Heilsame Klänge - Entspannung durch Klangtherapie

Achim Leinberger

Mit Klanganwendungen auf der Basis einer Stimmanalyse werden in vielen Bereichen verblüffende Erfolge erzielt. Denn auch aus der Stimme lassen sich Aussagen treffen über den Zustand von Körper, Geist und Seele. Ein Bericht über eine ebenso unkonventionelle wie natürliche Methode.


Alles in der Natur und im
Universum besteht aus
Schwingungen

Die Welt ist Licht und Klang. Töne und Farben begleiten uns von Beginn unseres Lebens an und beeinflussen uns auf der körperlichen und seelischen Ebene. Manche Töne und manche Farben empfinden wir als besonders wohltuend und stärkend, sie lösen ein Wohlgefühl in uns aus. Alle Töne, die wir hören, und alle Farben, die wir sehen, sind Schwingungen bestimmter Frequenzen. Letztlich besteht das gesamte Universum aus Schwingungen, denn jeder Körper, jede Materie ist ja – wie die Physik darlegte – nichts anderes als verdichtete Energie. Wir alle kennen das Phänomen, einem Menschen zu begegnen und ihn auf Anhieb sympathisch zu finden – wir fühlen uns dann "auf einer Wellenlänge" mit ihm. Das Wort Person kommt ja von "personare" (lat.), was "durchtönen" heißt und besagt, dass wir aus lauter Schwingungen bestehen.
Auch die zwölf Grundtöne der Tonleiter begegnen uns in vielfältiger Weise in der Natur. Ihre harmonikalen Frequenzen erinnern unseren Organismus und jede unserer Körperzellen an Harmonie, Ganzheit und Gesundheit. Natürliche, gesunde Klänge können uns nicht nur entspannen, sondern uns im wahrsten Sinne des Wortes auch wieder in Einklang bringen. Diesen Zusammenhang erkannte der Oberstaufener Musiker und Naturheilkundler Pius Vögel, der eine Pension im Allgäu betreibt und durch Zufall erlebte, wie auf seinem Klavier gespielte Töne gesundheitliche Störungen bei seinen Gästen zum Ausgleich brachten. Er entdeckte, dass Krankheit oder Unwohlsein als "Verstimmung" zu betrachten sind, d.h. dem Organismus fehlen bestimmte Frequenzen. Diese können dem Körper in Form von Klängen wieder zugeführt werden, so dass die vorhandenen Schwingungen ergänzt und die Gesundheit und das Wohlbefinden wieder hergestellt werden.
In jahrelanger Erforschung untersuchte er daraufhin die Wirkung einzelner Tonfrequenzen auf den menschlichen Organismus. So wirkt z.B. der Ton "Cis" entsprechend 136,10 Hertz entspannend, beruhigend und ausgleichend, während der Ton "G" entsprechend 194,18 Hertz dynamisierend und stärkend wirkt. Pius Vögel erstellte eine Art "Klangkatalog des Körpers", bei dem jedem Organ ein Ton zugeordnet wird. Bei Störungen im Bereich eines Organs – z.B. der Leber – kann der entsprechende Ton Einfluss auf das Organ bzw. seine Symptome ausüben.

