Emotive Subself Healing

Christian Opitz

Die Erfahrungen vieler Teilnehmer der ersten ESH-Seminare im vergangenen Jahr haben aufgezeigt, dass ESH eine Tiefe von emotionaler Heilung ermöglicht, die einzigartig ist. Christian Opitz erläutert, warum die Wirksamkeit von ESH andere Methoden weit übertrifft.


Christian Opitz: "Der erste
Weg zur vollständigen emotionalen Heilung"

Auf einem Seminar bin ich von einer Teilnehmerin gefragt worden, warum eine Verbindung mit Gott nicht unsere emotionalen Wunden heilen kann. Die Antwort ist einfach: es war nicht ein Mangel an einer Verbindung zu Gott, sondern ein Mangel an emotionaler Resonanz mit den Eltern, der uns alle in der frühen Kindheit traumatisiert hat. Aus Sicht von ESH haben zur Zeit alle Menschen ein strategisches Selbst, d.h. sie zensieren ihre Gefühle, präsentieren sich auf eine Weise, von der sie sich mehr Anerkennung und weniger Ablehnung versprechen und verbergen tiefen emotionalen Schmerz im Unterbewusstsein mit kompensatorischer Liebe. Dies ist kein Charakterfehler, sondern einfach das Ergebnis emotionaler Unreife, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Setzen Menschen mit einem strategischen Selbst Kinder in die Welt, kollidiert die völlige emotionale Offenheit des Kindes mit dem strategischen Selbst der Eltern. Kinder brauchen zur Entwicklung einer gesunden Individualität das Gefühl, von den eigenen Eltern vollständig gefühlt und somit emotional getragen zu werden. Auch sehr liebevolle Eltern können ihren Kindern dieses Gefühl nicht vollständig geben, wenn sie in sich selbst emotionalen Schmerz auf unbewusst-strategische Weise unterdrücken. So werden wir in der emotionalen Abhängigkeitsphase der frühen Kindheit nie wirklich gesättigt und entwickeln eine traumatisierte Individualität. Kann sich die Abhängigkeitsphase nicht in der Kindheit auf gesunde Art vervollständigen, machen wir uns für den Rest unseres Lebens von Beziehungen, strategischem Glück, Erfolg, idealen Selbstbildern, spirituellen Errungenschaften u.a. emotional abhängig, auf der Suche nach Vollständigkeit.

Da unsere Traumatisierung durch eine unvollständige Beziehungsdynamik entstanden ist, kann nur eine neue, heilende Beziehung wahre Heilung bewirken.

ESH ist der einzige praktische Ansatz, der uns eine zweite Kindheit ermöglicht, d.h. eine innere Beziehung zwischen uns selbst und unseren verwundeten Anteilen. Diese Anteile sind nicht nur Gefühle, sondern wesenhafte Subpersönlichkeiten, die im ESH-Prozess endlich die emotionale Nahrung bekommen, die unser Leben lang gefehlt hat. Gleichzeitig bezieht ESH das strategische Selbst, das sich gegen innere Veränderungen wehrt, auf einzigartige effektive Weise in den Heilungsprozess mit ein.

Alle Therapieformen, die nicht eine Beziehungsdynamik als Weg zur Heilung anbieten, sondern Energiearbeit, Katharsis, Auflösung einzelner traumatischer Erlebnisse, Auflösung negativer Überzeugungen, erweiterte Bewusstseinszustände, Visualisationen etc. bleiben in der Wirkung unvollständig, weil sie nicht anbieten, woran es in der Kindheit tatsächlich gefehlt hat. Da wir in den ersten Lebensjahren rein emotionale Wesen sind, können kognitive, körperorientierte oder energetische Methoden nie unseren Wesenskern erreichen. Emotionale Wunden müssen mit emotionaler Medizin geheilt werden, indem unsere Subpersönlichkeiten das Gefühl haben, wirklich gefühlt zu werden. ESH zeigt in der Praxis auf, dass alle Menschen die gleichen Subpersönlichkeiten besitzen, so wie auch die physische Anatomie aller Menschen identisch ist. Nur Heilung der in uns lebenden Subpersönlichkeiten und nicht nur ihrer Gefühlssymptome ist vollständig.


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