Altern ist eine Frage des Bewusstseins

Michaela Himmel

Mithilfe Ihrer geistigen Einstellung können Sie ein Leben lang jung bleiben – davon ist der berühmte Ayurveda-Spezialist Deepak Chopra überzeugt: 'Ihr Bewusstsein bestimmt darüber, ob und wie Sie altern.'


Glücksempfinden und
Erfülltsein hängen stark von unserer geistigen Einstel-
lung ab

Dr. med. Deepak Chopra, Ayurveda-Experte und Gründer der "American Association of Ayurvedic Medicine", ist der Frage auf den Grund gegangen, warum wir altern. Welche Gesetzmäßigkeiten befähigen einige Menschen, bis ins hohe Alter fit und dynamisch zu bleiben, während andere Menschen offensichtlich stark altern? Er fand heraus, dass wann immer jemand stark altert, sein Lebensstil meist Aufschluss über die Ursachen dafür gibt.
Nach offiziellen Schätzungen sind etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Fälle von vorzeitiger Alterung bzw. Senilität auf folgende Ursachen zurückzuführen: Falsche Ernährung, Nebenwirkungen von Medikamenten, Rauchen, Alkoholmissbrauch, Wassermangel, Depression sowie Mangel an körperlicher Bewegung.
Alle diese Faktoren haben laut Chopra ihren Ursprung im Bewusstsein und gehen entweder auf Nachlässigkeit oder auf Gewohnheit zurück. Dr. Chopras Schlussfolgerung: "Altern ist primär eine Frage des Bewusstseins." Konkret bedeutet dies: Die Inhalte unseres Bewusstseins, d.h. unsere Gedanken, Wahrnehmungen, Glaubenssätze – also all das, was wir denken – bestimmen unsere materielle Welt, d.h. sie beeinflussen auch unsere körperliche Verfassung. Demnach "erschaffen" wir unsere Körper selbst, so wie wir auch bestimmte Erfahrungen anziehen (und andere eben nicht).

Das Bewusstsein öffnen Chopra ruft uns auf, unsere alten Denkschemata durch neue Annahmen zu ersetzen. Diese neuen, für manche vielleicht revolutionär anmutenden Annahmen lauten:
- "Unsere Körper bestehen ihrem eigentlichen Wesen nach aus Energie und Information, nicht aus fester Materie."
- "Körper und Geist bilden eine Einheit."
- "Die natürlichen Lebensvorgänge des Körpers sind ein Ergebnis des Bewusstseins. Vorstellungen, Gedanken und Gefühle erzeugen die biochemischen Reaktionen, die das Leben in jeder Zelle aufrechterhalten. Eine alternde Zelle ist das Endprodukt eines Bewusstseins, das vergessen hat, wie es neu bleiben kann."
- "Unsere Wahrnehmung ist nur scheinbar unwillkürlich; tatsächlich ist sie erlernt. Wenn wir unsere Wahrnehmung ändern, wandelt sich auch die Erfahrung unseres Körpers und unserer Welt."
- "Wir sind keine Opfer von Alterung, Krankheit und Tod. Diese Dinge gehören nur zur 'Bühnendekoration' und betreffen nicht unseren inneren Wesenskern, der über jegliche Art von Wandel erhaben ist."

Diese Annahmen gründen auf Entdeckungen, die die Quantenphysik vor fast einem Jahrhundert gemacht hat. Sie erkannte, dass die überkommene Anschauung der physikalischen Welt falsch war. Kurz gesagt: Keine zwei Menschen leben in genau derselben Welt. Jede Sichtweise der Welt erzeugt ihre eigene Welt. In Wirklichkeit gibt es keine objektive, vom Betrachter unabhängige Welt.
Mit anderen Worten: Das Altern findet im Geist statt. Wenn wir uns ständig Gedanken über Alter, Krankheit und Tod machen und eine negative Einstellung zum Älterwerden haben, dann wird das auch unser körperliches Befinden beeinflussen. Der Alterungsprozess ist somit erlernt bzw. durch unsere geistige Einstellung vorprogrammiert.

Das Glücksempfinden verstärken Doch was können wir tun, um unser Bewusstsein zu öffnen? Ein glücklicher Lebensverlauf hängt immer vom Individuum, von der Einzelpersönlichkeit ab. Ein Mensch, der mit seinem Leben zufrieden ist, hat laut Deepak Chopra Freude an seinen täglichen Aktivitäten, betrachtet sein Leben als bedeutungsvoll, hat ein positives Selbstbild und Selbstwertgefühl und ist optimistisch.
Menschen, die positiv altern, so fanden Forscher heraus, sind dadurch gekennzeichnet, dass sie während ihres ganzen Erwachsenenlebens in drei wichtigen Bereichen "am Ball bleiben": im Hinblick auf körperliche Tätigkeit, geistige und intellektuelle Aktivität sowie auf gesellschaftliche Beziehungen. Vor allem aber kann man dem Alter auf sinnvolle Weise entgegenwirken – ganz ohne chemische Stoffe und deren mögliche Nebenwirkungen – indem man seine innere Intelligenz erhöht, sein Glücksempfinden und sein Erfülltsein verstärkt. Die Verantwortung für die Veränderung des Bewusstseins liegt bei jedem einzelnen.


