7 von 12
Die individuelle Sprache der Symptome - Die Synergetik-Therapie zwischen Pro und Contra
Bernd Joschko, Begründer der Synergetik-Therapie, beschreibt diesen ganzheitlichen Therapieansatz, bei dem der Patient zur Selbstheilung angeleitet wird und die krankmachenden Strukturen im eigenen Denken aufgedeckt werden. Er fordert das 'Recht auf Selbstheilung' für alle Menschen.
|
Krankheiten als solche gibt es nicht, sondern immer nur kranke Menschen, also individuelle Einzelschicksale. Von daher ist es tatsächlich wichtig, die individuelle Sprache der Symptome aufzudecken. Die in den letzten Jahren massenhaft verbreiteten Bücher mit beispielsweise dem Titel "Was Dir Deine Krankheit sagen will" tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen ihre Krankheitssymptome nicht länger nur mit beispielsweise Medikamenten oder auch mit Naturmedizin bekämpfen, sondern die Ursache dazu finden wollen. Das aktive Suchen in der Innenwelt Dieser Vorgang ist keine intellektuelle Suche, auch kein Bewusstwerdungsvorgang, sondern ein aktives Suchen in der eigenen Innenwelt. In einer Einzelsitzung mit Begleitung wird durch Tiefenentspannung ein waches Bewusstsein erzeugt, mit dem man eine Reise in die eigene Seele erlebt. Diese reine Selbsterfahrung wird ständig dem Synergetik-Therapeuten als Begleiter mitgeteilt, der Anregungen geben kann, wie ein Fahrlehrer dem Fahrschüler beim Autofahren. Dort, in den assoziativ auftauchenden Gehirnbildern, verstecken sich nicht nur längst vergessene Ereignisse, sondern auch Symbolbilder, die man neu kennen lernt. Durch die Erforschung von tausenden von Innenwelten hat sich ein Basishandwerkszeug herausgebildet, mit dem man seine Innenwelt verändern kann. Das Grundprinzip heißt Selbstorganisation und verändert die Beziehungen der inneren Bilder und Informationen untereinander. Heilung ist in diesem Sinne immer ein aktives Handeln, eine Selbsterfahrung, indem der Klient in der Selbstverantwortung bleibt. Niemand macht etwas mit ihm, sondern er wird zum Herrscher in seiner Innenwelt. Man könnte auch sagen, der Klient trainiert als wichtigster Heilungsparameter seine innere Handlungskompetenz, denn seine Innenwelt verändert sich durch Selbstorganisation immer positiv. Dieses naturwissenschaftliche Grundgesetz der Synergetik bewahrt auch vor gefürchteten Fehlentwicklungen. Das Unterbewusstsein gibt immer frei, was verarbeitet werden kann. Aufräumen und Harmonie erzeugen Jede Krankheit hat immer unverarbeitetes Leben im Hintergrund, so dass durch positive Veränderung der Innenwelt jede Krankheitsstruktur positiv beeinflusst werden kann. Man könnte auch vereinfacht sagen, durch inneres Aufräumen wird innere Harmonie erzeugt und damit eine Erhöhung der Selbstheilung. Dieser Zusammenhang ist immer eine eigene Leistung und daher keine Heilung im üblichen Sinne. Von daher fällt auch die synergetische Innenweltreise nicht unter das Heilpraktikergesetz. Im Vergleich dazu fällt Sport auch nicht unter das HP-Gesetz und fördert unbestritten Heilungsvorgänge. Da allerdings der Zusammenhang zwischen innerem Aufräumen und erzielter Selbstheilung sehr auffällig ist, also hergestellt werden kann, sieht es für manches Gesundheitsamt in Deutschland so aus, als ob die Methode heilt. Selbstheilung ist das Gegenteil von Heilung – ein Paradoxon für den logischen Verstand und für das bestehende Gesundheitssystem. Mittlerweile gibt es über 250 Synergetik-Therapeuten und im Berufsverband sind z.Zt. 108 organisiert. Dem Synergetik Therapie Institut wurde rückwirkend bis 1996 bescheinigt, dass "es ordentlich auf einen Beruf vorbereitet" und daher von der Mehrwertsteuer befreit werden kann. Die Synergetik-Therapie ist so erfolgreich, da sie mit der Sichtweise von Dr. Hamers Neuer Medizin übereinstimmt, denn Konfliktlösung kann der Klient in seiner Innenwelt selbst erreichen und so zu seiner Symptomauflösung selbst aktiv beitragen. Schulmedizin - "ein amorpher Brei" Die Neue Medizin hat in der gegenwärtigen Gesellschaft massive unterschiedliche Resonanzen gefunden – von starker Ablehnung