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Prof. Dr. Changlin Zhang
Dichter Körper und elektromagnetischer Körper – die Zukunft der Biologie und Medizin

Darstellung der Energiesysteme des Körpers mit Akupunkturmeridianen, Chakren und Schichten der Aura. Bild von Alex Grey

Aus dem Englischen von Ronald Engert

Aufgrund der Begrenztheit unserer Sinnesorgane haben sich die Wissenschaft und die Medizin unvermeidlich aus dem Studium und dem Verständnis des sichtbaren Körpers sowie dem festen, stofflichen Teil unserer Welt und unserer Körper entwickelt. Dann bewegte sich die Forschung langsam zum unsichtbaren Körper und dem unsichtbaren Feld hin, das Teil unserer Realität und unserer Körper ist.
Wir kennen den festen, dichten Körper, der aus festen Knochen, Muskeln, verschiedenen durch Blutgefäße verbundenen Organen, Nervenfasern usw. besteht, die aus Zellen zusammengesetzt sind; diese bestehen wiederum aus Proteinen, DNS, RNS, Enzymen, Coenzymen und zahlreichen kleinen Molekülen und Ionen.
All dies wurde während der hervorragenden Entwicklung der Molekularbiologie der letzten vier Jahrzehnte ausführlichst erforscht. Nun scheint es in unserem Körper nichts mehr zu geben, was uns unbekannt ist. Deshalb ist die Medizin, die auf dem Studium und dem Verständnis des festen, dichten Körpers beruht, zu einer klassischen Disziplin geworden.

Kurze Beschreibung des elektromagnetischen Körpers Abgesehen von dem dichten Körper gibt es jedoch auch einen elektromagnetischen Körper, der eine ebenso wichtige, wenn nicht eine noch wichtigere Rolle als der dichte Körper spielt. Er stellt ein großes unbekanntes Königreich in unserem Körper dar und rückt nun mehr und mehr von dem Bereich mystischer Erfahrung, wissenschaftlicher Phantasie oder nackter Spekulation in die Reichweite der modernen Wissenschaften. Der elektromagnetische Körper ist weitaus komplizierter als der dichte Körper. Angenommen, wir hätten die Fähigkeit, den elektromagnetischen Körper zu sehen, so würden wir ein völlig anderes Bild wahrnehmen. Wir sähen die sieben leuchtenden "Chakras" (die aus den Yoga-Schulen bekannten Energiespiralen), sowie viele kleine Chakras in verschiedenen Farben. Wir würden Dutzende von Akupunkturmeridianen erblicken, Hunderte von Akupunkturpunkten und zahlreiche Mikro-Akupunkturmeridiane und -punkte, die sich nicht nur zu einem komplizierten Netzwerk verweben, sondern auch zu einem kontinuierlichen Interferenzmuster mit holografischen Eigenschaften. Um den Körper herum ist eine »Aura«, an deren Existenz Menschen verschiedener Religionen glauben und die nun in den Erfassungsbereich moderner Technologien gelangt. Das Phänomen der Aura ist zu einem neuen Bereich ernsthafter wissenschaftlicher Forschung geworden.
Der elektromagnetische Körper ist nicht nur sehr kompliziert, sondern auch extrem dynamisch. Anders als der dichte Körper, in dem die Knochen, Organe, Blutgefäße und Nerven feste Positionen, bestimmte Volumen und genaue Begrenzungen haben, befinden sich die "Organe" des elektromagnetischen Körpers – die Chakras – und die "Gefäße" – die Akupunkturmeridiane – nur in einer relativen Position ohne genaue Begrenzungen und definierte Volumen. Sie sind in einem permanenten Wechsel begriffen. Sie leuchten ständig mit kontinuierlich wechselnden Farben, gleich einem Ozean, über dem ein Sturm tost. Wenn wir ausgeprägtere Fähigkeiten hätten, das elektromagnetische Feld zu sehen, könnten wir einen unglaublich komplizierten Kommunikationsprozeß beobachten, der sich mittels elektromagnetischer Wellen in einer extrem schnellen Geschwindigkeit innerhalb der Zelle, zwischen Zellen und zwischen Körpern vollzieht, abgesehen von der besser bekannten Kommunikation durch Nervenfasern, Hormonen und anderen Molekülen. Gleich der drahtlosen Kommunikation oder dem Fernsehen transportiert die Kommunikation mittels elektromagnetischer Felder weit mehr Informationen und hat wesentlich weitere Kanäle, als dies bei isolierten Nervenfasern und der langsamen Interaktion zwischen den Oberflächen von Molekülen der Fall ist. Die Kommunikation innerhalb des elektromagnetischen Körpers hat somit einen viel tieferen und subtileren Einfluß auf unsere Körper und unsere Gesundheit.

