Wasser der besonderen Art

Dr. Heinz Kuhberg

So harmlos uns Wasser erscheinen mag - farblos, geschmacklos, allgegenwärtig - es gibt doch gewaltige Unterschiede und gerade Wasser kann erstaunliche Heilungseffekte bewirken. Heinz Kuhberg berichtet von einer Heilquelle in Nordenau, die vermutlich das stärkste Heilwasser in ganz Deutschland hervorbringt.

Unter Heilquellen versteht man bekanntlich Wässer, die medizinisch nachweisbar Krankheiten vorbeugen, sie lindern oder sie sogar heilen können. Sie verfügen entweder über besondere chemische oder physikalische Eigenschaften. Je nach Eigenschaften haben sie eine positive Wirkung, die aber physiologisch eingrenzbar ist. So wirken sich etwa Radonwässer vor allem bei Krankheiten des rheumatischen Formenkreises aus. Sulfatwässer bewähren sich in der Regel bei chronischen Leberkrankheiten und Erkrankungen der Gallenwege. Schon die alten Römer wussten um derartige Zusammenhänge. Entsprechende Angaben finden sich bei Plinius dem Älteren und bei Sueton. Und in Deutschland gibt es zahlreiche Heilquellen, die der Gesundheit nützen. In Europa sind es sogar Hunderte. Doch eine Heilquelle in Europa ist ganz anders. Und sie befindet sich zudem in Deutschland.

Nordenau im Hochsauerland Seit April 1992 suchen Menschen den »Tommes-Stollen« im kleinen Hochsauerlandort Nordenau bei Winterberg auf. Ein Holländer hatte Anfang 1992 besondere Energien gespürt, als der Hotelbesitzer Theo Tommes mit ihm in den Stollen gegangen war. Eigentlich wollte er dem Urlauber aus den Niederlanden nur die Weine zeigen. Denn für die Weinlagerung war der Stollen geradezu ideal. So hatte die Geschichte angefangen.
Es stellte sich heraus, dass geophysikalische Besonderheiten im Spiele waren. So ließ Theo Tommes das Wasser untersuchen, das aus einem benachbarten Berg durch den ehemaligen Schieferstollen fließt. Das Institut für Gesundheit und Hygiene in Gelsenkirchen kam zu positiven Werten im üblichen wasserchemischen und mikrobiologischen Sinne. Und so auch das anerkannte Fresenius-Institut. Letzteres konnte darüber hinaus feststellen, dass das Wasser des Nordenauer Stollens leichter ist als normales Wasser.
Im Laufe der Jahre häuften sich Berichte von Schmerzlinderungen und Heilungen von sehr unterschiedlichen Krankheiten. Die Wirkungen des Stollens und seines Wassers waren nicht mehr nur im bäderheilkundlich üblichen Sinne physiologisch eingrenzbar. Es kam auch zu positiven Entwicklungen bei Menschen, die nur das Wasser tranken, das ihnen Verwandte nach vorherigem Stollenbesuch mitgebracht hatten. Hautkrankheiten, Augenprobleme, Bluthochdruck, Magenerkrankungen – immer wieder machten Menschen im Stollen und auch fern ab von Nordenau mit dem Wasser positive Erfahrungen. Doch sogar bei unterschiedlichen Krebserkrankungen zeitigte das Wasser Wirkungen, wie Ärzte zumindest in Einzelfällen beobachten konnten. Seit Jahren beobachtet der Allgemeinmediziner Dr. Hussels im nahen Dorlar medizinisch unübliche Krankheitsverläufe im Zusammenhang mit dem Stollen und/oder seinem Wasser. Das galt sogar für acht Kinder aus dem Großraum Tschernobyl. Sie waren an Leukämie erkrankt und weilten zwei Wochen lang gratis im »Landhotel Tommes«, das sich direkt neben dem Stollen befindet. Sehr positive Erfahrungen muss auch ein Herr gemacht haben, der Schilddrüsenkrebs hatte. Er bedankte sich für seine Krebsheilung auf eine besondere Art. Von ihm stammt eine Madonnenfigur, die sich im Warteraum zum Stollen oben auf einem Sims befindet.
Mir selber ist der Fall eines jungen Mannes bekannt, der nie im Stollen war, aber regelmäßig von dem Wasser getrunken hat. Das war August 1995. Die Chemotherapie konnte zur Überraschung der Ärzte vorzeitig abgebrochen werden, obwohl die Lunge des jungen Patienten stark metastasiert war. Dezember 1999 hatte er erneut eine seiner zahlreichen Nachuntersuchungen. Bislang keine Rückkehr des Krebses, dessen Tumor und Metastasen ohnehin Dezember 1995 völlig verschwunden waren. Allerdings hatte er auch wunderbare Ratschläge von einem Arzt der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr (Heidelberg) erhalten. So stellte er seine Ernährung radikal um. Ohne Frage war das ein wichtiger Einflussfaktor. Außerdem meditierte er und bekam regelmäßig Besuche von Freunden. Und er betete und es wurde für ihn gebetet, wovon er auch wusste. Doch war dies nicht der einzige Fall einer Krebsheilung, in dem das Wasser von Nordenau zumindest eine Rolle spielte.
Der Arzt Dr. Steinbrück (Frankurt/Main) und der ortsansässige Dr. Gadek führten erste Untersuchungen durch. Der japanische Molekularbiologe Professor Shirahata ließ sich tausend Liter des Wassers nach Fukuoka in Südjapan schicken. Er forscht dort an seinem eigenen Institut, »Phänomen Nordenau« ist der Name einer Studie aus dem Jahre 1998. Sie liegt inzwischen auch auf Englisch vor. Sie ist über das Landhotel Tommes (Schmallenberg-Nordenau) beziehbar. 515 Patienten mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern wurden untersucht. Bei fast allen Krankheitsbildern kam es zu positiven Veränderungen. Damit bestätigen sich die Erfahrungen aus mehr als sechs Jahren zuvor (zwischen April 1992 und Oktober 1998). Der Diplom-Psychologe D. Seifert war ebenfalls an der Studie von Dr. Cadek beteiligt. Man wollte die psychologische Befindlichkeit der Patienten ebenfalls überprüfen. Das Wasser von Nordenau weist antioxidative Eigenschaften auf. Es ist offenbar in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren. Letztere sind ja bekanntlich zentrale »Übeltäter« im Krankheitsgeschehen. Diese ungewöhnliche Eigenschaft des Wassers hat sich auch im Institut im südjapanischen Fukuoka bestätigt. Die Forschungen dort und die von Dr. Gadek gehen weiter. Noch in diesem Jahr ist mit neuen Ergebnissen zu rechnen.
Doch Vitamin C und grüner Tee enthalten ebenso antioxidative Wirkstoffe. Daher vermutet Dr. Gadek am Ende seiner prospektiven Beobachtungsstudie noch etwas: dass das Wasser von Nordenau zusätzlich über eine »zunächst unbekannte Energieart« verfügen müsse.

