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Offen sein für Neues und Uraltes

Dr. med. Rüdiger Dahlke

Durch das Zusammenrücken der Welt auf der Kommunikationsebene, aber auch auf der der wirtschaftlichen Globalisierung erlebten wir das Eindringen einer Fülle von für uns neuer Behandlungsmethoden in unsere Welt.

Durch das Zusammenrücken der Welt auf der Kommunikationsebene, aber auch auf der der wirtschaftlichen Globalisierung erlebten wir das Eindringen einer Fülle von für uns neuer Behandlungsmethoden in unsere Welt. Zwar hat sich die Schulmedizin in ihrer eigenen Art gegen alles Neue abgeschottet und nimmt – ihrer konservativen Tradition entsprechend - kaum Neues in ihren Behandlungsschatz auf, solange die Vertreter der Methode noch am Leben sind. Kaum eine der bahnbrechenden Neuerungen von der Entdeckung des Insulins bis zum ersten Herzkatheter fand überhaupt Eingang in die schulmedizinischen Veröffentlichungsorgane wie Lancet. William Harvey wurde noch über 100 Jahre nach seiner Entdeckung des Blutkreislaufs von der Universitätskanzel herab lächerlich gemacht – zum Beispiel von einem bayrischen Chirurgen namens Reisinger. Heute noch gibt es im Münchner Klinikviertel eine nach ihm benannte Straße. Eine die den Namen Harveys trüge, sucht man dagegen vergebens. Er hatte den Fehler gemacht, den Blutkreislauf über Analogieschlüsse zu entdecken nach dem Motto „so wie die Planeten sich um die Sonne drehen, so muss auch das Blut um das Herz kreisen“.

Ignatz Semmelweis, dem Retter der Mütter, erging es nicht besser, als er die Ursache des Kindbettfiebers in den schmutzigen Händen der Ärzte entdeckte. Obwohl bald überall auf der Welt – nach seinen Angeben - mit Chlorkalk desinfiziert wurde, versagte man ihm Zeit seines Lebens die geschuldete Anerkennung. Man ließ ihn im Gegenteil in der Psychiatrie elend zugrunde gehen, obwohl man seine Wunden nur nach seiner eigenen Methode mit Chlorkalk hätte desinfizieren müssen.

Ein aktuelles Beispiel ist die österreichische Neonatologin Marina Marcovich, deren von archaischen Völkern abgeschaute sogenannte Känguruh-Methode überall anerkannt ist und benutzt wird. Dabei nimmt die Mutter ihr zu früh geborenes Kind direkt auf den nackten Bauch zu sich, was seine Lebenserwartung gegenüber der ungleich teureren Brutkastenmethode drastisch erhöht. Die Entdeckerin wird in Österreich weiter und bis heute ignoriert.

Diese Art hat Max Planck einmal treffend charakterisiert, als er sagte, Neuerungen können sich in der Wissenschaft nur dadurch durchsetzen, dass die alte (in diesem Fall beleidigte) Generation ausstirbt und eine neue Generation von Forschern gleich mit dem neuen Wissen aufwächst. Das ist auch eine Methode, allerdings eine, die eine ganze Generation lang das Wohl der Menschen dem persönlichen Beleidigtsein verkalkter Wissenschaftler opfert.

 Dabei handelt es sich bei all den beschriebenen Entdeckungen noch um solche im materiell fassbaren Bereich der Medizin. Ungleich schwieriger wird die Situation in Bereichen, wo es um Energien geht, wo die Seele im Mittelpunkt steht oder gar der Geist angesprochen ist.