Klang ist Information Auf der Grundlage der Erkenntnisse von Pius Vögel und aus dem Anliegen heraus, dem Körper genau die fehlenden Frequenzen anzubieten und dazu ein exaktes Analyseinstrument bereitstellen zu wollen, ist die Methode der Stimmanalyse entwickelt worden. Da das ganze Universum aus Schwingungen besteht und somit alles miteinander verbunden ist, lassen sich auch aus der Stimme Aussagen treffen über Körper, Geist und Seele – und zwar bei Menschen wie bei Tieren. Energetische Ungleichgewichte oder Blockaden im Organismus können durch die Analyse der Stimme aufgedeckt und durch entsprechende Frequenz- bzw. Klanggabe wieder zum Ausgleich gebracht werden. In der Medizin ist schon lange bekannt, dass mit bestimmten Frequenzen (Licht, Tönen, Farben) der Zellstoffwechsel und auch die Gehirnfunktion (und damit die Regulatoren des vegetativen Nervensystems) beeinflussbar sind. Für Heinz-Udo Vitz vom "Internationalen Institut für Stimmanalyse" in der Eifel ist Klang "Information zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele". "Unwohlsein ist eine Form von Missklang", sagt er. "Der Organismus schwingt nicht mehr in seiner natürlichen Frequenz. Mit Hilfe der Stimmanalyse lassen sich solche Schwingungsstörungen aufdecken und wieder in Einklang bringen."
Reizüberflutung zählt seiner Erfahrung nach zu den häufigsten Ursachen für gesundheitliche Störungen in der heutigen Zeit. 70-80% der "Missklänge" der Klienten, die zu ihm kommen, haben mit Energieüberschüssen (im Gegensatz zu Mangelzuständen) zu tun, d.h. das zu behandelnde Thema ist in der Regel eine Übersteuerung, die sich z.B. in Allergien, Nervosität oder Überreizungen aller Art niederschlagen kann. Das Prinzip der Klangtherapie ist verblüffend einfach: Um den Gleichklang im Organismus des Klienten wieder herzustellen – um wieder eine "harmonikale Ordnung" zu schaffen, wie Heinz-Udo Vitz es beschreibt – wird dem Klienten exakt die Tonfrequenz gegeben, die sein Organismus gerade benötigt. In der Praxis sieht das dann so aus, dass dem Klienten eine CD oder MC mit den für ihn ermittelten individuellen Tonfrequenzen mitgegeben wird. Diese können je nach Wohlgefühl täglich gehört werden. Die Klanggabe wirkt auf jede einzelne Zelle im Organismus und bringt vorhandene Disharmonien wieder zum Ausgleich.

Klangtherapie in der Praxis Der Heilpraktiker Klaus Gogolin aus Remscheid arbeitet in seiner Praxis bereits seit vier Jahren mit der Klangtherapie. Für ihn ist die Frequenztherapie "ein wichtiges Mosaiksteinchen" in einem Feld von verschiedenen Therapien. Je nach Art der Störung oder Blockade, die zu behandeln ist, arbeitet er ergänzend z.B. gern mit den Methoden der Chirotherapie, der Bioresonanztherapie oder auch mit Eigenbluttherapien. In welchen Fällen setzt er bevorzugt die Stimmanalyse ein? "Immer wenn ich erkenne: da ist ein Problem, eine Störung im System des Patienten, und die genau muss ich ermitteln, sonst komme ich nicht weiter", erläutert Klaus Gogolin. Er beschreibt einen typischen Anwendungsfall aus seiner Praxis: Eine Patientin fühlte sich im allgemeinen nicht wohl, hatte auch Angstgefühle. Es galt herauszufinden, wo genau die Störung lag. Mit Hilfe der Stimmanalyse konnte die exakte Frequenz ermittelt werden, die die Patientin zum Ausgleich benötigte. Hat Klaus Gogolin den entsprechenden Ton per Stimmanalyse gefunden, prüft er, welche Substanz genau dieselbe Schwingung hat wie das in der Stimmanalyse aufgefallene Muster. In diesem Fall war es der Ton von Quecksilber, den die Patientin benötigte. Auffallend war, dass sie sehr viele Amalgamfüllungen besaß. Der Heilpraktiker testet zusätzlich mittels kinesiologischer Methoden aus, ob der gefundene Ton beim Patienten gehemmt oder gefördert, also aktiviert oder "gebremst" werden muss. Danach wird dem Patienten "sein" Ton auf CD mit nach Hause gegeben, mit der Empfehlung, den Ton etwa 15 Minuten täglich zu hören – so wie es ihm angenehm ist. Meist wird dann nach rund einem Monat eine neue Stimmanalyse vorgenommen und geschaut, inwieweit sich das Muster verändert hat. Klaus Gogolin berichtet zufrieden, dass sich die Patientin jetzt sehr viel wohler fühlt.
In seiner Praxis arbeitet er mit einem Klangstuhl, der die Frequenzinformationen über die Sitzfläche und Rückenlehne in Vibrationen umsetzt und damit auf sehr effektive Weise dem Organismus vermittelt. Der Patient liegt bequem im Klangstuhl und hört den individuell für ihn ermittelten Ton zusätzlich über Kopfhörer. Außerdem wird ihm während der Klanganwendung ein Klangkörper aus Holz – die sogenannte Klangbox – auf den Solarplexusbereich gesetzt, so dass die Schwingungen sehr gut in die Tiefe des Körpers eindringen können. Manchmal erhält der Patient auch vor der Klangtherapie eine Massage, um die Rückenmuskulatur zu lockern und optimal vorzubereiten. Die Klanganwendung im Klangstuhl bezeichnet Klaus Gogolin als "sehr gutes Mittel", um den Heilvorgang harmonisierend zu beeinflussen.
Wo sieht er eventuelle Nachteile der Klangtherapie? "Die regelmäßige Anwendung ist wichtig", sagt er. "Das Problem besteht darin, dass die Geduld bei vielen Patienten oft nicht so groß ist. Sie wollen meist sofort Ergebnisse sehen." Bei der Klangtherapie sollten die entsprechenden Frequenzen jedoch möglichst täglich per Kopfhörer gehört werden – über einen Zeitraum von mindestens einem Monat.


