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TCM – Traditionelle Chinesische Medizin
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein System, das vom Lehrer zum Schüler weiter vermittelt wird und das seit mehr als 4.000 Jahren in seinen Grundzügen unverändert geblieben ist - ganz im Gegensatz zu unserem mechanisch-technisch geprägten, naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizinsystem der Moderne.
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Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein System, das vom Lehrer zum Schüler weiter vermittelt wird und das seit mehr als 4.000 Jahren in seinen Grundzügen unverändert geblieben ist - ganz im Gegensatz zu unserem mechanisch-technisch geprägten, naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizinsystem der Moderne. Was heute an den Universitäten gelehrt wird, kann morgen schon alt und überholt oder gar falsch sein. Nicht moderne wissenschaftliche Erkenntnisse formen die Grundlage der TCM (sie werden aber auch nicht ausgeschlossen), sondern ein eigenständiges, in sich geschlossenes System der "Zuordnungen" (Yin und Yang, fünf Wandlungsphasen, das Meridiansystem etc.) basierend auf Jahrtausende alten Erfahrungen. Nicht Quantität (Quantifizieren) steht bei der TCM im Vordergrund, sondern Qualität, nicht isolierte Organe und Organfunktionen, sondern vernetzte Organfunktionsabläufe, nicht Messung, sondern Erspüren, nicht Laborwerte, sondern Lebensqualität, nicht bildgebende Verfahren, sondern energetisches "Erfühlen". Der TCM-Arzt kann mit seinen Methoden Störungen im Organfunktions- oder Organkreissystem feststellen und die eigentlichen Ursachen dafür auffinden. Dabei können diese Störungen im westlichen Sinn (schulmedizinisch definiert) unterschiedliche Krankheiten darstellen oder Krankheitsnamen tragen. So kann sich eine Störung im Organkreis Leber (die als TCM-Diagnose "Energieblockierung der Leber", "Leber-Yang-Fülle" oder "Leber-Feuchte-Hitze" genannt wird), symptomatisch oder als westliches Krankheitsbild folgendermaßen darstellen: intolerante(s), verbohrte(s), eingeengte(s) Verhalten oder Sichtweise, Zornausbrüche, Gereiztheit, Eifersucht, Schlafstörungen oder vermehrtes oder vermindertes Träumen, Nachtwandeln, Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelverspannung, -verkrampfungen, Sehstörungen, Tinnitus, Hörsturz, Sinusitis, Nasenbluten, generelle Blutungen, Augen- und Sehnerventzündungen, Entzündungen im Genitalbereich, Apoplexie, Schmerzen im Hypochondium, Leberentzündungen, Leberzirrhose, Lebertumor, Gehirntumor und vieles mehr. Es werden also in der TCM Symptome schon als Krankheiten angesehen, lange bevor sich schulmedizinisch gesehen irgend etwas im Sinne von Krankheit manifestiert hat, lange bevor sich schulmedizinisch eine "Krankheit" nachweisen lässt. Aber wie kann in der TCM dann diagnostiziert werden, wie kann ein Problem erkannt werden? Dazu benutzt der TCM-Arzt seine fünf Sinne, indem er durch die visuelle Diagnose den Patienten betrachtet, durch Hören der Körpergeräusche und Riechen den Körpergeruch ergründet, durch anamnesische Fragen auch die subjektiven Empfindungen/Probleme des Patienten erfährt und durch das Betasten des Körpers (z.B. Pulsdiagnose) seine Diagnose abschließt. Diese Informationen werden dann verschiedenen Zuordnungssystemen zugeordnet, die das Grundgerüst der TCM bilden. Yin und Yang Nehmen wir das Beispiel Yin und Yang. Yin und Yang bilden die Basis des chinesischen Denkens und damit die Basis der TCM. Yin und Yang, das ungleiche Paar, das dualistische Prinzip beschreibt die Welt, beschreibt das, was existiert und das, was "nicht existiert", das Begreifbare ebenso wie das Unbegreifbare. Yin steht für das Materielle, das Substantielle, das, was wir anfassen, also begreifen können, das, was sichtbar, messbar und erklärbar ist. Yang steht für das Immaterielle, das Substanzlose, das, was wir nicht sehen, nicht fassen und damit auch nicht erklären können, das Energetische, das "Lichte", das Unergründbare. Yin und Yang sind die gegensätzlichen Kräfte, durch die wir uns erkennen. Yin und Yang sind beide Kinder des "Einen", der "Einheit", der "Ganzheit" Diese Einheit/Ganzheit ist das Ursprüngliche, der grenzenlose Raum (wie es im Buddhismus beschrieben wird), in dem kein Zentrum und keine Peripherie existieren, wo es kein Gestern und kein Morgen gibt, ein "Zustand (Nichtzustand)" ohne Raum und Zeit. Ein Zustand der Leerheit, der aber gleichzeitig nicht ein "Nichts" ist, Leerheit, die doch alles hervorbringt. Dieser Zustand und auch "Nichtzustand", mit Worten also nicht zu erklären, gebiert alles: den Kosmos, das Leben, die Existenzen, die sich in Yin und Yang ausdrücken. Krankheit und Gesundheit Krankheit und Gesundheit sind weitere Begriffe, die man Yin und Yang zuordnen kann, so wie Aktivität und Ruhe, Kraft und Schwäche - energiegeladen, lebendig und kraftvoll auf der einen Seite, und kraftlos, erschöpft und müde auf der anderen Seite. |


