Radiästhesie

Barbara Newerla

Radiästhesie bedeutet übersetzt soviel wie 'Strahlenfühligkeit' (von 'radius', lat. = Strahl und 'aistanomai', griech. = empfinden). Besser bekannt ist die Radiästhesie unter dem Begriff 'Rutengehen'. In der Radiästhesie werden verschiedene Hilfsmittel verwendet, um unsichtbaren Phänomenen, die zum Beispiel den Körper und die Gesundheit beeinflussen können, auf die Spur zu kommen.

Radiästhesie bedeutet übersetzt soviel wie "Strahlenfühligkeit" (von "radius", lat. = Strahl und "aistanomai", griech. = empfinden). Besser bekannt ist die Radiästhesie unter dem Begriff "Rutengehen".
In der Radiästhesie werden verschiedene Hilfsmittel verwendet, um unsichtbaren Phänomenen, die zum Beispiel den Körper und die Gesundheit beeinflussen können, auf die Spur zu kommen.
Diese Hilfsmittel sind unter anderem: V-Rute (Holz, Kohlenstofffaser, Kunststoff, Metall), Winkelrute, Lecherantenne, Einhandrute (Biotensor®) und Pendel.

Eine kurze Geschichte der Radiästhesie Hinweise auf radiästhetische Techniken tauchen bereits bei antiken Autoren auf. Näheres darüber findet man aber erst in Agricolas Werk über den Bergbau, "De re metallica", im 15. Jahrhundert nach Christus. Zu dieser Zeit diente die Radiästhesie vorwiegend dazu, in der Erde verborgene Dinge, wie Wasser oder Erzlagerstätten, aufzuspüren. Es ist aber anzunehmen, dass die Rutentechnik auch damals schon genauso zum Auffinden "guter" Plätze für Mensch und Tier verwendet wurde. Belegt ist, dass bei den Etruskern und Römern einer Stadtgründung zum Teil jahrelange Ortsstudien durch speziell ausgebildete Auguren vorausgingen. Sie verwendeten unter anderem einen "Lituus" genannten Stab, der an einem Ende mit einer Spirale versehen war, als radiästhetisches Instrument, um Störzonen festzustellen.
Die Radiästhesie war und ist eine Erfahrungswissenschaft. Auch wenn man nicht wusste warum, man hatte die Erfahrung gemacht, dass sie funktioniert. Mit der Entwicklung der modernen Naturwissenschaften und Messtechniken, geriet jedoch die Radiästhesie immer mehr in Vergessenheit. Da man sich das Phänomen lange Zeit mit Hilfe der bekannten wissenschaftlichen Theorien nicht erklären konnte, wurde sie geächtet oder lächerlich gemacht. In der Tradition des "einfachen Volkes", vor allem auf dem Lande, blieb die Technik des "Wünschelrutengehens" aber immer lebendig. Zumindest bis in die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte fast jedes Dorf "seinen" Rutengänger, meist einen Menschen, der ein ganz normales Leben mit einem bürgerlichen Beruf führte, bis auf die Tatsache, dass er die Begabung hatte, die "guten" oder "schlechten" Plätze für Menschen und Tiere zu muten. Auch viele Brunnen wurden bis in heutige Zeiten nach den Hinweisen von Rutengängern gebohrt.
Trotz ihrer wissenschaftlichen Ächtung entwickelte sich die Radiästhesie stetig weiter und immer wieder gelang es Forschern, die Wirkung geologischer Störungen und anderer radiästhetischer Phänomene darzustellen und zu belegen.
1955 entwickelten die Gebrüder Hartmann ein Messverfahren (Georythmogramm), das den Widerstand des menschlichen Körpers und seine Veränderungen zeigte. Dabei wurde deutlich, dass der Hautwiderstand eines Probanden, der sich auf einer Störzone befand, erheblich größeren Schwankungen unterworfen war als wenn er sich an einem neutralen Ort aufhielt. Bei diesen Messungen wurden zum erstenmal außer den geologischen Störungen wie Wasseradern oder Verwerfungszonen auch verschiedene Erd-Gitternetzstrukturen einbezogen, die erst kürzlich entdeckt worden waren. Ihnen wurde, genauso wie den „klassisch“ geologischen Störungen, eine Reizwirkung auf den Organismus zugeschrieben, die die Gesundheit beeinträchtigen kann. Dr. Ernst Hartmann wurde dann vor allem durch seine Forschungen zum Thema Gitternetze bekannt, ein von ihm entdecktes Gitter wird noch heute nach ihm benannt (Hartmann-Gitter). Der von ihm begründete "Hartmann-Bund" war lange Zeit eine der bekanntesten Vereinigungen in Deutschland und prägte nachhaltig das Bild des Rutengängers.
Den endgültigen Sprung in die Moderne tat die Radiästhesie dann mit der Entwicklung der "physikalischen Radiästhesie" oder "Grifflängentechnik" nach Reinhard Schneider, und es scheint, dass dies auch der Anstoß war, der die Radiästhesie gewissermaßen wieder gesellschaftsfähig machte. Sie hatte nun ihren Platz im modernen Weltverständnis gefunden und mehr und mehr Menschen begannen, sich für die Radiästhesie zu interessieren und damit zu arbeiten.
Und nicht nur das: das Anwendungsspektrum der Rutentechnik wurde sehr viel breiter, denn die neue Technik, die auf einem physikalischen Modell von Schwingungen, Frequenzen und Wellenlängen beruht, erlaubte eine sehr genauere Differenzierung gemuteter Phänomene.