Der Arzt und Therapeut
Hrachya Shaljyan bei der
Arbeit mit einem Wach-
komapatienten

Erfolge bei Komapatienten Auch der Verein "Patienten im Wachkoma e.V." in Bergneustadt, der sich ausschließlich auf Spendenbasis finanziert, arbeitet mit der Methode der Stimmanalyse. Ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unfälle sind die häufigsten Ursachen für ein sogenanntes Wachkoma – der medizinische Begriff ist "apallisches Syndrom". Wachkoma-Patienten befinden sich in einem Zustand der Bewusstlosigkeit, der sich über Jahre hinziehen kann. Worin besteht die besondere Problematik bei diesen Patienten? Hrachya Shaljyan, ein aus Armenien stammender Arzt und Klangtherapeut, der in Bergneustadt mit den Komapatienten arbeitet, erläutert: "Der Patient liegt mit offenen Augen da und hat auch einen Schlaf-Wach-Rhythmus, ist jedoch aus eigener Kraft zu keinerlei Kontaktaufnahme mit seiner Umwelt fähig, obwohl manchmal bereits vegetative und emotionale Reaktionen erfolgen. Im entwickelten Stadium besteht bei den Patienten zwar eine stabile Atmung, die Beweglichkeit ist aber infolge einer allgemeinen Muskeltonuserhöhung (Spastik) weitgehend eingeschränkt."
Dennoch besteht Hoffnung: Eine individuelle Therapie, frühzeitige Reha-Maßnahmen und vor allem liebevolle Zuwendung der Bezugspersonen können die Chance auf ein Erwachen deutlich erhöhen.
Wie wird die Methode der Stimmanalyse bei Komapatienten, die ja zumeist nicht sprechen können, eingesetzt? Der Therapeut Hrachya Shaljyan erklärt: "Bei den Komapatienten wird nicht die Stimme, sondern die Atmung analysiert. Jeder atmet ja individuell. Der Atem kann wie die Stimme auch analysiert werden."
Typisch für Wachkomapatienten sind oft Störungen auf zellularer Ebene. "Die Natrium-Kalium-Balance ist bei diesen Patienten häufig gestört", erläutert Hrachya Shaljyan. Die genaue Frequenz, die der Patient benötigt, wird wie bei der Stimmanalyse durch Atemanalyse ermittelt und der Ton dem Patienten über Kopfhörer gegeben. Da ein Patient im Wachkoma im Gegensatz zu "gewöhnlichen Patienten" nicht sagen kann, ob der Klang ihm gefällt oder nicht gefällt, geht der Arzt sehr genau auf die Reaktionen seiner Patienten ein: ob sie einschlafen, husten oder anfangen zu schwitzen – alles ist eine wichtige Information für ihn. Sehr häufig beobachtet er, dass seine Patienten durch die Klanganwendungen lockerer werden und sich entspannen, was auch an ihrem Gesichtsausdruck ablesbar ist. Insbesondere bei sehr spastischen Patienten mit Kontrakturen sieht er die Klangtherapie als gute Vorbereitung für andere Therapien, z.B. Anwendungen durch den Krankengymnast oder Orthopäden.

