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Prassen für die Zukunft
Einkaufen gehen und die Wirtschaft ankurbeln wäre gut. Fürs Alter sparen auch. Am besten wäre es, beides zu tun, dachten sich zwei Hamburger. Und entwickelten die Rentencard.
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Einkaufen gehen und die Wirtschaft ankurbeln wäre gut. Fürs Alter sparen auch. Am besten wäre es, beides zu tun, dachten sich zwei Hamburger. Und entwickelten die Rentencard. Busch: „Im Grunde ist es ein psychologisches Problem.“ Czech: „Wer sein Geld ausgibt, hat ein schlechtes Gewissen, weil es ihm später fehlen könnte. Wer sein Geld zusammenhält und fleißig fürs Alter spart, hat auch ein schlechtes Gewissen, weil das zur wirtschaftlichen Misere beiträgt.“ Man müsste ein Mittel finden, das schlechte Gewissen zu beruhigen, dachten sich Busch und Czech. Und so keimte bei ihnen die Idee der Rentencard, eine Kundenkarte, mit der man ganz normal einkaufen kann. Doch ein bis drei Prozent des Umsatzes fließen zusätzlich automatisch auf das eigene Rentenkonto. Das könnte für jeden Karteninhaber bei der gesetzlichen Rentenversicherung eingerichtet werden, aber auch bei einer Bank oder einer Versicherung. Einen Teil des Bonus sollen die Firmen spendieren, die sich dem System anschließen, den anderen Teil die Kunden selbst drauflegen. Mit dem guten Gefühl, für die Zukunft zu prassen, fiele den Leuten der Griff ins Portemonnaie viel leichter, sind die Rentencard-Erfinder überzeugt. Weil sie es nicht bei der Idee belassen wollten, machten sie sich an die Gründung einer Firma, die das Konzept bekannt machen soll. Politiker aller Partien, die gesetzliche Rentenversicherung und Firmen, für die das Konzept interessant sein könnte, haben sie bereits angeschrieben. Die Rentencard sei volkswirtschaftlich sinnvoll, leicht verständlich und ein gutes Marketinginstrument, etwa für Handelsunternehmen. Zumal viele der üblichen Kundenkarten „relativ sinnfrei sind“, wie Czech findet. „Es ist doch viel attraktiver, für die Rente zu tanken, als irgendwelche Bonuspunkte zu sammeln“, sekundiert Busch. |


