Bewegung und Stille in eins bringen mit der Vortexijah

Julia Kant

Bei Enveda wird Anfang 2004 ein Anleitungsbuch für die Lichtkörpermeditation 'Vortexijah' erscheinen. Das Buch beschreibt die innovative und zugleich uralte Technik zur Aktivierung des Lichtkörpers das erste Mal ausführlich in deutscher Sprache. Mehr zu den Besonderheiten dieser Methode erfahren Sie im Interview mit Julia Kant.

Ihr schreibt an einem Buch über die Meditationsmethode Vortexijah. Gibt es nicht schon genug Meditationsbücher? Was ist das Neue?
Julia Kant: Neu ist z.B. der Ansatz, Polaritäten mittels der Rotation von visualisierten geometrischen Energiefeldern, die sich sowohl im Körper als auch um den Körper herum befinden, zu vereinen. Der Ausgleich findet gleichzeitig auf physischer, emotionaler und mentaler Ebene statt. Polaritäten begegnen uns im täglichen Leben ständig in Form von Gegensätzen, Widersprüchen und Konflikten; sie existieren in uns, werden aber auch von außen an uns herangetragen. Das Zusammenführen der Polaritäten durch die Vortexijah ist ein in erster Linie physisch-intuitiver Prozess. Die Integration beginnt mit der Vereinigung der sieben Chakren und der drei Hauptkörperzentren.  Während der verschiedenen Rotationsschritte kommen dann alle Energiekörper sowie sämtliche Richtungen und Dimensionen zum Ausgleich. Als Rotationskörper werden Tetraeder und Wirbelstrukturen, die sich nach bestimmten Prinzipien organisieren, visualisiert und körperlich spürbar.

Die Bewegung der Energiefelder bringt Ausgleich und Entspannung – genau unser Thema in diesem EnvedaMagazin!
Julia Kant: Ja, hier zeigt sich eine weitere Besonderheit der Vortexijah. Bewegung und Stille, Spannung und Entspannung folgen nicht wie bei vielen anderen Techniken aufeinander, sondern sind in jedem Moment der Meditation gegenwärtig als Polaritäten, die gleichzeitig erfahren werden. Bei anderen Methoden lernt man durch das Abbremsen aller körperlichen und geistigen Bewegungen zu entspannen. Diese Techniken zeigen auch erst einmal Wirkung. Was aber, wenn die ruhige Umgebung verlassen wird? Was geschieht, wenn man sich plötzlich mit Schnelligkeit, Hektik und Herausforderungen, die ein gesundes Maß an Spannung benötigen, konfrontiert sieht? Kann man in diesen Situationen die innere Stille und die Entspannung aufrecht erhalten?

Richtet sich das Buch an Meditationsprofis oder -anfänger?
Julia Kant: Das Buch ist auf einer allgemein verständlichen Ebene geschrieben. Die detaillierten Übungsanleitungen werden sowohl durch Bilder als auch durch Animationen, die sich auf einer beiliegenden CD-ROM befinden, illustriert. Unsere eigenen Erfahrungen haben wir an vielen Stellen als Tipps einfließen lassen. Dies macht die Technik auch für Anfänger, die die nötige Offenheit mitbringen, nachvollziehbar. Gleichzeitig gibt es genug Herausforderungen für Menschen mit den unterschiedlichsten Erfahrungen in den ganzheitlichen Disziplinen.

Macht das Trainingsprogramm also einen Seminarbesuch überflüssig?
Julia Kant: Die Gruppenenergie und Erfahrung eines Lehrers bringen die Wirkung der Vortexijah erst zur vollen Entfaltung. Mit der eigenständigen Arbeit zu Hause erlernt der Übende die Grundlagen und bekommt einen ersten Eindruck von der Wirkungsweise. Außerdem erfährt er viel Wissenswertes zu den Hintergründen der Technik. Diese Erfahrung kann dann in einem Seminar vertieft und ausgebaut werden. Auf der anderen Seite eignet sich das Buch auch wunderbar als Übungsleitfaden nach dem Besuch eines Vortexijah-Trainings.
 
Wird die Methode schon oft praktiziert?
Julia Kant: Die Vortexijah ist eine sehr alte Methode, deren Ursprünge sich bis auf die Rg Veda zurück verfolgen lassen. Ananda, der Entdecker dieser Technik, gibt seit nunmehr 10 Jahren Vortexijah-Trainings. Wirklich verbreitet ist aber bisher nur eine Vorstufe der Vortexijah, die sogenannte Merkaba.

Kannst Du die Unterschiede zur Merkaba-Meditation noch ein wenig erklären?
Julia Kant: Trotz der augenscheinlichen Gemeinsamkeiten wie z.B. der Visualisierung von Tetraedern unterscheiden sich Vortexijah- und Merkaba-Meditation in wesentlichen Punkten. Einer von ihnen ist, dass die Merkaba mit ihren Rotationsrichtungen nur eine Ebene erfasst, während die Vortexijah alle Dimensionen umspannt. Es gibt Anzeichen dafür, dass die ausschließliche Konzentration auf den ineinander verschränkten Tetraeder, wie das in der Merkaba-Meditation der Fall ist, zu einer Isolierung des energetischen Systems führen kann. Das Vortexijah-Protokoll nimmt den sogenannten Sternentetraeder nur als Ausgangspunkt. Durch die vierdimensionalen Rotationen wird die unserer Ansicht nach begrenzende Struktur geöffnet und zu einer allumfassenden Sphäre zusammengeführt. Das mag vielleicht erst einmal abstrakt klingen, kann aber in der Praxis ganz deutlich erfahren werden.


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