Gute Erfahrungen mit MultitherapieKlangtherapie wird bei "Patienten im Wachkoma e.V." meist im Zusammenspiel mit anderen Methoden angewandt – Hrachya Shaljyan spricht von "Multitherapie", bei der zwei bis drei Therapieformen miteinander kombiniert werden. Im Schwimmbad des Vereins z.B. hören die Patienten im 37° warmen Wasser per Unterwasserkopfhörer zunächst Musik zur Entspannung, dann Delphintöne, die sich ebenfalls als sehr harmonisierend für den menschlichen Organismus erwiesen haben, danach speziell für sie ermittelte Klänge auf der Grundlage der Atemanalyse und abschließend wieder Musik zur Entspannung. Begleitet werden sie u.a. von Cranio-Sacral-Therapeuten und Bewegungstrainern. Durch die Verbindung bestimmter Frequenzen mit Zuwendung und Bewegung können Reaktionen der Patienten ausgelöst und die Lockerung oder Auflösung von Blockaden erreicht werden. Zusätzlich wird der Raum in ein passendes, dem Klang entsprechendes Licht gehüllt, denn jedem Ton entspricht eine bestimmte Farbe (siehe Anhang). Mit dieser Art von "Therapieblock" hat der Verein sehr gute Erfahrungen gemacht. 
 


Heilpraktikerin Esther
Bresinski: "Dem Patienten
genau die Frequenz geben, die er zum Ausgleich benötigt"

Energieausgleich durch KlangbehandlungSzenenwechsel: In Köln setzt die Heilpraktikerin Esther Bresinski in ihrer Praxis ebenfalls die Methode der Stimmanalyse mit anschließender Klangtherapie ein. Sie arbeitet vor allem in solchen Fällen mit der Stimmanalyse, in denen der Patient an diffusen Beschwerden leidet. Auch setzt sie die präzise Methode gerne ein, um sich das bestätigen zu lassen, was sie bereits intuitiv über die Störung ihres Klienten erfasst hat. Sie berichtet von einigen Beispielen aus ihrer Praxis, bei denen die Frequenztherapie ihren Patienten helfen konnte: ob Angina pectoris, Schulterschmerzen, Bronchitis oder Knochenschmerzen – nach den Klangbehandlungen verschwanden die Schmerzen und Symptome und ihre Klienten "bekamen wieder richtig Energie", erzählt Frau Bresinski. Eine Patientin mit Multipler Sklerose hört die für sie ermittelten Frequenzen immer dann, wenn sie sich sehr angespannt fühlt, "um zu entspannen und ihr Nervenkostüm zu schonen". Auch Esther Bresinski gibt ihren Patienten die individuell für sie ermittelten und modulierten Töne auf CD mit nach Hause, denn so wie eine Krankheit meist "nicht von heute auf morgen gekommen ist, so ist auch ihre Behandlung oft wie ein Abschälen, d.h. die Krankheit sitzt dem Patienten in den Knochen und mit einer einzigen Behandlung ist es häufig nicht getan", beschreibt Frau Bresinski. Ihrer Erfahrung nach wirken die Klangbehandlungen umso tiefer, je sensibler und je aufgeschlossener der Empfangende für die Therapie ist. Den großen Vorteil der Klangtherapie sieht die Heilpraktikerin darin, dass sie keinerlei Nebenwirkungen hat. "Es findet ein Energieausgleich statt", erläutert sie, "dem Patienten wird ja genau die Frequenz gegeben, die in Disharmonie ist und die sein Organismus gerade zum Ausgleich benötigt."

Gesunde Klänge Klänge beeinflussen die Ausschüttung von Botenstoffen, die Körper und Seele verbinden (sog. Neurotransmitter), und von bestimmten Hormonen, die den Stoffwechsel regulieren. Auf diese Weise wird der Körper angeregt, sich selbst wieder in Einklang zu bringen. Die Reaktionen auf den Ebenen Körper, Geist und Seele lassen sich an Veränderungen von Blutdruck, Puls und Atemfrequenz ablesen, aber auch z.B. an der Hauttemperatur oder an der Stimmung. Die Klangtherapie ist aufgrund ihres natürlichen Prinzips der Unterstützung und Re-Harmonisierung des Organismus sehr vielseitig einsetzbar: zur Entspannung, zum Stressausgleich und bei Reizüberflutung, Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Unruhezuständen, bei akuten Störungen wie Infekten oder Schmerzen bis hin zu chronischen Erkrankungen oder Allergien, Amalgam-Vergiftungen, Belastungen mit Umweltstoffen (z.B. Lösungsmitteln), Tinnitus, Schuppenflechte und Fehlsichtigkeit.