Moderne Radiästhesie – die Grifflängentechnik nach Schneider Der Physiker Reinhard Schneider begann in den 50er Jahren das Rutengehen zum erstenmal mit naturwissenschaftlichen Grundprinzipien in Verbindung zu bringen. Er wandte die Gesetze der Physik und Hochfrequenztechnik auf die Radiästhesie an und schuf so ein völlig neues Verständnis der alten, überlieferten Techniken, die ursprünglich aus der direkten Erfahrung der Menschen geboren waren.
Er sah die Rute als Antenne für die unterschiedlichen Schwingungen der Umgebung. Welche Art von Schwingungen oder Frequenzen man am besten empfangen kann, hängt dabei von der Länge der Rute ab, ähnlich wie die Länge einer Antenne auf die Frequenz des Senders, den sie empfangen soll, abgestimmt sein muss. Die Länge der Rute/Antenne wird dadurch verändert, dass man sie an unterschiedlichen Stellen greift, daher auch die häufig verwendete Bezeichnung "Grifflängentechnik". Jede Grifflänge auf der Rute korrespondiert mit einer bestimmten Frequenz und Wellenlänge, die wiederum das Phänomen kennzeichnet, das man messen möchte.

Das Anwendungsspektrum der modernen Radiästhesie Damit eröffnen sich der Radiästhesie ungeahnte neue Möglichkeiten. Es wurde möglich, präzise die Qualitäten verschiedener Phänomene zu unterscheiden. Geologische Störzonen (z.B. Wasseradern und Wasseraderkreuzungen, Verwerfungszonen, etc.), technische Störer (elektrische Geräte, Sendeanlagen, Antennen, etc.), geomantische Phänomene ( Ley-Linien, Auf- oder Abladende Punkte, etc.), chemisch-toxische Stoffe, haben jeweils charakteristische "Kenn"-Frequenzen und damit bestimmte Grifflängen, über die sie mit der Rute zu muten sind. Suchten die herkömmlichen Rutengänger vor allem nach Wasser(adern), Verwerfungszonen und sogenannten Reizstreifen (Hartmann-Gitter), zeigt sich heute ein wesentlich breiteres Anwendungsspektrum.
Das Vorhandensein praktisch jeder stofflichen Substanz genauso wie von "immateriellen" energetischen und geistigen Qualitäten kann über ihre Kennfrequenzen und Kenngrifflängen mit der Rute festgestellt werden. Dabei kann überall gemessen werden: an einem Ort in der Landschaft, in Haus oder Wohnung, sowie am menschlichen Körper selbst.
Daraus ergeben sich zwei grundlegende Anwendungsmöglichkeiten der Radiästhesie, die sich auch teilweise überschneiden:

1. Die geomantische Anwendung Im Rahmen einer geomantischen Untersuchung werden vor allem die besonderen Qualitäten und Charakteristiken eines Ortes untersucht, z.B. eines besonderen Ortes in der Natur oder eines Gebäudes. Dies kann mit oder ohne Hilfsmittel (Rute) geschehen. Bei der geomantischen Betrachtung eines Ortes spielen geologische Störungen, wie zum Beispiel Wasseradern oder Verwerfungen, eine Rolle, aber auch andere Faktoren, die bei einer regulären Haus- oder Schlafplatzuntersuchung im Hinblick auf gesundheitliche Belange nicht oder nur am Rande von Bedeutung sind.
Dazu gehören Geomantische Zonen oder Ley-Lines, Planetenlinien, energetische oder geistige Ortsqualitäten, Einstrahlpunkte etc.

