Die fantastischen Vier
- Erfahrungen mit dem Therapeutenteam von »Freiheit an Sich«

Monika Herz

Ich bin eine Träumerin. Einst träumte ich, dass in der Zukunft Unternehmen ihre Mitarbeiter als ganzheitliche Wesen ernst nehmen und dass Personalentwicklung und -förderung auf dieser Ebene stattfinden wird. Dass Träume Wirklichkeit werden, wundert mich inzwischen nicht mehr. Vielmehr schule ich meine Wahrnehmung diesbezüglich, denn so viele Wunder geschehen tagaus, tagein, ohne dass auch nur ein Mensch sie bemerkt hätte.

Ich bin eine Träumerin. Einst träumte ich, dass in der Zukunft Unternehmen ihre Mitarbeiter als ganzheitliche Wesen ernst nehmen und dass Personalentwicklung und -förderung auf dieser Ebene stattfinden wird. Dass Träume Wirklichkeit werden, wundert mich inzwischen nicht mehr. Vielmehr schule ich meine Wahrnehmung diesbezüglich, denn so viele Wunder geschehen tagaus, tagein, ohne dass auch nur ein Mensch sie bemerkt hätte.
So war meine Freude groß, als unser Chef und Herausgeber dieses Magazins unser ganzes Team einlud, an einer Maßnahme teilzunehmen, die uns die Gruppe von »Freiheit an Sich« angeboten hatte. »Freiheit an Sich«, das sind vier Menschen, zwei Männer und zwei Frauen, die konsequent ihrer Berufung folgen. Die ihr innerstes Anliegen zum Beruf gemacht haben und damit leben. Ja, vielleicht ist es wirklich dieser kleine Unterschied, auch in der Wortwahl, der es ausmacht: Man kann »von« etwas leben, von einem Broterwerb oder von einer Arbeit. Oder man kann »mit« etwas leben, mit einem Beruf oder einer Berufung.