Heinz-Udo Vitz vom Inter-
nationalen Institut für Stimmanalyse: "Gleich-
klang im Organismus mit
Hilfe von Tönen her-
stellen" 

Harmonisches Zusammenspiel Sind bei den Klanganwendungen auch Risiken oder Nebenwirkungen zu beachten? Heinz-Udo Vitz verneint lächelnd: "Der Körper nimmt nur so viele Schwingungen auf, wie er zum vollständigen Aufbau seines Energiehaushaltes benötigt. Die Risiken oder Nebenwirkungen sind daher gleich Null." Er fasst zusammen, warum die Frequenztherapie so überzeugend ist: "Durch die Klanggabe werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Dem Körper wird eine Frequenz gegeben und angeboten: ‚Geh´ damit in Resonanz.’ Wenn der Körper das tut, dann heilt er sich selbst, indem er wieder ins Gleichgewicht schwingt – wie ein Pendel." Und abschließend vergleicht er den Menschen mit einem harmonisch klingenden Orchester, in dem jedes Organ, jede Zelle ihren eigenen Ton im Einklang mit allen anderen spielt: "Jede Abweichung von diesem Zusammenspiel klingt disharmonisch. Wird jedoch der richtige Ton erneut angeschlagen, so nehmen wir wieder unsere Eigenschwingung auf ..."


Anhang

Frequenzen, Töne und Farben
• Farben und Töne sind Schwingungen.
• Die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde – die sogenannte Frequenz – wird in Hertz (Hz) angegeben.
• Frequenzen zwischen 16 Hz und 20.000 Hz können wir hören, der sichtbare Bereich (Farben) liegt etwa zwischen 378 bis 756  Billionen Hz. Frequenzen unter 16 Hz werden als Infraschall bezeichnet, Frequenzen über 20.000 Hz als Ultraschall.

Das Gesetz der Oktave
Mit Hilfe der sogenannten Oktavierung – darunter versteht man die Verdoppelung der Grundfrequenz – kann jedem Ton eine bestimmte Farbe zugeordnet werden. Das Gesetz der Oktave lässt sich durch folgende Zahlenreihe verdeutlichen: 0-1-2-4-8-16-32-64-128-256-512-1024 usw. Das heißt, bei immer weiterer Oktavierung erklingt derselbe Ton in immer höherer Frequenz, bis er den hörbaren Bereich verlässt. Er taucht dann bei weiterer Oktavierung irgendwann im sichtbaren Bereich wieder auf und kann somit analog einer Farbe zugeordnet werden, auf deren Frequenz er schwingt. Auf diese Weise ist jedem der 12 Grundtöne der Tonleiter eine Spektralfarbe (Regenbogenfarbe) zuordbar.


Eine spezielle Software
macht die Stimm-
aufnahmen des Klienten
auf dem Computerbild-
schirm sichtbar. Anhand
der Kurven wird nun er-
mittelt, welchen Ton der
Klient benötigt
So funktioniert die Stimmanalyse
• Die Stimme des Klienten wird zunächst aufgezeichnet und dann mittels einer speziellen Software per Fast Fourier Transformationanalysiert. Dabei wird die Energie oder Schwingung der Stimme als Wellenmuster sichtbar gemacht.
• Bei der Stimmfrequenzanalyse wird das Frequenzspektrum der Sprache in seine Einzelfrequenzen zerlegt. Auf dem Computerbildschirm ist die Stimmaufnahme, also die Sprache des Klienten, als Abfolge von bestimmten Tonhöhen zu sehen. Da in der Natur kein einziger künstlich für sich allein bestehender Ton existiert, sondern immer nur harmonikaler Klang – d.h. zu jedem Ton gibt es natürlicherweise Obertöne – wird jeder Grundton mit seinem Intervallaufbau innerhalb des Oktavspektrums angezeigt.
• Um eine Störung mit eindeutiger Sicherheit feststellen zu können, ist die dreimalige Aufnahme der Stimme notwendig. Erst dann können im Vergleich der drei Aufzeichnungen sogenannte "Musterbereiche" identifiziert werden. Die Fast Fourier Transformation erfasst alle beteiligten Grundtöne und ihre Intervallbeziehungen. Die drei Stimmaufzeichnungen werden übereinander gelegt, und anhand bestimmter Kriterien können Frequenzbereiche, die aus der sonst normalen Modulation der Sprache (die Stimme klingt nie ganz gleich) "herausfallen", sofort erkannt werden.
• Im Frequenzbild wird erkennbar, welche Töne im Frequenzmuster zu hoch oder zu niedrig sind. Energieüberschüsse und -mangelzustände können so aufgespürt oder auch gänzlich fehlende Frequenzen entdeckt werden.
• Dann erfolgt die Zuordnung: Die gefundene Frequenz, die eine Disharmonie anzeigt, wird dem entsprechenden Körperbereich bzw. Organ zugeordnet, in dem sich der Energieüberschuss oder -mangel manifestiert hat.
• Bei der an die Stimmanalyse anschließenden Klangtherapie wird das ganzheitliche System "Mensch" Ton für Ton wieder eingestimmt. Im Organismus zu stark vorhandene Frequenzen (Energieüberschuss) werden durch die Klanggabe gehemmt, zu schwache Frequenzen (Energiemangel) gefördert.