Ein kleiner Hinweis sei noch gestattet – für heilerisch tätige Menschen, die offen sind für die Homöopathie: Die Lindenhof-Apotheke in Zürich verkauft meines Wissens Tabletten oder Globuli auf der Basis des Wassers von Nordenau. Ebenso kann man in Deutschland in zwei Apotheken entsprechende Globuli bekommen: in der West-Apotheke in Soest und in der Leonardo-Apotheke in Hamburg. Der Soester Apotheker Georg Knappstein hat dabei eine Spezialuntersuchung von Dr. Knapp durchführen lassen. Dr. Knapp hat ein spezielles fototechnisches Verfahren zur Visualisierung bioenergetischer Felder entwickelt. Dies ergab interessante Ergebnisse für die drei Potenzierungen C6, C12 und C30 der Globuli »Aqua Nordenau«.
Die neueste Entwicklung ist in Essen zu beobachten. Im Stadtbad von Essen-Werden lässt der Unternehmer Frank Dehmann dem normalen Schwimmbadwasser von 600.000 Litern 6.000 Liter von dem Stollenwasser aus Nordenau hinzufügen. Zusätzlich werden zwei große Silizium-Kristalle auf den Grund des Beckens herabgelassen. Dies geschieht jedoch nur sonntags. Man geht davon aus, dass das Baden dort besonders Arthrose- und Rheumapatienten helfen wird. Tatsächlich haben auch die erwähnten japanischen Forscher bei Arthrosepatienten bereits positive Erfahrungen gemacht. Die Forscher im südjapanischen Fukuoka führen aber darüber hinaus systematische tumorbiologische Forschungen im Zusammenhang mit dem Wasser durch.
Zwei weitere Untersuchungen am International Institute of Biophysics in Neuss haben ergeben, dass das Wasser von Nordenau eine höhere Qualität aufweist als normales Vergleichswasser. Die besonders empfindlichen Algen »überleben« im Nordenauer Wasser deutlich länger als im Vergleichswasser. Dies ergab ein sogenannter Bioindikator-Test. Die Messergebnisse hinsichtlich der Biophotonenemission fielen bei dem Wasser aus dem Hochsauerlandörtchen ebenfalls deutlich besser aus. Das ändert sich allerdings, wenn dem Stollenwasser Mineralstoffe zugesetzt werden. Die Ergebnisse des Instituts in Neuss deuten ebenfalls auf besondere (bio-)energetische Eigenschaften des Nordenauer Stollenwassers hin.
Zugleich zeigen diese sehr unterschiedlichen Untersuchungen, dass Wasser weit mehr ist als nur Wasserchemie im herkömmlichen Sinne. Diese Sichtweise dominiert aber noch das medizinische und wissenschaftsjournalistische Herangehen an das Phänomen »Wasser«.