2. Die "therapeutische" Anwendung Hier steht der Mensch und seine Gesundheit bzw. Krankheit im Vordergrund der radiästhetischen Untersuchung. Gemessen werden können zum Beispiel verschiedene, an einem Krankheitsgeschehen beteiligte Auslöser oder Verursacher sowie Therapieblockaden:

· störende Einflüsse aus der (Wohn-)Umgebung (siehe auch weiter unten: "Die radiästhetische Untersuchung")
· Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verträglichkeit von Zahnfüllstoffen, Allergene, etc.
· körpereigene Störfelder, Herde (z.B. Zähne)
· psychische Faktoren

Mit der Rute oder Einhandrute (Biotensor®) können dann auch die entsprechende Heilmittel ausgetestet werden: homöopathische Einzel- oder Komplexmittel, Bachblüten, Edelsteine, pflanzliche Heilmittel etc.
Die Diagnose von Krankheiten und die Verordnung von Heilmitteln ist - außer für den persönlichen Gebrauch - allerdings den entsprechenden Fachleuten wie Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten, von denen inzwischen aber viele die Rute mit großem Erfolg einsetzen.

Die radiästhetische Untersuchung
Haus oder Wohnung Grundsätzlich ist es sinnvoll das gesamte Haus oder die gesamte Wohnung radiästhetisch untersuchen zu lassen. Von besonderer Bedeutung ist jedoch der Schlafplatz. Erdstrahlen und andere belastende Faktoren wirken vor allem langfristig, und immerhin verbringen wir etwa ein Drittel unseres Lebens im Bett. Im Schlaf ist der Körper am empfänglichsten und am anfälligsten für Störungen. Belastende Strahlungen können hier besonders leicht zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, da die Regenerationsphase des Körpers gestört wird.
Der Arbeitsplatz sollte möglichst ebenfalls störungsfrei sein, genauso andere Daueraufenthaltsplätze, an denen man täglich mehrere Stunden verbringt.

Der Bauplatz Es ist günstig, einen Bauplatz vor der Bauplanung - wenn möglich sogar vor dem Kauf - untersuchen zu lassen. Eine Entstörung ist, falls überhaupt möglich, immer wesentlich aufwendiger, als eventuell belastete Zonen bei der Gestaltung des Hauses zu berücksichtigen.

Welche Einflüsse werden untersucht?
Geologische Störungen - Erdstrahlen
Dazu gehören Wasseradern und Wasseraderkreuzungen, Verwerfungen, Risse, Höhlen, und Lagerstätten. Ihre Strahlungen belasten meist den Körper und sind für Schlaf- und andere Daueraufenthaltsplätze nicht geeignet. Auch bestimmte technische Geräte oder giftige Stoffe, die zufällig darauf platziert sind, können in ihrer belastenden Wirkung verstärkt werden.

Spezielle Punkte Dies sind zum Beispiel Gitternetze und angeregte Gitternetzkreuzungen, auf- und abladende Punkte, Krebs- und karzinome Krebspunkte.

Toxische Stoffe - Wohngifte wirken sowohl in stofflicher Form als auch durch ihre Schwingungen - selbst wenn Grenzwerte nicht überschritten werden - sobald der Organismus dafür empfänglich ist (Resonanz). Man kann feststellen, ob Belastungen durch Gifte vorhanden sind und ob sie mit gesundheitlichen Störungen in Zusammenhang stehen.

Elektrosmog und andere Strahlungsquellen Elektrischer Strom und die Schwingung bzw. Strahlung anderer technischer Geräte wie zum Beispiel Fernseher, PC, Mikrowelle, Telefon, Handy etc., haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den menschlichen Körper und andere lebende Organismen. Auch Funk- und Fernsehsender sowie Satellitenantennen können technische Störer darstellen, die Gesundheit und Wohlbefinden negativ beeinflussen.