Darstellung der Chakren, der elektromagnetischen Schwingungszentren des Menschen. Indien 18. Jh.

Die Probleme bei der Erforschung des elektromagnetischen Körpers Augenscheinlich ist es weitaus schwieriger, den elektromagnetischen Körper zu studieren als den festen und dichten Körper.
Zunächst einmal ist der elektromagnetische Körper gleich den elektromagnetischen Wellen in unseren Wohnzimmern unsichtbar. Es ist allgemein bekannt, daß unsere Wohnungen voller elektromagnetischer Wellen sind, die unzählige Informationen enthalten, mit denen unsere Radios, Fernsehgeräte und Mobiltelefone arbeiten. Aber wir sind nicht in der Lage, sie direkt wahrzunehmen. Wir können die Struktur und das Muster dieser Wellen nur indirekt in unserer Vorstellung konstruieren. In der gleichen Weise sind wir nicht dazu fähig, die elektromagnetischen Wellen mit unseren bloßen Augen, mit dem Mikroskop oder durch chemische Analysen zu erfassen, wie wir dies mit dem festen Körper tun können. Aus diesem Grund war bisher selbst die Existenz eines elektromagnetischen Körpers ein offenes Problem in der Biologie und Medizin. Es ist daher für Biologen und Mediziner eine echte Herausforderung, den elektromagnetischen Körper auf indirekte Weise in ihrer Vorstellung zu konstruieren, anstatt ihn direkt mittels konventioneller Instrumente der Biologie und Medizin wahrzunehmen.
Die heutige Situation der Medizin und Biologie ist an einem ähnlichen Punkt, wie ihn die Physik im letzten Jahrhundert erreicht hatte, als die Menschen gezwungen waren, die Existenz unsichtbarer drahtloser Wellen zu akzeptieren. In dieser Zeit glaubte niemand an die Existenz unsichtbarer elektromagnetischer Wellen und Felder, obwohl der Raum rund um die Menschen voll von ihnen war, bis Michael Faraday die Beziehung zwischen Elektrizität und Magnetismus entdeckte, J. C. Maxwell die Dynamik des elektromagnetischen Feldes formulierte und die Existenz elektromagnetischer Wellen voraussagte und schließlich Marconi die Existenz der riesigen drahtlosen Welt durch die Erfindung des Telegraphen bewies.
Trotzdem sind wir uns auch heute noch der Existenz dieser Wellen und Felder nicht bewußt, wenn wir unsere Fernsehgeräte einschalten, Radio hören oder unsere Mobiltelefone benutzen. Aufgrund der Unsichtbarkeit des elektromagnetischen Körpers ist seine Erforschung ein ständiges Problem.
Das zweite Problem besteht darin, daß der elektromagnetische Körper anders als der dichte Körper, der so fest wie ein Gebäude und deshalb leicht zu beobachten, zu studieren und zu messen ist, so dynamisch wie der endlose, manchmal von starken Stürmen gepeitschte Ozean ist. Deshalb ist er schwierig zu beobachten, zu formulieren und selbst zu messen. Mehr noch: je präziser unsere Meßinstumente werden, umso unbeständigere Werte erhalten wir. Der elektromagnetische Körper leuchtet nicht nur permanent, mit Farb- (Frequenz-) veränderungen, sondern verändert auch seine Form und selbst seinen Ort in unterschiedlichen pathologischen, physiologischen und psychologischen Zuständen. Deshalb sind das Bild und das Konzept des elektromagnetischen Körpers völlig anders als das des dichten Körpers, wie es in unseren Lehrbüchern der Anatomie und Zytologie (Zellkunde) beschrieben ist und mit dem wir so vertraut sind. Wir halten das feste Bild für bewiesen und haben alle erdenklichen Schwierigkeiten, den überaus dynamischen elektromagnetischen Körper anzuerkennen. Es ist zudem eine zusätzliche Herausforderung, ein theoretisches System zu finden, mit dem die Charakteristika und die Bewegung einer derart hochdynamischen Stuktur formulierbar sind.
Das dritte Problem besteht darin, daß wir nicht in der Lage sind, den elektromagnetischen Körper mit der konventionellen Art der Separation und Isolation zu untersuchen, wie dies in der Anatomie der Fall ist, und auch kein Elektronenmikroskop oder eine Chromatografie heranziehen können. Der elektromagnetischer Körper ist nicht nur unsichtbar, sondern auch unberührbar. Alleine die Annäherung an den Körper mit einem Seziermesser vermag durch elektromagnetische Wechselwirkungen seine Feinstruktur empfindlich zu stören. Wenn das Seziermesser in den Körper schneidet, vermag es große Schäden in der ursprünglichen Struktur des elektromagnetischen Körpers zu verursachen. Je mehr wir einen Körper oder eine Zelle in Teile zerschneiden, um so mehr beschädigen wir den elektromagnetischen Körper. Wenn wir uns dem Grund der sogenannten molekularen Ebene der Biologie auf dem konventionellen Weg der Untersuchung nähern, haben wir allergrößter Wahrscheinlichkeit nach die feine Struktur des elektromagnetischen Körpers bereits vollständig zerstört. Es ist deshalb anzunehmen, daß der konventionelle Weg des Reduktionismus, der so erfolgreich in dem Studium des dichten Körpers und in der Molekularbiologie war, mitnichten im Studium des elektromagnetischen Körpers funktioniert. Nicht nur die Anwendung eines Messers, das in den Körper schneidet, ist auszuschließen, sondern auch der Einsatz von Sonden im Körper. Damit wird die Erforschung des elektromagnetischen Körpers noch schwieriger.
Das letzte Problem besteht darin, daß sich elektromagnetische Wellen sehr schnell fortbewegen, eine Million mal schneller als die Bewegung von Molekülen oder Nervenimpulsen. In diesem Fall tritt das sogenannte »ergodic phenomenon« auf. Weil sich die elektromagnetischen Wellen so schnell bewegen, können sie den Körper viele Male überqueren und alle Informationen von allen Teilen des Körpers sammeln. Wenn wir den elektromagnetischen Körper studieren, kann praktisch kein Ereignis im Organismus vom Rest des Körpers isoliert werden. Es ist deshalb fast unmöglich, die Untersuchungen in der analytischen Art durchzuführen, die einst so erfolgreich war und eine so wichtige Rolle in der Entwicklung der Wissenschaften gespielt hat.
Aufgrund der Trägheit unseres Denkens ist es nicht nur schwer, ein neues Feld zu betreten, sondern es ist auch schmerzvoll, den konventionellen Weg der Trennung, Isolation und selbst der Analyse aufzugeben, um sich nach einem völlig neuen Rahmen und den damit verbundenen Forschungsmethoden umzusehen, die es ermöglichen, diesen neuen Bereich der Wissenschaft und Medizin zu studieren.