Über den deutschen Tellerrand hinaus: Tlacote (Mexiko), Nadana Village (Indien), China und Kenia Der Haciendabesitzer Jesus Chahín Simon im zentralmexikanischen Dörfchen Tlacote konnte 1988 bei seinem Hund eine Wundheilung beobachten, die im Zusammenhang mit einer Wasserquelle geschah. Sie verlief ungewöhnlich schnell. In der Folgezeit verabreichte er das Wasser auch seinem Vieh und machte auch da überraschende Erfahrungen. Dann fingen die Mitarbeiter auf seiner Hacienda an, von dem Wasser zu trinken. Ebenfalls erste positive Erfahrungen. Schließlich schaltete er das mexikanische Gesundheitsministerium ein. Das Wasser wurde dann 1991 der Öffentlichkeit zur Linderung und Heilung von Krankheiten zur Verfügung gestellt.
Immer mehr Menschen kamen: aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern. Dann aus den USA und Kanada. Und schließlich auch aus Übersee (Frankreich, Russland). Das war kein Zufall: Denn Tausende von Menschen profitierten von dem Wasser in Tlacote. Und wie in Nordenau waren es Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheiten. Großartigerweise ließ Chahín von Anfang an die vielen Fälle dokumentieren. Sein inzwischen errichtetes Dokumentationszentrum mag an das Bureau Medical in Lourdes erinnern. Außergewöhnliche Beobachtungen wurden bei Diabetes, Krebs und Aids gemacht. Aber nicht nur bei diesen Krankheiten bzw. Immunschwächen. Der Biochemiker Professor Alejandro Barón führt meines Wissens inzwischen genauere Forschungen durch. Wenn es zu untypisch positiven Heilungen kam, hatte das damit zu tun, dass Menschen drei bis fünf Monate lang regelmäßig von dem Wasser tranken. Das galt auch für Menschen aus San Antonio in Texas. Von dort aus wurden Busfahrten organisiert. In mehreren Fällen verschwanden Tumore und Metastasen bei mitreisenden Krebskranken, die sich viele Liter des Wassers nach Hause mitgenommen hatten. Es handelte sich um verschiedene Krebsarten. In Mexiko City arbeitende Franzosen machten ebenfalls unüblich positive Erfahrungen. Das rief dann die französische Tageszeitung Le Monde auf den Plan. Und dann wurde ein wenig »gerätselt«.
Ganz ungewöhnlich ist der Fall eines Mexikaners, den das Wasser von seiner Krankheit geheilt hatte. Er hatte Fotos von dem Areal in Tlacote gemacht. Als er wieder zuhause war, hatte er nur noch ein Bild übrig. Da er auf die Fotos gespannt war, fotografierte er einfach sein neues Fernsehgerät, das ausgeschaltet war. Als er die Fotos entwickelt hatte, war auf dem letzten Foto zu seiner Überraschung ein aus der christlichen Ikonographie bekannter Christuskopf zu sehen.
Die Ainsworth Homoeopathic Pharmacy in London verkauft seit mehreren Jahren Tabletten auf der Basis des Wassers der mexikanischen Heilquelle von Tlacote (Fax: 0044 - 171 - 48 64 313). Noch gibt es keine systematische klinische Untersuchung, aber die positiven Erfahrungen häufen sich. Schon nehmen Menschen in Holland die Tabletten zu sich. Eine Frau hat mir persönlich bestätigt, dass bereits nach kurzer Zeit ihre (krankhaften) Blutungen ein Ende hatten. Weitere Apotheken (in Australien, Neuseeland und Spanien) verkaufen inzwischen ebenfalls die Tabletten. Der Londoner Apotheker Pincus bestätigte mir telefonisch die Brustkrebsheilung einer Japanerin, die in aussichtsloser Lage angefangen hatte, die Tabletten zu nehmen. Sie hatte sie sich von London nach Japan schicken lassen.
Über Nadana Village in Indien weiß ich weniger. Ein Brunnenschachtarbeiter dort »benetzte« seine Augen mit einem neu entdeckten Wasser. Seine Schmerzen verschwanden und er wurde seine Nachtblindheit los. Das war ungewöhnlich. Ein Junge mit Kinderlähmung wurde daraufhin 40 Tage lang in dem Wasser gebadet. Seitdem kann er wieder laufen, wenn auch leicht hinkend. Das sprach sich schnell herum. Mehr Menschen kamen. Besonders bei Hauterkrankungen half das Wasser. Erfolge gegen Neurodermitis und Schuppenflechte sind auch in Nordenau wiederholt beobachtet worden. Sehr bald ging der Arealbesitzer in Nadana Village, Herr Mamraj Singh, dazu über, die Heilungen schriftlich auf Hindi fixieren zu lassen. Man sieht das auf einem Video (»Wasser des Lebens«), das u.a. über die drei Heilquellen berichtet. Es liegt in sechs Sprachen vor (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch und Russisch) und ist auf Deutsch über den Verlag »Die Silberschnur« in Güllesheim bestellbar (Tel.: 02687 – 92 90 68).
Unter der Überschrift »Wunderwasser in China« erwähnt die Süddeutsche Zeitung am 28. Juli 1994 einen frisch entdeckten »Jungbrunnen« in Südchina, mit dessen Wasser ein älteres Ehepaar ungewöhnliche Erfahrungen macht, seitdem es regelmäßig davon trinkt. Auch das Magazin Share International geht darauf ein.
Inzwischen sind in Kenia zwei weitere Heilquellen entdeckt worden, die ebenfalls über das bäder- und heilquellenkundlich Übliche hinausgehen. Eine befindet sich in Westkenia, die andere auf den Taita Hills in Südostkenia. Man mag sich zu Recht die Frage stellen, warum dies gerade in Kenia der Fall ist.
Für alle erwähnten Quellen gilt, dass sie nach 1988 entdeckt wurden.