Vielfältige Klanganwendungen
Der Klangforscher und Musiker Joga Dass baut Musikinstrumente, die auf dem natürlichen Kammerton C 256 Hz basieren und mit den Chakren – den Energiezentren – des menschlichen Körpers in Resonanz gehen.
Durch vielfache Forschungen wurde nachgewiesen, dass die Schwingung C 128 Hz und ihre Oktaven im Menschen sozusagen von Natur aus verankert sind und wohltuend auf ihn wirken. Die von Joga Dass entwickelten Chakraphon-Musikinstrumente sind auf den Grundton C, basierend auf 8 Hz, gestimmt. Die Töne seiner Klangstäbespiele oder des Röhrenglockenspiels sind aus der Naturtonleiter abgeleitet und resonieren genau mit den entsprechenden Energiezentren im Körper des Menschen. Durch das intuitive Spielen auf diesen Instrumenten entsteht eine ausgleichende und harmonisierende Wirkung für Körper, Geist und Seele.
Forschungen im Institute of Heartmath in den USA ergaben, dass das menschliche Herz im Zustand der Liebe auf 8 Hz schwingt. Das entspricht genau der Hauptresonanzfrequenz der Erde (der sog. Schumannfrequenz): Unser Planet pulsiert achtmal in der Sekunde (8 Hz). 8 Hz ist auch der Rhythmus der Alphawellen des Gehirns, auf den unsere beiden Gehirnhälften synchronisiert werden. Joga Dass sagt dazu: "Ein liebendes Herz, ein entspannter Geist und das elektromagnetische Schwingungssystem der Erde liegen auf einer Wellenlänge."

Bei der Klangmassage
werden tibetische Klang-
schalen auf den Körper auf-
gesetzt und angeschlagen

Entspannung durch Klangmassage
Der ehem. Pädagoge und Diplom-Ingenieur (FH) für Physikalische Technik Peter Hess hat die Methode der Klangmassage mit Klangschalen, die auf den Körper aufgesetzt werden, nach Deutschland gebracht und weiterentwickelt. Ausgangspunkt waren zahlreiche Forschungsaufenthalte in Nepal, wo er neue Erkenntnisse über traditionelle Heilmethoden gewinnen konnte und sich insbesondere mit dem Einsatz von Klängen für Heilungen im Alltag beschäftigte.
Der von Peter Hess entwickelten Klangmassage liegen uralte Erkenntnisse über die Wirkung von Klängen zugrunde, die schon vor über 5.000 Jahren in der indischen Heilkunst Anwendung fanden. Die Klangschalen werden auf den Körper aufgelegt und angeschlagen. Die Schale überträgt dann ihre Schwingungen mit sehr feinen Vibrationen auf den Körper und löst so auf sehr sanfte Art Verspannungen und Blockaden. Peter Hess erklärt das Wirkungsprinzip so: "Die Klangmassage führt zur ursprünglichen Harmonie, macht stark und fördert dadurch die Selbstheilungskräfte."


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