haben einen sogenannten Sekundärgewinn. Wenn ich diesen Gewinn nicht betrachte und mir selber nicht die Frage stelle: Was will ich statt dessen?, wird jede Veränderung ein Kampf mit der eigenen Disziplin. NLP möchte es leichter machen. Lust- und lösungsorientiert ist der Ansatz. Er beinhaltet damit auch immer eine gewisse Selbstreflexion und Innenschau. Jenseits dieser eher reflektiven Ansätze, hat das NLP auch konkrete Interventionen entwickelt zu ganz speziellen Themen:
Gemeinsam wird dann eine Zielvorstellung entwickelt, die für viele Klienten schon wie eine Herausforderung des Schicksals wirkt. "Darf ich das wirklich überhaupt denken?" Der Berater muss an der Stelle sehr sensibel sein, seine Aufmerksamkeit auf die unbewussten Körpersignale richten und die sogenannte "Ökologie" abfragen. Er/sie tut das über verschiedene Fragen und die Szenariotechnik, z.B.: "Angenommen, Sie hätten Ihren Wunschtraum erfüllt, wo, wie und von wem gibt es Einwände?" Danach erst wird der Ist-Zustand ermittelt, um deutlich zu machen, wie groß die systemische Spannung ist zwischen Ist- und Zielzustand. Ist das Ziel wirklich erstrebenswert? Ist in dem ganzen Vorhaben ausreichend Energie? Lohnt es sich überhaupt, auf das Ziel zuzugehen? Denn nur wenn diese Frage kongruent beantwortet werden kann, ist genug Energie für das Erreichen des Ziels vorhanden. Erst wenn diese Phase erfolgreich abgeschlossen ist, kann man davon sprechen, dass die Klientin eine Geisteshaltung einnimmt, die Gesundung zulässt, und sie bereit ist, für den Gesundungsprozess Selbst-Verantwortung zu übernehmen. Dies ist häufig die Voraussetzung dafür, dass andere therapeutische Maßnahmen überhaupt wirksam langfristig greifen können. |