Praktische Lösungen für diese Probleme Wir müssen praktische Wege finden, um von dem Studium und dem Verständnis des dichten Körpers zu dem des elektromagnetischen Körpers weiterzugehen.
Zunächst und vor allem hängt dies von der Entwicklung einer Technologie ab. Da das elektromagnetische Feld eines Körpers sehr schwach und leicht störbar ist, müssen wir sehr sensible Meßsysteme entwickeln, die es ermöglichen, diese subtile feinstoffliche Struktur zu messen. Ein Fernmeßsystem wäre vorzuziehen, um unnötige Störungen zu reduzieren. Vielleicht wären passive Meßsysteme am besten. Glücklicherweise wurden in den letzten fünf Jahrzehnten viele sehr empfindliche Meßtechnologien, beispielsweise für Satelliten, entwickelt und können in der Untersuchung der medizinischen und biologischen Probleme angewendet werden, so daß die technologische Basis für eine ernsthafte Untersuchung des elektromagnetischen Körpers nun gegeben ist.
Auf der anderen Seite müssen wir eine neuen Theorie und Methodologie für die Datenanalyse, oder präziser für die Datensynthese, entwickeln, um die äußerst dynamischen und instabilen Meßwerte von dem ununterbrochen fluktuierenden elektromagnetischen Körper zu bewältigen. Wegen unserer begrenzten Begriffsfähigkeit entwickelte sich die Wissenschaft und die Medizin unvermeidlich von der analytischen Vorgehensweise für feststehende Daten zur synthetischen Vorgehensweise für dynamische Daten.
Es ist wesentlich einfacher, auf reduktionistische Art zu arbeiten, um mehr und mehr in die Details einer stabilen Struktur zu gehen, als auf holistische Art eine dynamische Struktur zu handhaben. Glücklicherweise hat das Studium nicht-linearer Probleme in den letzten zwei Jahrzehnten eine ganze Reihe von neuen Methoden hervorgebracht, wie z.B. die Theorie der Bifurkation, die Katastrophentheorie, die Chaostheorie, Fraktale, viele neue statistische Theorien u.a. Gleichzeitig bietet uns die schnelle Entwicklung der Computertechnologie ein mächtiges Werkzeug, um mit Datenmengen umzugehen, die bisher nicht zu bewältigen waren.
Das wichtigste ist jedoch vielleicht, immer in Erinnerung zu behalten, daß Biologie und Medizin heute auf einer ähnlichen Stufe stehen wie die Physik vor hundert Jahren, als der Wechsel von der klassischen Physik zur Elektrodynamik und Quantenphysik stattfand. Es ist natürlich sehr schmerzhaft, von einem gewohnten Forschungsgebiet solider Objekte mit sichtbaren und verläßlichen Bildern auf ein Gebiet zu wechseln, in dem unberührbare Objekte mit einem unsichtbaren und zweifelhaften Bild erscheinen, das nicht wahrnehmbar ist und nur unserer Vorstellung entspringt. Wir sind bereits seit langem an die bildhaften Darstellungen der Atome und Subatome, ja selbst an die furchtbaren schwarzen Löcher in der Physik gewöhnt. Aber wir sind es noch nicht gewohnt, uns den unsichtbaren Teil unseres Körpers vorzustellen. Um dieses Problem zu überwinden, ist es notwendig, die Ausbildung in Mathematik und moderner Physik für Studenten der medizinischen und biologischen Fakultäten wieder zu verstärken, zusätzlich zu dem umfassenden Ausbildungsangebot, das bereits in der Chemie und Biochemie besteht. Gleichzeitig sollten mehr Mathematiker und Physiker in die Arbeitsgruppen der biologischen und medizinischen Forschung eingeladen werden, denn ein Großteil der theoretischen Grundlagen für das Studium des elektromagnetischen Körpers ist in der Mathematik und modernen Physik bereits fertig, wurde aber bis jetzt noch nicht in das Studium der Biologie und Medizin eingeführt.