 Seit Freuds Zeiten hat die Seele es in vielen Generationen noch nicht geschafft, wirklich Eingang in die Welt der wissenschaftlichen Medizin zu finden. Zwar dürfen sich einige Psychoanalytiker in engen Nischen der Universitäten mit der Beobachtung seelischer Phänomene beschäftigen, allerdings wird ihnen bei jeder Gelegenheit von ihrem sowieso schon bescheiden bemessenen Aufgabenfeld noch wieder einiges abgezwackt, sobald sich eine Gelegenheit dazu bietet. Lange Zeit durften Sie zum Beispiel das Magengeschwür zu ihrer Psychosomatiksphäre rechnen. Aber kaum war der Helicobacter pylori entdeckt, ein Bakterium, das dabei immer mit im Spiel ist, war es schon wieder aus mit diesem Thema, das sich die materialistische Schulmedizin sofort wieder unter den Nagel riss. Dass über 50 % der Menschen dieses Bakterium im Magen haben, ohne davon Magengeschwüre zu bekommen, ficht Schulmediziner dabei nicht an. Zu groß ist wohl noch der Argwohn gegenüber den sowieso so bescheidenen Psychosomatikern, oder sollte es einfach Futterneid sein und der zeitlose Kampf um Pfründen?
 
 Ähnlich wäre es bei einigen sogenannten Infektionskrankheiten wie etwa auch der gemeinen Lungenentzündung. Auch hier haben über die Hälfte der Menschen die einschlägigen Pneumokokken in ihren Lungen, ohne zu erkranken. Es braucht also immer noch eine seelische Disposition, um eine Lungenentzündung zu bekommen. Aber Konsequenzen daraus aus solchen Einsichten setzen sich noch kaum durch.

 Eigentlich braucht es nicht sehr viel Einfühlung, um zu erkennen, dass bei jedem körperlichen Thema auch ein seelisches mitschwingt, wie es in Büchern wie „Krankheit als Symbol“ zum Ausdruck kommt.

 Wie resistent wir mit der Anerkennung solcher Neuerungen sind, zeigt das Beispiel Hormongaben und Brustkrebs. Obwohl man in einem Buch wie „Lebenskrisen als Entwicklungschancen“ schon vor 15 Jahren nachlesen konnte, wie schädlich solche hormonellen Unterdrückungsversuche sind, wurde munter weitergemacht, abgesichert mit Pharmawissen, was reinem Wunschdenken entsprach. Herzinfarkte sollten mit der Hormongabe verhindert werden, Osteoporose gestoppt und sogar Alzheimer positiv beeinflusst werden. Die Wirklichkeit kam dann mit zwei Studien ans Licht, die sich jeweils auf die Beobachtung von mehr als einer Million Frauen stützten. Die Alzheimerwahrscheinlichkeit wurde folglich nie auch nur im geringsten beeinflusst durch die Hormongaben, die Herzinfarktrate aber im Gegenteil deutlich erhöht, die Brustkrebswahrscheinlichkeit aber erhöhte sich bei der am häufigsten gegebenen Hormonmischung um sage und schreibe 60 %.

Ein peinliches Zurückrudern der Gynäkologen ist nun die Folge. Dabei ist das nicht der erste Fall in dieser Hinsicht. Auch dass das Herausoperieren von Gebärmüttern im Rahmen einer sogenannten Krebsprophylaxe ein auf einem Denkfehler beruhendes Armutszeugnis für die moderne Medizin ist, hatten wir angeprangert, Jahre bevor dieser gefährliche Unsinn eingestellt wurde. Ähnlich war es mit dem Stillverbot, das 20 Jahre Mütter und Kinder um viele Chancen brachte. Bei der Cholesterin-Senkerei ist es bis heute noch so. Damit senkt die Schulmedizin seit vielen Jahren und in den meisten Fällen auch gleich die Lebenserwartung. Der krasseste Fall ist im Augenblick das Wegschneiden gesunder Brüste im Rahmen einer irrsinnigen Brustkrebsprophylaxe, die jede Philosophie aus dem Spiel lässt, und das, obwohl der Hintergrund in einem Buch wie „Frauen-Heil-Kunde“ ebenfalls seit vielen Jahren nachzulesen ist.

Dagegen nehmen sich die Lichtblicke bescheiden aus, aber immerhin hat eine Ärztekammer im Rahmen der nun auch für deutsche Ärzte eingeführten Fortbildungspflicht schon einmal eine Psychosomatikwoche „Archetypischen Medizin“ bei uns anerkannt.