»Nachreichungen« Im Falle des Wassers von Nordenau berichteten auch an Multipler Sklerose (MS) erkrankte Menschen im Fernsehen davon, dass der übliche degenerative Prozess nach regelmäßigem Wassertrinken zumindest aufgehalten worden sei. Das könnte in der Tat damit zusammenhängen, dass es eine Verbindung gibt zwischen Antioxidanz, freien Radikalen und der Kollagenbildung. Reduzierte Kollagenbildung ist ja eine wichtige Ursache für degenerative Erkrankungen des Bewegungs- und Gelenkapparates. Ungewöhnlich ist es dann aber doch, dass wiederholt Menschen mit Gehbehinderungen zumindest in Einzelfällen ihre Krücken nach einem Stollenbesuch in Nordenau nicht mehr benötigten.
Was ich noch interessant finde: Die Japaner wissen am meisten über die weltweiten Heilquellen. Einigen japanischen Journalisten sind sie seit Jahren bekannt. Und japanische Journalisten waren auch in Nadana Village und Tlacote, nicht nur in Nordenau. Zudem erwähnten zwei Radiojournalisten aus Osaka eine Konferenz in London (Croydon). Sie fand im April 1990 statt. Auf dieser Konferenz (»Ecology and Spirituality«) erhielten sie Informationen über Heilquellen und zu weiteren Themen.

 

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