Der elektromagnetische Körper und die alternative Medizin Im Lichte der Erforschung des elektromagnetischen Körpers werden viele verwirrende Probleme und Mechanismen in der alternativen Medizin sehr leicht verständlich. Z.B. die Substanz der Akupunkturmeridiane und -punkte, die Mechanismen der Homöopathie, die holistische Sichtweise und auch viele mysteriöse Erfahrungen in fernöstlichen medizinischen Traditionen.
Es ist hinreichend bekannt, daß es in den letzten fünfzig Jahren im anatomischen Studium der Substanz der Akupunkturmeridiane und -punkte zu vielen Fehlern gekommen ist. Der Grund für so viele Fehler ist, daß sich die Struktur der Akupunktur nicht auf der Ebene des dichten Körpers befindet. Aber aus der Sicht eines elektromagnetischen Körpers könnten wir die Annahme treffen, daß das Akupunktursystem im wesentlichen ein Interferenzmuster ist, bestehend aus der Überlagerung von nicht sichtbaren elektromagnetischen stehenden Wellen. Unter diesem Aspekt werden viele verwirrende Probleme lösbar, wie z.B. die Form, Größe und Stabilität der Akupunkturpunkte und -meridiane, die Beziehung zwischen Organen und Akupunkturpunkten, die Beziehung zwischen der anatomischen Struktur und der Verteilung der Meridiane und Akupunkturpunkte, der Effekt der Nadelbehandlung ohne Medikamente, die Übertragung der Signale entlang den Meridianen und ihre Geschwindigkeit, das Phänomen der Bioholographie und die statistische Selbstähnlichkeit der Werte der Leitfähigkeitsmessungen.
Homöopathie ist ebenfalls ein großer Mythos in der Medizin. Fritz A. Popp gab eine sehr einfache und klare Erklärung für das Ähnlichkeitsprinzip und das Gesetz der homöopathischen Potenzen am Beispiel von zwei schwach gekoppelten Pendeln. In diesem Sinne kann und muß die Homöopathie mit dem Resonanzeffekt im elektromagnetischen Körper arbeiten, wo es zahlreiche Oszillatoren (Pendel) gibt, die durch das elektromagnetische Feld schwach miteinander verbunden sind. Das einzige Problem ist die Meßbarkeit eines derartig schwachen Resonanzeffekts durch Instrumente. Es scheint, daß diese Frage auf die weitere technologische Entwicklung warten muß.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Emotion als die Hauptursache von Krankheiten angesehen, wohingegen in der klassischen westlichen Schulmedizin der menschliche Körper als eine komplizierte Maschine betrachtet wird und der Arzt als ein erfahrener Experte in der Reparatur dieser Maschine gilt. Darin ist offensichtlich keine Emotion enthalten. Dennoch hat in den letzten zwei Jahrzehnten die psychosomatische Medizin mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, und die Psychologie spielt heute in der Gesundheitsvorsorge und Krankenversicherung eine immer größere Rolle. Für lange Zeit unternahmen die Psychologen große Anstrengungen, um Erklärungen für psychologische Zustände in Begriffen der Physiologie und anderen Zweigen der Biologie zu finden, jedoch ohne großen Erfolg. Das Problem besteht darin, daß der dichte Körper nur eine sehr begrenzte und indirekte Verbindung zu psychologischen Zuständen hat. Demgegenüber hat der Zustand des elektromagnetischen Körpers, insbesondere die Kommunikation über das elektromagnetische Feld, eine sehr enge Verbindung mit psychologischen Zuständen und Emotionen. Der elektromagnetische