»Freiheit an Sich«, das sind:
Sabine Kluwig,
ehemalige Krankenschwester, von Kindheit an hellsichtig und medial begabt, die in medialen Einzelsitzungen die Hintergründe von privaten und beruflichen Problemen beleuchtet und dabei behilflich ist, neue Möglichkeiten und Lösungswege zu finden, um ein Leben wieder glücklich zu gestalten.
Stefan Wein, ehemaliger Karikaturist und Cartoonzeichner, der mit seiner einfühlsamen und warmherzigen Art und der Methode des Intuitiven Malens dazu ermutigt, sich in der Sprache des Selbst unmittelbar auszudrücken.
Daniela Scheiber-Jakob, deren Werkzeug die hermetische Philosophie ist und die es versteht, die Spielregeln des Lebens verständlich zu machen.
Thomas Jakob, dessen Spezialität es ist, schnell und präzise übergeordnete Strukturen in Glaubenssatzmustern zu erkennen und exakt auf die Problematik zugeschnittene Lösungsaffirmationen zu entwerfen.
Der Chef stellte uns frei, mit der Gruppe entweder an einem persönlichen Problem oder an einem beruflichen Problem zu arbeiten. Denn selbstverständlich tangieren auch ungelöste persönliche Probleme das Ergebnis der Arbeitsleistung. Das weiß jeder. Aber kaum ein Chef schert sich einen Deut darum.
So also nahm ich mein Problem und ging damit zuerst zu Sabine Kluwig. Mit Buntstiften zeichnete sie die Form und Farbe meiner Aura. Das war nun nicht ganz so schmeichelhaft für mich. Denn meine Aura zeigte dunkle Zacken und Schlieren, obwohl ich mich dem Zustand der strahlenden Erleuchtung bereits nahe wähnte. Die Angst und die Verzweiflung, die mein Problem bei mir hervorriefen, hinterließen Spuren in meiner Aura! Wie peinlich! Auch ein eingekapselter blauer Energieball begleitete mich und meine Ausstrahlung. Ein Relikt aus meiner letzten gescheiterten Ehe, wie sich im Gespräch herausstellte. Sabine half mit bei meinem festen Entschluss, dieses Relikt zu lösen, welches sich immerhin um drei gemeinsame Söhne, Geld und Unterhaltsforderungen drehte. »Es geht darum, klar zu sein und ein Selbstverständnis dafür zu entwickeln, was deine Rechte sind. Du darfst deine Rechte einfordern!« Das war Sabines Fazit aus der Aura-Beratung.
Die zweite Station führte mich zu Stefan Wein und dem intuitiven Malen. Seltsamerweise rückte im Zusammensein mit Stefan mein persönliches Problem in den Hintergrund, und meine Vision, mein Lebenswerk tauchte auf, das ich noch zu vollbringen habe. Ich nenne diese Vision manchmal »Die neue Welt«, manchmal nenne ich sie auch »Das Königreich« – und vielleicht weiß der eine oder die andere spontan, was damit gemeint ist. Jedenfalls ermunterte mich Stefan, zunächst den Ist-Zustand mit kräftigen Farben und dicken Pinseln großformatig spontan und schnell zu malen. Man kann sich vorstellen, was dabei herauskam: Ein wütendes, zorniges rot-gelb-grelles Szenarium mit Blitz und Donner inmitten des brodelnden Urknalls! Jawohl! Und es machte Spass! Was für ein Stress, wenn immer alles »schön« sein soll! Was für eine Wohltat, den Ist-Zustand so malen zu dürfen, wie er eben ist!
Dann aber sprachen wir über »das Königreich«, und Stefan ermutigte mich, ebenso schnell und spontan etwas zu malen, was meiner Energie, meiner Sehnsucht für meine Vision entspricht. Und siehe da: Unter dem Regenbogen wurden jäh verdorrte Bäume zum Blühen gebracht! Aus dieser Sitzung mit Stefan nahm ich vor allen Dingen die Erkenntnis mit, wie sehr ich mich doch mit meinen persönlichen Problemen ablenke, um nur ja meine Vision, mein Lebenswerk nicht angehen zu müssen!
Am nächsten Tag ging ich zu Daniela Scheiber-Jakob. Daniela wusste aus der »Übergabe«, welche Stefan und zuvor Sabine vollzogen hatten, bereits ein bisschen über mich Bescheid. In einer gut geführten Gesprächssituation arbeiteten wir noch einmal konzentriert daran, dass ich tatsächlich Ansprüche stellen kann und darf! Die Ungeheuerlichkeit dieser Aussage trifft mich immer noch in Mark und Bein! Ob nun diese Ansprüche angemessen sind, ob sie erfüllt werden und wer sie erfüllen soll, das sind zweitrangige Fragen, die sich erst stellen, wenn ich die erste Aussage in voller Selbstverantwortung zu mir nehme! Wünsche zu definieren für mich und nicht gegen einen Anderen, das ist die Kunst! In Bezug auf die Philosophie des Hermes Trimestigos sprach Daniela im Zusammenhang meiner Problematik über das Gesetz der Resonanz: Gleiches zieht Gleiches an! Leider ist hier nicht der Raum, die 7 Gesetze des alten Weisen zu erläutern. Es dürfte jedoch kaum ein stimmigeres philosophisches Modell erdacht worden sein, das in solcher Klarheit und Einfachheit verständlich macht, wie die Welt funktioniert. So gerüstet schritt ich schließlich erhobenen Hauptes in die vierte und letzte Station.
Thomas Jakob schließlich verankerte mittels Hypnose meine neuen Glaubenssätze. Ich habe selbst während meiner therapeutischen Ausbildung eine Einführung in Hypnosetherapie erlernt und kann nur sagen: Thomas beherrscht sein Handwerkszeug! Nicht jeder mag sich jedoch auf Hypnose einlassen, deshalb bietet Thomas auch an, auf andere Art an den eigenen alten Glaubensmustern zu arbeiten und diese durch neue zu ersetzen. Ich erarbeitete mit Thomas zusammen ein paar Affirmations-Sätze, die mir dienlich erschienen zu den Themen Eigenliebe, Gefühl, Handeln, Selbstwert und Stärke. »Ich lebe meine Kreativität!«, so lautete einer dieser Sätze. Wenn ich mich nicht sehr irre, dann tue ich jetzt gerade in diesem Augenblick genau das! Ich schreibe! Ich lebe meine Kreativität!
Ein halbes Jahr nach dieser Erfahrung ist durchaus ein angemessener Zeitraum, um ein Resümee zu ziehen. Hat es denn etwas gebracht hat, dieser Marathon mit den »Fantastischen Vier«, wie wir sie intern augenzwinkernd nannten? Hat es denn etwas gebracht? Was ist denn geworden aus dem Problem? Nun, der blaue Aura-Energieknödel aus meiner gescheiterten Ehe dürfte verschwunden sein. Nach einer letzten intensiven Auseinandersetzung ist eine neue Dynamik von Gelassenheit und Verständnis ins Spiel gekommen, die sich auch recht wohltuend auf unsere Söhne auswirkt. Das Problem, das meine Aura so sehr verdunkelte, hat sich aus meinem Leben zurückgezogen. Und das hat meiner Meinung nach durchaus etwas damit zu tun, dass ich schließlich ein Machtwort sprach. Schließlich darf ich auch Ansprüche stellen! Oder etwa nicht?
So möchte ich gerade schreiben und wieder in Frage stellen, woran man erkennen kann, dass ich doch noch weiterhin mit diesem Thema zu tun habe. Manche Themen sind eben Lebensthemen. Und trotz Hypnose werde ich mir immer wieder mal vorsagen müssen: »Ich beanspruche und nehme mir meinen Platz zum Leben!« Und die »Neue Welt«? Nun, ist dieser Artikel und die Tatsache, dass es Menschen gibt, die miteinander kooperieren, anstatt zu konkurrieren, nicht bereits ein kleiner winziger Schritt hinein in das Land unter dem Regenbogen? Wo kämen wir schließlich hin, wenn immer mehr Menschen anfingen, genau das auch zu tun und darüber hinaus noch ihrer Berufung zu folgen? Genau!

von Monika Herz


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