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Aikido - Die Kunst des Nicht-Kämpfens
Aikido ist ein Weg körperlicher und geistiger Schulung, wobei nicht Sieg oder Niederlage, sondern die Weiterentwicklung des Menschen im Vordergrund stehen. Es ist nicht Wettkampfsport, sondern klassische Kampfkunst im wahren Sinne des Wortes.
Shin Shin Toitsu Aikido Im Ki no Kenkyukai (Ki Society International, Weltdachverband für Shin Shin Toitsu Do,Shin Shin Toitsu Aikido und Kiatsu®) betreiben wir eine sehr moderne, weiterentwickelte Form des Aikido, nämlich Shin Shin Toitsu Aikido (Aikido in Einheit des Geistes und des Körpers), in Europa üblicherweise Ki-Aikido genannt. Wodurch also unterscheidet sich Ki-Aikido vom Aikido Morihei Ueshibas? Begründer des Ki-Aikido ist Koichi Tohei. Er studierte Aikido bei Morihei Ueshiba, erhielt von ihm den 10. Dan und war Chef-Trainer in Ueshiba's Aikido Dachverband. Koichi Tohei war der erste japanische Aikido-Lehrer, der Aikido in den Westen brachte, zunächst nach Hawaii. Dort ergab sich aufgrund der körperlich wesentlich größeren Trainingspartner die Notwendigkeit, viele Aikido-Techniken zu verändern; in ihrer ursprünglichen Form waren sie nämlich nicht geeignet für die Anwendung bei erheblich größeren Übungspartnern. Außerdem vermißte er ein Unterrichtskonzept, denn Morihei Ueshiba hatte zwar viele Techniken gezeigt, sie jedoch nur mit religiösen Metaphern erläutert. Also begann Koichi Tohei, allgemein verständliche Konzepte für das Aikido-Training zu entwickeln. Eine Besonderheit des Ki-Aikido ist das Ki-Training. Hier lernen wir mit Hilfe der von Koichi Tohei entwickelten Ki-Prinzipien und Ki-Tests, unseren eigenen Geist und Körper zu kontrollieren und in Einheit zu bringen. Das schafft die Voraussetzung dafür, im Ki-Aikido unsere Partner mit Ki zu führen. Ki-Aikido ist die anspruchsvolle, dynamische, gewaltlose und elegante Weiterentwicklung der japanischen Kampfkunst Aikido. Ki-Aikido ist für Kinder, Jugendliche sowie Frauen und Männer jeden Alters gleichermaßen geeignet. Die Bewegungstechniken des Ki-Aikido erfordern lediglich Übungsbereitschaft und Aufmerksamkeit; sie fördern Körperbeherrschung und Selbstvertrauen. Freude am Bewegen, Offenheit für neue Erfahrungen, Intelligenz, Respekt vor den anderen und ein wenig Disziplin sind wichtiger als pure Körperkraft. Auf der Matte gibt es keine Gegner und beim gemeinsamen Üben keine Gewinner oder Verlierer. Im Partnertraining übernehmen die Teilnehmer abwechselnd die Rolle des Angreifers (Uke) und des Angegriffenen (Nage), wobei alle Angriffe gewaltlos neutralisiert werden. Ziel des Trainings ist nicht der zerstörende Sieg über einen Gegner, sondern der Sieg über die eigene Aggression. Mit geschmeidigen und schwungvollen Bewegungen wird jeder Angriff auf eine ungefährliche Bahn umgeleitet, so dass der Angreifer die Sinnlosigkeit seiner Attacke erkennen kann. Der japanische Begriff Ki-Aikido bedeutet: "der Weg mit der Welt (bzw. der eigenen Umwelt) in Harmonie zu sein". Ki-Aikido ist die Kunst des Nicht-Kämpfens. Ki Meditation Ki Meditation ist eine Methode um die Willenskraft zu stärken und die Einheit von Geist und Körper zu erreichen. Je mehr wir tun, Resultate erwarten oder Kontrolle ausüben, desto mehr werden wir hier versagen. Stellen sie sich