Körper ist wesentlich sensibler bezüglich der Emotionen und Umwelteinflüsse als der dichte Körper, so daß eine Veränderung im elektromagnetischen Körper lange vor einer substantiellen pathologischen Veränderung im dichten Körper stattfinden würde. Deshalb ist die Erforschung und Auswertung der Zustände des elektromagnetischen Körpers für die Gesundheitsvorsorge und die Krankenversicherung sehr wichtig, um die Menschen vor dem Krankenhaus zu bewahren, anstatt sie im Krankenhaus zu reparieren, nachdem bereits Veränderungen im dichten Körper eingetreten sind.
Heute sehen wir uns einer neuen Epoche gegenüber. Wir müssen der alten Forschungswelt des dichten Körpers und der allopathischen Medizin Lebewohl sagen. Die klassische Medizin ist heute ein schönes Gebäude, erbaut aus einer großen Anzahl differenzierter Forschungsarbeiten und klinischer Erfahrungen in der Vergangenheit. Sie hat große Verdienste für die menschliche Gesellschaft errungen, indem sie durch die Verwendung von Seziermessern, Antibiotika und anderen tötenden medizinischen Anwendungen so viele Leben vor Infektionskrankheiten und Unfällen geheilt hat. Heute jedoch müssen wir es wagen, uns in die neue Welt des elektromagnetischen Körpers und der regulativen Medizin zu begeben, um den Menschen mithilfe von Selbstregulierungsmethoden wie etwa Körperübungen oder Meditation bei der Verbesserung ihrer "Lebensqualität" zu helfen und sie vor den sogenannten "modernen Krankheiten" zu schützen.
Natürlich unterscheiden wir hier zwischen dem elektromagnetischen Körper und dem dichten Körper nur, um ein einfaches und klares Bild zur Beschreibung zu geben. Tatsächlich gibt es zwischen diesen beiden Körpern gar keine Trennung. Sie sind miteinander verbunden und interagieren ständig miteinander.
An diesem Punkt könnte es von Interesse sein, die Theorie der sieben Ebenen des Körpers aus der indischen Philosophie heranzuziehen. Der physische Körper, der durch die Anatomie, Zytologie und Molekularbiologie ausgiebig studiert wurde, ist in diesem Falle nur der erste von sieben Körpern. Der elektromagnetische Körper, der bisher von den biologischen Wissenschaften und der allopathischen Medizin nicht beachtet wurde und der die Grundlage einer zukünftigen Biologie und regulativen Medizin sein könnte, wäre in einer solchen Abfolge von Körpern nur die zweite Ebene. Natürlich ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu schwierig, definitiv zu sagen, ob es jenseits des dichten und des elektromagnetischen Körpers noch andere Körper gibt. Hierzu müssen zuerst klare wissenschaftliche Beweise vorliegen. Verglichen mit der langen Geschichte der Menschheit ist die 300 Jahre alte Wissenschaft noch ein Säugling. Unser Verständnis ist von der dichten Materie zur Welt der Felder gewachsen. Wir wachsen nun heran von dem Begriff des dichten Körpers und der allopathischen Medizin zum Verständnis des elektromagnetischen Körpers und der regulativen Medizin, die die Aufgabe unsere Generation ist. Werden wir noch darüber hinauswachsen? Wir sind sicher.

 

Bibliografie

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  • Zhang, Changlin, Electromagnetic Standing Wave as Background of Acupuncture System, Acupuncture Research (chinesisch) (im Druck).


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