bis fanatischer Verteidigung, da sie die Schulmedizin als unwissenschaftliche Hypothesenbildung ansieht. Prof. Dr. Hans-Ulrich Niemitz von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig kommt in seinem Gutachten vom 18. August 2003 über den Vergleich zwischen der Schulmedizin und der Neuen Medizin zu folgendem Fazit: "Nach naturwissenschaftlichen Kriterien muss die Neue Medizin nach derzeitigem Wissenschaftsstand und nach derzeit bestem Wissen für richtig erklärt werden. Die Schulmedizin ist dagegen, naturwissenschaftlich gesehen, ein amorpher Brei, der wegen grundlegend falsch verstandener (angeblicher) Fakten nicht einmal falsifizierbar ist, von verifizierbar ganz zu schweigen. Sie muss deshalb nach naturwissenschaftlich und nach bestem menschlichen Ermessen als falsch bezeichnet werden." Die Lehre vom Zusammenwirken Die Synergetik-Therapie hat als Basis die naturwissenschaftliche Synergetik – der Lehre vom Zusammenwirken, des Stuttgarter Physikers und Mathematikers Prof. Hermann Haken, der die Synergetik als Schlüssel zum Gehirn ansieht: "Das Gehirn mit seinen erstaunlichen Leistungen ist ein sich selbst organisierendes System". Sind in diesem System Krankheitsstrukturen - also beispielsweise traumatische Erinnerungsbilder oder auch Diagnoseschocks usw., die Symptome produzieren - kann der Klient seine Innenwelt (sein System) durch aktives Handeln mittels Selbstorganisationsprinzip sich neu organisieren lassen, bis die Symptome verschwunden sind. Dieses Prinzip ist weitaus mehr, als üblich unter dem Synergieeffekt verstanden wird. Auch der Österreicher Dr. Gerhard Pawlowsky – Mitglied des Psychotherapiebeirates verwechselt diesen Sachverhalt. Er kommt in seinem Gutachten über die Synergetik-Therapie im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen zu der ersten Einschätzung: "Es ist festzuhalten, dass die gegebene Beschreibung (optimale Prozesse im Klienten) völlig einer gelungenen Psychotherapiesequenz entspricht, aber ebenso einem hilfreichen Trauerprozess, also die Bedeutung konstruktiver Bewältigung von emotional bedeutsamen Erlebnissen hat." Er unterstellt fälschlicherweise, "dass durch den beschriebenen Vorgang "Synergien" eingespart werden, das Leben also im Gefolge "besser" selbstgesteuerter Organisation und Verarbeitung im Gehirn leichter wird." Die Psychologische Synergetik um den bekannten Psychotherapiekritiker Prof. Grawe integriert das synergetische Selbstorganisationsprinzip seit den neunziger Jahren des letzten Jahrtausends als Wirkungsfaktor für eine gelungene Psychotherapie in den Kommunikationsprozess zwischen Therapeut und Klient. Das österreichische Ministerium für Gesundheit und Frauen erwähnte abschließend, "dass Synergetik-Therapie als Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit" von Gesunden im Sinne der Gewerbeordnung nicht unter den ärztlichen Vorbehaltsbereich fallen würde. Die Bezeichnung "Therapie" müsste aber entfallen und durch eine andere ersetzt werden. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet dies für Österreich: Nur Ärzte dürfen erfolgreich heilen. Sollte jedoch jetzt ein Österreicher auf die Idee kommen, beispielsweise bei Brustkrebs eine Konfliktlösung nach Dr. Hamer von einem Synergetik-Therapeuten haben zu wollen und würde dieses Recht auf Selbsterfahrung über die höchsten Gerichte einklagen, würde das Gesundheitswesen in Österreich in Schieflage kommen. Berufsverbot In Deutschland hat bisher nur das Gesundheitsamt in Goslar die Tätigkeit der Synergetik-Therapie untersagt und eine Verbindung zur Medizinischen Hypnose hergestellt, die nur Ärzte ausführen dürfen. Mit der Goslarer Entscheidung ist wieder ein Berufsverbot in Deutschland ausgesprochen wurden. Auf einen entsprechenden Vorwurf in einem Schreiben der Berufsverband-Vorsitzenden BVST Frau Sylke Urhahn, teilte das Gesundheitsamt Goslar mit, "... habe ich Herrn I. kein Berufsverbot ausgesprochen. Dies ist schon allein deswegen nicht möglich, da es sich nach meinen Kenntnissen bei der Synergetik-Therapie um keinen anerkannten Ausbildungsberuf