einmal eine Schale mit Wasser vor, dessen Oberfläche sehr unruhig ist. Das entspricht ziemlich genau dem Zustand unseres Geistes. Niemand käme doch auf die Idee, die Bewegung der Wellen mit den Händen zu stoppen. Statt dessen würden wir einfach warten, bis sie sich von selbst beruhigen. In der Meditation ist Willenskraft die Fähigkeit, die die Hände aus dem Wasser hält und es dem inneren Selbst erlaubt, geduldig abzuwarten, während die Wellen des Geistes langsam und allmählich beginnen, sich selbst zu beruhigen. Mit anderen Worten: Meditation ist ein Prozess, dem wir Raum und Zeit geben, statt ihn erzwingen zu wollen. Mitunter ist diese "einfachste" Art der Meditation zugleich die schwierigste, denn oft ist das geduldige Warten auf die Beruhigung des Geistes frustrierend. Koichi Tohei Sensei hat deshalb eine sehr effektive Methode entwickelt, um uns den Zugang zu erleichtern: Dann, nach etwa 60 Sekunden, stellen wir uns einen unendlich kleinen Raum als Zentrum eines Punktes im Unterbauch vor, den wir nach und nach immer größer werden lassen, indem sich seine Größe ständig verdoppelt, um schließlich unendlich groß zu werden. Wenn wir uns seine Größe schließlich nicht mehr vorstellen können, lassen wir auch diese Vorstellung los und folgen erneut der Empfindung, die uns jetzt präsent ist. Das nennen wir Kakudai Ho. Shuchu Ho und Kakudai Ho erzeugen das gleiche innerliche Gefühl und sind tatsächlich dasselbe, von zwei verschiedenen Seiten aus betrachtet wie zwei Seiten einer Münze. Dieser gesamte Prozess, der unseren Geist beschäftigt hält, hat einen äußerst beruhigenden Effekt; er ist eine exzellente Übung, um eine Erfahrung von entspannter Meditation zu machen - das Gefühl für die Bewegung des Universums. Die Einheit des Geistes und des Körpers lässt sich von außen am besten anhand des Zustandes des Körpers überprüfen, da der Geist nicht so einfach getestet werden kann. Daher werden immer wieder sogenannte Ki-Tests bei den Teilnehmern praktiziert, die die Kraft der durch die Ki-Meditation erlangten Einheit des Geistes und des Körpers veranschaulichen. Ki im täglichen Leben Es ist relativ einfach, Geist und Körper in Einheit zu bringen, wenn man seinen Körper nicht bewegt. Die Schwierigkeit besteht darin, die Einheit auch dann zu wahren, wenn man in Bewegung ist. Wenn man zehn oder zwanzig Jahre lang in der Einsamkeit der Berge übt und so die Einheit von Geist und Körper erreicht, sie aber wieder verliert, sobald man in die Stadt zurückkehrt, war alles sinnlos. Wir alle müssen arbeiten, um zu leben. Also müssen wir so üben, dass wir die Einheit des Geistes und des Körpers immer beibehalten können, gleichgültig was wir tun. Ki Atmung Eine der wesentlichsten Voraussetzungen zur Erlangung der Einheit von Geist und Körper ist ein ruhiger Geist. Da alle unsere Empfindungen untrennbar mit unserer Atmung verbunden sind, ist es von größter Wichtigkeit, unsere Atmung zu trainieren. Zu diesem Zweck hat Koichi Tohei Sensei die sogenannte Ki Atmung entwickelt. Das ist eine geführte Atmung, die einerseits den Kohlendioxyd/Sauerstoffaustausch im Blutkreislauf optimiert, andererseits den Austausch von Ki (übergeordnete, universelle Kraft) zwischen dem Individuum und der Umwelt fördert und, durch die völlige Hingabe an den Atmungsprozess, den Geist in