 Von solcher Akzeptanz ist die Geistheilung noch weit entfernt, obwohl sie in einem Land wie England traditionell in Koexistenz mit der Schulmedizin ein fast anerkanntes Dasein hat. Bei uns im deutschsprachigen Raum tun sich selbst Methoden, deren Grundlagen schon messbar sind wie die Elektroakupunktur und alle aus ihr abgeleiteten Verfahren wie Mora und Bicom noch schwer, ganz zu schweigen von energetischen Methoden wie Radionik und Quantec. Aber selbst letztere haben sich in Naturheilpraxen ziemlich fest etabliert und auch bei den Ärzten, die ihren Weg ausschließlich am Wohl ihrer Patienten orientieren und die von der Schulmedizin auferlegten Beschränkungen ignorieren. Diese energetische Medizin zieht immer weitere Kreise und könnte eines Tages die Brücke bauen von der Körpermedizin zur Psychotherapie und sogar Geistheilung.

Einige mutige Ärzte bahnen hier bereits einen Weg wie etwa der Schweizer Chefarzt Dr. Rhyner im Kantonsspital Glarus, der eine Geistheilerin in seiner schulmedizinischen Klinik mitarbeiten lässt. Die Erfolge geben ihm jenes Recht, das ihm die Schulmedizin aus ihrer eigenen Logik noch verweigert. Man hat dort schon solche Wartelisten für die Heilerin, dass meist gar keine neuen Patienten für sie angenommen werden können. Das Bedürfnis der Menschen spricht also eine eindeutige Sprache.

Im Heil-Kunde-Zentrum in Johanniskirchen haben wir dieses Problem dadurch von Anfang an gelöst, dass Geistheilung nur in Verbindung mit Psychotherapie angeboten wird. Denn auch bei uns gibt es schon seit Jahren eine für die Patienten äußerst sinnvolle Zusammenarbeit zwischen einem russischen Geistheiler und den Psychotherapeuten. Um die für jeden echten Heilungsprozess unverzichtbare Eigenverantwortung von Anfang an mit ins Spiel zu bringen und einem recht sinnlosen Heilungstourismus vorzubeugen, ist jeder Patient gefordert, selbst an seinen Mustern zu arbeiten und Erkenntnisprozesse einzuleiten. Andererseits bekommt er dabei alle erdenkliche Hilfe und eben auch die über energetische Methoden und Geistheilung und andere heute schon bestehende Möglichkeiten.

Warum sollte man nicht im Sinne der Radionik Schwingungsmedizin einsetzen, wenn sie offenbar nützt, auch wenn wir den Hintergrund nicht immer durchschauen? Warum auf den Einsatz von heilenden Edelsteinen aus dem schamanistischen Bereich oder dem Erfahrungsschatz einer Hildegard von Bingen verzichten, nur weil wir (noch) keine naturwissenschaftliche Erklärung für ihr Wirken haben?

In meinen nun fast 30 Jahren als Arzt hat es sich immer bewährt, offen zu sein für Neues und Uraltes, das bei uns nur neu erscheint, und so werde ich auch schon demnächst wieder zu Heilern in Brasilien und im peruanischen Dschungel aufbrechen. Wahrscheinlich werden wir sogar irgendwann erkennen, dass deren uralte, über lange Zeiten bewährte Methoden von der direkten energetischen Beeinflussung bis zu ihren Ritualen Erklärungen finden. Ja ich gehe sogar davon aus, dass moderne Geräte aus dem Radionik-Dunstkreis wie etwa Quantec im Prinzip ganz ähnliche Dinge bewirken wie die archaische Medizin der alten Völker. Es obliegt lediglich unserer Annäherung, und wir lieben nun einmal Geräte und Computer über alles.

So verwundert es mich schon gar nicht mehr, wenn wir uns sogenannte Bio-Computer wie das kleine Wunderteil von A-tox um den Hals hängen, die uns abschirmen sollen von allen möglichen bösen Strahlungen, um so unsere eigene Integrität zu beschützen. An derselben Stelle im Einsatz wie all die Amulette der Vorzeit, nämlich am Hals über der Thymusdrüse, hat es zumindest doch auch Amulett-Charakter. 



 
Literatur zum Thema von R. Dahlke: „Krankheit als Symbol“, „Frauen-Heil-Kunde“, „Lebenskrisen als Entwicklungschancen“ (alle bei Bertelsmann/Goldmann)
Info zur Arbeit von Ruediger Dahlke: www.dahlke.at

 


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