handelt und mir ein derartiges Berufsbild nicht bekannt ist. Ich habe ihm lediglich die selbständige Ausübung der Synergetik-Therapie untersagt ..." Das Gesundheitsamt in München billigt einem Synergetik-Therapeuten die Berufsfreiheit zu: "... Selbstverständlich gilt hierfür unabhängig von weltanschaulichen Gesichtspunkten zunächst der Grundsatz der Berufsfreiheit (Art. 12 GG) ..." München sieht aber von einer Untersagung ab, da sie um das "aufwendige Verwaltungs- bzw. Rechtsmittelverfahren" weiß. Aus bisher unerklärlichen Gründen hat das Land Nordrhein-Westfalen am 19. Februar 2003 durch Erlass definiert, dass "die Tätigkeit eines Synergetik-Therapeuten bzw. eines Synergetik-Profilers als Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 HP-Gesetzes anzusehen ist". Selbsterfahrung steht unter Strafandrohung Somit steht in NRW Selbsterfahrung unter Strafandrohung für Kranke. Sie sind nicht nur vom staatlich geregelten Gesundheitswesen abhängig, sondern auch in ihrer persönlichen Freiheit, eigene Wege der Gesundung zu gehen, stark eingeengt. In Aachen teilte das Gesundheitsamt noch vor einem Jahr einer Synergetik-Therapeutin mit Schreiben vom 27. August 2002 mit: "Die Bezirksregierung Köln kommt nach Überprüfung des Sachverhaltes zu dem Ergebnis, dass die Begriffe "Synergetik-Therapeut" bzw. "Synergetik-Profiler" keine geschützten Begriffe sind. Nach den dortigen Erläuterungen bedarf weder die Tätigkeit in diesem Bereich noch die Verwendung dieser Begriffe einer behördlichen Genehmigung." Selbst das Bundesministerium für Gesundheit ist nicht in der Lage und bereit, eine klare Stellungsnahme zur Einordnung der Synergetik-Therapie abzugeben: "Zunächst muss ich Ihnen mitteilen, dass das Bundesministerium für Gesundheit (neue) medizinische Methoden weder selbst bewertet oder bewerten lässt, noch sich für ihre Propagierung einsetzt. Ob und inwieweit ein in der Medizin eingesetztes Verfahren nützlich für die Patienten ist, befindet die medizinisch-wissenschaftliche Fachwelt, und zwar aufgrund von wissenschaftlich nachvollziehbaren Belegen." (Schreiben vom 9. April 2001 an eine Synergetik-Therapeutin). Dies offenbart die rechtliche Grauzone, in dem ganzheitliche Therapieformen sich entfalten, da keine inhaltlichen Gesundheitsreformen durchgeführt werden. Damit haben die Gesundheitsämter die Pflicht zur Förderung von neuen Therapiemethoden, statt diese zu verbieten. Forderung auf "Recht auf Selbstheilung" Bernd Joschko plant eine Praxis für Synergetik-Therapie sowohl in Goslar als auch in Aachen zu eröffnen. Er ist schon in seiner BKA-Zeit für das Recht auf "instrumentelle Selbstbestimmung" erfolgreich eingetreten und fordert jetzt das "Recht auf Selbstheilung" bis vor den BGH. Damit kommt auch die Konfliktlösung der "Neuen Medizin" auf den Prüfstand – eine Sachlage, die die Uni Tübingen schon seit 1981 durch Gerichtsbescheid klären muss. Die Gesundheitsreform wird durch die Bürger und Gerichte "erzwungen" – Innovation lässt sich nie aufhalten. Die Synergetik-Therapeuten – als neue Kraft im Gesundheitswesen - haben sich selbst Ethikrichtlinien gegeben und ihre Arbeit definiert: "Selbstheilung ist ein selbstverantwortlicher aktiver Prozess, um gesund zu werden, gemäß der Gesundheitsdefinition der WHO: "... der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens". In diesem Kontext ist die Arbeit des Synergetik-Therapeuten nicht die Bekämpfung von Krankheitssymptomen, sondern die Hintergrundbearbeitung von Informationsstrukturen des Klienten in seinen neuronalen Energiebildern." Vereinfacht ausgedrückt: Es ist spirituelle Selbsterfahrung – selbst diese ist im GG garantiert. Von daher sind die ausgesprochenen Verbote eine hervorragende PR bis zur Beurteilung durch den BGH. Übrigens, in der 10jährigen Geschichte von tausenden von Sitzungen hat sich noch nie ein Klient bei unserem zuständigen Gesundheitsamt beschwert. Diese Klientenzufriedenheit sagt alles. Und hunderte von Selbstheilungsdokumenten sind unter "www.gesundheitsforschung.info" im Internet für alle nachlesbar. |