einen Zustand kleinster, schnellstmöglicher Bewegung versetzt. Diese Art der Bewegung ist vergleichbar mit der eines Kreisels, der dann am ruhigsten erscheint, wenn er sich am schnellsten dreht. Diese unendlich schnelle, unendlich kleine Bewegung des Geistes nennen wir Fudoshin - der unbewegte Geist. Taigi und Kata Die Taigi wurden von Koichi Tohei Sensei entwickelt, um die Präzision und Schönheit der Bewegung sowohl von Uke (der Angreifer) wie auch von Nage (der Angegriffene) zu fördern. Außerdem sollen beide Teilnehmer für die gesamte Dauer der Taigi (ca. 1 Minute) ruhig, entspannt und effektiv agieren. Eine Taigi ist nicht als festgelegte Reihenfolge von Angriffen und Abwehrtechniken zu betrachten, sondern als formelle Einheit, als Darbietung von Schönheit und Harmonie vom Moment der ersten Verbeugung an bis zur Schlussverbeugung. Die Kata sind eine besondere Form der Taigi, sie werden üblicherweise alleine mit einer Übungswaffe ausgeführt. Jede Kata beinhaltet zwei Durchgänge, der erste gezählt, der zweite still. Die Geschwindigkeit des zweiten Durchgangs ist höher, der Rhythmus beider Durchgänge soll jedoch gleich sein. Die benutzten Waffen sind einmal das Bokken, die hölzerne Variante des japanischen Schwertes, zum Anderen der Jo, ein Hartholzstab von etwa 1,30 m Länge. Randori Randori, gleichzeitiger Angriff mehrerer Personen auf einen Einzelnen, ist eine der schwierigsten Übungen des Ki-Aikido. Jede Art des Angriffs ist erlaubt, jedoch sind erfahrungsgemäß Schläge und Tritte vor allem für die Angreifer gefährlich, da sie im allgemeinen Durcheinander leicht ihre Partner treffen könnten, weshalb sie sich in der Regel auf den Versuch beschränken, Nage zu fassen und festzuhalten oder zu Boden zu werfen. Voraussetzung für die Ausführung eines Randori mit vier oder fünf Angreifern sind langjährige Erfahrung, eine umfassende Wahrnehmung des Gesamtgeschehens, große innerliche Ruhe und die Fähigkeit, durch die eigene Bewegungsqualität und Ausstrahlung Geist und Körper der Angreifer zu führen. Gesundheitliche Aspekte des Ki-Aikido
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Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Morihei Ueshiba als eine Synthese aus den alten Kampftechniken des Daito Ryu Aiki Jutsu und den pazifistischen Idealen der Omoto Kyo Religion entwickelt wurde.
Das japanische Wort Aikido ist aus drei Begriffen zusammengesetzt, nämlich Ai = Harmonie; Ki = Energie, Kraft; Do = Weg; übersetzt bedeutet das: "der Weg, mit der Energie des Gegners in Harmonie zu sein".
Aikido ist ein Weg körperlicher und geistiger Schulung, wobei nicht Sieg oder Niederlage, sondern die Weiterentwicklung des Menschen im Vordergrund stehen. Es ist nicht Wettkampfsport, sondern klassische Kampfkunst im wahren Sinne des Wortes.
Während wir ruhig, in aufrechter Körperhaltung, im Seiza (dem Fersensitz) sitzen, stellen wir uns vor, den unendlichen Raum um uns herum wahrzunehmen. Aus der Unendlichkeit des Universums kommend, halbieren wir diesen Raum weiter und weiter, bis er sich in einem Punkt in unserem Unterbauch zentriert. Wenn es unmöglich wird, sich eine weitere Verkleinerung vorzustellen, lassen wir diese Vorstellung los, folgen jedoch der Empfindung, die dieser Prozess erzeugt hat. Dieser Akt der Sammlung wird Shuchu Ho genannt.