Worauf man bei einer radiästhestischen Untersuchung achten sollte Es gibt viele Rutengänger. Allgemeinverbindliche Qualitätsstandards für Ausbildung und Praxis gibt es nicht und die Frage ist auch, inwieweit dies sinnvoll oder machbar wäre. Das heißt: Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten und achten Sie auf Ihr Gefühl. Nur weil jemand eine Rute in der Hand hat und Dinge wahrnehmen kann, die Sie nicht wahrnehmen, heißt das noch lange nicht, dass er unfehlbar ist.
Ein guter Rutengänger kann seine Vorgehensweise und seine Vorschläge meist logisch begründen und macht kein Geheimnis aus dem, was er tut. Nebulöses Gerede von mysteriösen "Energien" lassen eher darauf schließen, dass jemand seine Unwissenheit oder Unfähigkeit verbergen möchte und sollte Sie eher misstrauisch stimmen. Vor allem, wenn teure Abhilfen gleich zur Hand sind, ist Vorsicht geboten.
Das heißt nicht, dass eine grundlegende Offenheit für neue Betrachtungsweisen nicht angebracht wäre. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass eine radiästhetische Untersuchung oder die Beschäftigung mit dieser Thematik das eigenen Weltbild um neue Betrachtungen erweitert, denn es gibt - wie schon das alte Sprichwort sagt - mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als die Schulweisheit sich träumen lässt – doch auch das Unsichtbare gehorcht den Gesetzen der Vernunft und der Logik.

Entstörung Entstörmaßnahmen sind ein heikles Thema der Radiästhesie. Oft ist es schwer zu sagen, was wirklich funktioniert und was nicht, und die Meinungen darüber gehen weit auseinander. Fakt ist allerdings: Die meisten Entstörgeräte oder Maßnahmen funktionieren nicht oder nicht auf Dauer und sind zu teuer. Dr. Noemi Kempe testet fast täglich in ihrem Institut ihr zugesandte Entstörgeräte. So gut wie keines davon wirkt nachweislich! Manche Maßnahmen, die eine Verbesserung bringen, verschieben nur das Wirkungsspektrum. Das heißt die Symptome verschwinden zuerst, um dann an anderer Stelle, die man nun nicht mehr mit der Störung in Verbindung bringt, wiederaufzutauchen.
Wie überall gibt es auch bei den Rutengängern "schwarze Schafe". Manchmal werden sehr günstige Begehungshonorare durch den Verkauf eines teuren Entstörgeräts kompensiert.
Die beste Lösung zu Entstörung ist immer, soweit möglich, einen belasteten Ort zu meiden. Dies bezieht sich vor allem auf Schlaf- und andere Daueraufenthaltsplätze. Sollte dies nicht möglich sein, gibt es manchmal auch einfache und kostengünstige Möglichkeiten, die Belastung zu reduzieren, wobei hier keine Pauschalaussagen gemacht werden können.

Wer braucht eine radiästhetische Untersuchung? Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, zumindest den Schlafplatz untersuchen zu lassen. Ältere Häuser stehen meist noch auf störungsfreien Plätzen. Ab ca. den 60er Jahren achtete man dann nicht mehr auf geomantische Faktoren und vor allem in jüngerer Zeit wurde auch der Platz knapp, so dass es oft schwierig ist, einen vollkommen störungsfreien Bauplatz zu finden.
Im folgenden sind einige der häufigsten "Symptome" genannt, die auf eine Belastung durch Erdstrahlen oder elektrische Störer hinweisen können. Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit "Ja" beantworten, oder Ihr Arzt oder Heilpraktiker Sie bereits auf diese Möglichkeit hingewiesen hat, könnte eine radiästhetische Untersuchung besonders interessant für Sie sein und ihren Teil zur Heilung oder Besserung Ihrer Beschwerden beitragen.

· Fühlen Sie sich oft ohne besonderen Grund müde und energielos?
· Fühlen Sie sich immer wieder gereizt und sind nervös und gestresst?
· Haben Sie häufig Einschlafschwierigkeiten und/oder wachen Sie morgens auf und fühlen sich nicht ausgeruht?
· Leiden Sie an organischen oder chronischen Krankheiten, die auf keine Therapie richtig ansprechen oder sich nur kurzfristig bessern lassen?
· Leiden Sie an wechselnden oder "unspezifischen" Symptomen, die sich keinem bekannten Krankheitsbild zuordnen lassen oder keinen eindeutigen Befund ergeben?
· Fühlen Sie sich oft einfach unwohl, nicht richtig krank, aber auch nicht richtig gesund?

 


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