Anhang:
Eine Zeitreise ins eigene Innere Den Beweis, dass der Alterungsprozess durch eine Steigerung der Bewusstheit aufgehalten oder sogar umgekehrt werden kann, lieferte 1979 ein Experiment, das die Psychologin Ellen Langer und ihre Kollegen von der Harvard University durchführten. Die Versuchspersonen waren eine Gruppe Männer im Alter von 75 Jahren oder älter. Sie wurden eingeladen, gemeinsam eine Woche in einem Ferienheim auf dem Land zu verbringen. Einzige Bedingung war, dass sie keine Zeitungen, Zeitschriften, Bücher oder Familienfotos mitbringen durften, die aus der Zeit nach 1959 stammten.
Die Männer wurden aufgefordert, sich so zu verhalten, als wäre es das Jahr 1959. Alle Gespräche mussten sich auf Ereignisse und Menschen dieses Jahres beziehen. Das Ferienheim war so hergerichtet worden, dass es den Lebensstil von vor 20 Jahren wiedergab. Alles in dieser Woche auf dem Land war so ausgerichtet, dass jeder Teilnehmer sich so fühlte und so verhielt wie mit Mitte 50.

Das Harvard-Team wollte die Zusammenhänge verändern, in die diese Männer sich eingebunden sahen. Sie wollten nachweisen, dass es einen direkten Einfluss auf den Alterungsprozess hat, ob man sich jung oder alt fühlt. Die Männer – allesamt im Ruhestand – unterhielten sich z.B. über ihre Karrieren, als wären diese noch voll im Gange. Auch wurde von ihren Frauen und Kindern so gesprochen, als seien sie noch 20 Jahre jünger.

Während des Experiments nahm das Psychologenteam ausgiebige Messungen über das biologische Alter der Teilnehmer vor. Die Ergebnisse waren beachtlich. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die ebenfalls in einem Ferienheim untergebracht war, aber in der Bezugswelt von 1979 weiterlebte, verbesserte sich bei der So-als-ob-Gruppe das Gedächtnis und die manuelle Geschicklichkeit. Die Mitglieder waren aktiver und selbständiger. Sie verhielten sich insgesamt mehr wie 55jährige als wie 75jährige.
Am bemerkenswertesten aber waren Veränderungen im Alterungsprozess, die bislang als nicht umkehrbar gegolten hatten: z.B. wirkten ihre Gesichter deutlich jünger, steife Gelenke wurden beweglicher und die Körper richteten sich wieder auf, um die Haltung früherer Jahre einzunehmen. Hör- und Sehvermögen nahmen zu. Auch stieg die Intelligenz der ins Jahr 1959 "Zurückgekehrten" an, wohingegen die Kontrollgruppe deutlich schlechter abschnitt.

Prof. Langers Studie war richtungsweisend für den Nachweis, dass sog. irreversible Anzeichen des Alterns durch psychologische Einflussnahme umgekehrt werden können. Tatsächlich reagieren unsere Körper auf eine subjektive Zeit, wie sie in Erinnerungen und Gefühlen aufgezeichnet ist. Die Männer machten geistig eine Zeitreise ins eigene Innere, und ihre Körper folgten nach. Die Versuchspersonen hatten ihre Aufmerksamkeit genau auf das Bezugsfeld des Jahres 1959 gerichtet, und ihre Körper vollzogen diesen Bewusstseinswandel über die Zeitgrenze hinweg nach.

Die Qualität unseres Lebens hängt also von der Qualität unserer Aufmerksamkeit ab. Welcher Sache wir auch unsere Aufmerksamkeit widmen – sie wird in unserem Leben an Bedeutung gewinnen. Wir können also den Fluss der Aufmerksamkeit benutzen, um Ergebnisse zu erzielen. Es geht hier nicht darum, in der Vergangenheit leben zu wollen, sondern um die Erkenntnis, dass es keine Grenze für die Art von Veränderungen gibt, die das Bewusstsein bewirken kann.


Sicher Einkaufen
bei Enveda

Kundenbewertungen von Enveda

Enveda – Gesunde Produkte und Informationen für Leib und Seele. Vielfältige Anregungen und ein breites Sortiment sorgfältig ausgewählter Produkte für Ihr Wohlbefinden und ein gesundes Leben.